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Battle of the tools – XD vs. Figma

Seit der Veröffentlichung von Adobe XD und Figma im Jahr 2016, wurde es für den modernen UX-Designer nicht leichter, sich für das beste Design-Tool zu entscheiden. Mittlerweile gibt es mit Figma, Adobe XD, InVision und Sketch vier große Player im Prototyping- und Design-Tool Wettbewerb. Bei diesem kurzen Vergleich beschränken wir uns auf Figma und XD.

Vorstellung der Design Softwares

Figma


Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool, das komplett über den Browser läuft. Es bietet Lösungen für UI & UX Design, Prototyping, Grafik Design und Wireframing. Zusätzlich gibt es noch diverse Offline-Features für Windows, macOS und Mobile Endgeräte. Das Preismodell erstreckt sich über 3 unterschiedliche Pakete: Starter (kostenlos), Professional (12 $ /Monat) und Organization (45 $ /Monat). Je nach Paket stehen dem Nutzer oder der Organisation mehr Funktionen zur Verfügung.

Die Kernfunktionen

Zu den Kernfunktionen von Figma zählen Browser und Desktop Support, Cloud-basiertes Arbeiten, Multi-Plugin Support, sowie Figma Mirror – eine App, die eine Vorschau der Designs auf dem Smartphone ermöglicht. Das Hauptmerk legt Figma jedoch auf das kollaborative Arbeiten in Echtzeit. Dies wird durch folgende Funktionen ermöglicht:

  • Kommentieren: Kommentare können an der betroffenen Stelle hinterlassen und Personen getaggt und informiert werden.
  • Multi-People Editing: Mehrere Nutzer können gleichzeitig in derselben Datei arbeiten.
  • Copywriting: Externe Copywriter oder Content Creator können in Echtzeit Inhalte erstellen.
  • Plattform Unabhängigkeit: durch browserbasiertes Arbeiten, spielt das Betriebssystem kein Rolle.
  • Vor- und Nachteile von Figma

    Vorteile:

  • Figma bietet ausgereiftes kollaboratives Arbeiten in Echtzeit. Kein anderes Designtool kann hier wirklich mithalten.
  • Dateien können einfach und schnell geteilt werden, ohne, dass diese überhaupt exportiert und importiert werden müssen.
  • Das cloud-basierte Arbeiten verschafft eine Unabhängigkeit von Betriebssystemen und ermöglicht so den Zugriff für jedermann.
  • Dem Nutzer steht eine riesige Bibliothek von Erweiterungen zur Verfügung.
  • Alles in einem Tool. Mit Figma sind keine weiteren Design-Tools nötig, da es für alles eine Lösung anbietet.
  • Nachteile:

  • Eine Internetverbindung ist unabdingbar. Nutzer müssen also immer „online“ sein um mit Figma zu arbeiten.
  • Es werden mindestens 4 GB RAM und eine Grafik-Karte mit der Kapazität von Intel HD 3000 oder mehr benötigt.
  • Durch lokale Caches, kann es dazu kommen, dass der Nutzer nicht den aktuellen Stand sieht.
  • Dem Nutzer ist es nicht möglich globale Farben festzulegen, wodurch Konsistenz im Design verloren gehen kann.
  • Adobe XD


    XD ist ein vektorbasiertes Design-Tool vom Unternehmen Adobe Inc., welches Adobe Photoshop als Programm zum Entwurf von grafischen Oberflächen ablöst. Auch XD bietet für die ganze Design-, Konzept- und Prototyping- Palette Lösungen an. Erhältlich ist das Design-Tool für Windows und macOS und bietet ähnlich zu Figma eine Mobile-App für die Vorschau von mobilen Designs. Nutzer müssen sich zwischen drei Abo-Varianten entscheiden um XD zu verwenden: Starter-Abo, für den privaten Gebrauch (kostenlos); Einzelprodukt-Abo, für Einzelanwender und kleine Teams (11,89 € /Monat) oder die ganze Creative Cloud, mit allen Programmen von Adobe (59,49 € /Monat).

    Kernfunktionen

    Zu Adobe XD’s Kernfunktionen gehören Web, Desktop und Mobile Support, Offline Co-Editing, Drag and Drop Artboard Guides und Multi-App Integration. Den Fokus legt XD auf global verwendbare Komponenten und das Prototyping. Das Besondere am Prototyping mit XD sind Features wie Stimmen- und Sprach- Interaktionen sowie „Auto Animation“.

