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Google kann jetzt Ajax – und was das für Ihre Suchmaschinenoptimierung bedeutet

Stellen Sie sich vor, Sie haben wahnsinnig interessante Inhalte auf Ihrer Website – aber Google kann sie nicht sehen! Das Problem hatten in der Vergangenheit viele Websites, aber nun ändert sich das.

Denn der Googlebot, der Webcrawler von Google, kann jetzt iFrame-, AJAX- und JavaScript-Inhalte analysieren und auslesen – diese sind auf vielen modernen Websites eingesetzt.

Was hat das zu bedeuten? Bisher wurden als Ergebnisse der Google-Suche nur die Inhalte angezeigt, welche sich direkt auf einer Website befinden. Auf per JavaScript oder iFrame eingebettete Inhalte, wie unter anderem über externe Dienste eingebundenen Kommentare, konnte Google nicht zugreifen. Auch die technische Darstellung der eigenen Inhalte auf Websites basiert oft auf den genannten Skripten und daher konnten diese dann nicht ausgelesen werden. Mit der Änderung von Google ist der Suchmaschine nun auch der Zugriff auf genau diese Texte möglich.

Beispiel: Facebook-Kommentare auf der Website

Eine Auswirkung davon ist, dass Facebook-Kommentare auf Websites nun von den Suchmaschinen ausgelesen werden können. Sofern die in der Suche eingegebenen Stichworte mit den Inhalten der entsprechenden Kommentare übereinstimmen, erscheinen diese dann ggf. auch direkt in den Suchergebnissen. Die Kommentare, die direkt auf Facebook gepostet werden, sind ebenfalls über Google zu finden – wenn die Privatsphäre-Einstellungen dies zulassen. Weitere betroffene Kommentarsysteme sind neben Facebook-Comments auch Disqus und Intense Debate.

Daher wird mit der Änderung von Google die Auffindbarkeit von öffentlichen Diskussionen gewährleistet, wodurch der Anreiz zur Nutzung dieser externen Kommentar-Plattformen enorm ansteigt, weil eine bisher dagewesene SEO-Hürde wegfällt.

Bedeutung für Unternehmen

In der Google-Suche werden nun auch weitere Inhalte mit einbezogen, die bislang nicht analysiert werden konnten. Suchmaschinenoptimierer werden sich daher über die Änderung von Google freuen. Sie können jetzt guten Gewissens Kommentarsysteme in Blogs und Websites mit einbauen, aber auch eigene über JavaScript oder iFrames eingebundene Inhalte, die bisher für Google schwer zugänglich waren, können jetzt indiziert werden. Oft entsteht eine Rivalität zwischen der Suchmaschinenoptimierung und Usability einer Website. Diese wird nun verkleinert, da auch Inhalte einbezogen werden können, die bislang zu Gunsten der Usability für die Suchmaschinen unsichtbar waren.

Jeder weitere Kommentar führt dazu, dass die Inhalte einer Webseite vermehrt und die Aktualität erhöht wird, wodurch letztlich auch ein besseres Ranking der Seite auf Google entsteht.

Abschließend lässt sich sagen, dass Google eine weitere Hürde abgeschafft hat und damit die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung von Websites verbessert wurden.

Soziale Suche – oder SEO ärger dich nicht

Keyword-Domain + Links kaufen + keywordreicher Content = Platz 1 bei Google

Diese SEO-Rechnung geht nicht mehr auf. Die Zeiten sind vorbei, bei der es für eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung ausgereicht hat, die Webseite mit wichtigen Keywords auszustatten und für einen guten Linkaufbau zu sorgen, um bei Google auf Platz 1 zu landen. SEO-Experten diskutieren schon darüber, ob Suchmaschinenoptimierung inzwischen nun sogar „tot“ ist.

SEO tot – wie kommen sie darauf?

Dazu kann man sich einfach mal direkt an die Suchmaschine selbst setzen und bspw. nach „porsche“ googlen. Dank Google Instant bekomme ich sofort Suchergebnisse aufgelistet. Hier sieht man nun nicht nur einfach klassische Suchergebnisse, sondern farblich hinterlegte Anzeigen, Karten, News und auch Bilder.

Im Gegensatz zu heute sahen die Google Suchergebnisse früher richtig langweilig aus. Heute sind die Suchergebnisse universell. Das bedeutet News, Bilder, Videos usw. werden mit in den Suchergebnissen angezeigt, die Google sich aus dem Netz zieht. Doch was viel wichtiger ist, dass die Suchergebnisse nicht nur universell in ihrer Art geworden sind, sondern vor allem individuell.

