Alle Beiträge von Sebastian Bosch

Als Gründer von MOSAIQ MEDIA ist Sebastian Bosch seit der ersten Stunde dabei – und unterstützt seitdem die Kunden dabei, über das Internet neue Kunden und Vertriebskontakte zu gewinnen. Als Kaufmännischer Geschäftsführer ist er für Marketing, Vertrieb, Finanzen und Personal verantwortlich. Darüber hinaus engagiert sich Sebastian Bosch bei AIKA, der Allianz inhabergeführter Kommunikationsagenturen, für Qualitätsstandards in Agenturen und den aktiven Austausch unter Agenturinhabern.

Digitale Strategien für Verlage

Die Verlagsbranche geht durch einen grundsätzlichen Wandel, bei dem kein Stein auf dem anderen bleibt. Geschäftsmodelle, Produkte, Systeme und Marketing: die Digitalisierung verlangt einer der traditionsreichsten Branchen alles ab. Eine Veränderung, die das gesamte Denken und Arbeiten infrage stellt und einer grundsätzlichen Systemänderung nahe kommt. Wollen Verlage diese bestehen, muss „ein Ruck“ durch das gesamte Verlagshaus gehen.

AKTUELLE HÜRDEN FÜR VERLAGE:

DIGITALE WETTBEWERBER
Digitale Wettbewerber wie Amazon oder Google drängen auf den Markt und reagieren durch ihr üppiges Angebot an digitalen Büchern zielorientiert auf die neu etablierten Anforderungen. Daneben sind aber auch Blogger, die „Kostenlos-Autoren“ der heutigen Zeit, eine starke Bedrohung für Verlage, da diese oftmals nicht nur hochwertigen Content produzieren, sondern ihn auch frei zugänglich machen. Gegenüber diesen Konkurrenten gilt es sich für Verlage nun zu positionieren.

VERÄNDERTE KUNDENBEDÜRFNISSE
Diese Entwicklung hin in Richtung Online als präferiertes Medium macht sich vor allem auch darin bemerkbar, dass Kunden heutzutage immer weniger Beratung im stationären Handel suchen, sondern das Internet als bevorzugten Beratungskanal nutzen. Das gewünschte Produkt wird dann nach ausgiebiger Online-Recherche meist schnell und unkompliziert direkt über einen digitalen Anbieter nach Hause bestellt. Als Folge wird die Distanz zwischen Endkunde und Verlag größer. Verlage müssen folglich heutzutage auch digital als beratender Ansprechpartner wahrgenommen werden und die Digitalisierung als Chance für eine neue und intensivere Kundenbeziehung verstehen.

INTERNE SYSTEME
Auch der Wille auf Verlagsseite allein hin zur Digitalisierung reicht oftmals nicht aus. So ist es nicht selten, dass die Produktstrukturen, Schnittstellen und die klassischen Verlagssysteme die digitale Entwicklung der Verlage behindern oder gar unmöglich machen. Marketing und Produktmanagement stoßen also auch oft schon allein durch interne, technische Beschränkungen an Grenzen.

LÖSUNGSWEG: DIGITALSTRATEGIE FÜR VERLAGE
Um auf diese Hürden adäquat zu reagieren, bedarf es einer klaren und strukturierten Vorgehensweise. Für die Entwicklung einer erfolgreichen Digitalstrategie haben wir für Sie daher sechs Maßnahmen zusammengefasst:

1. BESTEHENDE ABSATZWEGE DIGITAL ERGÄNZEN
Abgesehen vom stationären Buchhandel ist es für Verlage besonders wichtig, die eigenen Absatzwege auch online zu unterstützen, um so großen Mitbewerbern, wie etwa Amazon entgegenzutreten. Der verlagseigene Onlineshop ist dabei ein besonders effektiver Kanal, um Kontakt mit der Zielgruppe zu generieren sowie die eigenen Produkte auch abseits des Buchhandels zu platzieren. Daneben stellen auch partnerschaftliche Beziehungen, wie etwa Kollaborationen mit bekannten Bloggern, eine attraktive und zeitgemäße Chance zur Umsatzsteigerung dar.

2. ENTWICKLUNG DIGITALER PRODUKTE
Neben der Erweiterung der Absatzwege im digitalen Sektor, spielt auch die Entwicklung rein digitaler Produkte, wie etwa Webinare, Begleitprogramme oder Newsletter, aber auch der Ausbau von E-Books eine entscheidende Rolle, um das Online Angebot zu vergrößern. So ist es für Verlage wichtig, sich nicht auf das bestehende Produktportfolio zu beschränken, sondern Produkte für den digitalen Markt zu schaffen. Sinn und Zweck ist es hier Kunden durch die digitalen Produkte auf ergänzende Produkte im klassischen Buchhandel aufmerksam zu machen. Ein Webinar kann dabei beispielsweise als Einstiegs-Event dienen, das den Kauf vorbereitet und über das der Kunde zu einer Vielzahl an weiterführenden Büchern geführt wird.

3. UNTERNEHMENSPROFIL SCHÄRFEN & EMOTIONALISIEREN
Um aus der Vielzahl an Verlagen herauszustechen ist zudem eine klare Positionierung und Abgrenzung zu den Mittbewerbern ausschlaggebend. Dabei sollte klar kommuniziert werden, für was das eigene Verlagsunternehmen und seine Produkte stehen. Darüber hinaus ist es in einem weiteren Schritt ebenfalls wichtig die Zielgruppe zu schärfen sowie die Kommunikation mit ihr. Strategische Überlegungen zur Zielgruppe basierend auf der eigenen Positionierung sowie die Definition einer zur Zielgruppe und zur Marke passenden Kommunikation liefern hierzu die Grundlagen. Gleichwohl gilt in der Positionierung und in der Kommunikation die Emotionalisierung der Marke als besonders wichtiger Einflussfaktor, um so die Ansprache und die Marke selbst emotional aufzuladen.

4. SICHTBARKEIT ERHÖHEN
Eigentlich ist gerade die Digitali-sierung eine Riesen-Chance für Verlage: denn es geht viel um Content, der ureigenen Stärke von Verlagen. Diese Inhalte, klug und dosiert eingesetzt, sind nicht nur ein „Appetizer“, der das Interesse der Kunden weckt, sondern sie füttern damit auch Google und sorgen somit insgesamt für eine bessere Sichtbarkeit im digitalen Netz. Denn, was vielen nicht bewusst ist, etwa jeder zweite Besucher Ihrer Websites kommt von Google. Es macht daher absolut Sinn, sich mit dem Algorithmus von Google gutzustellen – und der steht vor allem auf Inhalte! Content Marketing ist also in doppelter Hinsicht wertvoll: es zieht potentielle Kunden an und hilft das Ranking bei Google & Co. zu verbessern!

5. KLASSISCHE STURKTUREN & SYSTEME AUFBRECHEN
Den Grenzen der klassischen Systeme geschuldet, müssen Verlage interne Systeme im Zuge der Digitalisierung aufbrechen und neue Systeme schaffen. Vor allem Handelsstrukturen, Handelspartner sowie strukturelle und technische Systeme müssen dabei auf die neuen Anforderungen hin angepasst und optimiert werden. Jedoch stets im Rahmen der Möglichkeiten. Nur so können beispielsweise neue digitale und ergänzende Produkte entwickelt und angeboten werden. Wichtig ist hier vor allem, dass kreative Lösungen gefunden und anschließend geprüft werden, die helfen, die Einschränkungen basierend auf den internen Systemen zu umgehen. Zudem sollte stets im Hinterkopf behalten werden, dass auch minimale Anpassungen und schrittweise Verbesserungen ein wichtiger Fortschritt in Richtung optimierter Systeme darstellen. Auch ist es wichtig, dass das digitale Konzept selbst Rücksicht auf die eingeschränkten Bedingungen nimmt.

6. CHANGE: DIGITAL DENKEN
Allen Änderungen geht im Kern ein Wandel im Denken voraus! Die heutige Struktur, oft geprägt von Abteilungsdenken, muss zu einem ganzheitlichen Denken und gemeinsamen Handeln weiter-entwickelt werden. Weg von Silos, alten Systemen und ein-dimensionalen Produkten. Hin zu neuen, innovativen Produkten und Geschäftsmodellen, zu mehr Kundennähe, mehr Emotion und neuen, spannenden Erfahrungen! Nur so wird aus Tradition auch Zukunft!

 
PRAXISBEISPIEL: KOSMOS VERLAG

Der KOSMOS-Verlag lässt die Herzen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen höher schlagen: denn mit bekannten Marken wie Die drei??? und Sternenschweif,  Spielen wie Siedler von Catan und Ubongo sowie mit tollen Ratgebern, Naturführern, Sachbüchern, Kochbüchern und Experimentierkästen ist für jedes Alter und jede Leidenschaft etwas dabei!