    Vor- und Nachteile von XD

    Vorteile:

  • XD besticht mit Zuverlässigkeit und einer ausgeklügelten Infrastruktur.
  • Bearbeiten von wiederverwendbaren Elementen und das responsive Skalieren von Gruppen und Objekten vereinfachen die Arbeit.
  • Interaktive Prototypen machen Produkte schon in der Designphase erlebbar und eignen sich für fortgeschrittene Usability Tests.
  • Nutzer die mit Adobe Programmen vertraut sind, haben es einfach sich in XD einzuarbeiten
  • Cloud-Speicher Funktion und cloud-basierte Echtzeit Kollaboration.
  • Einfaches exportieren von Designs und von Assets
  • Nachteile:

  • Nutzer sind teilweise eingeschränkt beim Erstellen und Bearbeiten von Formen
  • Keine Bildbearbeitungs-Funktionen, sodass diese extern bearbeitet werden müssen
  • Ständige Updates und Upgrades beeinflussen die User Experience zum Teil negativ.
  • Die freie Variante von XD bietet nur eine sehr limitierte Funktionalität des Features kollaboratives Arbeiten.
  • Fazit

    Ein klares Ergebnis, welches Tool am besten ist, lässt sich nicht so einfach bestimmen. Letzten Endes kommt es auf die persönlichen Präferenzen an: Legt man eine höhere Gewichtung auf plattformunabhängiges & kollaboratives Arbeiten, so empfiehlt sich eher Figma als das designierte Programm zu wählen. Als Abonnent der Adobe Creative Cloud ist XD ein sehr gutes ergänzendes Tool in Zusammenhang mit beispielsweise Photoshop und Illustrator. Damit bietet sich eine solide Gesamtlösung für alle Anwendungsfälle. Figma ist das ausgereiftere Tool mit wenigen Vorteilen gegenüber XD, wobei diese Vorteile keine Auswirkungen auf das Endprodukt haben. Als Abonnent der Creative Cloud, die XD bereits beinhaltet, sind die Vorteile von Figma nicht weitreichend genug, um einen Wechsel anzustreben.

    Adobe Flash, eine kleine Zeitreise

    Adobe Flash, Flashplayer oder nur Flash. Irgendwie kann jeder was damit anfangen oder hat zumindest schon einmal davon gehört. Kein Wunder, so ist doch das kostenlose Browser-Plug-In Flashplayer laut Adobe weltweit auf 99 % aller Computer mit Internetzugang installiert (wobei m.E. nach Zweifel erlaubt sein sollten).

    Allerdings war es bis zu diesem Punkt ein sehr weiter und steiniger Weg:

    Angefangen hat alles mit Jonathan Gay, der im Januar 1993 mit der Entwicklung des Grafiktools SmartSketch für die damals noch neuen Pen-Computer begann. Mit dieser Software wollte er das Zeichnen mit einem Stift direkt auf dem Computermonitor revolutionnieren.

    Aber wie es nun mal mit einer Idee, deren Zeit noch nicht gekommen ist steht, gestand man dem Stift als Eingabemedium keine großen Marktchancen zu und viele Firmen stellten ihr Engagement in diesem Bereich ein. 1994 wurde  schlussendlich die Firma GO-Corporation, welche das Betriebssystem PenPoint für die neue Computergeneration entwickelte, von AT&T übernommen und die Weiterentwicklung des Betriebssystems ebenfalls gestoppt.

    Da stand nun Jonathan Gay: ein neues Programm aber keine Plattform dafür. Die einzige Möglichkeit lag darin, die Software unter Windows und Macintosh zum laufen zu bringen und damit in direkte Konkurrenz zu Adobe Illustrator und damals noch Aldus Freehand zu treten, was er eigentlich vermeiden wollte.

    Mitte 1995 häuften sich die Vorschläge, SmartSketch in ein Animationwerkzeug umzuwandeln und auf Grund der damaligen Entwicklung des Internets und der Vision, Grafiken und Animationen bald im Web versenden zu können, begann man mit der Entwicklung.

    Als schließlich Netscape eine Plug-In-Schnittstelle zur Browsererweiterung herausbrachte, konnte man auch endlich  einen Animationplayer mit ausreichender Geschwindigkeit entwickeln. Damit war der Urvater des Flashplayers geboren.

    Um nun noch die neu erworbenen Animationeigenschaften der Software herauszustellen, wurde SmartSketch kurzerhand in FutureSplash Animator umbenannt.

    Trotz eines misslungenen Versuchs die neue Technologie an Adobe zu verkaufen,  feierte man 1996 erhebliche Erfolge, als Disney und Microsoft den FutureSplash Animator einsetzten, um einige ihrer Onlineangebote mit Animationen und Interaktion zu versehen.

    Im Dezember 1996 entschloss sich Macromedia schließlich die Software zu übernehmen und an breiter Front weiter zu entwickeln. Damit war Macromedia Flash 1.0 geboren!

    Knapp 9 Jahre später, am 3.Dezember 2005, Flash liegt nun schon in der 8. Version vor, wird Macromedia für 3,4 Milliarden US-Dollar von Adobe übernommen und der Name von Flash änderte sich vorerst zum letzten mal auf Adobe Flash.

    Vor kurzem, im November 2008, wurde nun die 10. Version des Flashplayers veröffentlicht und kann hier kostenlos  heruntergeladen werden.

    Wer übrigens doch eine älter Version des Plug-In’s benötigt (oder etwas in Nostalgie schwelgen möchte), findet diese ebenfalls (etwas versteckt) auf der Webpage von Adobe.

    Und auch ein Tool, um den Player vollständig zu deinstallieren steht hier zum Download bereit.

    Weiter Informationen zur Geschichte von Flash und den Köpfen dahinter kann man auf folgenden Seiten finden: