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Tipps für positive Google Bewertungen

Positive Google Bewertungen sind für hohe Sichtbarkeit in den Google Rankings und für das Vertrauen in ein Unternehmen enorm wichtig. Egal ob Sie ein Restaurant, Geschäfte oder Supermärkte suchen – nutzen werden Sie höchstwahrscheinlich Google Maps. Bei der Auswahl spielen die Bewertungen von anderen User:innen eine große Rolle. Dementsprechend wichtig sind positive Bewertungen.

Warum sind Google Bewertungen so wichtig?

Screenshot der Google-Suche nach „mosaiq gmbh“

Mittlerweile sind Google Bewertungen an den verschiedensten Stellen des Internets zu sehen. Bewertungen eines Unternehmens können Sie beispielsweise bei kununu, Facebook oder Google Maps sehen – eine Vorschau der Bewertung spielt Ihnen Google praktischerweise als Snippet aus.

Rezensionen werden auch bei Google Maps ausgespielt

Verwendet man Google Maps in Verbindung mit Android Auto, wird für den jeweiligen Zielort direkt die Durchschnittsbewertung angegeben. Das bedeutet, dass alle Menschen die mithilfe von Google Maps zu Ihrer Firma navigieren, sofort einen ersten Eindruck bekommen. Denken Sie daran, dass diese Menschen Bestandskunden, Teammitglieder, Lieferanten, Kooperationspartner und Investoren sein können. Oder auch potentielle neue Mitarbeiter, die auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch die Adresse über Google Maps eingeben.

Um zu verdeutlichen, welche Reichweite eine einfache Bewertung auf Google hat, reicht der Blick in die Aufrufe von Rezensionen. Innerhalb von wenigen Monaten können Bilder von Rezensionen mehr als 1.000 Aufrufe generieren. Dementsprechend viele User:innen haben in dieser Zeitspanne eine Bewertung zur Entscheidungsfindung genutzt. 

Was bringen Ihnen positive Google Bewertungen?

Zahlreiche Studien zeigen, dass sich 92% der Verbraucher Unternehmensbewertungen der Google Reviews vor einer Kaufentscheidung durchlesen. Dabei schenken 80% der Verbraucher Online-Rezensionen genauso viel Vertrauen wie eigenen persönlichen Empfehlungen. Interessant ist, dass die bestmögliche und vertrauenswürdigste Conversion Rate nicht 5,0, sondern 4,9 ist. Der Grund: Nutzer:innen halten eine Bewertung von 5,0 für unmöglich und vermuten gefälschte oder gekaufte Bewertungen hinter der Bestwertung. 

Die Suchergebnisse nach dem „besten Zahnarzt in Stuttgart“.

Immer öfter geben die Nutzer direkte Eigenschaften wie „beste“, „günstigste“ oder „am nächsten“ bei der Suche ein. Wir haben in der folgenden Suche zuerst nach „Zahnarzt Stuttgart“ gesucht und direkt danach „bester Zahnarzt Stuttgart“ eingegeben. Die Suchergebnisse waren völlig unterschiedlich, da Google noch zusätzlich die Anzahl und Qualität der Bewertungen berücksichtigt. Beachten Sie also, dass sich die Treffer bei zusätzlichen Suchbegriffen deutlich unterscheiden können. 

Sucht man nur nach „zahnarzt stuttgart“ erhält man andere Ergebnisse.

 

Mehr positive Google Bewertungen erhalten

Oft sind die Menschen stärker von negativen Erfahrungen beeinflusst als von positiven Erlebnissen. Daher haben Kund:innen leider eine größere Motivation negative Bewertungen zu schreiben, als positive. Wie können Sie dem entgegensteuern? Um möglichst viele gute Bewertungen zu erhalten, sollten Sie Ihre Kund:innen darum bitten, eine Bewertung zu schreiben. Generieren Sie dafür eine kurze URL-Adresse auf Ihrem Bewertungsportal, damit die Nutzer:innen einen möglichst kurzen Weg zum Portal haben. Sprechen Sie, wenn möglich, die Kund:innen persönlich an und geben Sie Ihnen einen Grund, warum Sie Ihr Unternehmen bewerten sollen.