DIGITALISIERUNGS-STRATEGIE
Doch auch das Traditionshaus spürt die Veränderungen und treibt daher umso mehr einen konsequenten Wandel voran. Das traditionelle Geschäft weiter stärken, aber insgesamt digital denken und handeln! So arbeitet der Verlag konsequent an der Digitalisierung seines Produktportfolios in Form von E-Books sowie der Entwicklung rein digitaler Produkte, wie etwa Apps oder Webinaren.

Doch auch hier gibt es immer noch Hürden, die es zu überwinden gilt: So muss das Verlagsgeschäft zwar mittels der digitalen Welt weitergebracht werden, jedoch ohne bestehende Beziehungen mit den Buchhändlern zu unter-wandern. Zudem muss sich KOSMOS ganz neuen und starken Wettbewerbern stellen – darunter Amazon und unzählige Blogger, die mit Content das Netz fluten.

NEUE, DIGITALE PRODUKTE
Ein gelungenes Beispiel für die Entwicklung hin zu digitalen Produkten ist die Webinar-Plattform (http://webinare.kosmos.de/). Hier erhalten User fundierte Informationen zu einer Vielzahl an Themen, wie etwa Hundeerziehung, Pferde oder Räuchern. Geleitet werden die Online-Seminare von fachkundigen und oft sehr bekannten KOSMOS-Experten, die den Seminarteilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stehen und so als beratende Komponente agieren.

Ziel ist es mit den Webinaren das Interesse der Teilnehmer zu wecken, sodass diese letztendlich weiterführende KOSMOS- Produkte, wie bspw. ein zum Webinar passendes Hundebuch, kaufen.

Das zunächst rein digitale Produkt bereitet folglich den Kauf klassischer Verlags-produkte vor, wirkt aber auch als Berater und schafft Vertrauen. Ein weiterer kreativer Ansatz des KOSMOS-Verlages hinsichtlich der Entwicklung digitaler Produkte ist darüber hinaus das geplante Welpenbegleit-programm in Kooperation mit einem an-erkannter Experte.

Hier sollen frisch gebackene Hundebesitzer kontinuierlich über die ersten Welpen-monate hinweg mittels regelmäßiger Newsletter betreut und mit wertvollen Tipps & Tricks zu den Entwicklungsschritten des neuen Familienmitgliedes sowie passenden Partnerangeboten (Leinen, Hundespielzeug usw.) versorgt werden. Ergänzend erhalten Programmteilnehmer exklusive hunde-spezifische Angebote von KOSMOS, wie etwa passende Webinare zum Thema Welpen. Ziel ist es auch hier das Interesse der Teilnehmer weiter zu wecken und so den Absatz ergänzender KOSMOS-Produkte anzukurbeln. Das digitale Produkt bereitet hier also den Weg für den Kauf des klassischen Produkts vor.

Weiterhin spielt der Verlag seinen Vorteil „Content“ gezielt aus. Aktuelle Themen, wie etwa „Die Natur im Winter“, werden dabei nicht nur mit zum Thema passenden Produkten, sondern auch mit einer Vielzahl an Themenseiten ergänzt. Der Nutzer kann sich so beispielsweise auch darüber informieren, wie man einen Nistkasten vorbereitet, Vogelfutter selber macht oder wo man das
selbst hergestellte Vogelfutter am besten verteilen sollte. Zudem finden User auch im hauseigenen Blog, dem KOSMOS Magazin, zahlreichen Content zu vielfältigen Themengebieten. Übergeordnetes Ziel ist hierbei, wie auch bei der Entwicklung digitaler Produkte und den Themenseiten auf der Website, das Unternehmen KOSMOS noch besser als Ratgeberverlag zu positionieren und sich so von den Mitbewerbern zu differenzieren.

 

 

Internationalisierung: Checkliste für Ihren erfolgreichen Website-Rollout (Teil 3 von 3)

Im dritten und letzten Teil unserer Artikelserie zur Internationalisierung von Websites haben wir Ihnen eine Checkliste zusammengestellt, die die wichtigsten Bestandteile für Ihren erfolgreichen Website-Rollout enthält. Wie der Begriff schon vermuten lässt, geht es bei einem Rollout darum, etwas „auszurollen“ bzw. „herauszurollen“. In diesem Kontext geht es also konkret darum, eine oder mehrere Websites zu veröffentlichen. Die nachfolgende Checkliste berücksichtigt die zuvor beschriebenen drei Ansätze (Teil 1), an denen die eigene Internationalisierungsstrategie ausgerichtet werden kann, sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Domainstrategien (Teil 2).

