Alle Beiträge von Glenn Kusardi

Glenn Kusardi ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter bei MOSAIQ MEDIA und verantwortet den Bereich „IT-Beratung und Konzeption“ bei der Umsetzung von Internetportalen, Microsites, Kampagnen oder anderer webbasierten Anwendungen.

8 Instagram Marketing Tipps für Unternehmen

Die Zukunft steht im Zeichen von Instagram

Mit über eine Milliarde monatlichen Nutzern weltweit und davon mehr als 20 Millionen Nutzern allein in Deutschland – Tendenz steigend – ist über die vergangenen Jahre auf der Social Media Plattform Instagram ein konsistent starker Nutzerzuwachs zu verzeichnen. Vergleicht man dabei die Entwicklung des Kanals von 2013 bis heute, gewinnt Instagram vor allem in den letzten Jahren immer mehr an Popularität.

Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von Januar 2013 bis September 2017 (in Millionen). Quelle: statista.com, 2017.

Neben den sozialen Kanälen Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube dient Instagram dabei auch als wichtiges Instrument für Bewerber. So wird die Plattform nicht nur für die Suche nach Stellenanzeigen genutzt, sondern hilft potentiellen Bewerbern dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Im Rahmen des Employer Brandings bietet Instagram demnach die Möglichkeit sich der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Die steigende Beliebtheit des Kanals und das damit verbundenen Potential der Plattform haben auch viele Unternehmen mittlerweile erkannt und sind mittlerweile auf Instagram aktiv. Instagram fördert das unter anderem durch spezielle Business Profile sowie immer neue Werbemöglichkeiten, die den Unternehmen zur Verfügung stehen.

Die Vorteile von Instagram

Täglich werden bei Instagram über 95 Millionen Fotos und Videos hochgeladen. Die Meisten von Nutzern und Influencern, aber auch von Unternehmen. Diese Fotos und Videos bilden den Kern der Plattform und dienen gleichzeitig als Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Großes Potential von Instagram liegt demzufolge im Visual Storytelling. Neben Einblicken hinter die Kulissen des Unternehmens, können die Beiträge auch dazu genutzt werden, um das Markenimage zu formen, Produkte zu kommunizieren sowie Kampagnen zu verlängern.

Auch eignet sich Instagram dazu die Beziehung mit den Kunden zu stärken, indem sich das Unternehmen authentisch und nahe am Nutzer präsentiert.

In Abgrenzung zu anderen Social Media Plattformen wie etwa Facebook, Twitter oder Pinterest besticht Instagram vor allem dadurch, dass lediglich Bilder und keine Links geteilt werden können. Das Ergänzen von Links bei Fotos und Videos ist auf Instagram folglich, ungleich zu Pinterest, nicht möglich. Dies hat zur Folge, dass unmittelbarer Traffic über Instagram auf die eigene Website nicht realisiert werden kann. Eine Ausnahme stellen Instagram Anzeigen dar, welche mit einem Link versehen werden können und so die Möglichkeit haben, Traffic zu generieren.

Besonders gut eignet sich Instagram für die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe. So ist die Plattform vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern äußerst beliebt. Möchten Unternehmen diese Zielgruppe gezielt ansprechen, ist eine Präsenz auf Instagram unausweichlich.

Werbung auf Instagram

Durch die steigende Nutzeranzahl auf Instagram bietet die Plattform auch für Unternehmen ein großes Potential Kunden zu erreichen. Besonders die zahlreichen Werbemöglichkeiten bilden dabei eine attraktive Option, das Instagram Publikum gezielt anzusprechen. Diesen Vorteil haben sich bisher bereits viele Unternehmen zu Eigen gemacht und platzieren ihre Werbebotschaften neben Facebook, YouTube oder Twitter, auch auf Instagram. Diese Entwicklung wird auch in der nachfolgenden Grafik deutlich. So haben sich die Umsätze von Instagram in Bezug auf mobile Werbung innerhalb von zwei Jahren mehr als vervierfacht.

Prognose der Umsätze von Instagram mit mobiler Werbung weltweit in den Jahren 2015 bis 2017 (in Milliarden US-Dollar). Quelle: statista.com, 2017.

Grundsätzlich werden auf der beliebten Foto-Sharing-App vier Haupttypen von Werbeanzeigen unterschieden. Neben Photo Ads und Video Ads lassen sich so auch Carousel Ads schalten. Primäre Zielsetzungen sind dabei neben Reichweite, Videoaufrufen und Conversions, Besucherverkehr und App-Installationen. Daneben sind Werbeanzeigen innerhalb der Instagram Stories möglich. Letztere werden dabei als gesponserter Content auf Instagram Stories platziert, wohingegen die ersten drei Ad-Typen im Feed der Nutzer gelistet werden.

Tipps für Ihr Business-Profil auf Instagram

Instagram zählt heutzutage zu einem der effektivsten Markenbildungsinstrumente im Social Web. Um die Zielgruppe plattformgerecht anzusprechen, bedarf es einer klaren und strukturierten Vorgehensweise. Für Ihren professionellen Markenauftritt auf der Plattform haben wir daher acht Tipps für Sie zusammengefasst:

  1. Definieren Sie eine Instagram-Strategie
    Vor der Aufsetzung des Kanals ist es empfehlenswert strategische Überlegungen durchzuführen. Zunächst sollten Sie dabei Ihre Ziele für Instagram festlegen. Diese sollten sich an Ihren Unternehmenszielen orientieren und SMART sein. Eine beispielhafte Zielsetzung wäre demnach die Steigerung der Markenbekanntheit. Auch das Festlegen der Postingfrequenz, der Veröffentlichungszeiten sowie der Content-Themen und Hashtags gehören in die Instagram-Strategie. Wichtig ist in diesem Schritt auch die Entwicklung von speziellen Instagram-Guidelines, in denen beispielshalber die Verantwortlichkeiten oder der Umgang mit kritischen Fan-Kommentaren festgehalten sind.
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  3. Setzen Sie auf visuellen Content
    Durch den starken Fokus auf visuellen Content innerhalb der Plattform, können Sie Instagram besonders gut dafür nutzen, um Ihr Unternehmen oder Ihre Marke auch visuell in Szene zu setzen. Jeglicher Content sollte dabei selbsterklärend und ohne Text verständlich sein. Zudem sollten Sie grundsätzlich festlegen, auf welche Inhalte sich Ihre Fotos und Videos konzentrieren. Dies kann von der reinen Produktdarstellung bis hin zur Präsentation der eigenen Firmenkultur und des eigenen Firmencharakters reichen. Oftmals hilft hier auch ein Blick in die Profile der Zielgruppe bzw. der Follower, um Trendthemen und beliebte Darstellungsformen zu identifizieren. Insights hieraus können dann auf die eigenen Inhalte übertragen werden. Die Gestaltung Ihres Instagram-Profils und des darauf gespielten Contents sollten sich stets an den Prinzipien Ihrer festgelegten Strategie orientieren. Zudem sollte ihr Content auch ohne Text leicht verständlich sein, da letzterer auf der Plattform lediglich eine untergeordnete Rolle spielt.
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  5. Posten Sie regelmäßig
    Wie bei allen sozialen Kanälen, gilt auch bei Instagram: Posten Sie regelmäßig, überfluten Sie den Newsfeed Ihrer Follower jedoch nicht mit Ihrem Content. So sollten Sie pro Woche im Schnitt 2-3 Posts spielen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung hängt dabei vor allem von Ihrer Zielgruppe ab. Studien belegen hier, dass Postings, die unter der Woche ausgespielt werden, mehr Interaktionen aufweisen. Ein individueller Test der Postingfrequenz und des Veröffentlichungszeitpunktes ist allerdings unerlässlich. Um einen guten Überblick über die Postings zu erhalten, ist es zudem sinnvoll einen Redaktionsplan aufzusetzen.
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  7. Denken Sie quadratisch und Mobile First
    Herzstück der Instagram Plattform stellen die geposteten Bilder und Videos dar. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, gilt in der Bilderstellung für Instagram: Denken Sie quadratisch. Für Bilder mit einer bestmöglichen Auflösung ist daher eine Bildgröße von 1080px x 1080px empfehlenswert. Zudem sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Bilder im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Instagram um eine Mobile First Plattform handelt. Das ausgewählte Bildmaterial sollte folglich auch auf einem kleinen Bildschirm gut zur Geltung kommen. Bilder und Videos müssen aus diesem Grund stets qualitativ hochwertig und hochauflösend sein.
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  9. Nutzen Sie Hashtags
    Hashtags sind bei Instagram Pflicht. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass Instagram-Nutzer Inhalte oftmals über die Suchfunktion mittels Hashtags suchen. Nutzen Sie daher bei jedem Beitrag passende Hashtags, die für Ihr Unternehmen und das gespielte Thema relevant sind. Darüber hinaus sollte auch immer darauf geachtet werden, dass die Hashtags in der jeweiligen Landessprache der Nutzer bzw. in der für die Kommunikation definierten Sprache gewählt werden. Auch ist es ratsam Hashtags mit hoher Beliebtheit zu verwenden, da diese von Nutzern vermehrt gesucht werden. Hashtags mit einer (noch) geringen Beliebtheit sollten ebenfalls verwendet werden, da diese für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten und es hier zudem leichter ist die eigenen Beiträge prominent zu platzieren.
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  11. Seien Sie stringent
    Egal, ob in Bezug auf Bilder oder Text – auch bei Instagram spielt Stringenz eine wichtige Rolle. Ziel dabei ist es einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, sodass die Nutzer Beiträge direkt mit Ihnen als Absender assoziieren. Bezüglich der Bilder kann diese Wiedererkennung beispielshalber durch ein einheitliches Farbschema oder durch die Art und Weise der Produkt-Platzierung auf den Bildern selbst realisiert werden. Neben den Bildern sollte jedoch auch die Tonalität der Texte über alle Beiträge hinweg einheitlich sein. Stringenz gilt zudem auch beim Profilbild. Ein konsistentes Bild über alle Social Media Kanäle hinweg ist Pflicht, sodass Nutzer das Unternehmen auch auf unterschiedlichen Plattformen stets sofort wiedererkennen.
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  13. Bauen Sie Abonnenten auf
    Speziell zu Beginn ist die Kommunikation des Accounts auf ausgewählten Kanälen, wie etwa der eigenen Website oder anderen sozialen Netzwerken, entscheidend, um ein gewisses Grundrauschen zu etablieren und erste Interaktionen mit veröffentlichten Beiträgen zu erzielen. Besonders großes Potential stellt dabei die Verlängerung des Instagram Accounts über Facebook dar. Hier ist eine große Überschneidung von Instagram- und Facebook-Nutzern zu identifizieren, sodass erste Instagram-Follower schnell aufgebaut werden können. Wichtig ist dabei selbstverständlich, dass sich die Nutzer von den Inhalten auf Instagram angesprochen fühlen und, dass der Kanal auf individuellen Content setzt, der auf die Anforderungen von Instagram zugeschnitten ist.
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  15. Analysieren Sie
    Um Rückschlüsse aus bereits veröffentlichten Beiträgen ziehen zu können und die Entwicklung des Instagram Profils im Auge zu behalten, sollten Sie die Leistungen Ihrer Beiträge & Co. kontinuierlich analysieren und Optimierungsansätze ableiten. Hierfür steht Ihnen im Business Profil der Reites „Statistik“ zur Verfügung. Wichtige Kennzahlen, wie beispielshalber Reichweite und Anzahl der Abonnenten sind hier aufgeführt.

 

Beispiele für erfolgreiche Instagram Kanäle

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2C-Bereich:

Beispiel 1: dm-drogerie markt

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1,2 Millionen Abonnenten und 1.035 Beiträge – der Instagram Account von dm garantiert durch die große Anhängerschaft eine besonders hohe Reichweite. Der Drogeriemarkt postet im Schnitt jeden zweiten Tag. Fokus in den Beiträgen liegt dabei vor allem auf der Darstellung der eigenen Produkte. Großer Pluspunkt der Seite ist der hohe visuelle Standard der Bilder sowie die Interaktion des Unternehmens mit den Nutzern.

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2B-Bereich:

Beispiel 1: Mailchimp

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Auch der knallbunte Instagram-Kanal von Mailchimp mit 64.000 Abonnenten macht einfach nur Spaß. Die Marke schafft es dabei dieses positive Gefühl letztendlich auch auf das Produkt selbst zu übertragen. Dass, der Content auch bei den Followern gut ankommt, macht sich in den zahlreichen Interaktionen pro Post bemerkbar. Stringenz im Kanal und einen hohen Wiedererkennungswert schafft das Maskottchen der Marke, das in jeglicher Form und Farbe im Bild- und Videocontent abgebildet wird. Durch die Verwendung von beliebten Hashtags, wie etwa #tbt, kann die Marke zudem ihre Reichweite erhöhen und neue Follower gewinnen.

Zu beachten ist jedoch grundsätzlich, dass Instagram als reiner Branding Kanal gesehen werden muss, der lediglich indirekt die gesetzten Vertriebsziele unterstützt. Dadurch, dass, abgesehen von Instagram Werbeanzeigen, keine Möglichkeit gegeben ist die Beiträge um Links zu ergänzen, führen Postings folglich selten zu einer unmittelbaren Aktion bzw. zu einem Kauf.

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Tipps für den Online Marketing Report

Warum brauche ich einen Report?