Vorsicht vor der Methode „Prämie gegen Bewertung“! Theoretisch kann Sie die Konkurrenz wegen unfairem Wettbewerb abmahnen. Solche Angebote sorgen zudem weniger für qualitative Bewertungen und genau auf diese kommt es aber an. 

Welche Kommentare bewertet Google besonders gut?

Aus technischer Sicht betrachtet, liegt hinter dem Ranking der Rezension ein ähnlicher Algorithmus wie für Google Suchergebnisse. Google listet als erstes die Ergebnisse, die für die Besucher am relevantesten sind.  Als Beispiel dient hier die Bewertung einer Pizzeria.  der bewertet wurde. Doch warum wird genau dieser Kommentar ganz oben fixiert, obwohl mittlerweile viel mehr neue Bewertungen geschrieben wurden?

Google findet diesen Kommentar besonders informativ

 

 Google findet ihn besonders informativ, weil:

  • er viele Fotos beinhaltet, die hohen Mehrwert im Vergleich zu reinem Text haben
  • er ein wichtiges Keyword beinhaltet – original italienische Pizza
  • der Autor bereits zahlreiche andere Rezensionen erfasst hat
  • der Kommentar eine Reaktion bekommen hat (Daumen hoch)
  • der Firmeninhaber darauf reagiert hat

 Was machen Sie mit negativen Kommentaren?

Der Dialog mit den Kunden ist immens wichtig. Dazu gehört auch der Umgang und Ihre Reaktion auf negatives Kundenfeedback.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, negative Bewertungen loszuwerden: Entweder kann der Kunde das negative Feedback entfernen oder Sie können es als inakzeptabel markieren. Diese Markierung bedeutet, dass das Feedback falsch ist oder nicht den Regeln von Google entspricht.

Auf negatives Feedback zu reagieren ist durchaus schwierig. In den meisten Fällen ist es wichtig, ruhig zu bleiben und das Problem zu verstehen, auch wenn Sie glauben, dass der Kunde im Unrecht ist. Und das braucht Zeit. Sie sollten also keineswegs direkt auf das schlechte Feedback reagieren, sondern erstmal tief Luft holen. Was passiert, wenn man im Eifer des Gefechts auf negative Bewertungen reagiert, sehen Sie hier:

Bsp.1 Unprofessionelle Antwort vom Inhaber
Bsp.2 Unprofessionelle Antwort vom Inhaber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solche Antworten auf Rezensionen wirken äußerst unprofessionell und erwecken bei zukünftigen Kund:innen keinen guten Eindruck.

Wie antworten Sie auf negatives Feedback, ohne den Ruf Ihres Unternehmens zu schädigen?

Beginnen Sie Ihre Antwort z. B. mit folgenden Sätzen:

  • „Vielen Dank für Ihr Feedback und für die Meldung des Problems“
  • „Lieber [Name], vielen Dank für Ihr Feedback. Es tut uns leid, dass Ihre Erfahrungen mit uns nicht Ihren Erwartungen entsprochen haben. Dies war ein Ausnahmefall und wir werden unser Bestes tun, um Ihr Problem zu lösen“
  • „Es tut uns sehr leid, dass Ihre Erfahrung mit uns nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat.“
  • „Vielen Dank für Ihr Feedback. Es tut uns leid zu hören, dass unser Produkt nicht die erwartete Qualität hatte. Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Feedback dazu weiter untersuchen könnten.“
  • „Ihr Feedback ist für uns sehr wichtig. Wir würden es begrüßen, wenn Sie sich mit unserem Kundendienst unter [Telefonnummer] in Verbindung setzen und uns Ihre Erfahrungen mit unserem Produkt schildern würden.“.

Wann können Sie eine Bewertung als inakzeptabel markieren?

