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Surfen-Googlen-Facebooken: Zahlen für Deutschland

Immer wieder tauchen Fragen zu den Zahlen der aktuellen Internetnutzung, Social-Network-Nutzung, Suchmaschinenverteilung und und und auf. Im Internet gibt es dazu hunderte von Studien und Auswertungen. Wir haben für Sie ein paar interessante Zahlen für Deutschland herausgesucht.

Internetnutzung und Web 2.0:
(regelmäßige Nutzung, mind. wöchentlich)

  • 49 Mio. Internetnutzer
  • 76% sind täglich online
  • 34% private Netzwerke und Communities
  • 31% Wikipedia
  • 30% Videoportale
  • 2% Weblogs

Die Reichweite des Internets ist enorm und fast vergleichbar mit dem Fernsehen. Die obigen Zahlen spiegeln nur die regelmäßige Nutzung wider, gelegentliche Nutzung kommt noch deutlich häufiger vor. Für viele Internetnutzer ist es zur Gewohnheit geworden, fast täglich zu surfen, im Internet zu recherchieren oder sich mit Freunden auszutauschen und das wird in Zukunft noch mehr zunehmen. Gerade durch die Möglichkeit der mobilen Internetnutzung.

Mobile Internetnutzung:

  • von den 49 Mio. Internetnutzern surfen bereits 13% mobil
  • 7% nutzen mobiles Internet über Smartphone (davon 4 % iPhone)

Suchmachinenverteilung:
(Stand März 2010)

  • Google: 89,4 %
  • Yahoo: 2,6 %
  • Bing: 2,4 %
  • T-Online: 2,1 %
  • Sonstige: unter 1 %

B2B:

  • 71% der B2B-Entscheider nutzen zur Informationsbeschaffung Hersteller-Websites
  • 57% haben dabei einen konkreten Bedarf an Investitionsgütern
  • 52% haben dabei einen konkreten Bedarf an Material- und Verbrauchsgütern

Das bedeutet, als Hersteller ist es inzwischen unerlässlich mit einer Webpräsenz im Internet vertreten zu sein. Zudem sollte diese informativ und hilfreich sein, da schließlich bereits mehr als die Hälfte der B2B-Entscheider bei einem Besuch konkreten Bedarf an Gütern haben und somit zum Kaufen bereit sind.

E-Commerce:
(GfK 2009)

  • Der e-Commerce-Umsatz liegt bei 17,67 Mrd. Euro in Deutschland.
  • Der durchschnittliche Warenkorb-Wert liegt bei 506 Euro.
  • Die Einkaufshäufigkeit liegt bei 9,4 Kaufvorgängen pro Jahr.

Pro Einkauf wird also bereits eine Menge Geld ausgegeben, aber die Anzahl der Kaufvorgänge erscheint noch recht niedrig. Die Beweggründe der Internetnutzer online zu kaufen sind im meist günstigeren Preis und in der Bequemlichkeit zu finden. Das Unternehmen Forrester Research hat bis 2014 einen e-Commerce-Umsatz von 44 Mrd. Euro prognostiziert.

Facebook:

  • Facebook: 14 Mio. aktive Nutzer
  • Davon 52% männlich, 7,28 Mio. Männer
  • Größter Nutzeranteil in Facebook sind die 18- bis 34-Jährigen (rund 8 Mio.)

Im März 2010 waren es noch rund 7,6 Mio. Nutzer. Dieses enorme Wachstum scheint derzeit kein Ende zu nehmen. In den USA hat Facebook Google bereits den Rang der meist besuchten Webseite abgenommen.

Twitter:

  • ca. 202.000 deutschsprachige Accounts (D, AT, CH) – Stand Februar 2010
  • 1% der Internetnutzer nutzen Twitter regelmäßig, mindestens wöchentlich (ARD-/ZDF-Online-Studie)

Twitter ist also immer noch eher ein Nischen-Phänomen geblieben, das zunehmend Konkurrenz durch Facebook erfährt.

Wir hoffen, die von uns zusammengetragenen Zahlen helfen dabei, Social Media nicht nur durch das Bauchgefühl einschätzen zu können (oder auch nicht), sondern sich auf Fakten stützen zu können.

Rückblick: Internet und Social Media im Handel 2010

Das E-Commerce-Center Handel, am Institut für Handelsforschung, hat den Erfolg von Handelsunternehmen mit Internetaktivitäten und Social-Media-Anwendungen untersucht. Insgesamt 1.942, überwiegend kleine und mittelständische Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen, sowie Handelsvermittlungen, nahmen an der Umfrage teil.

Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass eine sehr gute Präsenz der Unternehmen im Internet besteht. Über 84 Prozent sind mit einer Unternehmens-Webseite online. Und auch Social Media spielt eine große Rolle. In diesem Bereich sind es 21 Prozent, die tätig sind.

Es ist nichts Neues, dass eine Internetpräsenz heutzutage zum Standard gehört und Social Media ein großes Thema ist. Jedoch sind die Ergebnisse der Studie in Hinblick auf die Zielsetzung der Unternehmen und ihren Erfolg viel interessanter. Hier zwei Folien mit Ergebnissen zu „Ziele und Zielerreichung bei der Internetnutzung“ und „Ziele und Zielerreichung von Social-Media-Aktivitäten„:

Die wichtigsten Ziele, die Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten verfolgen, sind:

  • Imageverbesserung
  • Erhöhung der Kundenbindung
  • Interaktion mit den Kunden
  • Neukundengewinnung

Die Ergebnisse in den beiden Screenshots verdeutlichen, dass die Ziele noch längst nicht erreicht sind. Jedoch ist die Bereitschaft der Unternehmen, im Bereich Social Media aktiv zu sein, da. Mit Sicherheit kann man sagen, dass Social Media zum festen Bestandteil des Kommunikations-Mixes der Unternehmen werden wird. Jedoch müssen die Unternehmen noch stark an ihrem Vorgehen zur Zielerreichung arbeiten.