Der größte Vorteil von Online Marketing liegt in der konkreten Datenerfassung. Dadurch, dass der Bereich Online Marketing allerdings viele verschiedene Traffic Kanäle beinhaltet, kommt es zu einer sehr hohen Masse unterschiedlicher Daten. Zu den wichtigsten Traffic-Kanälen zählen unter anderem SEO, AdWords, Facebook, Content und Newsletter. Um in der Masse an Daten den perfekten Überblick zu erhalten, werden sogenannte Reports erstellt. Diese dienen darüber hinaus auch der Feststellung, ob und wie die jeweiligen Kanäle miteinander agieren, ob die Kosten-Nutzen-Relation stimmt und wie viele Konvesionen tatsächlich generiert wurden.

Zur Erstellung der Reports werden monatlich mehrere wertvolle Stunden investiert. Nicht zuletzt, weil sie die beste Grundlage für die weitere Marketing-Planung sind und als Orientierungshilfe für die Strategie dienen. Damit auch Sie künftig gelungene Reportings erstellen, haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen und Hilfestellungen zusammengefasst.

Für wen erstelle ich den Report?

Ein SEO Manager interessiert sich für andere KPI‘s im Report, als beispielsweise ein Geschäftsführer. Demnach sollte schon hier über zwei verschiedene Reportansätze nachgedacht werden. Auch das zeitliche Intervall des Reports ist bei beiden unterschiedlich. In einer Umfrage wurde herausgefunden, dass der Geschäftsführer meist nur Reportings im monatlichen Intervall erhalten möchte, wobei der Mitarbeiter im SEO tägliche Reports für seine Arbeit benötigt. Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Zahl der KPI’s pro Managementstufe und die Häufigkeit des Reports sinkt mit steigendem Verantwortungsgrad.

Für die Auswahl der richtigen KPI’s für Manager, können folgende Fragen hilfreich sein, da diese besonders häufig für die Zielgruppe relevant sind: Wie viel Geld haben wir ausgegeben? Wie viele Personen haben wir erreicht? Wie effektiv war unsere Marketingstrategie? Wie viel Gewinn haben wir bei aktuellen Ausgaben erzielt? Sind diese Fragen mit Zahlen im Report beantwortet, kann man sagen, dass ein gutes Reporting erstellt worden ist.

Wie reporte ich richtig?

Neben den vorher beschriebenen Faktoren ist ein gutes Reporting immer auch so individuell wie die Webseite selbst. Demnach ist eine Reportvorlage nicht unternehmensübergreifend anwendbar. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Auswahl der geeigneten KPI’s, wie auch deren Präsentation entscheidend für ein gutes und auch verständliches Reporting ist. So sollte ein guter Report stets selbsterklärend sein und in wenigen Minuten von der Person, für die man ihn erstellt hat, verstanden werden können. Auch macht ein Vergleich, beispielsweise zur Vorperiode oder auch zum Vorjahreszeitraum, einen Report verständlicher. So kann die Entwicklung einer Kennzahl zum Beispiel mittels einer Grafik in Kombination mit einer kurzen Interpretation auf einen Blick aufgezeigt werden.
Im Anschluss finden Sie nun wertvolle Tipps, was es bei der Erstellung eines Reports zusätzlich zu beachten gilt:

TIPP 1: REPORT NACH QUELLEN AUFTEILEN

Die KPI’s sollten nach Quellen aufgeteilt werden, sodass die verschiedenen Traffic-Kanäle wie SEO, AdWords, Social Media, Links etc. jeweils extra betrachtet werden können. Darüber hinaus ist dies auch sinnvoll für die weitere Marketing-Budgetplanung, denn so kann auf einen Blick abgeleitet werden, welcher Kanal mehr und welcher weniger Budget erhält. Dennoch sollte man darauf achten, dass der Report nicht in einer Zahlenschlacht endet. Fügen Sie stattdessen beispielsweise Drop-Down Menüs ein, in denen die verschiedenen Kanäle ausgewählt werden können, oder separieren Sie die Kanäle in verschiedene Abschnitte.

TIPP 2: AUTOMATISCHE REPORTS ERSTELLEN

In jedem Analysetool gibt es die Möglichkeit automatisierte Reports bzw. Downloads erstellen zu lassen. Diese wiederum dienen dann als Grundlage für den Datenimport in ein allgemein aufbereitetes Reporting. Großer Vorteil: Sie vermeiden Flüchtigkeitsfehler und steigern die Effizienz der Report-Erstellung. Der initiale Aufwand bleibt allerdings nicht erspart.

TIPP 3: REPORT IN EXCEL ERSTELLEN

Das beste Programm zur Darstellung eines Reportings ist und bleibt Microsoft Excel. Hier sind Datenimports ganz einfach über Pivot-Tabellen möglich und auch grafische Darstellungen der Zahlen lassen sich ganz einfach per Diagramm erstellen. Zudem können Excel Dateien von jedem geöffnet werden und es kommt hier nicht zu Übertragungsproblemen.

TIPP 4: NEGATIVE ENTWICKLUNGEN NICHT VERBERGEN

Jeder weiß, dass Entwicklungen von Zahlen nicht durchweg positiv sind, sondern diese von Monat zu Monat schwanken. Gerade deshalb sollte dies offen kommuniziert werden und transparent bleiben. Nur so können auch negative Zahlen hinterfragt und Optimierungen dadurch erarbeitet werden.

TIPP 5: FLÜCHTIGKEITSFEHLER VERMEIDEN

Ein Report wird nur dann gut, wenn er zu 100 Prozent stimmt und man die Zahlen auch ernst nehmen kann. Schleichen sich hier kleine Fehler ein, kann dies zur Folge haben, dass ganze Traffic-Kanäle schlecht oder überbewertet werden. Also lieber die Zahlen zwei Mal abgleichen. Dies gilt auch für automatisierte Reports.

TIPP 6: VERSTÄNDLICHE GRAFIKEN VERWENDEN

Wenn Sie in Ihrem Report Grafiken oder Diagramme verwenden möchten, dann sollten diese einfach gestaltet und deren Sinn auf einen Blick erkennbar sein. Denn letztendlich sollen sie das Reporting durch ihre bildliche Darstellung vereinfachen und nicht unnötig verkomplizieren.

TIPP 7: INTERPRETATIONEN DAZUSCHREIBEN

Eine kurze Interpretation der dargestellten Zahlen gehört zu einem Report dazu. So bleiben unnötige Fragen erspart und auch rote Zahlen können erläutert werden. Fragen wie, „was bedeutet diese Zahl?“ oder „ist es schlimm, wenn die Nutzerzahlen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind oder haben wir trotzdem mehr Umsatz generiert?“ sollten durch kurze aussagekräftige Sätze beantwortet werden.