Sollte ein negativer Kommentar nicht der Wahrheit entsprechen, können Sie ihn in manchen Fällen löschen lassen. Im Folgenden finden Sie einige Arten von Feedback, die nach den Google-Regeln als inakzeptabel gelten. Wenn Sie eine dieser Arten von Bewertungen in Ihrem Unternehmensprofil finden, können Sie diese als unangemessen markieren, damit diese dann von Google entfernt werden.

Das Feedback ist für diesen Standort nicht relevant

Google möchte sicherstellen, dass die Nutzer genaue Informationen über Ihr Unternehmen erhalten. Wenn Sie einen Kommentar sehen, der in keiner Weise für Ihr Unternehmen oder Ihre Kundenerfahrung relevant ist, bitten Sie den Helpdesk, ihn zu entfernen.

Verstöße gegen das Gesetz

Sie können Bewertungen löschen lassen, die Bilder von illegalen Produkten oder Dienstleistungen enthalten.

Unangemessene Inhalte

Google wird alle Inhalte entfernen, die als unangemessen oder beleidigend angesehen werden. Wenn Sie ein solches Feedback auf Ihrem Profil bemerken, kennzeichnen Sie es sofort, um das Image Ihres Unternehmens zu schützen.

Interessenkonflikt

Google bemüht sich um Objektivität, daher sollten Sie kein Feedback über Ihr eigenes Unternehmen abgeben. Außerdem können Sie kein Feedback auf dem Profil eines Mitbewerbers hinterlassen, da dies die Rangliste zu Ihren Gunsten manipulieren könnte.

Verletzung der Privatsphäre

Google führt die Nutzer nicht in die Irre und bietet ihnen keine falschen Informationen. Aus diesem Grund sollte die Rezension nur von der Person veröffentlicht werden, die sie verfasst. Sie können sie nicht im Namen einer anderen Person veröffentlichen.

Wie unterscheidet man echte und gekaufte Bewertungen?

 Eine der häufigsten Google-Anfragen lautet: Wie und wo kann man Google Rezensionen kaufen? Da Bewertungen ein wirkungsvolles Marketinginstrument sind, gibt es leider manche Unternehmen, die Bewertungen für wenig Geld bei Freelancer-Börsen bestellen.

Das Verfassen von konfigurierten Rezensionen erfolgt in der Regel wie am Fließband: Der Autor geht nicht auf die Merkmale des Produkts ein, sondern verwendet formelhafte Formulierungen und zeigt seine Emotionen zu offensichtlich, ohne sie mit Fakten zu untermauern.

So erkennen Sie gekaufte Rezensionen:

Langer Text

Achten Sie auf das Verhältnis von Produkt und Länge des Textes. Es ist unwahrscheinlich, dass sich der Käufer eines Topfes 20 Minuten Zeit nimmt und 3000 Zeichen schreibt, um ausführlich über seine Erfahrungen zu berichten. Autoren werden für die Anzahl der Zeichen bezahlt – mehr Text gibt also mehr Geld. Ausnahmen für umfangreiche Rezensionen gelten nur in den Bereichen Recht, Medizin und Psychologie.

Begeisterungsgrad

Ausdrücke wie „entzückend“, „ausgezeichnet“, „überaus glücklich“ rufen Misstrauen hervor. Nur wenige Menschen können sich derart für Produkte begeistern, die wir täglich verwenden, ohne ihnen viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Auflistung der Namen aller Mitarbeiter, ihrer Positionen usw.

Wenn in der Bewertung die Namen mehrerer Mitarbeiter eingegeben sind, mit denen man 1-2-mal in Kontakt war, das ist verdächtigt. Können Sie sich gut die Namen von Menschen merken, die Sie einmal im Leben gesehen haben? Diese Regel gilt nicht für Ärzte, Lehrer, Friseure und ähnliche Berufsgruppen.

Verlinkungen

Wenn in der Rezension Links zu fremden Websites anderer Unternehmen aufgeführt sind, bei denen das Produkt gekauft werden kann, ist Vorsicht angebracht. 

