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Megatrend Digitalisierung – Orientierung finden!

Wie viele Minuten ist Ihr letzter Blick auf Ihr Smartphone her? Vielleicht lesen Sie diesen Beitrag auch gerade auf Ihrem Smartphone? Ja, wir leben zunehmend digitaler und mobiler, schätzen dies, beschäftigen uns mit Themen wie Big Data, Globalisierung, Privatsphäre oder Datenschutz. Und doch sind viele Bereiche für uns noch „Neuland“, wie unsere amtierende Bundeskanzlerin Merkel so treffend formuliert hat.

Experten sind davon überzeugt: Die digitale Revolution wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft stärker verändern, als es Dampfmaschine und Elektrizität zuvor getan haben.

Das Kommunikationsverhalten der Konsumenten hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dies liegt nicht zuletzt an der bloßen Verfügbarkeit von Informationen, sondern auch an der zunehmenden Globalisierung und der lebhaften Existenz einer digitalen Gesellschaft, die sich über den gesamten Globus erstreckt und keinen Halt an Ländergrenzen macht.
Dabei ist die Digitalisierung der Gesellschaft mittlerweile weit fortgeschrittener als die der Wirtschaft. Hier herrscht Ungewissheit und Unsicherheit, denn die Erwartungshaltung der Konsumenten gegenüber Unternehmen steigt, während Unternehmen mehr und mehr überfordert sind.

Das belegt auch die C-Level CMO-Studie von IBM: Jeder zweite der 1.734 befragten CMOs fühlt sich der wachsenden Komplexität und den sich ständig verändernden Marktfaktoren und technologischen Faktoren nicht gewachsen.

„Kunden haben heute mehr Kontrolle und mehr Einfluss auf die Marke als je zuvor. Wir müssen sicherstellen, dass die Beziehung zu unseren Kunden ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist – ein Dialog, bei dem beide Seiten bestimmte Verantwortlichkeiten in der Interaktion haben.“

Ann Glover, Chief Marketing Officer, ING Insurance U.S.

Um diese Herausforderungen zu meistern – und da sind sich die befragten CMOs ebenso einig – besteht die Notwendigkeit, sich mit folgenden vier zentralen Themen, die wohl den größten Einfluss auf das Marketing haben werden, intensiver auseinanderzusetzen:

Datenexplosion

Jeden Tag produzieren wir mittlerweile fast drei Exabytes an Daten. Allein in der Zeit, in der Sie diesen Blogbeitrag bis jetzt gelesen haben, sind – ganz grob – 72 Stunden Videomaterial bei YouTube hochgeladen worden, 2.500.000 neue Facebook-Beiträge und fast 300.000 neue Tweets entstanden (Quelle).

 

Was passiert online in 60 Sekunden?
Social Media

Die Social Media Kommunikation unterscheidet sich fundamental von traditionellen Kommunikationskanälen. Vor allem deshalb, weil die Kommunikation nicht mehr vom Unternehmen allein ausgeht, sondern die Verbraucher mehr und mehr Macht bekommen und die Unternehmen teilweise ziemlich unter Druck setzen.

 

Die wachsende Zahl von Kommunikationskanälen und -geräten

Vor nicht einmal 20 Jahren beschränkte sich die Unternehmenskommunikation vor allem auf die klassischen Printthemen, die Messe-Präsenz, vielleicht PR und TV/Radio. Diese Kanäle gibt es nach wie vor. Zudem aber noch die Website, den Facebook-Account, den Blog, Twitter, Pinterest, Online-Magazine, Suchmaschinen wie Google, Verbraucher- und Vergleichsportale, Newsletter, Smartphone, Apps, YouTube usw. Selbst wenn nicht jedes Unternehmen überall präsent sein muss: Die Vervielfachung der Kanäle und die vermeintlich erforderliche Präsenz überfordert viele Unternehmen mehr und mehr.

 

Änderungen im Verbraucherverhalten

In bestimmten Branchen haben sich Kaufentscheidungsprozesse grundlegend verändert, in anderen hingegen weniger. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die Reisebranche, sehen wir deutlich mehr Veränderungen, als dies in der Lebensmittelbranche der Fall ist. Zwar war der Verbraucher noch nie so transparent wie heute, doch eben dieser nutzt auch die steigende Transparenz der Unternehmen und Produkte, um seine Kaufentscheidung zu treffen. Kommunikation betrifft schon lange nicht mehr nur die PR- oder Marketingabteilung, sondern alle Abteilungen, vom Personaler über den Callcenter-Agent bis hin zur Führungsriege.