Zusatz-Wissen:

Ein einzeln betrachteter KPI ist selten aussagekräftig, sondern meist nur im Zusammenhang mit anderen Zahlen interpretierbar.

KPI’s für das Reporting

Kommen wir nun zur Auswahl der richtigen KPI’s, die für das eigene Unternehmen in einem Report wichtig sind. Dies ist nicht immer ganz so einfach, wenn man bedenkt, dass auch die vorher angesprochenen Aspekte, wie Instanz oder Häufigkeit, berücksichtigt werden sollten. Darüber hinaus spielt auch der Webseitentyp eine Rolle bei der Auswahl der KPI’s. Denn wie bereits erwähnt, ist eine Report-Vorlage nicht unternehmensübergreifend anwendbar und dies bezieht sich unter anderem auch auf den Unternehmenstyp. Im geschäftlichen Umfeld leiten wir grundsätzlich vier Webseitentypen mit unterschiedlichen Zielsetzungen ab:

  1. B2C Online Shops
  2. Content-Webseiten, die als Werbeträger dienen, wie zum Beispiel Blogs
  3. B2B Webseiten
  4. Support Webseiten, die Anleitungen und Hilfestellungen zur Verfügung stellen

Natürlich gibt es auch Mischformen aus den aufgezählten Webseiten, denn oftmals ist ein Support-Bereich innerhalb einer Corporate Webseite zu finden. Hierbei sollte dann darauf geachtet werden, dass im jeweiligen Analysetool auch die Möglichkeit der separaten Auswertung möglich ist. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten KPI’s differenziert nach  Webseitentyp kurz dar:

1. KPI’S FÜR EINEN B2C ONLINE SHOP

  • Umsatz – reine Einnahmen
  • Kosten – Ausgaben
  • CPO – Cost-per-Order – Was kostet eine durchschnittliche Bestellung?
  • Anzahl der Sitzungen
  • Conversion-Rate – Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen
  • Add-to-card Anzahl und Quote –durchschnittlich Produkte im Warenkorb?
  • Checkout Abbrüche – Wie oft und wo wurde der Checkout abgebrochen?
  • Warenkorbhöhe – Durchschnittliche Summe im Warenkorb
  • Retourenquote – Prozentualer Anteil der Retouren
  • Average Revenue per User – Durchschnittlicher Erlös durch Kunde
  • ROAS und ROI – Anteil des tatsächlich erzielten Gewinns pro Werbeausgabe

2. KPI’S FÜR CONTENT WEBSEITEN

  • Umsatz durch Werbenetzwerke (z.B. AdSense)
  • Umsatz aus Verkäufen (Abos, Merchandising)
  • Kosten – Ausgaben
  • Anzahl der Sitzungen
  • Sitzungsdauer
  • Seitenaufrufe
  • Absprungrate
  • Scrolltiefe – Dies muss als extra Trackingelemente angegeben werden
  • Conversion Rate – Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen

3. KPI’S FÜR B2B WEBSEITEN

  • Anzahl der Leads (idealerweise Anrufe, Kontaktformulare und
  • Klicks auf E-Mail-Adresse)
  • Kosten – Ausgaben
  • CPL – Cost-per-Lead pro Werbemittel
  • Anzahl der Sitzungen
  • Conversion Rate– Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen
  • Anrufe – Dies muss als extra Trackingelemente angegeben werden
  • Newsletter-Anmeldungen

4. KPI’S FÜR SUPPORT WEBSEITEN

  • Downloads
  • Kosten – Ausgaben
  • Anzahl der Sitzungen
  • Seitenaufrufe
  • Sitzungsdauer
  • Kundenfeedback (Bewertungen für Support)

Experten-Tipp:

KPI’s dienen lediglich als Anhaltspunkt für die allgemeine Analyse,
woraus dann die jeweiligen Ziele abgeleitet werden sollten.

Habe ich Details vergessen?

Natürlich können noch viel mehr KPI’s in einen Report mitaufgenommen werden, unsere Darstellung bezieht sich lediglich auf die wichtigsten Standard KPI’s. Beispielsweise das Ranking der einzelnen Keywords oder der Aufbau von einzelnen Links können für manche Verantwortliche essentielle Kennzahlen eines Reports sein. Allerdings sind diese nur bedingt für Manager oder gar die Unternehmensleitung von Bedeutung.

Sollen auch allgemein aussagekräftige Kennzahlen über beispielsweise die organische Sichtbarkeit (Wie präsent bin ich auf Google?) in den Report mitaufgenommen werden, kann ein Sichtbarkeitsindex für die Gesamtentwicklung der Domain dargestellt werden. Dieser basiert auf Tools wie SISTRIX oder Searchmetrics und sollte in einer separaten Ansicht dem Report hinzugefügt werden.

Fazit

Reportings sind eine von mehreren wichtigen monatlichen Erzeugnissen innerhalb eines Unternehmens. Zusammenfassend kann man sagen: Ein Report beinhaltet mehr, als nur die alleinige Zusammenstellung von Zahlen. So sind erste kurze Interpretationen nicht zu missachten und auch grafische Darstellungen Teil eines Reportings. Einen guten Report erkennt man also daran, dass er einfach und verständlich aufbereitet ist, den Webseitentyp und die Instanz berücksichtigt, einen Vergleichszeitraum beinhaltet und im Idealfall auch einen Zusammenhang zwischen den einzelnen KPI’s herstellt.

 

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Internationale SEO

Warum internationale SEO?

Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es grundsätzlich darum, seine Webpräsenz so aufbzubereiten und zu optimieren, dass die Webseite in den nationalen Suchmaschinen gut gefunden wird, am besten auf den Top Positionen. Doch SEO in Deutschland ist nicht gleich SEO in Spanien oder USA oder gar China. Jedes Land hat seine eigenen Gewohnheiten bezüglich Design und Userexperience einer Webseite und auch im Bezug auf die Suchbegriffe einer Suchmaschine. Was in Deutschland gut funktioniert, kann in den USA im Extremen den Umsatz minimieren und die Nutzerzahlen sinken lassen. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen zu verstehen auf was es bei internationaler Suchmaschinenoptimierung ankommt und was zu beachten ist.

Welche Suchmaschinen gibt es weltweit?

Obwohl Google weltweit einen Marktanteil von 87% besitzt und damit in fast allen Ländern auch eine marktführende Stellung hat, ist sie nicht die einzige Suchmaschine, die weltweit vorhanden ist. Neben Google gibt es in Deutschland beispielsweise die Suchmaschine Bing, die hierzulande einen Marktanteil von ca. 5% ausmacht. Auch in China (Baidu), Russland (Yandex) und Tschechien (Seznam) werden überwiegend andere Suchmaschinen als Google genutzt. In der Mobilen Suche kommt Google allerdings auf einen Marktanteil von knapp 97%.