Bsp. Fake Bewertung 

 

 

 

 

 

 

Fake-Autor

Der Autor hat keinen echten Namen, sondern stattdessen eine wilde Buchstaben Anreihung oder ungewöhnliche Sonderzeichen? Dann ist es höchstwahrscheinlich eine gekaufte Bewertung. Zusätzliche Sicherheit verschafft ein Blick in die vorherigen Rezensionen des Autors. Sollte er überall entweder ein oder fünf Sterne vergeben haben, kann es sich um einen Fake-Kommentator handeln.

Fazit

Positive Google Bewertungen sind wichtig für Ihr Unternehmen – denn diese garantieren eine hohe Position im Google Ranking und ein bestmögliches Vertrauen bei den Kunden. Positive Rezensionen prägen die Meinung Ihrer Zielgruppe über Ihr Unternehmen und tragen zu dessen Image bei. Es allen Recht zu machen, wird jedoch schwierig! Denn manche Kunden geben wegen Kleinigkeiten sehr schlechte Bewertungen. Nehmen Sie sich deswegen genug Zeit und antworten Sie allen Rezensionen ausführlich und individuell, denn so geben Sie Ihrer Seite mehr Gewicht. Nutzer, die Bewertungen lesen, sehen auch Ihren Kommentar, was einen guten Eindruck hinterlässt – auch wenn die Bewertung negativ sein sollte. Das Bewertungsmanagement ist zeitaufwendig aber durchaus lohnenswert!

Sind Social Signals SEO-relevant?

Was genau sind eigentlich Social Signals? Waren diese bei der Suchmaschinenoptimierung schon immer ein wichtiger Faktor für das Ranking? Und warum sprechen immer mehr Seiten, Tools und auch Google selbst von Quality Signals statt Social Signals? Wir liefern die passenden Antworten!

Wie bewerten Suchmaschinen Social Signals?

Was genau sind nun Social Signals? Egal ob positiv oder negativ – Social Signals oder auch Bewertungen und Inhalts-Verlinkungen im Netz sind ein starkes Signal dafür, dass ein bzw. Ihr Angebot tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Somit bieten Plattformen wie Facebook, HolidayCheck, Docfinder & Co. Bewertungsmöglichkeiten, die bei Google und anderen Suchmaschinen eine wichtige Rolle spielen – denn Google nutzt deren Hinweise für die eigenen sichtbaren Bewertungen. So werden bei den Google My Business Einträgen bspw. Facebook Bewertungen gezeigt und gewertet.

Anbei ein Beispiel von MOSAIQ:

Sind Sie mit Ihrem Unternehmen in den sozialen Netzwerken aktiv? Dann sollten Sie unbedingt Inhalte teilen! Dazu zählen Blogbeiträge, Produkt- oder Wissensseiten – denn auch diese Inhalte werden als Social Signals bewertet und unterstützen die SEO deutlich mehr als es zunächst scheint. Diese Inhalte schaffen den Sprung raus den sozialen Netzwerken bis zur eigenen Website. Dem Nutzer bieten Sie somit wertvollen Mehrwert und das belohnen die Suchmaschinen.

Um das Bestmögliche aus dem Sharing-Link zu erhalten, sollten dafür Open Graph Meta Tags genutzt und eingesetzt werden. So können Sie selbst bestimmen, wie die Inhalte bei Facebook, Twitter und LinkedIn aussehen sollen. Zusätzlich kann Ihr eigener Content deutlich hervorgehoben werden und unterscheidet sich von der Konkurrenz im Facebook Feed.

Beispiel von Ryte bei Facebook, welches mit der Hilfe von Open Graph Meta Tags optimiert wurde.

Marken-Auftritte als Quality Signal

Wie sieht Ihr Unternehmensprofil in den sozialen Netzwerken aus? Sind alle Profile auf dem neuesten Stand? Leider werden die Aktualisierungen der Profile und deren Inhalte viel zu oft liegen gelassen und erst zu spät wird bemerkt, dass einige wichtige Informationen gar nicht enthalten sind!

