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Kommunikation 2.0 und die „Social Media-Kakophonie“

Das Web 2.0 und social media ist schon längst Realität, doch in den Unternehmen hat sich dieser Gedanke noch nicht durchgesetzt. Ein schönes Interview zu Web 2.0 und social media hat Meedia mit dem PR-Experten Tilo Bonow geführt.

Darin beschreibt Tilo Bonow Social Media und erfolgreiche Social Media-Kampagnen.  Aber er sagt auch, dass mittlerweile ein Kommunikations-Chaos entsteht, weil einzelne Abteilungen und Mitarbeiter eigenständig im Web 2.0 aktiv sind. Das führt dazu, dass keine strukturierten Vorgehensweisen definiert werden und in der Regel auch kein Plan oder gar eine Kampagnenkonzept existieren um das Unternehmen sicher für die „Kommunikation 2.0“ zu machen.

Um diese Behauptung zu untermauern, führt er einige Beispiele an, z. B. dass ein Unternehmensblog entwickelt wird, ohne die PR-Abteilung in die Pläne einzuweihen oder dass es Firmen gibt, die vier Twitter-Konten hatten, aber die einzelnen Twitterer nichts voneinander wussten. Klingt nicht sehr wahrscheinlich, aber auch ich musste schon die Erfahrung machen, dass ein Kunde nichts von dem Twitter-Account seiner amerikanischen Tochtergesellschaft wusste.

Ein Unternehmen durch den Web 2.0 Dschungel zu führen ist daher nichts was man nebenbei machen sollte. Es bedarf eines guten Konzepts. Es ist nicht notwendig gleich mit großen und aufwändigen Aktionen zu starten, aber auch die ersten kleinen Schritte sollten wohl überlegt sein.

Darüber hinaus stellte Arno Schümann von der Festo AG auf einer Veranstaltung fest: „Technik allein wär zu kurz gesprungen – denn Enterprise 2.0 ist eine Einstellung„. Das gilt sicherlich auch in der Außenkommunikation. Es ist nicht damit getan Tools und Werkzeuge, wie z. B. ein Blog zu installieren, sondern die Mitarbeiter müssen geschult werden und die Web 2.0 Pläne des Unternehmens verstehen.

Nur so ist sichergestellt, dass Ihr Unternehmen die neue Form der Kommunikation auch zu seinem Vorteil nutzt.

Corporate Blogs – ein Für und Wider

To blog or not to blog – das ist die Frage die sich viele Unternehmen stellen. Auf der einen Seite stehen ganz dominant die Gefahren und Probleme vor Augen: Was, wenn ein Mitarbeiter Interna veröffentlicht oder sich in eine Diskussion verstrickt die persönlich wird? Was, wenn Einträge mit negativen Kommentaren versehen werden und ein unglücklich formulierter Satz in der Blogosphäre zerrissen wird?

Und nun setzen Sie sich die rosa (Blog-)Brille auf: Was, wenn Sie die Möglichkeit bekommen mit Kunden und Interessenten in einen Dialog zu treten und mit ihm gemeinsam  neue Produkte zu kreieren? Wenn Ihr Unternehmen und seine Mitarbeiter als authentisch und ansprechbar wahrgenommen werden? Und was, wenn nicht nur Google Ihre Inhalte mit einer Platzierung für eine ganze Bandbreite an Keywords belohnt?

Der Daimler-Blog macht vor wie es gehen kann: Beiträge aus allen Unternehmensbereichen vom Praktikant bis zum Abteilungsleiter mit 40.000 Besuchern im Monat und durchschnittlich 9 Kommentare pro Beitrag. Eine Präsentation von Uwe Knaus, dem Manager des Daimler Blogs, gibt Einblicke in die Überlegungen die vor der Entscheidung für einen Blog standen.

Es stimmt: Es gibt ein Für und Wider, steinige Wege aber auch große Chancen. Authentizität und Vertrauen sind zwei Werte, die wenige Unternehmen nach außen kommunizieren – und gerade in Krisenzeiten so wichtig sind (vgl. den Blogeintrag Kommunikation nach 2008). Mit einem Blog können Sie das!

