Schlagwort-Archiv: Suchmaschinenoptimierung

„Frisches“ von Google – Freshness-Update

She´s fresh, fresh. Exciting, she´s so exciting to me„. Die Rede ist von der Erneuerung „Freshness“ bei Google. Das Update ist der Nachfolger des Panda-Updates und soll mühevolles und engagiertes Publizieren belohnen.

Wie Amit Singhal im offiziellen Google Blog schreibt, will Google mit dem Freshness-Update die Aktualität von Webinhalten stärker berücksichtigen. Damit möchte Google den Nutzern noch mehr geben, was sie suchen und geht meist davon aus, dass ein Nutzer das neueste und aktuellste Ergebnis suchen möchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sucht man, wie im Blog von Google beschrieben, nach „Olympia“ (ohne Jahreszahl), geht die Suchmaschine stillschweigend davon aus, dass man nach aktuellen Informationen zu den Olympischen Spielen 2012 sucht. Sucht man allerdings nach „Titanic“, ist es egal, wann die Informationen geschrieben wurden, sofern nicht ein gleichnamiges Schiff vor kurzem einen Eisberg gerammt hat.

Google scheint im Prinzip bei gleichem Content meist das Jüngste zu bevorzugen. Der Webindex von Google wird so aufbereitet, dass er nicht nur Mehrfachinhalte erkennen, sondern auch veralteten Content von neuem unterscheiden kann. Anders ausgedrückt: Google wird jetzt noch stärker die Suchanfragen klassifizieren und die Aktualität mit berücksichtigen. Das Freshness-Update soll bis zu 35 Prozent der Suchanfragen beeinflussen. Beim Panda-Update waren es im deutschsprachigen Raum gerade mal zwischen sechs und neun Prozent.

Was bedeutet das für die Unternehmen? Sie sollten darauf achten, relevanten und gleichzeitig aktuellen Inhalt zeitnah zu publizieren. Bei dem Freshness-Update werden vor allem Newsseiten und Brands von profitieren, da diese häufig neuen und frischen Inhalt haben und aufgrund ihrer Beliebtheit häufig geklickt werden.

Inhalt ist nach wie vor König, er muss aber „fresh“ sein – fresh Content is King ;-)

Google kann jetzt Ajax – und was das für Ihre Suchmaschinenoptimierung bedeutet

Stellen Sie sich vor, Sie haben wahnsinnig interessante Inhalte auf Ihrer Website – aber Google kann sie nicht sehen! Das Problem hatten in der Vergangenheit viele Websites, aber nun ändert sich das.

Denn der Googlebot, der Webcrawler von Google, kann jetzt iFrame-, AJAX- und JavaScript-Inhalte analysieren und auslesen – diese sind auf vielen modernen Websites eingesetzt.

Was hat das zu bedeuten? Bisher wurden als Ergebnisse der Google-Suche nur die Inhalte angezeigt, welche sich direkt auf einer Website befinden. Auf per JavaScript oder iFrame eingebettete Inhalte, wie unter anderem über externe Dienste eingebundenen Kommentare, konnte Google nicht zugreifen. Auch die technische Darstellung der eigenen Inhalte auf Websites basiert oft auf den genannten Skripten und daher konnten diese dann nicht ausgelesen werden. Mit der Änderung von Google ist der Suchmaschine nun auch der Zugriff auf genau diese Texte möglich.

Beispiel: Facebook-Kommentare auf der Website

Eine Auswirkung davon ist, dass Facebook-Kommentare auf Websites nun von den Suchmaschinen ausgelesen werden können. Sofern die in der Suche eingegebenen Stichworte mit den Inhalten der entsprechenden Kommentare übereinstimmen, erscheinen diese dann ggf. auch direkt in den Suchergebnissen. Die Kommentare, die direkt auf Facebook gepostet werden, sind ebenfalls über Google zu finden – wenn die Privatsphäre-Einstellungen dies zulassen. Weitere betroffene Kommentarsysteme sind neben Facebook-Comments auch Disqus und Intense Debate.

Daher wird mit der Änderung von Google die Auffindbarkeit von öffentlichen Diskussionen gewährleistet, wodurch der Anreiz zur Nutzung dieser externen Kommentar-Plattformen enorm ansteigt, weil eine bisher dagewesene SEO-Hürde wegfällt.

Bedeutung für Unternehmen

In der Google-Suche werden nun auch weitere Inhalte mit einbezogen, die bislang nicht analysiert werden konnten. Suchmaschinenoptimierer werden sich daher über die Änderung von Google freuen. Sie können jetzt guten Gewissens Kommentarsysteme in Blogs und Websites mit einbauen, aber auch eigene über JavaScript oder iFrames eingebundene Inhalte, die bisher für Google schwer zugänglich waren, können jetzt indiziert werden. Oft entsteht eine Rivalität zwischen der Suchmaschinenoptimierung und Usability einer Website. Diese wird nun verkleinert, da auch Inhalte einbezogen werden können, die bislang zu Gunsten der Usability für die Suchmaschinen unsichtbar waren.