Wenn man es genau nimmt, sind Facebook & Co. auch Suchmaschinen und daher sind gut gepflegte Unternehmensprofile in den sozialen Medien einfach ein Muss. Der Nutzer identifiziert das richtige Angebot und erkennt das Unternehmen. So werden die Unternehmensprofile und deren Aktivitäten mittlerweile auch in die Google Suchmaschine integriert. Hier ein Beispiel anhand des t3n Magazins:

Im Beispiel zu sehen ist die Google-Suche für das t3n Magazin. Die Quality Signals erscheinen im Ranking weit oben (Twitter, Instagram und Facebook):

Gibt man in der Google-Suche das t3n Magazin ein, werden auch Teilausschnitte aus den neuesten Aktivitäten bei Socia Media gezeigt. Der Nutzer hat direkt einen positiven Eindruck und auch die Klickwahrscheinlichkeit erhöht sich immens. Das heißt also: aktuell halten und regelmäßig aktiv sein!

Fazit

Quality Signals sind ein wichtiger Bestandteil der SEO-Strategie und sollten daher nicht fehlen. Stimmt der gesamte Web-Auftritt auch außerhalb der bestehenden Website, wird Vertrauen geschaffen und dem Nutzer sowie Google signalisiert: Hier bin ich richtig!

Google AdWords News – Erweiterte Kampagnen

Google geht mit der Zeit und optimiert nun das Werbenetzwerk Google AdWords für mobilen Endgeräte. Für eine einfachere und intelligentere Kampagneneinstellung, stehen nun so genannte „Erweiterte Kampagnen“ zur Verfügung. Bestehende Google Konten können derzeit manuell auf die „Erweiterten Kampagnen“ umgestellt werden. Spätestens Mitte 2013 werden dann alle Konten durch Google automatisch umgestellt.

Ein kleines Video gibt einen ersten kurzen Einblick darüber, warum Google nun ihr Werbenetzwerk optimiert:

Neuerungen:

  • Marketing für alle Gerätetypen: Es ist nicht mehr nötig Kampagnen nach Geräten zu klassifizieren, was Google früher aufgrund einfacher Analysemöglichkeit empfohlen hatte zu trennen. Jede Kampagne wird nun für alle Geräte, sei es ein Desktop, Tablet oder Smartphone ausgeliefert und die Gebote können gezielt angepasst werden.
  • Verschiedene Nutzerkontexte: Standort, Tageszeit und das verwendete Gerät beeinflussen den Erfolg einer Anzeige und bieten Ihnen neue Möglichkeiten, potenzielle Kunden noch zielgerichteter mit relevanten Informationen zu erreichen.
  • Neue Conversion-Typen: es kann analysiert werden, wie die Kunden mit verschiedenen Geräten auf die Anzeigen reagieren.

Die manuelle Umstellung ermöglicht die Schaltung der Kampagne auf alle Geräte und bietet die Möglichkeit für mobile Geräte die Gebote automatisiert anzupassen:

Adwords erweiterte Kampagnen Schritt 1

Im nächsten Schritt können die Gebotseinstellungen für mobile Geräte vorgenommen werden. Bspw. kann mehr geboten werden, wenn ein mobiles Endgerät sich in der Nähe eines bestimmten Standortes befindet. Das ist sehr wichtig für den stationären Handel:

Adwords erweiterte Kampagnen Schritt 2

Erweiterte Kampagnen ermöglichen es somit einfacher, strukturierte Kampagnen zu verwalten, ohne dabei nahezu identische Kampagnen für verschiedene Geräte zu erstellen.

Abgesehen davon gibt es auch in den bestehenden Funktionen kleine Verbesserungen, so können bspw. die AdWords Extensions „Sitelinks“ nicht mehr nur auf Kampagnen-Ebene, sondern sogar pro Anzeigengruppe eingestellt werden. Dies ermöglicht nun endlich eine zielgruppen-genauere und produktspezifischere Kommunikation.

