Alle Beiträge von Glenn Kusardi

Glenn Kusardi ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter bei MOSAIQ MEDIA und verantwortet den Bereich „IT-Beratung und Konzeption“ bei der Umsetzung von Internetportalen, Microsites, Kampagnen oder anderer webbasierten Anwendungen.

Kreative 404-Seiten

„404 Error – Page not Found“

oder „Fehler 404 – Seite nicht gefunden“ – diese Hinweise sind den meisten Internetnutzern vermutlich kein Fremdwort. Denn wer im Netz surft, kommt in der Regel nicht an den lästigen Fehlerseiten vorbei. Im Detail bedeutet der Code, dass die angefragte Seite nicht existiert und daher auch nicht ausgegeben werden kann. Grund hierfür sind zum einen falsch eingegebene URLs, aber zum anderen auch veraltete Links auf Seiten, die nicht mehr funktionieren.

Das Auftauchen derartiger 404-Seiten ist dabei häufig an Frust seitens des Nutzers gekoppelt, da der Fehler die Hoffnung auf eine gesuchte Information zunichtemacht. So klicken Nutzer oftmals lieber auf „Zurück“ und stellen eine erneute Suchanfrage. Schlechte oder gar fehlende 404-Seiten wirken sich zudem negativ auf die Suchmaschinenoptimierung einer jeden Domain aus. Auch beeinträchtigen sie den Trust seitens Google zur Domain, was wiederum in einer verminderten Sichtbarkeit in den Google-Ergebnissen resultiert.

Was sind gute 404-Seiten?

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollten Fehlerseiten daher so aufgebaut sein, dass sie trotz der Fehlermeldung ein gutes Nutzererlebnis garantieren und dem Nutzer Hilfestellung für die weitere Suche bieten. Zudem ist es wichtig, dass die Fehlerseite nicht den Fehler repräsentiert, sondern auf die positiven Aspekte der Website hinweist und dem Nutzer dadurch ein positives Gefühl vermittelt. Als Faustregel gilt hier: Jedes negative Gefühl benötigt vier positive Gefühle, um wieder vergessen zu werden.

 

Was auf einer 404-Seite nicht fehlen darf

    1. Hinweis auf eine 404-Fehler
      Helfen Sie dem Nutzer bei der ersten Orientierung und machen Sie ihm deutlich, dass es sich bei der angezeigten Seite um eine Fehlerseite handelt. Auf die Wörter „404“ oder auch „Fehler“ sollte dabei verzichtet werden.
    2. Verlinktes Logo
      Das Einbinden und die Verlinkung des Logos auf die Startseite gehören bei Webseiten zum aktuellen Status quo und sollten daher auch nicht auf der Fehlerseite fehlen. Binden Sie folglich ihr Logo auf der Fehlerseite ein und verlinken sie dieses auf die Startseite. So hat der Nutzer die Möglichkeit den „Reset-Knopf“ zu drücken.
    3. Suchfunktion
      Um eine hohe Benutzerfreundlichkeit der Fehlerseite zu gewährleisten ist es zudem essentiell ein Suchfeld direkt auf der 404-Seite einzubinden. Der Nutzer hat so die Möglichkeit die Seite intern gezielt nach der gesuchten Information zu durchsuchen, ohne auf externe Suchmaschinen zurückgreifen zu müssen.
    4. Hauptnavigation
      Um dem Nutzer zudem auch auf der 404-Seite einen guten Überblick zu verschaffen, ist es sinnvoll, die Hauptnavigation dort zu integrieren. Optional kann auch ein Link zum Inhaltsverzeichnis bzw. zur Hauptnavigation gesetzt werden.
    5. Weiterführende Links
      404-Seiten sollten darüber hinaus weiterführende Links aufweisen, die den Nutzer auf wichtige Contentseiten der eigenen Website führen. So können Links auf interessante Blogbeiträge, Events oder den Newsbereich prominent auf der 404-Seite platziert werden. Die Fehlerseite rückt dabei in den Hintergrund und wird so nicht negativ wahrgenommen.
    6. Vorschläge
      Neben der Abbildung eines Suchfeldes sowie weiterführenden Links, ist es besonders nutzerfreundlich, wenn auf der 404-Seite auch Vorschläge für verwandte Themen platziert werden, sodass der Nutzer unter diesen eventuell auch bereits den gesuchten Begriff findet.
    7. Kontakt
      Um dem Nutzer auch auf einer 404-Seite das Gefühl von Service zu geben, ist es darüber hinaus ratsam auf die Kontaktseite zu verlinken oder beispielshalber ein eingebautes Kontaktformular zu hinterlegen, sodass der Nutzer direkt mit dem Unternehmen in Kontakt treten kann.

 

Beispiele für kreative 404-Seiten

Nutzerfreundliche 404-Seiten müssen jedoch nicht langweilig, trist oder wenig unterhaltsam daherkommen. So sind auch kreative, witzige und verspielte Lösungen denkbar. Diese laden zum Verbleib auf der Website ein und sorgen zudem dafür, dass die gesuchte Information letztendlich doch gefunden wird und die Nutzeranfrage zufriedenstellend beantwortet werden kann. Ob Start-up oder bekannte Marke – wir haben die sechs schönsten und außergewöhnlichsten Beispiele für Fehlerseiten im Folgenden zusammengefasst:

 

Beispiel 1: Airbnb

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Ein schönes Beispiel für die kreative Umsetzung einer 404-Seite zeigt airbnb. Durch die Animation wird die eigentliche Fehlerseite aufgelockert. Zudem helfen die auf der linken Seite aufgeführten Links dem Nutzer sich zurechtzufinden. Zu beachten ist hier jedoch, dass die Links noch etwas prominenter auf der Seite positioniert werden sollten.

Tipp für den Website-Relaunch:

Achten Sie unbedingt darauf, dass nach dem Relaunch 301-Weiterleitungen für die  jeweiligen URLs eingerichtet werden, die nicht mehr existieren oder umbenannt wurden.

 

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Onlineshopping heute: Wie shoppen die User in Deutschland?

Es steht außer Frage, dass das Online-Shopping im Einkaufsverhalten des heutigen Konsumenten tief verankert ist. Doch wie genau sieht das Online-Shopping-Verhalten bei den Internetnutzern in Deutschland aus? Treffen alle Offline-Shoppingklischees auch auf den Online-Handel zu? In einer Kurzstudie  „E-Commerce 2015 – Wie wir wirklich online einkaufen“ von ECC Köln und OTTO wurden 1.016 Online-Konsumenten zu verschiedenen Aspekten ihres digitalen Kaufverhalten befragt. Die Erkenntnisse sind teilweise sehr verblüffend!

Die Frau shoppt am liebsten Mode! Oder etwa doch nicht?

Tatsächlich gibt das weibliche Geschlecht im Netz mehr Geld für Unterhaltungselektronik aus, während Männer für Bekleidung gerne tiefer in die Brieftasche greifen. Wer hätte das gedacht? Trotzdem zücken Frauen etwa doppelt so oft den Geldbeutel beim Online-Shopping und das oftmals aus Langeweile. Der durchschnittliche Einkaufswert liegt bei den Damen bei 89 Euro und damit 12 Euro unter dem Bestellwert der Männer. Grund: Männer kaufen lieber die Komplettausrüstung statt viele Einzelteile.

