Schlagwort-Archiv: Google Analytics

MOSAIQ erweitert Portfolio im Bereich Digital Analytics

Seit Januar 2020 haben wir mit Julian Haspel einen Experten für Tracking, Digital Analytics und Reporting im Team. Mit seiner Expertise können wir unsere Kunden noch besser beraten, wie sie User gezielter ansprechen und ihren Online-Auftritt optimieren.

Tracking

Im Bereich Tracking werden Trackingkonzepte erstellt, welche anschließend mit dem Google Tag Manager umgesetzt werden. Damit lassen sich unter anderem Userinteraktionen (z.B. die Verwendung bestimmter Module, die Scrollweite, Buttonclicks, Kontaktanfragen usw.) messen, um zu verstehen, wie sich verschiedene Besucherströme auf Websiten verhalten, welche Ziele sie erreichen und wo im Zielfunnel die Besucher abspringen. Für Online-Shops wird hier z.B. auch ein erweitertes E-Commerce Tracking verbaut mit dem sich beispielsweise messen lässt wie Produkte performen, welcher Kanal für den meisten Umsatz sorgt, oder wie viele User ein Produkt in den Warenkorb legen, aber nicht kaufen.

Digital Analytics

Bei Digital Analytics ist Julian auf Google Analytics spezialisiert. Damit lassen sich geräteübergreifend Besucherverhalten und Besucherströme auf Websites messen und analysieren. Diese Analyse-Daten können dann als Grundlage für weitere Online Marketing Maßnahmen oder für Content- oder Moduländerungen genutzt werden, um besser die Website-Ziele des Kunden zu erreichen und das Besucherverhalten zu verstehen. Damit lassen sich viele typische Fragestellungen beantworten:
• Wie verhalten sich die Nutzer auf meiner Seite?
• Für welchen Content interessieren sich die Nutzer und wo verlassen sie die Seite?
• Wie navigieren die Nutzer über die Seite? Lassen sich Klickmuster erkennen?
• Welche Buttons werden auf welchen Seiten geklickt bzw. welche Formulare werden ausgefüllt?
• Wie verhalten sich die User im Zielfunnel bzw. im Checkout Funnel eines Online Shops?
• Welcher Kanal generiert Traffic, welcher Umsatz oder Leads?
• Welches Alter und Interessen haben die Nutzer?
• Gibt es geografische Schwerpunkte?

Reporting

Im Bereich Reporting ist Julian auf Google Datastudio spezialisiert. Damit können interaktive Dashboards erstellt werden, mit denen Daten aus verschiedensten Quellen visualisiert und aufbereitet werden. Der große Vorteil liegt hier sicher darin, dass Entscheidungsträger auf Kundenseite die Daten nicht in verschiedenen Tools zusammenfiltern müssen, sondern die wichtigsten KPIs für das Unternehmen in einem Report gesammelt vorliegen. Datenquellen können Google Analytics, Google Ads, Facebook, Instagram, mySQL Datenbanken usw. sein. Jeder Report lässt sich außerdem vollständig an die eigene CI des Unternehmens anpassen, gestalterisch sind hier keine Grenzen gesetzt! Unter anderem lässt sich die Effizienz der verschiedenen Marketingkanäle abbilden. Hier bekommt der Kunde auf einen Blick aufgezeigt welche Ziele auf seiner Website erfüllt werden und welche nicht.

Ein konkretes Beispiel, in dem alle drei Säulen ineinander greifen und Data-Driven Marketing zum Einsatz kommt, zeigt sich an folgendem Beispiel:
In einem Online Shop werden über den Google Tag Manager Warenkorb-Interaktionen getracked. Mit Google Analytics können dann Nutzer-Segmente definiert werden (wie etwa alle User die ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben, aber dann die Seite verlassen haben ohne zu kaufen). Diese Nutzer-Segmente können anschließend von Google Ads als Zielgruppen importiert werden um die spezielle Nutzergruppe in einer Remarketing Kampagne anzusprechen. Google Datastudio visualisiert dann die Performance dieser speziellen Remarketing Kampagne .

Zu Allen drei Punkten gibt Julian auch Workshops und Seminare für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Multichannel-Tracking – das neue Google Analytics Part 2

Jetzt heißt es: der Customer Journey auf der Spur! Im letzten Beitrag haben wir euch das Thema Multichannel-Tracking etwas näher gebracht und euch den Tipp mit den Kampagnenlinks verraten.

Nun bietet Google ja den URL-Builder an, mit dem Kampagnenlinks einfach zu erstellen sind. Wir möchten euch nun noch ein paar Tipps mitgeben, die euch das spätere Analysieren dieser Daten um ein Vielfaches erleichtern wird. Denn wenn bspw. fünf verschiedene Marketeer anfangen nach eigenem Aufbauschema Kampagnenlinks zu erstellen, die den selben Kanal betreffen, dann fließen die Daten unterschiedlich in Google Analytics ein und die Analyse wird nachher anstrengend und kompliziert!

So ist das URL-Builder Tool aufgebaut:

URL-Builder von Google

Google Analytics benötigt unbedingt die Information der Quelle, des Mediums und des Kampagnennamens, damit die Daten richtig im Tool ausgegeben werden können. Zu sehen sind die Daten dann im Navigationspunkt Besucherquellen unter Kampagnen. Ausgewiesen wird dann als erstes der Kampagnenname, daher sollte dieser eindeutig zuordenbar sein.

Hier unsere kleiner Merkzettel für Kampagnenlinks:

  • Ziel-URL –> Landingpage, Zielseite die beworben wird. Auf dieser landet der Nutzer wenn er eine Werbeanzeige anklickt
  • Quelle –> von welcher Plattform kommt der Besucher unserer Webseite: google, yahoo, affiliate, ad-anbieter
  • Medium –> Art der Werbung auf die der Besucher klickt: cpc, banner, social
  • Kampagnenname –> zu welcher Kampagne gehört die Werbung: bspw. marken-kampagne
  • Kampagnenbegriff –> zur Unterscheidung der einzelnen Anzeigen: produktname, headline, anzeigengruppe
  • Neue Ziel-URL mit Tags –> an der Ziel-URL werden Parameter angehängt, dies ist nun der Kampagnenlink der in die Werbeplatzierung eingebaut werden muss

Es bietet sich an sich darauf zu einigen alles klein zu schreiben. So können Irrtümer was Groß- und Kleinschreibung anbelangen, von vornherein vermieden werden. Zudem wäre es ratsam. die Information bspw. in einem internen WIKI abzulegen, damit Unterschiede im Linkbau nicht vorkommen können.

Multichannel Tracking – das neue Google Analytics Part 1

Google AdWords Anzeige –> im Browser zurückgegangen –> Suchergebnis angeklickt –> wieder zurück –> die nächste Google AdWords Anzeige angeklickt –> Bestellt!
So kann ein typischer Weg eines Nutzers aussehen, der im Shop XY etwas bestellt hat. Woher weiß ich das? Das kann ich durch das Multichannel-Tracking nachverfolgen.

Seit langem ist es angekündigt, nun ist es soweit. Das „alte“ Google Analytics wird vollständig abgeschalten und die neue Oberfläche wird fest installiert. Was bedeuet: Echtzeit- und Multichannel Tracking wird zum Standard und ist aus der Webanalyse nicht mehr wegzudenken!

Google selbst erklärt das Prinzip des Multichannel-Trackings in einem Video und verdeutlicht damit die Wichtigkeit für das Web Controlling und das Marketing:

Besonders die E-Commerce Plattformen profitieren von diesen neuen Funktionen, weil sich dadurch etwas einfacher der Online ROI (Return on Investment) berechnen lässt und dementsprechend die Budgets gezielter auf Zielgruppen und Kanäle verteilt werden können, um den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen.

Google Analytics kann Multichannel-Tracking aber nicht nur einfach per Knopfdruck oder Installation des Codes auf der entsprechenden Webseite, denn der User bewegt sich auf mehreren Kanälen und landet über diese auf ihrer Webseite. Das Besuchertracking ist erst dann möglich, wenn der User auf den Zielseiten mit Analytics Code gelandet ist. Solche Wege des Users werden auch User Journey oder Customer Journey genannt.

Um diese Reise des Kunden über verschiedene Kanäle tracken zu können, muss bei den Webtracking Tools etwas nachgeholfen werden und zwar mit sogenannten Tag-Links oder Kampagnenlinks. Die sind sehr einfach zu erstellen. Google bietet hier einen URL-Builder an, mit dem einfach an die Ziel-URL Parameter angehängt werden, die Google Analytics mitteilen, woher der User kommt und wo diese Infos in Google Analytics ausgegeben werden sollen: Zum URL-Builer

Hier können beliebig die Informationen eingetragen werden. Die Quelle, Mediumart und der Kampagnenname sind Pflichtfelder und werden von Google Analytics dringend benötigt, um die Daten richtig filtern und auf der Oberfläche ausgeben zu können.

Zu finden sind die Kampagnen dann im dafür eigens vorgesehen Navigationspunkt „Kampagnen“ unter Besucherquellen. Hier kann dann analysiert werden, wie viele Besuche kamen über eine Kampagne, wie lange waren diese auf der Webseite, haben sie bspw. ein Kontaktformular abgeschickt oder den Newsletter bestellt. Vorausgesetzt das Conversiontracking für solche Formulare wurde hinterlegt.

Desweiteren gibt es die Möglichkeit den Umsatz und die Bestellungen zu analysieren, wenn es sich um einen Shop handelt und der Google Analytics Code für das E-Commerce Tracking dafür angepasst wurde.

Nun gibt es ein paar wichtige Tipps, die man beachten sollte, beim Erstellen von Kampagnenlinks. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag zum Thema Mutlitchannel Tracking – das neue Google Analytics Part 2 ;-)

 

Jetzt möglich: Google Analytics rechtskonform nutzen

Heute ausnahmsweise mal eine positive Meldung zum Thema Datenschutz: Google und die deutschen Datenschutzbehörden haben sich geeinigt.

Daher gibt es nun die Möglichkeit, Google Analytics rechtskonform auch nach deutschen Datenschutzgesetzen einzusetzen. Allerdings muss man hierzu aktiv werden, das passiert nicht automatisch.

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden:

  • Erwähnen Sie in Ihrer Datenschutzerklärung, dass Google Analytics auf Ihrer Website eingesetzt wird.
  • Veranlassen Sie Google, die IP-Adresse nicht vollständig zu speichern, sondern das letzte Oktett zu kürzen. Dazu ist eine kleinere Anpassung des Google-Analytics-Codes nötig.
  • Weisen Sie Ihre Besucher in Ihren Datenschutzbestimmungen auf die Möglichkeit hin, Google Analytics durch ein entsprechendes Browser-Plugin zu deaktivieren (inzwischen verfügbar für Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari und Opera). Dann werden keie Analyse-Informationen an Google gesendet.
  • Außerdem gibt es neue Nutzungsbedingungen von Google, die mit den Datenschutzbehörden abgestimmte Regelungen zur Auftragsdatenverarbeitung beinhalten. Dies war eine Auflage der Behörden.

Damit gibt es nun erstmals die Möglichkeit, Google Analytics den deutschen Datenschutzbestimmungen entsprechend rechtskonform zu nutzen.

„Macht ein Webseitenbetreiber von diesen Möglichkeiten Gebrauch, wird dadurch ein beanstandungsfreier Betrieb von Google Analytics gewährleistet“, schreibt dazu die Hamburger Datenschutzbehörde in einer Pressemitteilung.

Weitere Informationen gibt es beim Hamburger Datenschutzbeauftragten und bei Google. Sollten Sie noch Fragen haben, stellen Sie sie einfach hier im Blog oder rufen Sie Ihren Account-Manager an.

Facebook: Datenschutzprobleme beim Like-Button und bei Fanpages – ULD droht mit Bußgeld

Kaum ein Besuch auf einer Website wird nicht getrackt. Website-Betreiber wollen wissen, woher die Besucher kommen, welche Seiten sie sich ansehen und wo sie am Ende wieder aussteigen. Ganz besonders interessant ist das bei Online-Shops, da man so erkennen kann, an welcher Stelle im Bestellprozess die Fast-Käufer wieder aussteigen. Dies ermöglicht eine gezielte Optimierung an dieser Stelle, macht den Usern das Leben leichter und bringt dem Shop-Betreiber mehr Umsatz.

Paragraphen/RechtFür das Tracking kommen verschiedenste Tools zum Einsatz. Ein besonders beliebtes ist Google Analytics, das von Google kostenlos bereitgestellt wird und trotzdem sehr hochwertige Analysen ermöglicht.

Aus Datenschutz-Sicht problematisch hierbei: Das Surfverhalten der Besucher bekommt so nicht nur der Website-Betreiber mit, sondern auch Google. Und während der Website-Betreiber sich in der Regel nicht für einzelne User interessiert (und sie in Google Analytics auch gar nicht sehen kann), sondern für aggregierte und oft auch relative Daten (z.B. 30 % derjenigen, die Produkt x in den Warenkorb legen, schließen die Bestellung auch ab), interessiert sich Google durchaus für die Vorlieben eines einzelnen Nutzers. Damit will Google die Suchergebnisse passgenau auf den einzelnen User zuschneiden. Noch dazu ist es datenschutzrechtlich problematisch, dass die Besucherdaten hierbei in die USA übertragen werden.