Marktanteile der Suchmaschinen weltweit nach mobiler und stationärer Nutzung im September 2017. Quelle: statista.com

Die 7 wichtigsten Punkte für internationale SEO

1. Domainstrategie

Das richtige Domainkonzept ist die Basis für ein erfolgreiches internationales SEO. Suchergebnisse werden bei Google auf Landesbasis generiert und sind damit nicht allein auf die Sprache basiert. Deshalb ist es wichtig schon die ersten Signale per Domain an Google zu senden. Hierzu können Sie sich gerne im Detail in unserem Blogbeitrag zur Domainstrategie informieren.

2. Das hreflang-Tag

Damit Suchmaschinen jede einzelne Seite einem Land und einer Sprache zuordnen können, bedarf es unter anderem der Integration des hreflang Tags auf der Domain. Die Kategorisierung der Webseite in ein Land und eine Sprache ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche SEO. Dazu gibt es zwei wichtige Formate: Für den „language code“ ist es das ISO 639-1 Format und für den „country code“ das ISO 3166-1 Alpha 2 Format.

3. Möglichst viele externe Links aus dem Zielland

Auf das Linknetzwerk kommt es an! Es ist ja schon bekannt, dass zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung auf Google auch eine gute interne und externe Linkstruktur gehört, diese macht in dem Fall bis zu 50% aus. Anders ist allerdings, dass bei internationalen Seiten die Herkunft der externen Links eine zusätzlich wesentliche Rolle spielt. So ist es also wichtig ein vertrauenswürdiges und themenbezogenes Linknetzwerk im Herkunftsland aufzubauen, denn zu viele ausländische Links auf eine Domain weisen auf ein anderes Land hin.
Ausnahme: Für die Suchmaschine Baidu spielt das Linknetzwerk allerdings keine Rolle.

Experten-Tipp:

Eine Backlinkanalyse pro Land ist sinnvoll, um Ihr Linknetzwerk zu erkennen und systematisch erweitern zu können

4. UX Design pro land erstellen

Ein und dasselbe Design für mehrere Länder mit unterschiedlichen Domains oder URLs, das ist die Normalität der meisten internationalen Webseiten. Doch nur weil ein Design beispielsweise in Deutschland funktioniert, heißt das nicht gleich auch Erfolg in den USA oder gar im asiatischen Markt. Andere Länder, andere Sitten – dies bezieht sich auch auf Webseiten und deren Design und Usability. Gehen Sie deshalb bei der Entwicklung des Webseiten-Designs auch auf Besonder- und Gewohnheiten des jeweiligen Ziellandes ein.

5. Unterschiedliche Suchbegriffe

Nach dem separaten Design und der Domainstrategie sollten auch die Suchbegriffe pro Land angepasst werden, denn diese können sich anhand von kultureller Unterschiede und Wichtigkeiten stark schwanken. Selbst in Ländern, in denen vermeintlich dieselbe Sprache gesprochen wird, ist die Relevanz der einzelnen Keywords oft anders. Deshalb sollten in der Keyword Planung begriffliche Unterschiede berücksichtigt werden. Allgemein gilt:

  • Individuelle und separate Keyword-Analysen für jeden Land
  • Andere Länder, anderes Suchverhalten – keine wörtlichen Übersetzungen verwenden

Experten-Tipp:

Untersuchen Sie Keywords auch auf Ihre Wahrscheinlichkeit auf gute Positionen. Diese ergibt sich aus der Konkurrenz um ein Keyword im Verhältnis zum Suchvolumen. 

6. Onpage Signale pro Land einhalten

Senden Sie die richtigen Ländersignale an die Suchmaschine. Seit einigen Jahren sind die sogenannten Länderindikatoren Teil des Algorithmus von Google. Dabei wird die nationale Ausrichtung einer Webseite geprüft und damit das Zielland bestimmt. So werden beispielsweise für einen deutschen Nutzer hauptsächlich Webseiten angezeigt, die über lokale Inhalte verfügen und somit von Google dem deutschen Markt zugeordnet wurden, sprich eine höhere Relevanz für den Nutzer im Zielland haben könnten.
Ein sehr wichtiger Aspekt für die richtigen Onpage Signale ist somit die Verwendung der Muttersprache des jeweiligen Landes. Hierbei sollte neben dem Einsatz der passenden Keywords auch auf länderspezifische Eigenheiten, Sprachstile, Maßeinheiten, Währungen und vor allem auch auf die richtigen Kontaktadressen geachtet werden, denn Webseiten mit inländischen Kontaktadressen werden bevorzugt angezeigt.

7. Duplicate Content vermeiden

Neben den Onpage Signalen sollte auch der Content für unterschiedliche Länder angepasst werden. Identische Texte in zwei unterschiedlichen Ländern verursachen bei Google den sogenannten Duplicate Content. Das Problem dabei ist: Google bewertet doppelte Inhalte in vielen Fällen negativ oder kann die Versionen nicht korrekt zuordnen, so wird immer nur eine Webseite angezeigt. Demnach ist entscheidend, auch bei gleichbleibender Sprache von Länderversionen, unterschiedlichen Content bereitzustellen. Im besten Fall erstellen Sie für jede Länderversion eigene Texte, die von Muttersprachlern verfasst werden. Folgende Punkte sind dabei stets zu beachten:

  • URLs
  • Metadaten, wie „Title“ und „Description“
  • Wording der Navigation
  • Überschriften und Body Content

Checkliste für internationale SEO

  • Überprüfen Sie, ob und wie viel organischer und gesamter Traffic aus anderen Ländern stammt bzw. in einer Fremdsprache abläuft, um die richtigen Domains definieren zu können.
  • Übersetzen Sie Suchbegriffe nicht, überprüfen Sie stattdessen die organische Sichtbarkeit für relevante Länder bzw. Sprachen und finden Sie heraus, welche Keyword-Anfragen in welchen Ländern bzw. für welche Sprachen relevant sind.
  • Auf Basis dessen führen Sie eine Keyword-Recherche für die relevanten Ländern bzw. Sprachen durch, aus denen ausreichend Traffic kommt, um ein geeignetes Keyword-Set identifizieren zu können.
  • Verwenden Sie keine Länderflaggen als Icons für Spracheinstellungen. Wegen Sprach-Land-Verwechslungen ist es besser den Namen der Sprache in seiner Originalsprache zu verwenden, bspw. sollte anstatt „spanisch“ dann „español“ stehen.
  • Schaffen Sie Mehrwert-Inhalte für das jeweilige Land und aktivieren Sie Kooperationen, um Links aus dem Land zu gewinnen.
  • Integrieren Sie Standortinformationen auslesbar, sprich als offener Text auf Ihrer Seite.
  • Übermitteln Sie Standort und Sprache über die Google Search Console bzw. ehemals Webmaster Tools (Menüpunkt: Internationale Ausrichtung), sodass Google ihre Webseite besser zuordnen kann. Dies empfiehlt sich zusätzlich zur Integration des hreflang-Tags.
  • Schreiben Sie, wenn möglich, individuelle Texte pro Land, um Duplicate Content zu vermeiden.
  • Messen Sie Ihre Erfolge, indem Sie einzelne Datenansichten in Ihrem Tracking Tool pro Land bzw. Sprache anlegen.
  • Überarbeiten Sie auf Basis der Analysen Ihrer Daten Ihren Content auf den jeweiligen Landesseiten. Benutzen Sie hierfür auch die Auswertung der Keywords aus Ihrer internen Seitensuche.