Hinweise für Ihren erfolgreichen Website-Rollout

Die unten aufgeführte Checkliste ist in drei Kategorien unterteilt. Diese sind „Organisation“, „Übersetzung, Inhalte & Bilder“ und „Contentpflege & Koordination“. Folgen Sie unserer Empfehlung und Ihrem Website-Rollout steht nichts mehr im Wege.

1. Organisation

    • Rollout-Plan
      Innerhalb dieses Plans soll geklärt werden, wer verantwortlich ist, was mit der Veröffentlichung erreicht werden soll, wann die Veröffentlichung stattfindet, welche Sprachen es geben soll, usw.
    • Klare Verantwortlichkeiten festlegen 
    • Timing beachten
      Erstellen Sie einen realistischen Zeitplan mit ausreichend Puffer
    • Einbindung von Ländergesellschaften
      Setzen Sie nicht voraus, dass Kolleginnen und Kollegen in den Ländergesellschaften das gleiche Verständnis von einer Aufgabe oder Marke haben wie Sie!
    • Planung der Arbeitsabläufe
      Hier ist insbesondere auf die Pflege und Qualitätskontrolle zu achten

 

2. Übersetzung, Inhalte & Bilder

    • Ist die Seitenstruktur identisch?
      Dies gilt für alle Sprachen und Länder
    • Wer ist für die Übersetzung der Inhalte verantwortlich?
      Es ist zu klären, ob die Übersetzungen von einem Übersetzungsbüro geliefert werden, oder ob der Aufwand ggf. von Kollegen (intern) abgedeckt werden kann
    • Übersetzungs-Workflow
      Erfolgt die Übersetzung direkt im CMS oder werden die Daten extern übersetzt und über einen Export ins System geladen (z.B. via Excel)?
    • Kann das CMS die Sprachen abbilden?
      z.B. die Leserichtung der arabischen Sprache
    • Bildet der verwendete Webfont auch Sprachen wie Chinesisch oder Arabisch ab?
      Ebenfalls zu beachten sind hierbei auch die Lizenzrechte
    • Sind die Bilder in allen Sprachen identisch?
      Sind u.U. Anpassungen notwendig?
    • Gelten die bestehenden Bildrechte international oder müssen diese erweitert werden?

 

3. Contentpflege & Koordination

    • Aufwand für die Contentpflege richtig kalkulieren
      Für eine genauere Kalkulation bietet sich ein Probelauf vorab an. Unser Erfahrungswert für „Copy & Paste“ (ohne Anpassung von Text/Bild): ca. 30 Min./Seite
    • Vereinheitlichung der Dateiablage
      Wichtig, um sich in allen Sprachen sofort zurecht zu finden. Tipp: Struktur analog zur Sitemap der Website anlegen
    • Rechteeinstellungen im CMS beachten
      Welcher Nutzer darf welche Inhalte bearbeiten? (Admin, Redakteur, etc.)
    • Können Dokumente (z.B. PDFs) automatisiert in das System importiert werden?
    • Suchmaschinenrelevante (Google & Co) Anpassungen vornehmen
      Beispielsweise das Hinterlegen von Title-Tag und Meta-Description
    • 301-Weiterleitungen
      Die Einrichtung der 301-Weiterleitungen ist sehr wichtig und hat bei Vergessen oft drastische Auswirkung auf Ihre Sichtbarkeit bzw. Ihr Ranking in Suchmaschinen (z.B. Google)

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

Als Internetagentur und Spezialisten für Digitales Marketing beraten wir unsere Kunden auch bei Strategie und Konzept. www.mosaiq.com

Internationalisierung: Domainstrategien für globale Webauftritte (Teil 2 von 3)

Nach der Vorstellung drei unterschiedlicher Ansätze, an denen die eigene Internationalisierungs-Strategie ausgerichtet werden kann (Teil 1 Organisationsformen), konzentrieren wir uns in diesem zweiten Teil unserer Artikelserie zur Internationalisierung von Websites, auf die Vor- und Nachteile verschiedener Domainstrategien.

Eine richtige Domainstrategie richtet sich sowohl an technische, als auch an Suchmaschinen bezogene Aspekte. Diese beiden Punkte miteinander zu vereinen ist wichtig, denn die Relevanz von Suchmaschinen nimmt bei der Suche von Unternehmen und im Speziellen von Produkten immer weiter zu. Wenn wir von Suchmaschinen sprechen, dann sprechen wir von Google, denn mit über 70% Suchvolumen weltweit ist Google die größte Suchmaschine der Welt, an deren Algorithmen sich zudem auch andere Suchmaschinen wie Bing orientieren.