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Das Smartphone als Recherce-Device

Mobile, das liest man seit Jahren und ist nun allen bekannt, ist wichtig und in jeder Online-Marketing Strategie mittlerweile unabdingbar. Denn auch wenn die Käufe letztendlich bei vielen Nutzern über einen PC abgeschlossen werden, beginnt die Erstsuche und Recherche nach dem Lieblingsprodukt auf einem mobilen Endgerät. Für viele Nutzer sind dabei die schlechte Lesbarkeit, die schwierige Bedienung oder auch eventuelle Sicherheitsmängel ein Hindernis, den finalen Bestellprozess über ihr Smartphone abzusenden.  Dennoch, ein Viertel der Nutzer shoppt gerne über das eigene Handy, insbesondere die jüngere Zielgruppe. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln erklärt, dass Zielgruppen nicht mehr pauschal definiert werden können: „Grundsätzlich lassen sich Online-Shopper aber nicht mehr pauschal in ‚die Jungen‘ und ‚die Alten‘ aufteilen. Auch der Großteil der Silver Surfer ist mittlerweile mehrmals täglich online und kauft im Netz bei seinen Lieblingsshops. Unterschiede zwischen den Zielgruppen im Online-Shopping-Verhalten lassen sich erst bei genauerem Hinsehen erkennen, zum Beispiel in puncto Mobile Shopping oder in Bezug auf Warengruppen“.

Inspiration als Shopping-Anreiz

Ähnlich wie beim Offline-Samstagsbummel läuft es auch im Online-Shopping ab. Immer häufiger besuchen Nutzer einen Online-Shop ganz ungeplant, weil sie durch Online-Werbung oder Empfehlungen von Freunden dazu verleitet werden. Mittlerweile handelt es sich bei jeder sechsten Onlinebestellung um einen Impulskauf, so dass der konkrete Bedarf fast eine Nebenrolle spielt.  Anders als beim klassischen Windowshopping kauft mehr als zwei Drittel vorrangig bei denselben Anbietern. Dabei gelten Amazon, eBay und OTTO als die Top 3-Shops. Nur 30% der Befragten shoppen regelmäßig bei anderen Anbietern.

Stark gefragt: Telefonservice

Zugegeben, das Online-Shopping hat viele Vorteile: von der Anonymität bis hin zu verschiedenen Zahlungsmodalitäten oder Online-Aktionen. Im Idealfall gibt es bei der Produktdarstellung keinerlei Probleme, so dass der Nutzer aufgrund der ausführlichen Produktbeschreibung, -bewertungen oder -videos keine andere Wahl hat, als das Produkt online zu kaufen. Trotzdem ist die telefonische Beratung für viele Online-Shopper ein sehr wichtiges Kriterium, insbesondere wenn es um technische Probleme, Reklamationen oder Preisfragen geht.

Der Online-Handel boomt

Nach wie vor wächst der Online-Handel in Deutschland zweistellig und wird laut Hochrechnung noch in diesem Jahr 46 Milliarden Euro umsetzen. Experten gehen im Vergleich zum Vorjahr von einer Wachstumsrate in Höhe von 10% aus und ein Ende ist bei der Kauflust der Deutschen noch lange nicht in Sicht. Dabei sichern sich insbesondere Multi-Channel Händler einen immer höheren Anteil in der Vertriebsform. Aber auch der stationäre Handel wird laut den Experten wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

Bei aller Onliner-Euphorie ist aber auch klar, dass die Wachstumszahlen von 20 und mehr Prozent pro Jahr vorbei sind. Unsere Einschätzung: Der Onlinehandel wächst weiter, aber die Wachstumszahlen fallen wesentlich geringer aus. Schwieriger wird es dann für die reinen Onlinehändler, die keine Stores und keinen persönlichen Kundenkontakt anbieten können.

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Employer Branding – Der Kampf um die Talente

Employer Branding gewinnt im Kampf um die Talente verstärkt an Bedeutung und immer mehr Unternehmen erkennen und nutzen die Kraft einer Arbeitgebermarker (Employer Brand) als Bestandteil im Wettbewerb um die besten Fach-und Führungskräfte.