Was bedeutet das konkret für den Suchenden?

Ist man bei Google mit einem Konto angemeldet und auch gerade eingeloggt, konnte man noch vor Google Plus seine Suchergebnis-Favoriten mit Sternchen markieren und speichern. Das wurde nun durch den +1-Button ersetzt.
Durch die lokale Suche werden mir immer öfter diese Karten und Adressen in den Suchergebnissen angezeigt. Wohne ich in Stuttgart und suche von zu Hause aus nach Frisör, bekomme ich hauptsächlich Frisöre aus Stuttgart gelistet, da Google meinen Standort automatisch über die Google Suchoberfläche und die IP-Adresse lokalisieren kann.

Nun hat Google vor einigen Monaten ein weiteres großes „Ding“ gestartet und zwar seine eigene Social Community Google Plus und den +1-Button. Google sagt auch offen, dass +1 sich auf die Suchergebnisse auswirkt. Faktoren wie „welchem Freund gefällt welcher Link“ oder „welche Inhalte werden mit dem +1-Button geteilt“ sind extrem wichtig und zählen mit in den Suchalgorithmus.
Die Experten von SEOmoz erstellen jährlich eineRanking-Liste der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der Suchergebnisse. Sie haben auch die zukünftigen SEO-Trends ermittelt, die sich folgendermaßen aufgliedern:

Ranking-Faktoren bei Google (Trend 2011)
Quelle: 2011 Search Engine Ranking Factors (SEOmoz)

Hier sticht ganz deutlich der soziale Faktor heraus, der an Bedeutung immer weiter zunimmt. Solche klassischen SEO-Faktoren wie bezahlte Links und sogar die Keywords in Ankertexten verlieren stark an Bedeutung.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Wir sagen: Mensch SEO ärger dich nicht! Die Suchmaschinenoptimierung ist nicht „tot“, sondern sie fordert nun Sozialität. Die Unternehmen können die soziale Suche als Chance nutzen. Sie fordert dazu auf, sich um eine gute Online-Reputation zu bemühen. Das heißt: SEO geht perspektivisch nicht mehr ohne Social Media!

Online-Reputation-Management sollte in die gesamte Online-Strategie mit integriert werden, denn auch die soziale Suche zeigt uns, wie wichtig der Faktor Mensch im SEO geworden ist.

Fair Play wird bei SEO noch wichtiger. Das heißt: Suchmaschinenoptimierung ohne Betrügereien umsetzen und interessante Inhalte, die die Internetnutzer von sich aus gerne verlinken und teilen, anbieten – so wird der Weg in die oberen Reihen von Google erleichtert. Letztlich gilt also weiterhin der alte Satz: Content is King!

Der Google-Faktor – ROI über Google

Aus 1 mach 12 – wie hoch ist Ihr ROI?

Bei den drei Buchstaben R, O und I schlägt das Herz eines jeden Controllers etwas schneller. Die Buchstaben stehen für Return on Investment (ROI) und geben das Verhältnis der Kosten zu dem aus Conversions wie Umsätzen oder Anfragen erzielten Gewinn wieder. Um den Erfolg einer Werbekampagne zu überprüfen, sollte stets der ROI überprüft werden. Google hat aufgrund seiner 10-jährigen Aktivität auf dem deutschen Markt eine Studie veröffentlicht, die den durchschnittlichen ROI von Werbung über Google untersucht hat. Nicht nur Google AdWords wurde hier unter die Lupe genommen, auch andere Google-Produkte wurden auf ihre Effizienz untersucht.

Angefangen hat Google als Suchmaschine und wollte den Leuten dabei helfen, in den Unmengen an Daten im Internet die Suche zu erleichtern. Heute ist Google nicht nur die meistgenutzte Suchmaschine der Welt, sondern bietet eine Vielzahl von weiteren Diensten an:

Google SuchmaschineGoogle Mail, Google Analytics, Google Earth, Google Maps, Google Chrome, Google Talk, Google Adsense, Picasa, Youtube, Google Blog, Google Blogsuche, Google Books,… Und es gibt noch viele weitere.

Wie man sieht, nutzen wir alle diverse Dienste von Google, ob uns das bewusst ist oder nicht.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens in Deutschland hat Google einige interessante Fakten veröffentlicht, wie Google den Unternehmen in Deutschland unter die Arme greift.

Basierend auf einer Studie mit mehr als 11.000 Unternehmen kommen im Durchschnitt regelmäßig vier Google-Produkte in der Kommunikation oder Organisation, als Recherche- und Marketingtool zum Einsatz.