Für Erfolg gibt es keine Garantie. Doch eine gut durchdachte Strategie – auch beim Einstieg in Social Media – ist  Schlüsselfaktor für den Erfolg und wird mehr zur Zielerreichung beitragen, als sich nur mal schnell bei Facebook anzumelden. Auf dieser Basis können dann gute Ideen, die innovativ ausgearbeitet sind, den Erfolg bringen und die Erreichung der Unternehmensziele vorantreiben.

Quelle der Bilder: Studie des E-Commerce-Center Handel, Kurzauswertung – „Internet im Handel 2010“, Folie Nr. 8 und Nr. 10

E-Commerce-Trends 2010

Unic, ein Internetdienstleister aus der Schweiz, der internetbasierte Lösungen für E-Business und Enterprise Content Management entwickelt, hat in folgender Präsentation übersichtlich Fakten zum E-Commerce zusammengestellt und Trends für 2010 abgeleitet:

Die Präsentation zeigt sehr schön die Entwicklung vom

  • Electronic Commerce
  • Social Commerce
  • Live Shopping
  • Clubshopping
  • Mass Customization
  • Crowd Sourcing
  • Empfehlungen
  • bis hin zu Shop Blogs
Vor allem stellt Unic hier sehr gut das Konzept der jeweiligen Shoppingform vor, stellt den Nutzen klar heraus, zeigt Beispiele und gibt Ansätze für das eigene E-Commerce. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Handelsverband Deutschland prognostizieren für 2010 eine Wachstum des Onlinehandels um 10 %.
Also den Trend nicht verschlafen und auf den Zug mit aufspringen.

Unternehmen werden aktiver auf Facebook

Das Wachstum von Facebook ist ungebremst. 500 Millionen Benutzer versammelt auf einer Plattform? Kein Problem. Keine sechs Monate sind vergangen um von ursprünglich 400 Millionen auf über 500 Millionen Menschen zu wachsen. Das Potential wurde von vielen Unternehmen inzwischen auch erkannt. Zumindestens hat jeder Marketingverantwortliche sich schon mal mit Facebook beschäftigt.

Nun werden die Aktivitäten im Facebook-Ökosystem gesteigert. Erste Werbekampagnen sind sehr eng mit Facebook verknüpft, so geschehen bei der Volkswagen Bluemotion Kampagne von DDB Tribal. Der Egmont Verlag „schließt“ den Internetauftritt der FHM um ausschließlich auf eine Facebook Seite zu setzen. Praktisch alle Business-to-Consumer-Marken sind in Facebook vertreten (mal gut, mal schlecht). All das allerdings noch ohne die eigentlichen Transaktionen. Das heißt, Produkte werden höchstens angepriesen, der Kaufvorgang findet aber im eigenen Onlineshop statt. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die sind aber selten. Vor allem namhafte Marken verweisen den Besucher dann letztendlich doch auf die eigenen Webseiten.

Aber wir werden hier einen Wandel feststellen und in Zukunft viel mehr direkt in Facebook machen können. Unternehmen sollen ja schließlich ihre Kunden dort abholen, wo die Zielgruppe sich bewegt. Das hat sich wahrscheinlich auch Delta Airlines gedacht, die das „Delta Ticket Window“ erschaffen hat. Das ist eine Anwendung die auf der entsprechenden Delta-Seite auf Facebook aufgerufen werden kann. Und die es erlaubt Flugtickets zu buchen. Direkt in Facebook. Ohne Wechsel der Website. Die schöne neue Welt. Gut, das vielleicht nicht, aber es vereinfacht die Transaktion. Und das ist schließlich einer der Usability-Hauptziele die es zu erreichen gilt, dem Besucher so wenige Hindernisse in den Weg zu legen wie nur möglich.

Und ich glaube fest daran, dass das nur die ersten Versuche sind. Viele weitere Unternehmen werden auf eine ähnliche Art und Weise versuchen, ihre Produkte direkt auf Facebook zu verkaufen. Und wann springen Sie auf den Facebook-Zug auf?

Der „Gefällt mir“-Button als Werbeinstrument

Inzwischen ist jeder zehnte Deutsche ein Facebook-Mitglied. Aus Unternehmenssicht sollte daher das Thema Social Media und gerade Social Communities in die Kommunikationsstrategie mit integriert werden!

Vor allem Online-Shops können von einer Präsenz bei Facebook profitieren. Durch die Möglichkeit den „Gefällt mir“-Button zu jedem Produkt auf der eigenen Webseite einbinden zu können, wird direkt von der Zielgruppe selbst Werbung betrieben.

Die Hemmschwelle für den kleinen „Gefällt-mir“-Button ist für Facebook-Nutzer relativ gering und findet der Shopbesucher ein schönes Stück, ist er mit Sicherheit schnell bereit, den Artikel seinen Freunden zu zeigen.

Die Shopping-Plattform DaWanda ist ein Marktplatz für private Verkäufer, die selbst hergestellte Produkte verkaufen. Von selbstgenähten Kleidern, über Ohrringe findet der Besucher hier sehr viele, schöne Raritäten. Auf der DaWanda-Webseite ist der „Gefällt mir“-Button elegant im rechten Seitenbereich eingebunden, sehr präsent, aber nicht störend.

Durch einen kleinen Klick wird meinen Freunden auf ihrer Neuigkeiten-Seite in Facebook angezeigt, dass der entsprechende Artikel mir gefällt und ist auf die DaWanda-Webseite verlinkt. Das ist Werbung – schnell und einfach gemacht. Sozusagen High-Level-Empfehlungsmarketing!