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Internationalisierung: Checkliste für Ihren erfolgreichen Website-Rollout (Teil 3 von 3)

Im dritten und letzten Teil unserer Artikelserie zur Internationalisierung von Websites haben wir Ihnen eine Checkliste zusammengestellt, die die wichtigsten Bestandteile für Ihren erfolgreichen Website-Rollout enthält. Wie der Begriff schon vermuten lässt, geht es bei einem Rollout darum, etwas „auszurollen“ bzw. „herauszurollen“. In diesem Kontext geht es also konkret darum, eine oder mehrere Websites zu veröffentlichen. Die nachfolgende Checkliste berücksichtigt die zuvor beschriebenen drei Ansätze (Teil 1), an denen die eigene Internationalisierungsstrategie ausgerichtet werden kann, sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Domainstrategien (Teil 2).

Hinweise für Ihren erfolgreichen Website-Rollout

Die unten aufgeführte Checkliste ist in drei Kategorien unterteilt. Diese sind „Organisation“, „Übersetzung, Inhalte & Bilder“ und „Contentpflege & Koordination“. Folgen Sie unserer Empfehlung und Ihrem Website-Rollout steht nichts mehr im Wege.

1. Organisation

    • Rollout-Plan
      Innerhalb dieses Plans soll geklärt werden, wer verantwortlich ist, was mit der Veröffentlichung erreicht werden soll, wann die Veröffentlichung stattfindet, welche Sprachen es geben soll, usw.
    • Klare Verantwortlichkeiten festlegen 
    • Timing beachten
      Erstellen Sie einen realistischen Zeitplan mit ausreichend Puffer
    • Einbindung von Ländergesellschaften
      Setzen Sie nicht voraus, dass Kolleginnen und Kollegen in den Ländergesellschaften das gleiche Verständnis von einer Aufgabe oder Marke haben wie Sie!
    • Planung der Arbeitsabläufe
      Hier ist insbesondere auf die Pflege und Qualitätskontrolle zu achten

 

2. Übersetzung, Inhalte & Bilder

    • Ist die Seitenstruktur identisch?
      Dies gilt für alle Sprachen und Länder
    • Wer ist für die Übersetzung der Inhalte verantwortlich?
      Es ist zu klären, ob die Übersetzungen von einem Übersetzungsbüro geliefert werden, oder ob der Aufwand ggf. von Kollegen (intern) abgedeckt werden kann
    • Übersetzungs-Workflow
      Erfolgt die Übersetzung direkt im CMS oder werden die Daten extern übersetzt und über einen Export ins System geladen (z.B. via Excel)?
    • Kann das CMS die Sprachen abbilden?
      z.B. die Leserichtung der arabischen Sprache
    • Bildet der verwendete Webfont auch Sprachen wie Chinesisch oder Arabisch ab?
      Ebenfalls zu beachten sind hierbei auch die Lizenzrechte
    • Sind die Bilder in allen Sprachen identisch?
      Sind u.U. Anpassungen notwendig?
    • Gelten die bestehenden Bildrechte international oder müssen diese erweitert werden?

 

3. Contentpflege & Koordination

    • Aufwand für die Contentpflege richtig kalkulieren
      Für eine genauere Kalkulation bietet sich ein Probelauf vorab an. Unser Erfahrungswert für „Copy & Paste“ (ohne Anpassung von Text/Bild): ca. 30 Min./Seite
    • Vereinheitlichung der Dateiablage
      Wichtig, um sich in allen Sprachen sofort zurecht zu finden. Tipp: Struktur analog zur Sitemap der Website anlegen
    • Rechteeinstellungen im CMS beachten
      Welcher Nutzer darf welche Inhalte bearbeiten? (Admin, Redakteur, etc.)
    • Können Dokumente (z.B. PDFs) automatisiert in das System importiert werden?
    • Suchmaschinenrelevante (Google & Co) Anpassungen vornehmen
      Beispielsweise das Hinterlegen von Title-Tag und Meta-Description
    • 301-Weiterleitungen
      Die Einrichtung der 301-Weiterleitungen ist sehr wichtig und hat bei Vergessen oft drastische Auswirkung auf Ihre Sichtbarkeit bzw. Ihr Ranking in Suchmaschinen (z.B. Google)