Im Zuge dieser Studie, für die Google extra eine eigene Seite aufgesetzt hat, ist es erstmals gelungen, den Umsatzeffekt von Werbung über Google zu belegen: Demnach steigt der Umsatz mit jedem in das Marketing investierten Euro um 12 Euro! Acht Euro entfallen dabei auf den Online-Handel und vier Euro werden zusätzlich über klassische Vertriebskanäle umgesetzt.

Aber nicht nur in Sachen Werbung profitieren die Unternehmen von Google. Neben den höheren Umsätzen sparen die Unternehmen Kosten durch die Nutzung diverser Google-Produkte. So sparen Unternehmen durch die schnelle Suche über die Google-Suchmaschine pro Mitarbeiter und Tag im Durchschnitt 6,84 Euro. Bei einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern wären das gut 15.000 Euro im Monat.

Wer sich die Studie als kleines Video ansehen will, kann dies hier machen:

Faktor Google – Wie Deutschlands Unternehmen von Google profitieren

Zusammenfassend kann man sagen, Google lohnt sich! Vielleicht nicht mit diesem Erfolg, wie das Google vermarktet, aber mit Hilfe von strategischem Einsatz der Google-Produkte können Geschäfte ausgebaut, Kunden gewonnen oder interne Prozesse optimiert werden. Die Wirkung ist dabei nicht nur online, sondern auch offline.

Wer hat Angst vorm Panda-Bär? Einschneidende Änderungen im Google-Algorithmus

Schon mal überlegt, was passiert wenn die Sichtbarkeit ihrer Webseite in Google um 94% sinkt? Kein schöner Gedanke – insbesondere für Preisvergleichsportale und Shopping-Websites, deren Geschäfte komplett von der guten Positionierung in Google abhängen.

So aber passiert in den USA und dem Vereinigten Königreich, nachdem Google seinen Suchalgorithmus einschneidenden Änderungen unter dem Titel „Panda“ (UK) bzw. „Farmer“ (USA) unterzogen hat. (Linktipp: Änderung der Sichtbarkeit von Panda-Verlierern) Auch in Deutschland steht dieses Update bevor.

Ein Blick auf Panda: Wer ist betroffen?

Die großen Verlierer werden in einer netten Grafik von Search Engine Watch veranschaulicht. Ist er nicht süß, der „kleine“ Panda?

Panda-Update von Google

Quelle: SearchEngineWatch

Ein im offiziellen Google-Blog veröffentlichter Beitrag klärt auf – der neue Algorithmus soll:

  • Spam-Webseiten ein hohes Ranking erschweren (Link: Googles Spam-Definition)
  • Das Auffinden von Spam auf einzelnen Webseiten (z.B. automatisierte Blogkommentare) verbessern
  • Das Erkennen von Webseiten, die das Ranking manipulieren wollen – insbesondere durch gekaufte Links- verbessern
  • Kopierte Inhalte und Seiten mit wenigen originären Inhalten herabstufen
  • Internetnutzern neue Feedback-Möglichkeiten über niederwertige Inhalte geben und diese Wertungen mit einbeziehen
  • Die Maßnahmen in 2010 (damals wurden bereits Webseiten mit gekauften Links, z.B. aus Linkfarmen, herabgestuft) weiter forcieren

Was also tun? Kann man den Panda auch knuddeln?

Wer in der Vergangenheit ethische Suchmaschinenoptimierung (White-Hat-SEO) betrieben, und seine Suchmaschinenoptimierung auf eine Basis von einzigartigen, wertvollen Inhalten gestellt hat, braucht keine Angst vorm Panda-Bär zu haben – und darf ihn einmal kräftig in den Arm nehmen!

Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt viel mit Spekulation verbunden, einige erste Schlüsse kann man aus dem Roll-Out im englischsprachigen Bereich aber ziehen, von John McPhee sehr schön zusammengefasst und von mir an dieser Stelle ergänzt:

  1. Kontrollieren Sie die Links auf Ihre Webseite und veranlassen Sie verweisende Seiten mit minderer Qualität den Link zu löschen. Hinweise auf geringe Qualität sind
    • Viel Werbung/Werbeanzeigen
    • Fehlende qualitativ hochwertigen Inhalte
    • Viel Inhalte, wenig Traffic
    • Seiten mit mehr Verlinkungen auf externe Webseiten als auf interne Seiten (Linkfarmen)
  2. Gute Inhalte führen unweigerlich zu hochwertigen Verlinkungen. Bieten Sie ständig aktuelle, neue und einmalige Inhalte an – besonders geeignet: ein eigener Blog.
  3. Werden Sie im Social Web aktiv und ermuntern Sie zu Bewertungen und Verlinkungen in sozialen Netzwerken (z.B. durch einen Share-Button auf der eigenen Webseite) – denn Suchmaschinenoptimierung gehört jetzt auch zur Social-Media-Strategie Google bezieht die Listung und Bewertungen im Netz jetzt mit ein. Einträge bei Twitter, Facebook & Co., die Listung im Google Branchencenter, Google Shopping, Google +1, Bewertungen bei ciao.de & Co. – all diese Fanbekundungen und Listungen werden positiv honoriert.