Ob diese neuen Kampagneneinstellungen eine erhoffte Verbesserung der Conversions nach sich ziehen, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen zumindest schon einmal sehr gut. Wir werden das weiter monitoren und analysieren.

 

Weiterführende Informationen:

Google AdWords Blog

Google Webseite Erweiterte Kampagnen

 

The New Bing – auch hier wird es sozialer

Was Google kann – kann Bing vielleicht besser? Google ebnete den Weg der sozialen Suche bereits vor einigen Monaten. Die Auswirkungen die diese Neuerung auf die Suche, die Suchmaschinenoptimierer und Webseiten hatte, darüber haben wir bereits in diesem Beitrag berichtet.

Es ist ja fast schon üblich, dass der Platzhirsch Google mit solchen Innovationen vorlegt und andere Suchmaschinen dann irgendwann nachziehen. Jetzt wird Bing ein großes Update ausrollen und kündigt „The New Bing“ an. Und was ist so neu am neuen Bing? Nun, auch Bing konzentriert sich ab sofort stark auf die soziale Suche.

Bing selbst antwortet auf die Frage „warum das Ganze?“ mit „The search industry was built on keywords, links and labels – static nouns pointing to pages. This approach is great for finding sites but search is about more than simply finding information, it’s also about taking action.“ Das klingt für mich wieder ganz klar nach dem Indiz, dass es sich in Zukunft kaum mehr ein Unternehmen leisten kann, sich dem Social Web zu entziehen.

Die Standardsuchergebnisse werden bei Bing um Empfehlungen und Erfahrungsberichten von Freunden erweitert. Ganz vorne mit dabei natürlich Facebook, da diese beiden bereits eine Kooperation miteinander eingegangen sind. Hat ein Facebook-Nutzer Bing zur Verknüpfung autorisiert, werden seine Daten geprüft und analysiert ob dieser durch seine Like-Angaben, Profil-Informationen und Bildern die Frage des befreundeten Suchenden beantworten kann.

Als erstes werden die Updates in den USA ausgerollt. Wir müssen uns also noch etwas gedulden und warten schon gespannt darauf. Vorab bietet Bing aber schon mal einen kleinen Werbespot:

Google+ fängt gerade erst an – Android heißt das Zauberwort

Facebook ist uneinholbar und wird nie zu schlagenI have moved to Google plus sein – so dachten viele bis vor gut einem halben Jahr. Dann kam Google+ und zeigte zunächst mal riesiges Wachstum. Innerhalb von zwei Wochen waren es damals schon 10 Millionen Nutzer, zwei Wochen später das Doppelte und vier Monate nach dem Start – alleine im Monat Dezember – verzeichnete Googles Social Network immer noch 25 % Wachstum. Eine große Euphorie brach aus und viele aus der Webszene änderten ihr Profilbild bei Facebook in „I have moved“ – mit Google-plus-Logo in der Ecke. Manche löschten auch gleich ihren Facebook-Account.

Auf Euphorie plus folgt Ernüchterung plus

Doch genauso stark und schnell wie die Euphoriewelle kam, war dann auch die Welle der Ernüchterung. Nach Artikeln wie 10 Gründe, warum Google+ gegen Facebook gewinnt ahmte Facebook plötzlich die beliebtesten Funktionen von Google+ nach (Circles, Hangouts, Abonnieren) und es kamen recht schnell andere Artikel-Überschriften wie US-Magazin Slate erklärt Google+ für tot und Google Plus ist tot. Das Fehlen einer API wurde kritisiert, genau wie die lange Zeit nicht existenten Unternehmensprofile – die es inzwischen aber gibt.

