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Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 4

Heute gehen wir kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools auf die Spur!
In den letzten drei Teilen unserer Blogreihe wurden bereits kostenlose Tools zur Durchsuchung bzw. Analysierung von Blogs, Twitter und Facebook sowie für mehrere Social Media Plattformen vorgestellt.

Kostenpflichtige Tools haben den Vorteil, dass diese individuell für Unternehmenszwecke konfiguriert werden können und kontinuierlich und automatisch die gewünschten Daten plattformübergreifend sammeln. In diesem Fall ist der Einsatz von nur einem Tool notwendig, dafür sind aber auch die Nutzungsgebühren in der Regel doch sehr hoch. Der Preis findet seine Rechtfertigung im sehr großen Umfang der im Tool enthaltenen Funktionen, es werden nahezu alle denkbaren Auswertungs- und Analysemöglichkeiten geboten. Die gesammelten Daten werden in sogenannten Dashboards ausgeliefert, einer übersichtlichen Darstellung der Daten in aufbereiteten Diagrammen und Statistiken.

Die Fülle an verfügbaren Tools ist enorm hoch und es kommen stetig neue Anbieter auf den Markt. Hierdurch stehen Unternehmen, die sich für den Einsatz einer kostenpflichtigen Software entscheiden, vor der Qual der Wahl. Um diese zu erleichtern, veröffentlicht Goldbach Interactive jährlich den Social Media Monitoring Tool Report. Hier werden Social Media Monitoring Tools nach verschiedenen Kategorien wie Datenabdeckung und weltweite Präsenz, Reporting, Design, Preis-Leistungsverhältnis etc.  geprüft und eingestuft. Nachfolgende Grafik zeigt die Top 18 Tools die dieses Jahr ermittelt wurden (Infografik Goldbach Interactive Social Media Monitoring Tool Report 2012).

Um den Umfang und die Möglichkeiten der Datenerhebung bei kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools aufzuzeigen, werden hier beispielhaft die angebotenen Inhalte des gridmaster Tools von ethority vorgestellt.

Das Tool enthält unter anderem folgende Funktionalitäten:

– Individuell konfigurierbare Themen-Cluster und Quellen-Sets
– Untersuchung von über 250 Mio. Social Media Quellen
– Social-Media-Kanäle in über 70 Sprachen
– Mehrsprachige Tonalitätsanalyse 
– Erstellung von Marktforschungsreports
– Automatisierte Bestimmung des ROI
Echtzeittracking
– Verfügbarkeit von über 20 Tabellen und Grafiken

Weiterhin werden vielseitige Statistiken bzw. Daten bereitgestellt:

KPI – Wo steht die Marke in Social Media
Buzz – Wie häufig sprechen User über das Unternehmen
Benchmark – Wo steht die Marke im Vergleich
Stream – Worüber wird aktuell gesprochen
Topics – Welche Themen werden am meisten diskutiert
Tagcloud – Welche Keywords verwenden die User
Tonalität – In welcher Tonaltiät sprechen die User
Sources – Wo und wie sprechen User über die Marke
Demographics – Wo wird die Zielgruppe im Web erreicht
Location – Wo entsteht Buzz zur Marke
Twitter, Facebook, Google Plus, YouTube – Wo stehen die Profile im Vergleich
Influencer – Wer sind die Meinungsführer

Schlussendlich ist es bei der Auswahl geeigneter Tools – egal ob kostenlos oder kostenpflichtig – wichtig, vorab immer festzulegen, welche konkreten Ziele mit dem Social Media Monitoring verfolgt werden sollen und welche Daten und Kennzahlen für das Unternehmen von Bedeutung sind, um in Abhängigkeit davon geeignete Tools einzusetzen. Hierdurch wird die Gefahr umgangen, durch die Unmengen an Datenerhebungsmöglichkeiten viele nicht relevante Daten zu messen, aus denen eine unüberschaubare Menge an Zahlen resultiert. Um jedoch ein ernsthaftes Monitoring zu betreiben, ist der Einsatz eines kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools kaum zu umgehen.

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 3

Für Ordnung im Chaos der Gespräche im Social Web sorgt Social Media Monitoring. Für den Anfang und zur Verschaffung eines Überblicks können zunächst einmal kostenlose Tools hilfreich sein. In Teil 1 und Teil 2 unserer Blogreihe wurden bereits einige Tools zur Durchsuchung von BlogsTwitter und Facebook näher betrachtet. Heute wollen wir uns kostenlosen Tool widmen, die auf mehrere Plattformen angewendet werden können:

Social Mention

Seite: www.socialmention.com

Funktion: Durchsuchung mehrerer Bereiche bzw. Plattformen im Netz

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, Ergebnisse können als CSV– oder Excel-Datei exportiert werden, schnelle Ergebnisdarstellung und Berechnung, grafische Darstellung von Sentiment, Top-Keywords, Top-User, Top-Hashtag, umfangreiche Filtermöglichkeiten nach Quellen (Blogs, Microblogs, Bookmarks, Comments, Images, Videos, Networks etc.), Worten und Wortgruppen, Zeitraum und Sprache, Ausschließung von Usern und Worten möglich

Nachteile: Sprachfilterung funktioniert nur bedingt, Tool noch unausgereift für deutschen Markt

Update-Funktionen: RSS-Feed, E-Mail Alert

Addict-o-matic

Seite: www.addictomatic.com

Funktion: Kombinierte Ansicht der Suchergebnisse aus unterschiedlichen Quellen, über eine Gesamtansicht gelangt man direkt zu den einzelnen Diensten

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, verschafft einen Gesamtüberblick über die Gespräche im Netz,  Filterung nach Quellen möglich (YouTube, Google Blogsearch, Flickr, Twitter Search etc.)