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

Als Internetagentur und Spezialisten für Digitales Marketing beraten wir unsere Kunden auch bei Strategie und Konzept. www.mosaiq.com

Internationalisierung: Domainstrategien für globale Webauftritte (Teil 2 von 3)

Nach der Vorstellung drei unterschiedlicher Ansätze, an denen die eigene Internationalisierungs-Strategie ausgerichtet werden kann (Teil 1 Organisationsformen), konzentrieren wir uns in diesem zweiten Teil unserer Artikelserie zur Internationalisierung von Websites, auf die Vor- und Nachteile verschiedener Domainstrategien.

Eine richtige Domainstrategie richtet sich sowohl an technische, als auch an Suchmaschinen bezogene Aspekte. Diese beiden Punkte miteinander zu vereinen ist wichtig, denn die Relevanz von Suchmaschinen nimmt bei der Suche von Unternehmen und im Speziellen von Produkten immer weiter zu. Wenn wir von Suchmaschinen sprechen, dann sprechen wir von Google, denn mit über 70% Suchvolumen weltweit ist Google die größte Suchmaschine der Welt, an deren Algorithmen sich zudem auch andere Suchmaschinen wie Bing orientieren.

Bei der Wahl der richtigen Strategie gibt es daher einige Dinge, wie die richtige Domainform bzw. Domainendung und die daraus resultierenden Umsetzungsmöglichkeiten, zu berücksichtigen.

 

1. Möglichkeit: Country Code Top-Level-Domain

ccTLD – Country Code Top-Level-Domain

domain.de Auswahl der Domainstrategien Pfeil 1/5 Deutschland
domain.se Auswahl der Domainstrategien Pfeil 2/5 Schweden
domain.be Auswahl der Domainstrategien Pfeil 3/5 Belgien

Sprachseiten

domain.be/fr/ Auswahl der Domainstrategien Pfeil 4/5 Belgien/ Französisch
domain.be/nl/ Auswahl der Domainstrategien Pfeil 5/5 Belgien/ Niederländisch

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Mehrfachanzeigen bei Google Ad-Words
  • Höhere technische Flexibilität und einfaches Setup
  • Starkes Geo-Targeting
  • Trustsignal für den Nutzer, da er die Endung als vertrauenswürdig einstuft
  • Webseiten sind einfach auseinanderzuhalten
  • Jede neue Domain hat erstmal keinerlei Vertrauen und Relevanz
  • Aufwändigere Domainverwaltung, da für jedes Land eine separate Domain abgebildet wird
  • Rechtliche Beschränkung bei Domainregistrierungen: Für einige TLDs ist z. B. die Existenz eines im Inland sitzenden Unternehmens Voraussetzung
  • ggf. Duplicate Content ⇒ .de und .at sind beides Inhalte in derselben Sprache

 

2. Möglichkeit: Generic Top-Level-Domain + Subdomain

gTLD – Generic Top-Level-Domain

domain.com

Auswahl der Domainstrategien Pfeil 1/2

Subdomain

Sprachseiten

de.domain.com be.domain.com/fr/
se.domain.com
be.domain.com/nl/
be.domain.com

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Kann auf einem anderen Server laufen
  • Wird von Google wie eine andere Domain behandelt
  • Bei aufwändiger interner Verlinkungsstruktur profitieren die Domains teilweise voneinander
  • Einfache Unterteilung von Länder-/ Sprachversionen möglich
  • Eventuell Zuordnungsprobleme für den Nutzer ob „de“ für Land oder Sprache steht
  • Profitiert nicht vollständig von der Domain, externe Linkstruktur muss separat aufgebaut werden