Jeder weitere Kommentar führt dazu, dass die Inhalte einer Webseite vermehrt und die Aktualität erhöht wird, wodurch letztlich auch ein besseres Ranking der Seite auf Google entsteht.

Abschließend lässt sich sagen, dass Google eine weitere Hürde abgeschafft hat und damit die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung von Websites verbessert wurden.

Soziale Suche – oder SEO ärger dich nicht

Keyword-Domain + Links kaufen + keywordreicher Content = Platz 1 bei Google

Diese SEO-Rechnung geht nicht mehr auf. Die Zeiten sind vorbei, bei der es für eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung ausgereicht hat, die Webseite mit wichtigen Keywords auszustatten und für einen guten Linkaufbau zu sorgen, um bei Google auf Platz 1 zu landen. SEO-Experten diskutieren schon darüber, ob Suchmaschinenoptimierung inzwischen nun sogar „tot“ ist.

SEO tot – wie kommen sie darauf?

Dazu kann man sich einfach mal direkt an die Suchmaschine selbst setzen und bspw. nach „porsche“ googlen. Dank Google Instant bekomme ich sofort Suchergebnisse aufgelistet. Hier sieht man nun nicht nur einfach klassische Suchergebnisse, sondern farblich hinterlegte Anzeigen, Karten, News und auch Bilder.

Im Gegensatz zu heute sahen die Google Suchergebnisse früher richtig langweilig aus. Heute sind die Suchergebnisse universell. Das bedeutet News, Bilder, Videos usw. werden mit in den Suchergebnissen angezeigt, die Google sich aus dem Netz zieht. Doch was viel wichtiger ist, dass die Suchergebnisse nicht nur universell in ihrer Art geworden sind, sondern vor allem individuell.

Was bedeutet das konkret für den Suchenden?

Ist man bei Google mit einem Konto angemeldet und auch gerade eingeloggt, konnte man noch vor Google Plus seine Suchergebnis-Favoriten mit Sternchen markieren und speichern. Das wurde nun durch den +1-Button ersetzt.
Durch die lokale Suche werden mir immer öfter diese Karten und Adressen in den Suchergebnissen angezeigt. Wohne ich in Stuttgart und suche von zu Hause aus nach Frisör, bekomme ich hauptsächlich Frisöre aus Stuttgart gelistet, da Google meinen Standort automatisch über die Google Suchoberfläche und die IP-Adresse lokalisieren kann.

Nun hat Google vor einigen Monaten ein weiteres großes „Ding“ gestartet und zwar seine eigene Social Community Google Plus und den +1-Button. Google sagt auch offen, dass +1 sich auf die Suchergebnisse auswirkt. Faktoren wie „welchem Freund gefällt welcher Link“ oder „welche Inhalte werden mit dem +1-Button geteilt“ sind extrem wichtig und zählen mit in den Suchalgorithmus.
Die Experten von SEOmoz erstellen jährlich eineRanking-Liste der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der Suchergebnisse. Sie haben auch die zukünftigen SEO-Trends ermittelt, die sich folgendermaßen aufgliedern:

Ranking-Faktoren bei Google (Trend 2011)
Quelle: 2011 Search Engine Ranking Factors (SEOmoz)

Hier sticht ganz deutlich der soziale Faktor heraus, der an Bedeutung immer weiter zunimmt. Solche klassischen SEO-Faktoren wie bezahlte Links und sogar die Keywords in Ankertexten verlieren stark an Bedeutung.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Wir sagen: Mensch SEO ärger dich nicht! Die Suchmaschinenoptimierung ist nicht „tot“, sondern sie fordert nun Sozialität. Die Unternehmen können die soziale Suche als Chance nutzen. Sie fordert dazu auf, sich um eine gute Online-Reputation zu bemühen. Das heißt: SEO geht perspektivisch nicht mehr ohne Social Media!

Online-Reputation-Management sollte in die gesamte Online-Strategie mit integriert werden, denn auch die soziale Suche zeigt uns, wie wichtig der Faktor Mensch im SEO geworden ist.

Fair Play wird bei SEO noch wichtiger. Das heißt: Suchmaschinenoptimierung ohne Betrügereien umsetzen und interessante Inhalte, die die Internetnutzer von sich aus gerne verlinken und teilen, anbieten – so wird der Weg in die oberen Reihen von Google erleichtert. Letztlich gilt also weiterhin der alte Satz: Content is King!