Potential in Verknüpfung mit dem boomenden Android

Ich glaube aber nach wie vor, dass die Hochzeit bei Google+ noch kommt. Android hat den größten Marktanteil bei Smartphone-Betriebssystemen (über 50 %) und und wächst auch noch am stärksten – dem ganzen Apple-Hype zum Trotz. Und Android gehört zu Google. Wenn Google also künftig die Vernetzung mit Android sauber hinbekommt, dann wird alleine das zu einem riesigen Vorteil gegenüber Facebook werden.

Dreikampf? Google+, Facebook – und Microsofts so.cl

Bislang hat kein anderes Social Network ein eigenes Betriebssystem für Smartphones. Sollte nun also nicht Apple noch eine Kooperation mit Facebook eingehen, wird das Google+ eine Sonderstellung ermöglichen – bis dann Microsoft mit Socl (Codename: Tulalip) vielleicht in den Markt drängt. Dann werden die Karten wieder neu gemischt, denn auch Microsoft hat mit Windows Phone ein Smartphone-Betriebssystem am Start – und Microsoft wird sicher versuchen, seine Dominanz bei Betriebssystemen für PCs zum eigenen Vorteil zu nutzen. Bislang ist es bei so.cl aber noch sehr, sehr ruhig.

SEO, Google+ und Search plus Your World

Und noch etwas spricht für Google+: Die Verknüpfung mit der Suchmaschine Google. Suche ich als eingeloggter Google-User etwas bei Google, bekomme ich schon heute bei den organischen Suchergebnissen und bei den Anzeigen (Google Adwords) angezeigt, wem meiner Freunde bei Google+ das gefällt (bzw. der Seite +1 gibt).

Schon das deutete an, dass Social Media und SEO immer mehr zusammenwachsen. Als Google nun kürzlich Search plus Your World bei google.com einführte, wurde noch klarer, wohin die Reise geht. Wer Search plus Your World verwendet, sieht eine Mischung aus „objektiven“ und personalisierten Suchergebnissen. Dabei werden sogar private Daten in Google+ mit einbezogen, insofern der Suchende zu den Kreisen gehört, die das sehen dürfen. Mit einem Klick kann die normale Suche wiederherstellt werden – oder alternativ auch eine rein personalisierte Suche angezeigt werden.

Search plus Your World (Google) - Screenshot

Einerseits bietet Google damit neue Optionen bei der Suche, die viele Menschen sicher hilfreich finden. Und andererseits erhöht Google damit den Anreiz, sich bei Google+ anzumelden – denn ohne Account dort funktioniert Search plus Your World nicht.

Ausblick zu Google+ und Marktführerschaft Social Networks

Es bleibt definitiv spannend im Markt der Social Networks. Am Ende des Jahres 2012 dürfte Facebook allerdings von der Nutzerzahl her weiter die Nase vorn haben. 800 Millionen Nutzer sind schon eine gewaltige Marke an die die anderen erst einmal rankommen müssen. Aber Mitte oder Ende 2013 kann es schon ganz anders aussehen. Auf jeden Fall treibt der Konkurrenzdruck die Innovationen voran und das ist gut so – so ärgerlich es auch ist, dass viele von uns derzeit dreifachen Aufwand beim Posten betreiben müssen.

Bislang sind die Nutzer bei Google+ jedoch in der Tendenz eher männlich, jung und sehr technik-affin. Voraussetzung für den Erfolg von Google+ wird sein, dass es aus der Nerd-Ecke rauskommt und demographisch näher an die Durchschnittsbevölkerung heranrückt.

Google+ hat bislang 83 % inaktive User, heißt es. Das mag sein. Aber diese User sind durch die stetige Benutzung von Google als Suchmaschine quasi permanent nur einen halben Klick von Google+ entfernt. Sie brauchen nur noch mehr Gründe, um Google+ zu nutzen und die werden kommen – wenn auch überraschend langsam. In einigen Kategorien hat Google+ bereits die Nase vorn.

Ich bin sicher: Wir werden noch viel von Google+ hören und der Zenit ist noch längst nicht überschritten. Es fängt gerade erst an. Es gibt auch Zahlen dazu. Wer hält dagegen?