Mit Spannung erwarten wir die Ankunft des Panda-Bären in Deutschland. Und wenn er da ist, dann wagen wir ein kleines Tänzchen mit ihm ;)

Schreiben fürs Web: Gewusst wie!

Eine Zeitung in den Händen zu halten und Artikel zu lesen stellt schon einen enormen Unterschied zum Lesen eines Textes im Internet dar. Sei es vom Computer, Laptop oder Smartphone aus. Nun denken aber viele, dass der Text selbst sich nicht von der Offline- zur Online-Welt zu unterscheiden braucht. Aber genau das tut es! Das Texten fürs Web differenziert sich sehr von den klassischen Zeitungsartikeln. An was liegt das genau?

Leseverhalten und das Medium Internet

Erstens liegt das am Leseverhalten und am Umgang mit dem Medium Internet an sich. Das Problem bei der Nutzung des Internets liegt darin, dass der Internetsurfer erwartet, dass er unter Zeitdruck die Relevanz eines Inhaltes schnell für sich erfassen kann. Die darin enthalten Informationen möchte er miteinander verknüpfen und somit auswerten können. Vor allem sollen die Informationen für den Internetnutzer auffindbar sein, das heißt über Suchmaschinen gefunden werden.
Zudem kommt, dass das Leseverhalten online vollkommen anders ist. Die Lesegeschwindigkeit ist bis zu 30% langsamer, nur 16% lesen den ganzen Text und nur 20% aller Internettexte werden überhaupt gelesen. Diese Phänomen kennen wir von uns selber. Wir überfliegen meistens die Texte nur und springen mit den Augen nach fett markierten Wörtern und scannen somit den Inhalt. Und wie erstellt man nun einen solchen scannbaren Text?

Scannbare Texte erstellen

Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Schriftgröße min. 11pt, Schriftart Tahoma oder Verdana
  • Fettungen: ca. zwei Fettungen pro Absatz und nicht mehr
  • Kurze Absätze: 3-5 Zeilen mit aussagekräftigen Überschriften
  • Möglichst ein Kernargument pro Absatz, das erleichtert das schnelle Verstehen der Inhalte
  • Das Wichtigste zuerst in jedem Artikel und in jedem Absatz, da selten der ganze Text gelesen wird
  • Links setzen, um Informationen zu verknüpfen
  • Wichtiges nicht nur im Fließtext darstellen, sondern auch in Grafiken, Diagrammen, Textkästen, Bullet-point-Listen, nummerierten Listen oder Tabellen

Gute Inhalte schaffen

Es reicht aber nicht aus, die Texte nur scannbar zu machen. Sondern Texte, die gut geschrieben und inhaltlich relevant sind, werden gelesen. Das ist eine Kunst für sich, jedoch stellen wir hier kurz ein paar Schritte vor, die dabei helfen können, einen Text zu erstellen:

  • Für wen schreiben Sie? Definieren Sie Ihre Zielgruppe.
  • Beantworten Sie die W-Fragen:
    Wer? Was? Warum? Wann? Weshalb? Wo? Und für wen?
  • Was ist die wichtigste Information für Ihre Zielgruppe?
    Definieren Sie Ihre Kernaussage.
  • Wählen Sie ein Keyword (Schlagwort, Suchbegriff).
  • Fassen Sie die wichtigsten Antworten auf die W-Fragen
    in einem einleitenden Satz zusammen (Teaser).
  • Schreiben Sie den Text (einen Absatz).
  • Machen Sie den Text scannbar.
  • Schreiben Sie eine Überschrift.

Texte auffindbar machen

Die ersten beiden großen Schritte sind geschafft. Der Text ist geschrieben und für das Web aufbereitet. Jetzt muss der Text nur noch gefunden werden! Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Doch bevor ich hier selbst noch einen unscannbaren und viel zu langen Text schreibe, werde ich daraus einen extra Blogbeitrag machen (Link wird dann hier nachgetragen). To be continued ;-)