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25 Jahre Usability – ein Rückblick von Jakob Nielsen

„Bad usability equals no customers.“ Jakob Nielsen

Jakob Nielsen, bekannter Usability-Experte aus den USA, war von der ersten Stunde an dabei. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich nun mit dem Thema Usability. Die Grundsätze in der Gestaltung benutzerfreundlichen Designs seien heute wie damals die gleichen geblieben. Seine Vorschläge für das Vorgehen:

  • Konzentrieren Sie sich auf den Benutzer und betreiben Sie Feldforschung bevor Sie ein Design entwickeln
  • Führen Sie empirische Usability-Studien während der Entwicklung durch.
  • Nutzen Sie einen iterativen Ansatz im Design-Prozess

Was macht nun eine besonders benutzerfreundliches Design aus? Auch hier hat Jakob Nielsen durch seine „Usability 101“ einen Überblick geschaffen und zeigt die 5 wichtigsten Komponenten auf:

  1. Learnability: How easy is it for users to accomplish basic tasks the first time they encounter the design?
  2. Efficiency: Once users have learned the design, how quickly can they perform tasks?
  3. Memorability: When users return to the design after a period of not using it, how easily can they reestablish proficiency?
  4. Errors: How many errors do users make, how severe are these errors, and how easily can they recover from the errors?
  5. Satisfaction: How pleasant is it to use the design?

Auch wenn Nielsen in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik war – insbesondere durch seine teilweise konservativen Ansichten bzgl. des Einsatzes von neuen Technologien: Es lohnt sich einen Blick in sein Kompendium von Beiträgen und Erkenntnissen zum Thema Usability zu werfen. Sie bieten einen Einblick in die Geschichte der Usability von 1995 bis heute.

Kurz, knackig, prägnant – Schreiben fürs Web

Schreiben für Inhalte im Internet ist anders als Schreiben für ein Printmagazin. Warum? Weil auch lesen von Internetinhalten anders ist – und zwar unangenehmer. Deshalb scannen die meisten Leser die Inhalte nur oberflächlich, und das mit großer Eile.

Der Usablilty-Guru Jacob Nielson veröffentlicht jedes Jahr eine Hitlist „10 Fehler im Webdesign“ unter denen „nicht scannbarer Text“ jedes Jahr ganz oben steht. Ziel eines für das Web geschriebenen Textes ist es daher ihn leicht lesbar zu machen, um seine Inhalten auch an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Probieren Sie es selbst aus, durch:

  • Hervorheben von wichtigen Keywords (z.B. fett oder kursiv markieren)
  • aussagekräftige Untertitel
  • Nummerierung und Aufzählungszeichen
  • Nennung einer Idee pro Absatz
  • kurze Paragraphen
  • Beginnen des Artikels mit dem Fazit („inverted pyramid“)
  • Reduzierung der Wortanzahl auf die Hälfte
  • einem einfachen Schreibstil mit kurzen Sätzen

Ich beobachte auch sehr oft, dass das Potential für kurze Erklärungen, z.B. zu Produkten nicht vollends ausgeschöpft wird. Allzuoft treffe ich nämlich unter der Kategorie „Produkte“ eine leblose Liste von Produktnamen an, auf die ich klicken soll. Aber gerade hier ist der perfekte Platz das Produkt und seine Vorteile kurz zu erklären. Erst dann hat Ihre Zielgruppe auch einen Grund sich das einzelne Produkt genauer anzuschauen.

Übernehmen Sie also nicht einfach Ihre Broschüren-Texte für Ihre Webseite. Machen Sie es den Webseitenbesuchern so leicht wie möglich die Inhalte aufzunehmen, durch optimierte Texte, guter Usability, Beratungs-Funktionen und Grafiken/Bildern. Erst dann wird er sich die Zeit nehmen sich eine Produktbroschüre mit Detailinfos genauer anzuschauen.