Die 5 häufigsten Fehler

Fehler 1: Falsche Domainstrategie

Bei internationales Webseiten heißt es grundsätzlich: Die Domain steht und fällt mit dem Konzept. Eine unpassende Domainstrategie kann zu Rankingverlusten oder zu Impressionen im falschen Zielmarkt führen.
Die passende Domainstruktur ergibt sich unter anderem aus Ihren Ländermärkten. In welchen Ländern verkaufen Sie am meisten? Wohin exportieren Sie Ihre meiste Ware? Aus welchen Ländern kommt der Traffic hauptsächlich auf Ihre Webseite? Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag zur passenden Domainstruktur.

Fehler 2: Falsch integriertes hreflang-Tag

Die einfachste Möglichkeit nichts falsch zu machen, ist das hreflang Tag für jede einzelne Domain oder Verzeichnis, die von ihnen verwaltet wird, zu integrieren. Schreiben Sie dafür zuerst den ISO-Code der Sprache und danach den ISO-Code des Landes getrennt durch ein Minus in den Tag (ISO Codes siehe oben). Somit sieht das hreflang Tag für bspw. die USA wie folgt aus:
<link rel=“alternate“ hreflang=“en-US“ href=“https://www.domain.com/en-us/“>

Fehler 3: Vermeidung von Duplicate Content mittels Canonicals

Bei vielen internationalen Webseiten ist es fast nicht zu vermeiden Duplicate Content zu produzieren. Was sich in der Theorie sehr einfach anhört, ist in der Praxis meist nicht zu vermeiden. Gerade bei englischsprachigen Webseiten ist der Duplicate Content an der Tagesordnung. Unternehmen versuchen deshalb oftmals durch Canonicals, die Konkurrenz unter den Seiten zu vermeiden.

Aber Achtung: Google indexiert nur die Canonical-Seite. Wenn also eine Schweizer Seite mit einem Canonical auf die deutsche Seite versehen wird, kann die Schweizer Seite in den Google Ergebnissen gar nie aufgefunden werden auch wenn das hreflang-Tag verwendet wird.

Fehler 4: Auswahl der falschen Keywords

Alle technischen Einstellungen nützen allerdings nichts ohne den richtigen Content für das Zielland und den Zielmarkt. Und das wichtigste dabei ist die Verwendung der korrekten Keywords. Im besten Fall übernimmt deshalb die Keyword-Recherche ein Muttersprachler mit SEO Kenntnissen.

Fehler 5: Wahllose Verlinkungen

Hierbei geht es vor allem um die externen Verlinkungen, welche so viel relevanter als interne Verlinkungen sind – gerade bei internationalen Webseiten. Der wohl häufigste Fehler hierbei ist die Verlinkung auf die Hauptdomain ohne Berücksichtigung der Länderseite. So sollte ein Link einer spanischen URL auch auf die spanische Länderseite verweisen. Es empfiehlt sich hierfür eine Übersicht zu erstellen, welche regelmäßig auf die relevante Zielseite hin kontrolliert wird.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine internationale Webseite hinsichtlich SEO sehr viel Arbeit und Aufmerksamkeit bedarf. Sofern die wesentlichen Punkte berücksichtigt werden, kann eine gute internationale SEO nach und nach gewissenhaft umgesetzt werden und somit international in den Suchmaschinen aufgefunden werden. Die erste Grundbasis schafft hierbei die richtige Auswahl der Suchbegriffe, welche auf Ihre länderspezifische Domainstrategie angepasst sind. Vermeiden Sie die oben aufgeführten Fehler und senden Sie die richtigen Signale in Bezug auf Sprache und Land. Denken Sie, sofern möglich, schon in der Konzeptionsphase daran, die möglichen technischen und inhaltlichen Fehlerquellen zu umgehen.
Im Hinterkopf sollten Sie jedoch stets behalten: Es geht um den menschlichen Webseitennutzer und dass dieser die passenden Informationen auf Ihrer Seite finden kann!

 

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SEO-Checkliste zum Relaunch

Warum gehört SEO zum Relaunch dazu?

Über 90% der Internetnutzer suchen über eine Suchmaschine. In Deutschland wird zu 95% mit der Suchmaschine Google gesucht. Das hat zur Folge, dass von Ihren gesamten Website-Besuchern durchschnittlich 50-70 % (!) über Google auf Ihre Website kommen. Es ist damit klar, dass die gute Positionierung bei Google elementar für das Online Marketing ist.

Was viele Unternehmen dabei nicht auf dem Plan haben: ein Website-Relaunch ist eine tiefgreifende Veänderung für Google, u.a. weil sich Inhalte und Strukturen ändern. Werden bspw. Seitennamen umbenannt oder gelöscht (und werden keine speziellen Weiterleitungen eingerichtet), kann diese Google nicht mehr finden – was in der Folge zu einer Löschung bei Google führt. Daher ist ein Website- Relaunch immer auch eine Gefahr für das Suchmaschinen-Ranking! Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, Ihren Relaunch auch aus SEO-Sicht erfolgreich zu meistern!

Wenn es um das Thema Suchmaschinenoptimierung geht, ist es also wichtig einige Schritte durchzuführen, ansonsten kann die Sichtbarkeit Ihrer Webseite in den Google Suchergebnissen in den Keller gehen. Und ist man erst einmal im Keller angelangt, dauert es oft Jahre, um wieder an die alte Sichtbarkeit anknüpfen zu können.

Der Chart zeigt, wie sichtbar die Hotelportale hrs.de und booking.com bei Google sind. Das Beispiel ist zwar aus 2014, aber bis heute einer der bekanntesten Fälle für fehlerhaftes SEO-Management bei einem Relaunch – mit fatalen Folgen durch den dramatischen Abfall der Sichtbarkeit für die gesamte Sichtbarkeit bei Google! Daher wichtig: Unbedingt 301-Weiterleitungen einrichten! Mehr dazu in diesem Leitfaden.

Vor dem Relaunch

STEP 1: SEO STATUS QUO ANALYSE

Vor einem Relaunch sollte zunächst eine SEO Status Quo Analyse gemacht werden. In dieser geht es darum festzustellen wie der aktuelle Stand in der Suchmaschinenoptimierung der Domain ist.