Bei der Wahl der richtigen Strategie gibt es daher einige Dinge, wie die richtige Domainform bzw. Domainendung und die daraus resultierenden Umsetzungsmöglichkeiten, zu berücksichtigen.

 

1. Möglichkeit: Country Code Top-Level-Domain

ccTLD – Country Code Top-Level-Domain

domain.de Auswahl der Domainstrategien Pfeil 1/5 Deutschland
domain.se Auswahl der Domainstrategien Pfeil 2/5 Schweden
domain.be Auswahl der Domainstrategien Pfeil 3/5 Belgien

Sprachseiten

domain.be/fr/ Auswahl der Domainstrategien Pfeil 4/5 Belgien/ Französisch
domain.be/nl/ Auswahl der Domainstrategien Pfeil 5/5 Belgien/ Niederländisch

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Mehrfachanzeigen bei Google Ad-Words
  • Höhere technische Flexibilität und einfaches Setup
  • Starkes Geo-Targeting
  • Trustsignal für den Nutzer, da er die Endung als vertrauenswürdig einstuft
  • Webseiten sind einfach auseinanderzuhalten
  • Jede neue Domain hat erstmal keinerlei Vertrauen und Relevanz
  • Aufwändigere Domainverwaltung, da für jedes Land eine separate Domain abgebildet wird
  • Rechtliche Beschränkung bei Domainregistrierungen: Für einige TLDs ist z. B. die Existenz eines im Inland sitzenden Unternehmens Voraussetzung
  • ggf. Duplicate Content ⇒ .de und .at sind beides Inhalte in derselben Sprache

 

2. Möglichkeit: Generic Top-Level-Domain + Subdomain

gTLD – Generic Top-Level-Domain

domain.com

Auswahl der Domainstrategien Pfeil 1/2

Subdomain

Sprachseiten

de.domain.com be.domain.com/fr/
se.domain.com
be.domain.com/nl/
be.domain.com

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Kann auf einem anderen Server laufen
  • Wird von Google wie eine andere Domain behandelt
  • Bei aufwändiger interner Verlinkungsstruktur profitieren die Domains teilweise voneinander
  • Einfache Unterteilung von Länder-/ Sprachversionen möglich
  • Eventuell Zuordnungsprobleme für den Nutzer ob „de“ für Land oder Sprache steht
  • Profitiert nicht vollständig von der Domain, externe Linkstruktur muss separat aufgebaut werden

 

3. Möglichkeit: Generic Top-Level-Domain | Subdirectory (Verzeichnis)

gTLD – Generic Top-Level-Domain

domain.com

Auswahl der Domainstrategien Pfeil 2/2

Sprachseiten

Subdirectory

domain.com/fr-be/ domain.com/de

domain.com/nl-be/ domain.com/se
 domain.com/be

Was zu beachten ist:

PRO CONTRA
  • Technisch einfach einzurichten
  • Profitiert vollständig von der bestehenden Domain
  • Alle Links kommen immer der gesamten Domain zugute, ob intern oder extern
  • Alle Links zwischen Domain/Ordner sind intern
  • Eventuell Zuordnungsprobleme für den Nutzer ob „de“ Land oder Sprache ist

 

Empfehlung:

CC TLD + GENERIC TLD- SUBDIRECTORY

Für Suchmaschinen ist die Generic TLD-Lösung (allgemeine Domain wie .com, .net) vorteilhaft, bei der der gesamte Inhalt der Hauptdomain mit der Endung .com untergeordnet ist. Wenn Länder jedoch nicht als Subdirectory gelistet werden möchten oder können, plant man diese als Country Code-TLD (bspw. .ru oder .cn). Zudem können Länder, die eine andere Suchmaschine wie Google benutzen, auch als Country Code-TLD geplant werden, da nicht jede Suchmaschine nach denselben Kriterien die Rankings listet. Hierzu zählen z. B. Länder wie Russland mit Yandex oder China mit Baidu als Suchmaschine.

Gut zu sehen ist das bei unserem Kunden Kärcher:

Beispiele guter Domainstratiegien - Kärcher

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TYPO3-Update oder nicht? Das ist hier die Frage!