Was versteht man unter Employer Branding? Kurz gefasst ist Employer Branding (zu Deutsch: Arbeitgeber-Markenbildung) eine Maßnahme, erfolgreicher neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden.

Immer wichtiger wird dabei die Kommunikation in den digitalen Kanälen, insbesondere in Social Media-Plattformen wie Facebook, Xing, Linkedin. Ortsunabhängig und in Echtzeit kommunizieren, sich austauchen, informieren, netzwerken, weiterempfehlen und posten geschieht privat und beruflich, jederzeit und immer! Und das verstärkt von einer Zielgruppe, die bei Unternehmen äußerst beliebt ist: jung, gut ausgebildet, technikaffin, multikulturell und weltoffen.

Employer Branding heute: Best Cases

Natürlich gibt es Konzerne, die sich im Rahmen des Personalmarketings großartige Branding-und Image-Kampagnen leisten können und somit auch letztendlich langfristig denken, da diese Maßnahmen auch auf die Marke einzahlen. Wir haben einige tolle Beispiele gesammelt, wie bekannte Unternehmen modernes Employer Branding und Recruiting erfolgreich umsetzen.

Ein sehr schönes Beispiel ist sicherlich der Karriere-Blog von Daimler: authentisch geschriebene Blog-Artikel von Mitarbeitern geben einen Einblick in die Arbeit die Tätigkeit und das Unternehmen „greifbar“. Selbstverständlich werden die Artikel auch auf der Daimler Karriere-Fanseite regelmäßig gespielt.

Auch Mahle setzt auf eine separate Karriere Fanseite und punktet im großen Stile: neben Veranstaltungen (Messen, Kongresse, Vorträge, etc.) und dem klassischen „Blick hinter die Kulissen“ fordert Mahle in gelungener Weise mit der Kampagne „Mein Weg mit Mahle“  junge Talente auf, den eigenen Karrieretyp zu bestimmen. Der Interessent muss lediglich 5 Fragen beantworten und wird entweder als „Tüftler“, „Durchstarter“, „Weltenbummler“ oder „Anpacker“ klassifiziert. Der Clou an der Kampagne ist das „Matching“ auf der Ergebnisseite mit Mahle-Mitarbeitern, die demselben Karrieretyp entsprechen – zudem werden dem Interessenten gleich mehrere Jobs in verschiedenen Berufsfeldern angeboten.

BASF ist mit seinen Connected Minds sogar einen Schritt voraus und bietet den Bewerbern an, sich mit BASF-Mitarbeitern via Chat zu unterhalten. Für jedes Berufsfeld gibt es einen Ansprechpartner mit Profil, Foto und einer Kontaktmöglichkeit.

Im vergangenen Jahr startete Bosch die Bosch World Experience. Die Kampagne wurde durch ein Video, das auf verschiedenen sozialen Plattformen gepostet wurde, initiiert. Gesucht wurden die sogenannten „Bosch-Explorer“, die für 16 Tage auf verschiedenen Kontinenten auf 3 Kontinenten hinter die Kulissen der Bosch Projekte zu blicken und live darüber im Social Web zu berichten. Daraus entstand ein multimediales Reisetagebuch mit tollen und authentischen Bildern und Videos, die auf große Resonanz gestoßen sind. Ein klasse Beispiel für eine sehr gelungene Social-Media Kampagne, die junge Talente anlockt, einen spannenden Einblick in die Bosch-Welt gibt und dabei auch noch der Spaß-Faktor garantiert nicht zu kurz kommt!

Bosch Experience 2014 – Official Movie

 

Im Mittelstand sieht es oft anders aus: weniger Markenbekanntheit und kleinere Budgets erschweren die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Aber auch im Kleinen lässt sich viel bewegen: zum Beispiel mit gut gepflegten Profilen bei LinkedIn, Xing und kununu. Wer keine großen Budgets, aber zufriedene Mitarbeiter hat, kann diese auch einbinden: viel öfter als gedacht freuen sich Mitarbeiter, wenn sie die Möglichkeit haben in der Öffentlichkeitsarbeit über das eigene Unternehmen zu sprechen und über die Arbeit zu berichten. Zum Beispiel über einen Blog oder die Facebook-Seite des Unternehmens.

Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl an möglichen Ansätzen, um speziell im Employer Branding erfolgreich zu sein und natürlich ersetzen diese Maßnahmen nicht die klassischen Aktivitäten. Aber sie unterstützen sie, insbesondere durch eine intelligent gestaltete Karrierewebseite und einer durchdachten Social Media-Strategie.

Wir unterstützen gerne auf der Suche nach den großen Talenten, sowohl bei der Erstellung einer attraktiven Karrierewebseite als auch bei der Realisierung Ihrer Social Media-Aktivitäten!

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B2B-Unternehmen in den sozialen Medien – Lohnt sich der Aufwand?

Beruflich oder privat: Wer Informationen sucht, tut das zuerst online. Auch im Business-Bereich bekommt man während eines Entscheidungsprozesses online am bequemsten einen Marktüberblick. Dafür werden vor allem Suchmaschinen und Corporate Websites zu Rate gezogen, also vorwiegend klassische Kanäle und nicht unbedingt die sozialen Medien. Doch Fach-Communities, Online-Foren und berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn werden bei der Informationsbeschaffung immer interessanter.

Die Skepsis, die noch vor wenigen Jahren auf Seiten von B2B-Unternehmen gegenüber Social Media herrschte, lässt zwar langsam nach, doch noch immer sind nicht wenige Unternehmer der Meinung, dass die sozialen Medien in ihrem Marketingmix keine Rolle spielen müssen. „Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken“,  „Wir haben nicht genügend interessante Inhalte“, oder „Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website“ sind die häufigsten Einwände gegen das Einschlagen einer neuen Richtung im Marketing. Dabei ergeben sich durch die Nutzung der sozialen Medien auch für B2B-Unternehmen enorme Chancen.

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Social Media im B2B-Bereich: Was bringt das?

Werden die sozialen Medien richtig eingesetzt, können B2B-Unternehmen auf viele Arten profitieren:

  • Markenimage/Reputation:
    Aufbau und Pflege eines positiven Images, Stärkung der Reputation des Unternehmens
  • Auffindbarkeit, Lead-Generierung
    Bessere Auffindbarkeit durch besseres Suchmaschinen-Ranking → mehr Besucher auf der Firmenwebsite → Lead-Generierung
  • Kundenzufriedenheit, Kundenbindung
    Mehr zufriedene Kunden durch neue Formen des Kundenservice → engere Kundenbindung
  • Mitarbeiterrekrutierung
    Finden neuer Mitarbeiter und Fachkräfte, die in den sozialen Medien auf das Unternehmen aufmerksam wurden

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Generationen-Aspekt: Entscheider und Einkäufer mögen momentan noch vermehrt auf klassische Kanäle setzen, doch die nächste Generation rückt gerade nach. Und die ist mit der Nutzung sozialer Medien aufgewachsen und findet es selbstverständlich, Dienstleister und Zulieferer auch nach ihrem Auftreten im Social Web zu bewerten.

Social Media erfolgreich einsetzen: Das sollte man beachten

„Also gut, überzeugt. Lasst uns eine Fanpage auf Facebook anlegen und dieses Social Media machen. Kann ja nicht so schwer sein.“

Ganz so einfach ist es leider nicht, denn: Ohne Strategie kein Erfolg. Bevor man einfach loslegt und Profile in sozialen Netzwerken anlegt, ohne zu wissen, wer diese womit befüllen soll, sollte man die nötigen Voraussetzungen schaffen und einen zielführenden Maßnahmenkatalog erstellen. Erst danach folgt die Umsetzung – und diese muss konsequent sein!