Woher kommt aktuell der organische Traffic?
Prüfen Sie woher der organische Traffic auf Ihre Domain kommt und welche aktuellen Inhalte gute und vielversprechende Rankings in den Suchergebnissen haben, sprich welches die stärksten URLs in der organischen Suche sind.

Welche Einstiegsseiten tragen zum Erfolg meiner Website bei?
Dabei finden Sie dann auch heraus, welche URLs als Einstiegsseite über Suchmaschinen maßgeblich zum Traffic auf Ihrer Webseite beitragen.

Wie können wir die wichtigen Inhalte in die neue Website integrieren?
Entscheiden Sie dann, wie diese wichtigen Inhalte in das neue Website-integriert werden sollten, sodass diese für Nutzer und auch Suchmaschinen gut auffindbar sind.

Wie können veraltete Inhalte verbessert werden, um daraus noch mehr Traffic zu generieren?
Nicht jeder Inhalt liefert sehr guten Traffic, daher sollten veraltete Inhalte verbessert werden, um den Traffic, den sie aktuell generieren, noch besser nutzen zu können. Bei Inhalten, die auf keinen Fall auf der neuen Website erscheinen sollen, die aber dennoch wertvollen Traffic generieren, sollte überdacht werden, inwieweit diese auszugrenzen oder auch weiterzuleiten sind.

ERGEBNIS:
Eine fundierte Informationsarchitektur für die neue Webseite.

STEP 2: KEYWORDS DEFINIEREN

Im nächsten Schritt werden dann die Keywords für die jeweiligen URLs gesucht, definiert und in die Hauptnavigation integriert. So entwickelt sich die URL Struktur, die für Suchmaschinen und Nutzer ausschließlich sprechende URLs enthalten sollte. Hierzu zählen auch Zielseiten über interne oder Filter-Suchen miteingeschlossen werden, die oftmals parametergestützt sind.

Experten-Tipp:

Ein Relaunch mit geänderter URL-Struktur führt immer zu Traffic Verlusten. Dies kann nie komplett verhindert werden. Darum sollte vor allem bedacht werden, dass es stets besser für Suchmaschinen ist, wenn die Domain beibehalten wird ansonsten beginnt das Ranking von ganz vorn.

STEP 3: META DATEN UND TEXTE

Neben der Hauptnavigation sollten auch die Meta-Daten und natürlich Ihre Texte auf die Keywords optimiert werden. Die Meta-Daten sind der erste Berührungspunkt mit Ihrer Webseite für Nutzer die über eine Suchmaschine kommen. Beim Texten sollten Sie darauf achten, dass jede Seite eine H1 Überschrift enthält, die das Hauptkeyword der Seite beinhaltet. Zudem sollte der Text auch auf das Hauptkeyword optimiert, sprich das Thema ausreichend erläutert werden.

Experten-Tipp:

Denken Sie auch an daran interne Verlinkung in die Texte einzuarbeiten, um den Nutzer auf weitere Inhalte aufmerksam zu machen.

 

Während dem Relaunch

Während dem Relaunch kommt es, dann wenn alle vorherigen Steps ausgeführt sind, hauptsächlich auf die korrekte und vollständige Pflege in das Webseitensystem an.   

Meta-Daten einpflegen und Abstürze der Rankings vorbeugen
Die erstellten Meta Daten sollten unbedingt vor einer Liveschaltung der Webseite komplett in das neue System eingepflegt sein. So können Sie Abstürze der Rankings vorbeugen.

301-Weiterleitung  anlegen
Vergessene 301 Weiterleitungen sind die häufigste Ursache für abstürzende Rankings in den Suchergebnissen. Entwickeln Sie dafür eine Weiterleitungsstrategie über alle URLs, die auf der neuen Webseite nicht mehr existieren sollen, das hilft Ihnen den Überblick zu behalten. In besonderen Fällen können auch PDF Dateien zu einer Weiterleitungsstrategie zählen. Dabei werden trafficbasierte PDF Dateien identifiziert und auf neue PDF Dateien weitergeleitet. Sofern PDF Dateien existieren, die sehr hohen Traffic produzieren, sollte darüber nachgedacht werden, den Inhalt auf einer neuen Seite innerhalb der Informationsarchitektur zu platzieren.

Anzahl der internen Verlinkungen beibehalten
Verlinkungen sollten während eines Relaunches nicht vergessen werden, da sie maßgeblich zum Ranking der URLs in den Suchmaschinen beitragen. Dabei ist es wichtig die Anzahl der internen und externen Verlinkungen beizubehalten. Bei den internen Verlinkungen muss hier, wie oben schon erwähnt, während der Texterstellung darauf geachtet werden, dass diese integriert werden. Bei den externen Links gestaltet sich dies etwas schwieriger, da zunächst identifiziert werden muss, woher die Links kommen. Danach müssen die Webseitenbetreiber gezielt angeschrieben werden. Eine Information über den bevorstehenden Relaunch und den Hinweis den Links dann durch den neuen zu ersetzen sollte hierbei genügen.

Testen vor Live Schaltung
Ein weiterer wichtiger Punkt vor dem Live Gang der Webseite ist das Testing der neuen Webseite. Folgende Punkte sollten dabei fundiert geprüft werden:

  • Funktionieren alle Weiterleitungen?
  • Läuft die Webseite in allen gängigen Browser und Endgeräten (Responsive)?
  • Funktionieren alle Formulare?
  • Und falls es Bestellmöglichkeiten gibt: Läuft der Bestellprozess noch immer reibungslos?

Experten-Tipp:

Erstellen Sie sich eine Liste über alle Endgeräte und schreiben Sie Fehler pro URL und Browser auf. So kann der zuständige Entwickler, die Fehler anhand einer Übersicht schneller beheben und erledigen.

 

Nach dem Relaunch

Nach dem Relaunch geht es darum zu prüfen, ob die vorher durchgeführten Maßnahmen erfolgreich waren. Demnach sollte ein bis zwei Wochen nach der Liveschaltung der Webseite ein Monitoring mittels des Tracking-Tools (bsp. Google Analytics) durchgeführt werden. Hierbei sollten folgende Fragen beantwortet werden:

Wie ist die Ladegeschwindigkeit der Webseite?
Die Ladegeschwindigkeit kann sich nach einem Relaunch verlangsamen, wenn z.B. zu große Bilddateien auf der Seite existieren oder der Server nicht einwandfrei läuft. Checken Sie hierfür die Ladezeit pro URL.

Wie sind die Rankings?
Wie schon erwähnt, werden die Rankings etwas abstürzen, sollten diese allerdings ganz aus den Suchergebnissen fallen, sollten Sie dies schnellstmöglich beheben. Checken Sie hierzu die Positionen der wichtigstens URLs und den Sichtbarkeitsindex mittels Tools.