 

Was folgt daraus?

Genauso wie den CMOs die Probleme bekannt sind, haben sie auch die Lösung vor Augen. Im Kern sehen die Marketing-Verantwortlichen drei Themenfelder, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben:

  1. Unternehmen müssen die Erwartungen der zunehmend mündigen Kunden und Bürger verstehen lernen und echte Mehrwerte bieten, die über den reinen Produktnutzen hinausgehen.
  2. Es bedarf einer konsistenten Unternehmenskommunikation (online und offline), die sich keinen festen Strukturen beugt, sondern sich den ständig variierenden Marktfaktoren anpasst. Der Aufbau und die Pflege lohnender Kundenbeziehungen mit dem Ziel, einen fruchtbaren Austausch mit dem Kunden zu etablieren, stehen dabei im Fokus.
  3. Es müssen Voraussetzungen für die Analyse und Quantifizierung von Marketing-Aktivitäten geschaffen werden, um ihre Effektivität zu belegen. Vielen Unternehmen fehlt es an den dafür notwendigen Kompetenzen. Diese Lücken müssen geschlossen werden.

So schleichend die Veränderung stattfindet, so gravierend ist die Auswirkung. Eine Marketingabteilung der Zukunft hat mit der Marketingabteilung, die wir aus der Vergangenheit kennen, nahezu nichts mehr gemein.

In den nächsten Blogbeiträgen möchten wir uns diesen veränderten Anforderungen und Herausforderungen widmen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Wo sehen Sie die Herausforderungen? Was müssen die Marketingabteilungen ändern? Schreiben Sie uns, Ihre Meinungen möchten wir gerne einfließen lassen!

Trends 2013 – Das bringt die Zukunft

Wir haben uns umgesehen, welche Trends sich im Online-Marketing und E-Commerce dieses Jahr durchsetzen werden. Experten des Bundesverband des Deutschen Versandhandels, von Werben und Verkaufen und ibusiness haben aufgeklärt, was auf uns zukommen wird und welche Technologien sich zukünftig durchsetzen werden. Einige dieser Prognosen für 2013 haben wir nachfolgend für euch zusammengestellt.

Mobile Revolution

Der Mobile-Hype geht rasant weiter – die Zahl an Apps und mobil-optimierter Webseiten steigt stetig an. Mobile Geräte sind jetzt schon allgegenwärtige Begleiter und sorgen für die zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Kanäle. Als Schnittstelle zwischen Online und Offline verschwimmen die Grenzen zwischen stationärem Handel, klassischem Versand und E-Commerce zunehmend.
Auch M-Commerce spielt eine immer wichtigere Rolle – eine echte Herausforderung! Die Shop-Angebote müssen mobil präsentiert und die Seiten entsprechen fortlaufend optimiert werden. Von Bedeutung wird hierbei sein, dass die Shopping-Angebote von unterwegs nutzbar sind, der Kaufprozess möglichst einfach ist, die Benutzeroberfläche attraktiv gestaltet ist und mobile Apps bereit gestellt werden. Die täglichen Bedürfnisse der Kunden müssen stets bedient werden.

Multichannel

Laut den Experten gehört die Zukunft der Multichannel-Strategie, bestehend aus stationär, online und mobil. Die Schwierigkeit: eine in sich stimmige Strategie aus allen genannten Bereichen. Die Folge davon wird sein, dass sich die Grenzen zwischen Offline- und Onlinehandel langsam auflösen.

Personalisierung durch Content-Targeting

Targeting ist bereits von der zielgruppenorientierten Einblendung von Werbung bekannt. Zukünftig wird sich Targeting auch auf die gezielte Auslieferung von Inhalten wie Videos, Meldungen etc. an einzelne Nutzer ausbreiten – daher Content-Targeting. Dabei sind beispielsweise Angebote individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer zugeschnitten. Insbesondere bei mobilen Seiten ist Content-Targeting von Bedeutung, da die Displays nur einen begrenzten Raum für Inhalte zur Verfügung stellen. Die Daten, die zur Generierung individuell zusammengestellter Inhalte benötigt werden, stammen aus Registrierungen und Abonnements. Auch hier können entsprechende Nutzerprofile aus dem Klickverhalten abgeleitet werden.
Technisch gesehen ist die Rede von Responisve Design, ein Trend der 2012 bereits auf Webseiten Einzug hielt. Das Design wird kompatibel für verschiedene Displaygrößen und nach den Interessen der Nutzer zusammengestellt.