Dabei sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Social-Media-Einsatz im B2B-Bereich dieselben wie im B2C:

  • Erstellung einer Bestandsanalyse
    Wer spricht wo im Netz wie über das Unternehmen und die Konkurrenten? Wo hält sich die Zielgruppe auf?
  • Bereitstellung der nötigen personellen und finanziellen Ressourcen
    Nur so kann die Veröffentlichung von qualitativ hochwertigem Content und eine kontinuierliche Kommunikation sichergestellt werden.
  • Professioneller Umgang mit (negativem) Feedback
    Gar nicht oder zu spät beantwortete Kommentare und unangemessene Reaktionen auf Kritik sorgen für keinen guten Eindruck.
  • Definition klarer Ziele
    Diese sollten zu den Unternehmenszielen passen und erreichbar sein.
  • Einbeziehung von Mitarbeitern
    Die Aufklärung über die Vorteile von Social Media schafft Akzeptanz bei skeptischen Kollegen. Eine Social Media Guideline gibt den Mitarbeitern klare Anhaltspunkte und Nutzungsvorgaben für das korrekte Verhalten im Social Web.

B2B-Unternehmen haben eine weitere Herausforderung zu meistern, der sich B2C-Unternehmen in den meisten Fällen nicht stellen müssen:  mehrstufige und lange Entscheidungsprozesse. Während Entscheider abwägen, Informationen sammeln und sich mit verschiedenen Lieferanten auseinandersetzen, kommt es darauf an, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen am richtigen Ort zu liefern. Durch konstruktive und serviceorientierte Kommunikation in den sozialen Netzwerken schafft man außerdem eine Vertrauensbasis.

Social Media richtig nutzen: Handlungsempfehlungen

    • Bereitstellung von aktuellem und hochwertigem Content in sozialen Plattformen, Netzwerken, Foren und Diskussionsgruppen. Das informiert nicht nur die Nutzer und verbessert das Unternehmens-Image, sondern erzeugt auch Social Signals für Google und erhöht die Sichtbarkeit.
    • Um den Eindruck eines aktiven und patenten Unternehmens zu unterstreichen, sollten Inhalte kontinuierlich und regelmäßig veröffentlicht werden.
    • Komplexe, erklärungsbedürftige und wenig greifbare Produkte oder Dienstleistungen lassen sich sehr gut in anschaulichen Videos im eigenen YouTube-Kanal oder durch Success Stories im Firmenblog erklären und erlebbar machen.
  • Expertenbeiträge in bestehenden oder vom Unternehmen gegründeten XING-Gruppen oder in Themenblogs stellen die Kompetenz des Unternehmens heraus und etablieren es als Experte im jeweiligen Fachbereich.
  • Durch schnelles, freundliches und lösungsorientiertes Feedback auf Fragen oder negative Kritik in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird Kundennähe und Serviceorientierung kommuniziert.
  • Durch öffentlich einsehbare Kundenmeinungen und Bewertungen lassen sich die im B2B-Bereich oftmals rationalen Entscheidungen emotional untermauern.

Nachdem aus dem Interessent ein Kunde geworden ist, bieten sich die sozialen Medien vor allem für neue Wege des Kundenservice an und sollten genutzt werden, um auch Bestandskunden über Produktneuheiten und  aktuelle Forschungen zu informieren.

Fazit

Mit Social Media allein gewinnen auch B2B-Unternehmen keine Kunden. Wenn sie die sozialen Medien allerdings geschickt und mit einer dahinter stehenden Strategie in ihren Marketingmix einbauen und bei der Nutzung am Ball bleiben, kann Social Media eine sinnvolle und nutzenbringende Ergänzung zu den klassischen (Online-)Marketingbausteinen sein.

Doch was ist mit den anfangs erwähnten üblichen Einwänden?

„Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken.“ Doch, das sind sie. Sie müssen nur herausfinden, in welchen.