In vielen Unternehmen wird dieser Tage heiß über die „Update-Frage“ diskutiert: Grund ist ein größeres Update eines der weltweit am häufigsten genutzten CMS – TYPO3. Denn mit dem Update sind große Veränderungen verbunden, die faktisch schon fast einen technischen Relaunch erfordern, als das reine Einspielen einer neueren Version.

Diskussionspunkt ist daher, dass mit dem Update ein hoher Aufwand und zusätzliche Kosten verbunden sind, die weder zeitlich noch budgetär eingeplant sind. Gleichzeitig drängt die Zeit, denn zum 31.03.2017 läuft der offizielle Support für die weit verbreitete Version 6.2 aus, worunter auch Sicherheits-Patches fallen. Allerdings: für ein gewisses Zusatzbudget lässt sich die Supportzeit optional verlängern.typo3-support-times-legende

Hier daher verschiedene Lösungsvarianten

Zunächst: eine Frage der Versionsnummer
Im ersten Schritt sollten Sie klären, unter welcher Versionsnummer Ihr System läuft. Haben Sie eine aktuelle Version 7.x (am besten 7.6 LTS, LTS = Long Term Support) ist alles gut und es besteht aktuell kein Bedarf zum Handeln. Haben Sie eine ältere Version (wie 4.5, 4.2 o.ä.) empfehlen wir auf jeden Fall zu handeln und baldmöglichst ein Update durchzuführen. Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an!

Sehr weit verbreitet ist die Version 6.x. Hier kann in der Tat das Für und Wider diskutiert werden. Dazu einige Lösungsansätze sowie jeweils unsere Empfehlung als Internetagentur:

Lösung 1: Eine Lösung ist keine Lösung
Das Ende der offiziellen Supportphase zum 31.03.2017 heißt nicht, dass Ihr System mit dem 01.04. nicht mehr lauffähig ist, langsamer wird oder eine unmittelbare Gefahr besteht. Aber: Sicherheits-Updates werden nicht mehr durchgeführt, das heißt, dass Ihr System von Zeit zu Zeit unsicherer und anfälliger für Angriffe von außen wird. Dabei müssen diese gar nicht gezielt auf Ihr Unternehmen hin passieren, das erfolgt automatisiert und unabhängig von Ihrer Größe oder Bekanntheit. Unsere Empfehlung: nur für eine kurze Übergangsphase von Tagen oder maximal wenigen Wochen eine Überlegung wert.

Lösung 2: Verlängerung des Support-Zeitraums
Wenn Sie ein Update von z.B. 6.2 auf die Version 7.6 vor dem 31.03.2017 nicht sicherstellen können, aber dennoch auf der sicheren Seite sein möchten, empfehlen wir Ihnen die offizielle Support-Verlängerung.  Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an! Unsere Empfehlung: für einen gewissen Übergangszeitraum sinnvoll, um kein Sicherheitsrisiko einzugehen, allerdings nur als Übergangslösung.

Lösung 3: Update – nur groß oder wirklich groß
Die sicherste und nachhaltigste Variante ist die Durchführung des Updates auf die neue Version 7.6 LTS. Ist Ihre Website up to date (also mobilfähig, aktuelles Design, kundenfreundliches Konzept), reicht ein technischer Relaunch aus. Dabei wird im Hintergrund für das TYPO3-System ein Update durchgeführt. Ist Ihre Seite nicht mobilfähig (Achtung, Google straft das mittlerweile ab) oder gibt es durch die Praxis-Erfahrung nun Verbesserungsbedarf an Optik, Konzept der Inhalte, sollte die Chance genutzt werden, um mit der Technik auch den Auftritt insgesamt „upzudaten“. Der letztliche Aufwand hängt dann sehr vom Umfang ab und lässt sich hier natürlich nicht beziffern.

Unser Fazit:
Sollten Sie die TYPO3-Version 6.2 nutzen und im Moment keinerlei Gründe für eine Optimierung Ihres Onlineauftritts sehen, ist sicher die Lösung 2 mit verlängertem Support zu empfehlen. Ist Ihre Seite aber noch nicht responsive (mobilfähig) oder würde eine Auffrischung Ihrer Seite gut tun, raten wir Ihnen das Projekt zeitnah zu konkretisieren und in diesem Zuge auch das Update auf 7.6 LTS durchzuführen.