Kommt nach wie vor dieselbe Anzahl an Leads rein?
Die Besucheranzahl und auch die Käufe sollten trotz eines Relaunches auf keinen Fall sinken. Eher das Gegenteil: Denn durch einen Relaunch erhoffen sich Webseitenbetreiber oftmals bessere Kaufabschlüsse oder mehr Leads zu generieren. Checken Sie Ihre Zahlen.

Gibt es technische Fehler?
Auch eventuelle Fehler, wie beispielsweise die bekannten 404 Fehler oder Fehler seitens des Servers sollten beim Monitoring analysiert und danach von einem Entwickler behoben werden.

 

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass für eine gute Suchmaschinenoptimierung der neuen Webseite alle Punkte gewissenhaft erarbeitet werden sollten. Die SEO Status Analyse im Step 1 vor dem Relaunch ist dabei der essenziellste Schritt, denn darauf baut dann nach einem erfolgreichen Relauch auch ein Vorher-Nachher-Vergleich auf. Bei diesem Vergleich kann dann geprüft werden, wie gut die durchgeführten Punkte zum neuen Ranking-Status der Webseite beitragen.  

 

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Interaktive Online Magazine

Das sind Online Magazine

Online Magazine sollen Inhalte spannend und unterhaltsam vermitteln. Bei den Inhalten muss es sich aber nicht unmittelbar um Produkt-Content handeln, im Gegenteil. Online Magazine sind für Unternehmen gerade dann interessant, wenn man ergänzende Themen oder bestimmte Schwerpunkt-Themen vermitteln möchte, die über die normale „Alltags-Kommunikation“ hinausgehen. Wichtig ist, die Inhalte spannend und interaktiv aufzubereiten, denn der Unterhaltungsfaktor ist gerade bei Magazinen mit entscheidend.

Gut gemachte Online Magazine sind Türöffner, um sich besser bei Bestandskunden zu positionieren, ebenso aber auch, um neue Kontakt zu gewinnen. Sie fördern durch den Content die Auffindbarkeit bei Google und sorgen damit für mehr Wahrnehmung und Sichtbarkeit im Netz.

Tipp für den Website-Relaunch:

Magazin-Inhalte sind Gold wert für den Google-Algorithmus, und steigern damit Ihre Sichtbarkeit bei Google & Co. – Vorausgesetzt, das Magazin ist SEO-optimiert.

Worin unterscheiden sich Magazine und Blogs?

Blogs sind eine fortlaufende Lektüre, die regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt wird. Daher auch die oft verwendete Bezeichnung  von einem „Tagebuch“. Ein Blog ist zudem eher schlicht vom Aufbau, jeder Beitrag ähnelt sich auf gewisse Weise in der Struktur. Ein Online Magazin ist hingegen ein gesondertes Format, das sich einmal oder periodisch einem oder mehreren Themen widmet. 

 

7 Praxis-Tipps für erfolgreiche Online Magazine

    1. Relevanter Content
      Wie bei einem Magazin am Kiosk hängt der Erfolg eines Online Magazins daran, wie attraktiv die Inhalte sind. Versetzen Sie sich bewusst in die Rolle Ihrer Kunden und fragen Sie sich, welche Themen Sie interessieren würden. Geben Sie sich Mühe, die Inhalte verständlich zu vermitteln!
    2. Spass-Faktor
      Das Lesen soll dem Leser Freude machen, ihn unterhalten. Achten Sie darauf, dass die Gestaltung großzügig ist, nutzen Sie Info-Grafiken für die Vermittlung von Zahlen, plakative Bilder und Videos werten das Magazin zusätzlich auf. Aufwendig, aber eine besondere Usability ermöglichen interaktive Elemente, bei denen der User etwas steuern oder erleben kann.
    3. Filtermöglichkeit & logische Gliederung der Themen
      Filtermöglichkeiten sowie eine logische und überdachte Gliederung der Themen erhöhen die Nutzerfreundlichkeit und sorgen dafür, dass die gesuchten Informationen für den Nutzer schnell auffindbar sind.
    4. Vernetzung relevanter Inhalte
      Durch das Vernetzen weiterer relevanter Artikel wird das Interesse des Besuchers geweckt. Zudem kann so die Besuchsdauer gesteigert werden.
    5. Suchmaschinenoptimierung
      Content sollte suchmaschinenoptimiert werden, sodass interessante Artikel auch leicht über Suchmaschinen wie Google & Co. gefunden werden können.
    6. Integration von Sharing Möglichkeiten
      Durch die Integration von Sharing Möglichkeiten, wie beispielshalber Social Sharing Buttons, können Leser informativen Content direkt mit Freunden oder Bekannten teilen oder sich den Link zum Artikel auch kurzerhand selber zusenden.
    7. Kommentarfunktion
      Durch das Zulassen von Nutzerkommentaren, können Sie Ihrem Online Magazin Authentizität und Glaubwürdigkeit verleihen und direkt mit Kunden und Partnern in Dialog treten.

 

Beispiele für interaktive Online Magazine

Zahlreiche Unternehmen verfügen über eigene Online Magazine. Doch viele dieser versorgen den Nutzer lediglich starr mit Inhalten, ohne ihn interaktiv einzubinden und ohne ihm folglich jeglichen „Joy of Use“ zu bieten. Allerdings tragen bereits kleinste interaktive Elemente, wie etwa Micro Interactions oder Videos, dazu bei, die Beiträge in den Magazinen lebendiger und ansprechender zu gestalten. Folgende Beispiele zeigen ausgewählte Beispiele in Bezug auf Online Magazine, die durch integrierte interaktive Elemente positiv aus der Reihe fallen und die Interaktion der Nutzer mit ihren Beiträgen so fördern:

 

Beispiel 1: Coca Cola

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Coca Cola stellt in seinem Online Magazin „Journey“ nicht das Produkt in den Mittelpunkt, sondern jegliche Geschichten, die sich rund um das Produkt erzählen lassen. Die Grenzen zwischen Produkt und Lifestyle verschwimmen dabei fast vollständig, sodass das Produkt in alle Facetten des täglichen Lebens eintaucht und so den Nerv der Zielgruppe trifft. Die gespielten Themen müssen daher nicht direkt immer mit Coca Cola verknüpft sein. Interaktive Elemente auf der Website bilden zum Beispiel die Rubrik „Frage des Monats“, bei der jeden Monat eine eingesendete Nutzerfrage beantwortet wird, und die integrierten Sharing Möglichkeiten. Daneben sind auch die Kommentarfunktion und Lese-Empfehlungen auf der Website verankert. Zum Magazin: www.coca-cola-deutschland.de.

 

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