 

3. Möglichkeit: Generic Top-Level-Domain | Subdirectory (Verzeichnis)

gTLD – Generic Top-Level-Domain

domain.com

Auswahl der Domainstrategien Pfeil 2/2

Sprachseiten

Subdirectory

domain.com/fr-be/ domain.com/de

domain.com/nl-be/ domain.com/se
 domain.com/be

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Technisch einfach einzurichten
  • Profitiert vollständig von der bestehenden Domain
  • Alle Links kommen immer der gesamten Domain zugute, ob intern oder extern
  • Alle Links zwischen Domain/Ordner sind intern
  • Eventuell Zuordnungsprobleme für den Nutzer ob „de“ Land oder Sprache ist

 

Empfehlung:

CC TLD + GENERIC TLD- SUBDIRECTORY

Für Suchmaschinen ist die Generic TLD-Lösung (allgemeine Domain wie .com, .net) vorteilhaft, bei der der gesamte Inhalt der Hauptdomain mit der Endung .com untergeordnet ist. Wenn Länder jedoch nicht als Subdirectory gelistet werden möchten oder können, plant man diese als Country Code-TLD (bspw. .ru oder .cn). Zudem können Länder, die eine andere Suchmaschine wie Google benutzen, auch als Country Code-TLD geplant werden, da nicht jede Suchmaschine nach denselben Kriterien die Rankings listet. Hierzu zählen z. B. Länder wie Russland mit Yandex oder China mit Baidu als Suchmaschine.

Gut zu sehen ist das bei unserem Kunden Kärcher:

Beispiele guter Domainstratiegien - Kärcher

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

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Internationalisierung: Organisations-Strukturen für internationales Marketing (Teil 1 von 3)

Exportnation Deutschland

Deutschland gehört seit Jahrzehnten zu den stärksten Exportnationen – getragen von vielen tausend erfolgreichen Unternehmen, die oft in ihrem Segment auch zu den Besten weltweit gehören. Oft findet Wachstum auch primär im Ausland statt, was die Wichtigkeit einer internationalen Präsenz noch einmal verstärkt.

Steigt seit Jahren an: Das jährliche Export-Volumen der deutschen Wirtschaft

Doch mit der Internationalisierung kommen die Fragezeichen: Welche Länder sind relevant? Landessprache oder Englisch? Alles übersetzen oder nur einen Teil? Soll die Betreuung der Märkte zentral oder dezentral erfolgen? Welche Domains werden benötigt und was müssen wir beachten, wenn wir unseren Onlineauftritt internationalisieren? Wie können wir am effizientesten übersetzen? Wer soll übersetzen? Die Aufzählung ließe sich lange fortführen.

In dieser Artikelserie widmen wir uns daher den folgenden Kernthemen, die in der Praxis besonders relevant sind: Wie erfolgt die Betreuung (zentrale vs. dezentrale Organisationsstruktur – Teil 1), welche Domains werden kommuniziert (Vor- und Nachteile unterschiedlicher Domainstrategien – Teil 2)  und was muss bei einer Internationalisierung der Website beachten werden (Checkliste mit wichtigen ToDo´s – Teil 3)?

Anforderung an den globalen Webauftritt

Mit der globalen Ausrichtung wächst die Relevanz zielgruppen-gerichteter Websites, wo in der Vergangenheit maximal eine „Web-Visitenkarte“ zu finden war. Heute hat eine internationale Webseite eine ganz andere Funktion: Sie soll im jeweiligen Markt Menschen ansprechen und überzeugen, soll Nähe und Verständnis vermitteln, über Produkte und deren Nutzen informieren und mit Leads und neuen Kundenbeziehungen das Wachstum fördern.