Social TV

Second Screen heißt das Schlagwort – neben dem Fernsehgerät werden die zweiten Displays in Form von Tablets, Smartphones, Laptop und Co. auf den Sofas Einzug halten. Nutzer werden sich während einer Fernsehsendung zukünftig verstärkt dazu äußern. Was könnte hierzu besser geeignet sein, als die kleinen Geräte? Der Trend konnte bereits in der Vergangenheit auf Facebook und Twitter beobachtet werden, wo parallel zu TV-Sendungen diverse Äußerungen getätigt werden.

HTML5

HTML5 wird Einzug auf den Webseiten halten, auch wenn die Programmiersprache erst im Jahr 2014 offiziell verabschiedet wird. HTML5 ermöglicht es Musik, Videos, Animationen, Spiele etc. ohne die Verwendung von Plugins auf Webseiten einzubinden. Da HTML5 ein offener Standard ist, lassen sich Apps mit nur wenig Aufwand plattformübergreifend zuschneiden – darüber werden sich die Programmierer freuen!

Strategiewechsel Social Media

Der Social Media Hype im E-Commerce gehört der Geschichte an. Viele Unternehmen mussten ernüchternd zur Kenntnis nehmen, dass mit Social Media keine direkten oder nur schwer Umsätze generiert werden können. Der Trend geht daher in die Richtung, den Kanal für die zielgruppengenaue Kommunikation mit den Kunden zu nutzen – also für das, wofür die Kanäle auch optimal geeignet sind.

Social CRM

Social Customer Relationship Management ist immer mehr im kommen – DAS Kommunikationswerkzeug für den Kundendialog, denn ohne sozialen Kundenservice geht nichts mehr. Verbunden mit dem klassischen CRM werden beim Social CRM Daten aus sozialen Netzwerken integriert. Webseite, Social-Media-Strategie und E-Mail-Marketing werden vereint zu einer Schnittstelle zwischen internen Kundendaten und externer Kommunikation.

Google gibt Gas

Google wird sich in allen wichtigen Bereichen rasant weiterentwickeln:

  • Google+ wird stark ausgebaut
  • der AuthorRank wird an Bedeutung gewinnen und die Erkennung von schlechten Inhalten wird weiter verbessert
  • Durch Google Now entwickelt sich die Suchmaschine zur Antwortmaschine – Fragen werden beantworten, bevor die User die Frage überhaupt stellen

Simplification

Durch die Fülle an Inhalten im Web wird zukünftig den Nutzern die Auswahl an Inhalten stark erleichtert – für Zeitersparnis und Spaß im Umgang mit den Inhalten. Wichtige Bestandteile hiervon sind ein übersichtliches und ansprechendes Design, eine Nutzerführung, die selbsterklärend ist sowie intuitive Formen der Steuerung durch Sprache, Berührung und Gesten.

 

Das waren einige der prognostizierten Trends für 2013. Wir sind schon gespannt, was sich zukünftig wirklich durchsetzen wird :-)

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 4

Heute gehen wir kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools auf die Spur!
In den letzten drei Teilen unserer Blogreihe wurden bereits kostenlose Tools zur Durchsuchung bzw. Analysierung von Blogs, Twitter und Facebook sowie für mehrere Social Media Plattformen vorgestellt.

Kostenpflichtige Tools haben den Vorteil, dass diese individuell für Unternehmenszwecke konfiguriert werden können und kontinuierlich und automatisch die gewünschten Daten plattformübergreifend sammeln. In diesem Fall ist der Einsatz von nur einem Tool notwendig, dafür sind aber auch die Nutzungsgebühren in der Regel doch sehr hoch. Der Preis findet seine Rechtfertigung im sehr großen Umfang der im Tool enthaltenen Funktionen, es werden nahezu alle denkbaren Auswertungs- und Analysemöglichkeiten geboten. Die gesammelten Daten werden in sogenannten Dashboards ausgeliefert, einer übersichtlichen Darstellung der Daten in aufbereiteten Diagrammen und Statistiken.

Die Fülle an verfügbaren Tools ist enorm hoch und es kommen stetig neue Anbieter auf den Markt. Hierdurch stehen Unternehmen, die sich für den Einsatz einer kostenpflichtigen Software entscheiden, vor der Qual der Wahl. Um diese zu erleichtern, veröffentlicht Goldbach Interactive jährlich den Social Media Monitoring Tool Report. Hier werden Social Media Monitoring Tools nach verschiedenen Kategorien wie Datenabdeckung und weltweite Präsenz, Reporting, Design, Preis-Leistungsverhältnis etc.  geprüft und eingestuft. Nachfolgende Grafik zeigt die Top 18 Tools die dieses Jahr ermittelt wurden (Infografik Goldbach Interactive Social Media Monitoring Tool Report 2012).