 

Für die Technik-Affinen unter uns hier noch Hintergrundwissen zu Versionen und Funktionen:

Die TYPO3-Version 6.2 brachte viele Vorteile mit sich: Nützliche und längst überfällige Änderungen am Code, vereinfachtes Installieren von Updates, intuitiveres User Interface und nicht zuletzt ist die 6.2 eine LTS-Version mit 3 Jahren Support. Das Problem vieler Anwender lag auch nicht an den technischen Neuerungen der neuen Version, sondern an der großen Zeitspanne, die zwischen der letzten LTS-Version 4.5 im Januar 2011 und der 6.2 LTS-Version im April 2014 liegt. Dies führte bei vielen Nutzern letztlich dazu, die technischen und personellen Mühen eines Umstiegs zu scheuen gegenüber dem tatsächlichen Zugewinn an Funktionen.

Aus diesem Grund wurde eine neue Versionspolitik eingeführt und der Zyklus zwischen den LTS-Versionen von 3 auf 1.5 Jahre verringert. Das bedeutet, dass alle 18 Monate eine neue TYPO3-LTS Version bereitgestellt werden soll, jeweils mit Support-Laufzeit von mindestens 3 Jahren.

Die neue TYPO3-Version mit Long Term Support (LTS) TYPO3 7 steht in der Version 7.6 bereit und bringt deutliche Änderungen mit sich. Neben einer weiterführenden Bereinigung und Verschlankung des TYPO3-Cores sowie deutlichen Anpassungen „unter der Motorhaube“ was die Einrichtung, Konfiguration und Weiterentwicklung des Systems vereinfacht, gibt es auch wichtige Anpassungen für den TYPO3-Redakteur und -Nutzer.

Als erstes fällt die grundlegende Überarbeitung der gesamten TYPO3-Benutzeroberfläche in den Blick. Das Look & Feel wurde mit der Verwendung von Icons im Flat-Design und Farbe deutlich aufgehübscht. Mit dem modernen Design wirkt das aufgeräumte Backend übersichtlicher. Mit Twitter Bootstrap als Basis ist das Backend nun responsive und für Touchgeräte und Tablets optimiert. Die linke Funktionsleiste kann soweit reduziert werden, dass nur Icons sichtbar sind.

Backend

 

Neben der in TYPO3 6.2 bereits bekannten Funktion Metadaten an lokal abgelegten Dateien zu pflegen ist es nun auch möglich, diese an weiteren Medienressourcen wie z.B. YouTube-Videos oder Vimeo-Videos zu hinterlegen.grafik-backend

 

Ein neuer Bestandteil von TYPO3 7.6 ist nun auch ein Bildeditor mit dem es beim Einfügen von Bildern möglich ist, den anzuzeigenden Bildausschnitt direkt im TYPO3-Backend auszuwählen ohne das Originalbild anpassen zu müssen.bildbearbeitung-in-typo3

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

Als Internetagentur beraten wir unsere Kunden zu PHP-basierten Websystemen wie TYPO3, WordPress, Magento der Shopware und entwickeln dabei  kundenspezifische Lösungen.  Mehr unter www.mosaiq.com

TYPO3_logo

Internationalisierung: Organisations-Strukturen für internationales Marketing (Teil 1 von 3)

Exportnation Deutschland

Deutschland gehört seit Jahrzehnten zu den stärksten Exportnationen – getragen von vielen tausend erfolgreichen Unternehmen, die oft in ihrem Segment auch zu den Besten weltweit gehören. Oft findet Wachstum auch primär im Ausland statt, was die Wichtigkeit einer internationalen Präsenz noch einmal verstärkt.

Steigt seit Jahren an: Das jährliche Export-Volumen der deutschen Wirtschaft

Doch mit der Internationalisierung kommen die Fragezeichen: Welche Länder sind relevant? Landessprache oder Englisch? Alles übersetzen oder nur einen Teil? Soll die Betreuung der Märkte zentral oder dezentral erfolgen? Welche Domains werden benötigt und was müssen wir beachten, wenn wir unseren Onlineauftritt internationalisieren? Wie können wir am effizientesten übersetzen? Wer soll übersetzen? Die Aufzählung ließe sich lange fortführen.

In dieser Artikelserie widmen wir uns daher den folgenden Kernthemen, die in der Praxis besonders relevant sind: Wie erfolgt die Betreuung (zentrale vs. dezentrale Organisationsstruktur – Teil 1), welche Domains werden kommuniziert (Vor- und Nachteile unterschiedlicher Domainstrategien – Teil 2)  und was muss bei einer Internationalisierung der Website beachten werden (Checkliste mit wichtigen ToDo´s – Teil 3)?