Der Planung eines Unternehmensblogs muss allerdings große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zum Beispiel sollte es einen Blog-Policy geben, die bloggenden Mitarbeitern anzeigt welche Themen im Fokus stehen und was gebloggt werden darf. Was einen Unternehmensblog besonders glaubwürdig macht hat eine Studie der LM Universität München zusammengefasst. Die 12 Tipps die daraus resultieren möchten wir Ihnen nicht vorenthalten (eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier):

12 Tipps für einen glaubwürdigen Corporate Blog

  1. Aktualisieren Sie den Blog regelmäßig.
  2. Gehen Sie auf aktuelle Themen Ihrer Branche ein.
  3. Schaffen Sie Quellentransparenz. Geben sie Informationsquellen an und verweisen Sie ggf. auf externe Quellen.
  4. Geben Sie die Namen der Blog-Autoren an.
  5. Schaffen Sie unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten für die Blog-Nutzer.
  6. Geben Sie Feedback auf Kommentare und gehen Sie besonders auf kritische Kommentare ein.
  7. Nehmen Sie im Blog Stellung zu Kritik in anderen Medien.
  8. Achten Sie auf eine einfache und nachvollziehbare Menüstruktur.
  9. Personalisieren Sie die Blogbeiträge.
  10. Lassen Sie überwiegend Mitarbeiter niedrigerer Hierarchiestufen schreiben.
  11. Lassen Sie anerkannte Experten schreiben, eventuell auch als Gast-Autor.
  12. Politische Themen und Beiträge über die Geschäftstätigkeit sollten vermieden werden.

Wie Sie sehen gibt es viele Vorteile einen Unternehmensblog zu beitreiben – zusätzlich auch viele Maßnahmen mit der Gefahren entgegengewirkt werden können. Bleiben tun sie trotzdem. Und was passiert wenn Sie sich gegen einen Unternehmensblog entscheiden? Keine Angst, dann passiert nichts!

Social Bookmarks: Wo bin ich – und wenn ja wie viele?

Del.icio.us, Mr. Wong, Technocrati, Digg – Social Bookmarking Dienste gibt es inzwischen viele und die Anzahl der Nutzer steigt unaufhaltsam. Bisher werden sie größtenteils von den aktiven Surfern genutzt und vereinfachen die Organisation der Lesezeichen, die nicht mehr im Browser, sondern in einem eigenen Profil online gepflegt werden.

Vorteile für den Nutzer

Gr0ßer Vorteil für die Nutzer: Die Bookmarks sind vom Büro aus genauso abrufbar wie vom Internet Café. Zudem wird die Separation zwischen nützlichen und unnützlichen Content einfacher, denn die Suche innerhalb aller freigegebenen Bookmarks listet besonders populäre Lesezeichen ganz oben. Das macht es einfach nach relevanten Inhalten zu suchen – für Einige DER Ersatz für Suchmaschinen.

Social Media Optimization – Welche Vorteile haben wir?

Wenn wir über Social Media Optimization reden gehören die Social Bookmarking Dienste mit auf die Liste. Aber warum sind sie eigentlich so wichtig? Ganz einfach: Suchmaschinen lieben guten Content. Guter Content ist immer auch populärer Content (oder so die These). Und die Beurteilung der Popularität ist über Bookmarking-Dienste möglich – so einfach ist das. Nutzer und Suchmaschinen sind sich also einig – delicious, Mr Wong und Co. geben wertvolle Hinweise darauf, ob eine Webseite mit Inhalten oder SPAM gefüllt wurde.

Ich will auch gebookmarkt werden!

Damit auch Ihre Internetseiten schnell und einfach zu den Diensten hinzugefügt werden können, bietet es sich an jede einzelne Seite mit Buttons der Dienste auszustatten – auf Knopfdruck wird die Seite zu den eigenen Bookmarks hinzugefügt. Um praktische Optimierung betreiben zu können ist allerdings die Außeinandersetzung mit jedem Service im Detail nötig, da diese unterschiedlich aufgebaut sind.

Falls es Ihnen jetzt in den Fingern juckt, Sie sich 100 Accounts bei Mr Wong anlegen und Ihre Webseite dort bookmarken möchten wünsche ich Ihnen viel Spass – zielführend ist das aber nicht! Natürlich wird so etwas als SPAM-Versuch erkannt. Eine ganz andere Methode funktioniert viel besser: guter Content.