Aktuelle Diskussion zu Facebook-Fanpages und Like-Buttons

Und was hat das nun mit Facebook zu tun? Nun, hier passiert im Prinzip genau das gleiche: Durch die Einbindung des Like-Buttons in die eigene Website (wie auch hier im Blog) werden die Besucherdaten an Facebook – in den USA – übertragen. Facebook bekommt so jeden Aufruf einer Website mit Like-Button mit und kann diesen Besuch auf den einzelnen User bezogen speichern. Und das tun sie sogar zwei Jahre lang.

Nach dem deutschen Datenschutzrecht ist das sehr problematisch. Das (und anderes) ist auch schon lange bekannt. Ebenso bekannt ist, dass das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein besonders strikt bei der Anwendung der Datenschutz-Gesetze ist. Da bislang nichts passiert ist, hat das ULD nun eine klare Drohung ausgesprochen, die bei vielen für Aufruhr sorgt:

Das ULD erwartet von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein, dass sie umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren. Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen. Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

(Den wesentlichen Inhalt gibt es beim Pottblog auch als Video-Interview mit Dr. Moritz Karg vom ULD.)

Soweit mein Wissen und Verständnis als Nicht-Jurist reicht, gilt das grundsätzlich für jede Website, die in Schleswig-Holstein abrufbar ist. Unabhängig davon sind ja ohnehin mit dem TMG und dem BDSG Bundesgesetze betroffen. Daher schreibt auch der Stuttgarter Rechtsanwalt Carsten Ulbricht, der sich auf Online-Recht spezialisiert hat:

Auch wenn das Unabhängige Datenschutzzentrum Schleswig Holstein zunächst nur für Schleswig Holstein zuständig ist, halte ich es für durchaus wahrscheinlich, dass sich andere Landesdatenschutzbehörden der Auffassung des ULD anschließen.

Es ist also definitiv kein spezifisch auf Schleswig-Holstein bezogenes Problem, sondern bundesweit. Die Gefahr einer Abmahnung scheint allerdings (auch laut Carsten Ulbricht) sehr gering. Dennoch könnte das ULD (oder die entsprechenden Behörden anderer Länder) hier Bußgelder bis zu 50.000 EUR verhängen. Das ULD hat jedoch weitere Maßnahmen als diese Drohung erst nach Ende September angekündigt.

Wünschenswert wäre zudem ja, dass sich das ULD mit Facebook direkt einigt und dieser Konflikt nicht mit jedem einzelnen Website-Betreiber ausgetragen werden muss. Bezüglich der oben beschriebenen Google-Analytics-Problematik laufen entsprechende Gespräche mit Google ja bereits. Das ULD betont auch, dass es ihnen hier nicht um kleine Blogger oder kleine Unternehmen geht, die Facebook für ihr Marketing nutzen.

Es bleibt zu hoffen, dass es in diesem Fall ebenso läuft wie bei Google und dass diese Gespräche dann zu einer Lösung führen. Bis dahin bleibt den Website-Betreibern wohl nur abwarten und hoffen oder um auf Nummer sicher zu gehen, in den sauren Apfel zu beißen und den Like-Button zu entfernen (oder umzubauen, siehe Fazit) – und die Fanpage gleich mit, denn die ist ebenso betroffen. Letzteres lässt sich übrigens 14 Tage lang rückgängig machen, es empfiehlt sich also um so mehr nicht übereilt zu handeln. Noch dazu gibt es auch Juristen, die die Rechtmäßigkeit der ULD-Aufforderung anzweifeln.

Fazit

Kein neues Problem, aber eines, das von Behörden-Seite nun sehr forsch angegangen wird. Ein Abschalten der Facebook-Fanpage wäre ein sehr gravierender Eingriff zu dem das ULD aber derzeit keine Alternative sieht. Beim Like-Button sieht das ULD eine theoretische Alternative einer datensparsamen Einbindung. Da Hoffnung auf eine Einigung mit Facebook direkt besteht, sehen wir aber zumindest bis Ende September keinen akuten Handlungsbedarf. Bis dahin wird sich die Lage dann hoffentlich etwas geklärt haben. Danach muss man die veränderte Lage betrachten und darauf aufbauend dann Entscheidungen treffen.

Unser Autor ist kein Jurist und dieser Blog-Eintrag stellt selbstverständlich keine Rechtsberatung dar. Im konkreten Einzelfall sollte ein Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Online-Recht konsultiert werden.