Anforderung an den globalen Webauftritt

Mit der globalen Ausrichtung wächst die Relevanz zielgruppen-gerichteter Websites, wo in der Vergangenheit maximal eine „Web-Visitenkarte“ zu finden war. Heute hat eine internationale Webseite eine ganz andere Funktion: Sie soll im jeweiligen Markt Menschen ansprechen und überzeugen, soll Nähe und Verständnis vermitteln, über Produkte und deren Nutzen informieren und mit Leads und neuen Kundenbeziehungen das Wachstum fördern.

 

Zentral vs. Dezentral

Bei zahlreichen namhaften Marken haben sich mittlerweile drei unterschiedliche Ansätze bewährt, an denen die eigene Internationalisierungsstrategie ausgerichtet werden kann:

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung
Quelle: Brand Planning | Andreas Baetzgen (Hrsg.)

 

1. Supporter

Das Headquarter fungiert hier lediglich als beratende Instanz. Die detaillierte Ausgestaltung und Auswahl von Kommunikationsmitteln und Touchpoints wird den Ländern überlassen. Als Grundlage der Entscheidung zur Umsetzung von Maßnahmen sollten sich die Märkte an die allgemeinen Corporate Identity Guidelines und Social Media Guidelines des Unternehmens halten.

PRO CONTRA
  • Geringe Aufwände im Headquarter
  • Länderspezifische Eigenschaften der jeweiligen Märkte werden voll berücksichtigt
  • Sehr individuelle Kundenansprache
  • Geringe Kontroll- und Steuerungsmöglich-keiten im Headquarter
  • Keine einheitliche, länderübergreifende Markenkommunikation
  • Meist höhere Kosten durch Fragmentierung

Beispiel Volkswagen

Volkswagen geht sehr stark auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte ein, wie das Beispiel aus China eindrucksvoll zeigt. In der Kommunikation, teilweise sogar aber auch mit länderspezifischen Modellen.

 

2. Motivator & Berater

Das Headquarter baut das digitale Wissen auf und gibt dieses in kompakter Form an die Märkte weiter. Alle Kommunikationsmittel (Website, Landing Pages, Microsites, etc.) werden zentral erstellt und können in Vorlagenform den Märkten zur Verfügung gestellt werden. Das Headquarter berät Ansprechpartner im jeweiligen Markt und stellt zudem Guidelines und die technische Grundlage zur Verfügung. Der Ansprechpartner übernimmt die Maßnahmen und Vorlagen und ist anschließend für die Content-Erstellung und Content-Betreuung auf der Website verantwortlich.

PRO CONTRA
  • Planbare Aufwände im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Ausreichende Kontrollmöglichkeiten
  • Zielgruppen-Know-How der Märkte
  • Höherer initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahme
  • Höherer Aufwand für Abstimmung & Kommunikation

Beispiel Mercedes-Benz

Die Marke Mercedes-Benz bleibt reduziert. Das Fahrzeug steht im Vordergrund. Erst auf den unteren Ebenen wird marktspezifisch individualisiert. Menschen, Umgebung und Kennzeichen variieren.

 

3. Zentrale Vorgabe

Szenario drei sieht die komplette zentralisierte Erstellung aller Kommunikationsmittel und Durchführung aller Kommunikationsmaßnahmen vor. Es gibt entsprechende Guidelines für die Märkte, an die sie sich strikt halten müssen. Das erfordert viel Manpower im Headquarter, führt aber zu maximaler Kontrolle. Vor allem für Marken, die hohen Wert darauf legen, überall auf dem Globus das gleiche Markenversprechen zu spielen, oft auch um die Herkunft zu unterstreichen.

PRO CONTRA
  • Höchste Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Hoher initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahmen
  • Kein Zielgruppen-Know-How der Märkte

Beispiel Porsche

Um die scharf positionierte Marke global identisch erlebbar zu machen, bevorzugt Porsche eine zentrale Organisationsform. Aufbau, Bildwelt, Menschen: Die Auftritte aus Deutschland und China sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

 

Empfehlung:

Eine klare Empfehlung können wir hier natürlich nicht geben, denn jedes Unternehmen hat seine Strukturen und Organisationsformen. Aus unserer Erfahrung heraus können wir berichten, dass es eine Mischform von Variante 2 und 3 ist. Also viel Vorgaben, meist eine zentrale Steuerung, allerdings mit einer gewissen Individualisierung in der Ansprache, bei Kampagnen oder wichtigen nationalen Nachrichten.

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
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