 

Zentral vs. Dezentral

Bei zahlreichen namhaften Marken haben sich mittlerweile drei unterschiedliche Ansätze bewährt, an denen die eigene Internationalisierungsstrategie ausgerichtet werden kann:

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung
Quelle: Brand Planning | Andreas Baetzgen (Hrsg.)

 

1. Supporter

Das Headquarter fungiert hier lediglich als beratende Instanz. Die detaillierte Ausgestaltung und Auswahl von Kommunikationsmitteln und Touchpoints wird den Ländern überlassen. Als Grundlage der Entscheidung zur Umsetzung von Maßnahmen sollten sich die Märkte an die allgemeinen Corporate Identity Guidelines und Social Media Guidelines des Unternehmens halten.

PRO CONTRA
  • Geringe Aufwände im Headquarter
  • Länderspezifische Eigenschaften der jeweiligen Märkte werden voll berücksichtigt
  • Sehr individuelle Kundenansprache
  • Geringe Kontroll- und Steuerungsmöglich-keiten im Headquarter
  • Keine einheitliche, länderübergreifende Markenkommunikation
  • Meist höhere Kosten durch Fragmentierung

Beispiel Volkswagen

Volkswagen geht sehr stark auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte ein, wie das Beispiel aus China eindrucksvoll zeigt. In der Kommunikation, teilweise sogar aber auch mit länderspezifischen Modellen.

 

2. Motivator & Berater

Das Headquarter baut das digitale Wissen auf und gibt dieses in kompakter Form an die Märkte weiter. Alle Kommunikationsmittel (Website, Landing Pages, Microsites, etc.) werden zentral erstellt und können in Vorlagenform den Märkten zur Verfügung gestellt werden. Das Headquarter berät Ansprechpartner im jeweiligen Markt und stellt zudem Guidelines und die technische Grundlage zur Verfügung. Der Ansprechpartner übernimmt die Maßnahmen und Vorlagen und ist anschließend für die Content-Erstellung und Content-Betreuung auf der Website verantwortlich.

PRO CONTRA
  • Planbare Aufwände im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Ausreichende Kontrollmöglichkeiten
  • Zielgruppen-Know-How der Märkte
  • Höherer initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahme
  • Höherer Aufwand für Abstimmung & Kommunikation

Beispiel Mercedes-Benz

Die Marke Mercedes-Benz bleibt reduziert. Das Fahrzeug steht im Vordergrund. Erst auf den unteren Ebenen wird marktspezifisch individualisiert. Menschen, Umgebung und Kennzeichen variieren.

 

3. Zentrale Vorgabe

Szenario drei sieht die komplette zentralisierte Erstellung aller Kommunikationsmittel und Durchführung aller Kommunikationsmaßnahmen vor. Es gibt entsprechende Guidelines für die Märkte, an die sie sich strikt halten müssen. Das erfordert viel Manpower im Headquarter, führt aber zu maximaler Kontrolle. Vor allem für Marken, die hohen Wert darauf legen, überall auf dem Globus das gleiche Markenversprechen zu spielen, oft auch um die Herkunft zu unterstreichen.

PRO CONTRA
  • Höchste Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Hoher initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahmen
  • Kein Zielgruppen-Know-How der Märkte

Beispiel Porsche

Um die scharf positionierte Marke global identisch erlebbar zu machen, bevorzugt Porsche eine zentrale Organisationsform. Aufbau, Bildwelt, Menschen: Die Auftritte aus Deutschland und China sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

 

Empfehlung:

Eine klare Empfehlung können wir hier natürlich nicht geben, denn jedes Unternehmen hat seine Strukturen und Organisationsformen. Aus unserer Erfahrung heraus können wir berichten, dass es eine Mischform von Variante 2 und 3 ist. Also viel Vorgaben, meist eine zentrale Steuerung, allerdings mit einer gewissen Individualisierung in der Ansprache, bei Kampagnen oder wichtigen nationalen Nachrichten.

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

 

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