SEO: Ungeliebt und doch unverzichtbar

Über SEO wird oft geschimpft: SEO kostet viel Zeit und dadurch Geld. SEO liefert keine schnellen Ergebnisse. SEO heißt oft ausprobieren und testen, der Erfolg ist schwer vorherzusagen. Kurz: SEO nervt viele.

Doch der Aufwand lohnt sich und ehrlich gesagt gibt es auch nicht viele Alternativen. Denn wer nicht optimiert, taucht in den organischen Suchergebnissen von Google und Co. nicht auf. Und verliert somit jede Menge potenzieller Kunden, da Google mit einem Marktanteil von über 90 % gerade in Deutschland Traffic-Treiber Nummer 1 für Unternehmen ist.

SEO, SEA und Social Media in Deutschlands größten Online-Shops

Wie wichtig die organischen Suchergebnisse sind, zeigt eine Studie zum Einsatz von SEO, SEA und Social Media der 177 umsatzstärksten Online-Shops Deutschlands. Ergebnis: 81,66 % aller Besucher, die von Google in die Shops kamen, klickten auf die organischen Suchergebnisse – eine Zunahme von knapp 4,5 % im Vergleich zum Jahr 2013. Dagegen wurden nur 9,34 % der Besucher von AdWords-Anzeigen in die Online-Shops gelockt. 2013 waren das noch 17,01 %. Der Anteil des organischen Traffics nahm durch alle Branchen hinweg zu, nur im Bereich Büroausstattung ging er leicht zurück.

Verteilung SEM-Traffic nach Shop-Art

Organische Sichtbarkeit wird immer wichtiger

Der Trend ist eindeutig: die organische Sichtbarkeit wird immer wichtiger, wenn es um Kundengenerierung geht. AdWords hingegen bringen tendenziell weniger neue Kunden in die Shops. Um SEO kommt also keiner herum – denn trotz der genannten Nachteile liegen die Vorteile von SEO-Maßnahmen klar auf der Hand:

  • Mit ein paar Grundkenntnissen lassen sich vor allem OnPage-Optimierungen selbst vornehmen, ohne einen Experten zu benötigen.
  • Die Wirkung von SEO setzt zwar nicht sofort ein, ist dafür aber langfristig und nachhaltig spürbar.
  • Erfolgreiche SEO-Maßnahmen führen zu Top-Platzierungen in den organischen Suchergebnissen – und bringen mehr Aufmerksamkeit und mehr Klicks mit sich. Steigt der organische Traffic, kann das Budget für Paid Visibility bei gleichbleibendem Erfolg reduziert werden.
  • Organische Suchergebnisse werden nicht als Werbung wahrgenommen und haben bei den Nutzern einen deutlich besseren Ruf als AdWords-Anzeigen. Sie sind unaufdringlich und vertrauenerweckender.

Bezahlte Sichtbarkeit (Paid Visibility) im Vergleich 2013-2014

Organische Sichtbarkeit (SEO-Visibility) im Vergleich 2013-2014

Optimieren – aber wie?

Man kann also allen Betreibern von Websites und Online-Shops nur zurufen: Optimiert! Und zwar immer nach der Devise, die zwar mittlerweile ein alter Hut ist, die aber nun mal immer noch stimmt: Content is king! Gute, einzigartige, vor Mehrwert strotzende Inhalte werden von Google mit guten Platzierungen belohnt. Und das sorgt für mehr Besucher und letztendlich für mehr Umsatz. Der Einsatz wird sich auszahlen.

Oben erwähnte Studie fand übrigens auch heraus, dass die Aktivitäten in den sozialen Medien durch alle Branchen hinweg im vergangenen Jahr zunahmen. Nicht wirklich überraschend, aber ein gutes Stichwort für einen weiteren Tipp zum Thema Optimierungen. Google bezieht zunehmend auch die in sozialen Medien generierten Social Signals (Likes, Shares, usw.) in seine Rankings mit ein. Wer viele Likes bekommt und wessen Inhalte oft geteilt werden, könnte besser platziert werden. Außerdem erzeugt die virale Verbreitung des eigenen Contents Backlinks, die für die organische Sichtbarkeit extrem wichtig sind. Doch auch hier gilt: Social Signals und Backlinks gibt es nur für guten Content – womit wir wieder beim vorigen Absatz wären.

Dass SEO-Maßnahmen Zeit brauchen, nicht nebenbei und vor allem nicht nur einmalig vorgenommen werden dürfen, sollte eigentlich jedem klar sein. Falls nicht, sagen wir es gern noch einmal: Nehmt euch Zeit für SEO! Optimiert konsequent und dauerhaft. Haltet euch über Änderungen des Google-Algorithmus auf dem Laufenden und füttert diesen mit erstklassigem Content. Kurz: Erarbeitet eine langfristige und nachhaltige SEO-Strategie, die immer auch eine gute Content-Strategie beinhaltet.

Also machen wir nur noch SEO und verzichten auf AdWords, wenn eh so wenige darauf klicken? Keineswegs! SEA ist ein wichtiger Bestandteil des Online-Marketing-Mixes und hat einige Vorteile, die SEO nicht bieten kann:

  • Werbung fällt auf.
  • Zu bestimmten Phasen im Kaufprozess (z.B. kurz vor dem Kauf) performt eine Werbeanzeige meist besser als ein organisches Suchergebnis.
  • Werbung kann zielgruppenspezifisch und damit sehr effektiv ausgespielt werden.
  • AdWords-Anzeigen bringen schnelle, gut messbare Erfolge.
  • Aktionen können mit AdWords sehr kurzfristig an den Verbraucher gebracht werden.
  • Gerade für neue Unternehmen, die noch nicht etabliert sind und daher schlechter ranken, sind AdWords unverzichtbar, um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen.

Will man auf diese Vorteile verzichten? Eher nicht. Darum gilt: Der Mix macht’s. Eine clevere Kombination von sinnvollen SEO- und SEA-Maßnahmen wird langfristig die meisten Erfolge erzielen.

Und wie geht jetzt dieses SEO? Was muss man denn tun, um bei Google auf die erste Seite der Suchergebnisse zu gelangen? Wir haben euch eine Übersicht mit den wichtigsten Dos and Don’ts in Sachen SEO zusammengestellt. Trotzdem noch Fragen? Meldet euch, wir helfen gern!

Ein Gedanke zu „SEO: Ungeliebt und doch unverzichtbar“

  1. Ungeliebt? Pah! ;-)

    Aber dennoch – oder gerade deswegen – freut mich so ein Artikel natürlich sehr. SEO ist vor allem wegen schwarzer Schafe in Verruf, aber man kann auch völlig weiß sehr viel machen.

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