Um den Umfang und die Möglichkeiten der Datenerhebung bei kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools aufzuzeigen, werden hier beispielhaft die angebotenen Inhalte des gridmaster Tools von ethority vorgestellt.

Das Tool enthält unter anderem folgende Funktionalitäten:

– Individuell konfigurierbare Themen-Cluster und Quellen-Sets
– Untersuchung von über 250 Mio. Social Media Quellen
– Social-Media-Kanäle in über 70 Sprachen
– Mehrsprachige Tonalitätsanalyse 
– Erstellung von Marktforschungsreports
– Automatisierte Bestimmung des ROI
Echtzeittracking
– Verfügbarkeit von über 20 Tabellen und Grafiken

Weiterhin werden vielseitige Statistiken bzw. Daten bereitgestellt:

KPI – Wo steht die Marke in Social Media
Buzz – Wie häufig sprechen User über das Unternehmen
Benchmark – Wo steht die Marke im Vergleich
Stream – Worüber wird aktuell gesprochen
Topics – Welche Themen werden am meisten diskutiert
Tagcloud – Welche Keywords verwenden die User
Tonalität – In welcher Tonaltiät sprechen die User
Sources – Wo und wie sprechen User über die Marke
Demographics – Wo wird die Zielgruppe im Web erreicht
Location – Wo entsteht Buzz zur Marke
Twitter, Facebook, Google Plus, YouTube – Wo stehen die Profile im Vergleich
Influencer – Wer sind die Meinungsführer

Schlussendlich ist es bei der Auswahl geeigneter Tools – egal ob kostenlos oder kostenpflichtig – wichtig, vorab immer festzulegen, welche konkreten Ziele mit dem Social Media Monitoring verfolgt werden sollen und welche Daten und Kennzahlen für das Unternehmen von Bedeutung sind, um in Abhängigkeit davon geeignete Tools einzusetzen. Hierdurch wird die Gefahr umgangen, durch die Unmengen an Datenerhebungsmöglichkeiten viele nicht relevante Daten zu messen, aus denen eine unüberschaubare Menge an Zahlen resultiert. Um jedoch ein ernsthaftes Monitoring zu betreiben, ist der Einsatz eines kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools kaum zu umgehen.

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 3

Für Ordnung im Chaos der Gespräche im Social Web sorgt Social Media Monitoring. Für den Anfang und zur Verschaffung eines Überblicks können zunächst einmal kostenlose Tools hilfreich sein. In Teil 1 und Teil 2 unserer Blogreihe wurden bereits einige Tools zur Durchsuchung von BlogsTwitter und Facebook näher betrachtet. Heute wollen wir uns kostenlosen Tool widmen, die auf mehrere Plattformen angewendet werden können:

Social Mention

Seite: www.socialmention.com

Funktion: Durchsuchung mehrerer Bereiche bzw. Plattformen im Netz

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, Ergebnisse können als CSV– oder Excel-Datei exportiert werden, schnelle Ergebnisdarstellung und Berechnung, grafische Darstellung von Sentiment, Top-Keywords, Top-User, Top-Hashtag, umfangreiche Filtermöglichkeiten nach Quellen (Blogs, Microblogs, Bookmarks, Comments, Images, Videos, Networks etc.), Worten und Wortgruppen, Zeitraum und Sprache, Ausschließung von Usern und Worten möglich

Nachteile: Sprachfilterung funktioniert nur bedingt, Tool noch unausgereift für deutschen Markt

Update-Funktionen: RSS-Feed, E-Mail Alert

Addict-o-matic

Seite: www.addictomatic.com

Funktion: Kombinierte Ansicht der Suchergebnisse aus unterschiedlichen Quellen, über eine Gesamtansicht gelangt man direkt zu den einzelnen Diensten

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, verschafft einen Gesamtüberblick über die Gespräche im Netz,  Filterung nach Quellen möglich (YouTube, Google Blogsearch, Flickr, Twitter Search etc.)

Nachteile: Keine Update-Funktion, keine zeitliche Filtermöglichkeiten

Im nächsten Teil geht es weiter mit kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools. Bis dahin viel Spaß beim Testen der genannten Tools :-)