„Wir haben nicht genügend interessante Inhalte.“ Falsch. Gerade B2B-Unternehmen können Einkäufern die Entscheidung für ihr Unternehmen erleichtern, indem sie sie mit Produktinformationen, Success Stories, Anwendungstipps, Expertenbeiträgen usw. beeindrucken.

„Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website.“ Die muss sich der Interessent aber gezielt anschauen. Im Social Web erreichen sie ihn auch ohne dass er aktiv werden muss.

„Social Media primär als Chance zu begreifen, anstatt als ein loderndes, kommunikatives Risiko zu fürchten: Das ist der springende Punkt.“
(Christopher Schmidt von We Are Social im Interview mit dem Upload-Magazin)

Man muss übrigens nicht alles auf einmal machen. Wer angesichts des hohen Aufwands und der dabei entstehenden Kosten Bedenken hat, sollte erst einmal klein anfangen – am besten mit einem Kanal, der sich nach der Bestandsanalyse als am geeignetsten erwiesen hat. Auch Liebherr, Platz 1 im Social Media Report 2013, machte am Anfang kleine Schritte und baute seine Social-Media-Aktivitäten nach und nach weiter aus. Mittlerweile ist das Unternehmen das sichtbarste B2B-Unternehmen im Social Web. Im Interview mit dem UPLOAD Magazin erläutern Tobias Ilg, der zuständige Social-Media-Manager, und Christopher Schmidt von der betreuenden Agentur ihr Vorgehen.

Sie möchten jetzt auch loslegen und ihr Unternehmen ins Social Web bringen? Wir beraten Sie gern! > Kontakt aufnehmen

Andere Blogartikel zum Thema:

SEO für B2B-Unternehmen

SEO für B2B: Warum?

Über 90 % der Internetuser nutzen eine Suchmaschine (vorzugsweise Google) als erste Informationsquelle – darunter sind natürlich auch Entscheider aus Unternehmen. Laut einer Google-Studie zum Customer Engagement von B2B-Kunden sind 93 % der B2B-Kunden in Suchmaschinen unterwegs, um nach einem Produkt oder einer Dienstleistung zu suchen, 91 % über ein mobiles Endgerät. Gerade aus diesem Grund sollte eine gute SEO-Positionierung als Chance wahrgenommen werden, um die relevante Zielgruppe exakt dann zu erreichen, wenn sie konkret nachfragt. B2B-Unternehmen suchen häufig nach Reviews und Informationen zu Produkten, Dienstleistungen, Preisen, aber auch nach Publikationen und allgemeinen Unternehmensinformationen.

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Erfolgreiches SEO ist ein stetiger Prozess!

SEO steigert in erster Linie die Bekanntheit eines Unternehmens und generiert im Idealfall Neukunden. Um Traffic aus der organischen Suche zu generieren, ist die Platzierung einer Webseite auf den ersten Positionen essenziell. Nicht vergessen werden sollte, dass eine professionelle und erfolgreiche SEO-Optimierung mit einem gewissen Arbeitsaufwand und vor allem mit viel Geduld verbunden ist, denn: Erfolge setzen in der Suchmaschinenoptimierung oftmals später ein.

Die Grundlagen des B2B-SEO-Marketings unterscheiden sich nur wenig von denen der B2C-SEO. Grundsätzlich können SEO-Maßnahmen in drei Bereiche gegliedert werden:

  • Technische SEO (Optimierung des Hostings und des Quellcodes)
  • OnPage SEO (Optimierung aller Inhalte inkl. Texte, Bilder, Videos, Downloads, etc.)
  • OffPage SEO (Verlinkung eines Web-Projektes von externen Webseiten, also Backlinks)

Technische SEO-Maßnahmen

Folgende Punkte sind bei der technischen Optimierung besonders wichtig:

  • Das Content Management System (CMS) oder Webshop-System sollte aktuell sein (Updates, Patches, etc.).
  • Das Webdesign beinhaltet keine Frames oder Designs auf Basis von Tabellen.
  • Die Ladezeit der Webseite sollte sehr gering sein.
  • Mittlerweile unverzichtbar: Die Seite ist responsive, d.h. sie funktioniert auch auf mobilen Endgeräten (Smart Phones & Tablets)

OnPage SEO für B2B-Unternehmen

Zur grundlegenden OnPage SEO, also der Optimierung der Inhalte auf einer Website, gibt es bereits sehr gute Übersichten. Wir empfehlen die Infografik von backlinkinfo.com, auf der die wichtigsten OnPage SEO-Faktoren ersichtlich sind:

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Wie unterscheidet sich nun die OnPage Optimierung für B2B-Unternehmen von der „klassischen“ OnPage SEO?

Der größte Unterschied liegt ohne Zweifel in der Keywordrecherche und –analyse. Das Unternehmen bestimmt, über welche Keywords (Suchanfragen) es später in den Suchmaschinen gefunden werden will. Zu beachten ist dabei immer die spitze Zielgruppe von B2B-Unternehmen und die geringen Suchvolumen/Suchanfragen nach diesen Keywords. Der Fokus sollte auf den Keywords liegen, die auch tatsächlich zum Unternehmen passen. Eine exakte Recherche und Auswahl der relevanten Keywords ist bei B2B-Projekten entscheidend für den späteren Erfolg!

Ein hilfreiches – und zudem auch kostenfreies – Tool ist der Google Keyword Planner.

OffPage SEO für B2B-Unternehmen

Aufgrund der spitzen Zielgruppe haben B2B-Anbieter oftmals nur wenig relevanten Wettbewerb im Internet. Der Kampf um die ersten Plätze bei Google fällt dadurch wesentlich leichter und zusätzliche Backlinks sind im B2B-Sektor nicht oder kaum notwendig.

Social network tree with media icons, ecology theme

Daher sollte – insbesondere bei Nischenprodukten – immer auf eine saubere technische und Onpage-Optimierung gesetzt werden. Durch den Verzicht auf Backlinks werden Aufwand und Budget gespart und man läuft weniger Gefahr, wegen dubioser Backlinks von Google abgestraft zu werden.
Für stark kompetitive Branchen ist der Aufbau von Backlinks nach einer sauberen Onpage-Optimierung sicherlich ein wichtiger Hebel um die Sichtbarkeit zu steigern.

Der Weg ist das Ziel

Was kann eine professionelle Suchmaschinenoptimierung also für ein B2B-Unternehmen leisten?

Durch B2B-SEO werden Interessenten  zum optimalen Zeitpunkt zielgenau angesprochen und somit hochwertige Besucher auf eine Webseite gelenkt.  Natürlich sollten nicht erwartet werden, immer auf Platz 1 positioniert zu sein und dass alle Besucher garantiert Kunden werden! Denn: SEO sollte immer als Teil einer ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie gesehen werden. Dazu gehört, dass sichergestellt wird, dass die Besucher einer Webseite auch konvertieren können (Conversion Optimierung). Neben einer visuell attraktiven und userfreundlichen Landingpage sollten dem Besucher ein Mehrwert in Form von relevantem Content geboten werden, so dass dieser nicht anders kann, als seine Kontaktdaten zu hinterlassen.

Die Suchmaschinenoptimierung kann von B2B-Unternehmen also als wesentliches Werkzeug verstanden werden, um Interessenten im Internet zu akquirieren. Allerdings ist es genauso wichtig, die potenziellen Neukunden durch klassische Vertriebsmaßnahmen an das Unternehmen zu binden.

Können wir Ihnen bei der Optimierung Ihrer Webseite behilflich sein? Kontaktieren Sie uns!

Weiterführende Blogartikel:

SEO: Ungeliebt und doch unverzichtbar

Online Marketing im B2B: 6 Schritte zum Erfolg