Nachteile: Keine Update-Funktion, keine zeitliche Filtermöglichkeiten

Im nächsten Teil geht es weiter mit kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools. Bis dahin viel Spaß beim Testen der genannten Tools :-)

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 2

Die Anzahl an Social Media Monitoring Tools die auf dem Markt sind, scheint unendlich zu sein. Um einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir daher eine kleine Auswahl zusammengestellt. In Teil 1 unserer Blog-Serie wurden bereits kostenlose Tools zur Blogsuche vorgestellt. Wie angekündigt geht es heute weiter mit dem kostenlosen Monitoring auf Twitter und Facebook.

Twitter Search

Seite: www.search.twitter.com

Funktion: Schneller Überblick über getwitterte Inhalte geben

Vorteile: Einfache und intuitive Bedienung, übersichtlich, sehr umfassende Filtermöglichkeiten nach Suchbegriffen, Personen, Orten bis hin zur Einbeziehung von Sentiment, Fragen und Reetweets, gute Echtzeitsuche möglich

Nachteile: Unberechenbar, oft lückenhaft, nur bis zu 7 Tage zurück, es werden max. 1500 Tweets erfasst

Update-Funktionen: RSS-Feed

Twitter Crawl

Seite: www.twittercrawl.de

Funktion: Tweets deutscher Twitter-Nutzer der letzten 30 Tage durchsuchen

Vorteile: Minimalistische Oberfläche, Ergänzung der Ergebnisse durch eine Grafik, die den Zeitverlauf der Tweets anzeigt, einer Begriffswolke und einer räumlichen Verteilung der Tweets, die Suchergebnisse können als CSV-Datei heruntergeladen werden, schnelle Ergebnisdarstellung

Nachteile: Keine Filtermöglichkeiten vorhanden, nur Daten von deutschen Nutzern die Ortsangaben eingetragen haben sind verfügbar, keine Update-Funktion

Facebook Search

Seite: https://www.facebook.com/srch.php

Funktion: Durchsuchung von Facebook

Vorteile: Einfache und intuitive Bedienung, relativ gute Filtermöglichkeiten nach Beitragsart, Personen, Ort, Seiten und Internet-Ergebnissen

Nachteile: nur öffentliche Statusmeldungen werden durchsucht, keine zeitliche Filterung möglich, keine Update-Funktion

Im nächsten Teil gibt es mehr Infos zu kostenlosen Social Media Monitoring Tools, die auf mehrere Plattformen angewendet werden können.

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 1

Social Media Monitoring nimmt durch die zunehmend Nutzung von Social Media stark an Bedeutung zu. Jedoch monitoren laut einer aktuellen Studie von Share & Guide Share Europe nur 52,8 Prozent der befragten Unternehmen die wichtigen Social Media Plattformen – noch immer besteht Aufklärungsbedarf. Daher klären wir auf und stellen wichtige Tools und Dienstleister vor.

Was ist Social Media Monitoring?

Beim Social Media Monitoring werden Social-Media-Einträge und -Dialoge in Diskussionsforen, Weblogs, Mikro-Blogs und Social Communities kontinuierlich beobachtet und analysiert. Um die unterschiedlichen Quellen durchsuchen zu können und Ergebnisse über ein Online-Dashbord darzustellen, kommen technische Hilfsmittel bzw. Tools zum Einsatz.

Was bringt Social Media Monitoring?

  1. Trends, Inspiration, Information: Überblick verschaffen, Stimmungen erkennen, Meinungen, Kritik und Anregungen zu Produkten einholen, Wettbewerber, Meinungsführer, Kunden und Stakeholder identifizieren
  2. Themen besetzen, Krisen/Probleme erkennen: Chancen für Kommunikation, Frühwarnsystem, Kritische Situationen vermeiden
  3. Erfolgsmessung
  4. PR- und Marketing-Controlling

Kostenlose und kostenpflichtige Tools

Es gibt eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools – und die Zahl nimmt stetig zu. Während kostenlose Tools in der Regel auf eine oder mehrere bestimmte Quellen ausgerichtet sind, lassen sich kostenpflichtige Tools individuell konfigurieren und sammeln kontinuierlich und automatisch die gewünschten Daten. ethority, Radian6 oder VICO Research sind hier nur ein Bruchteil der am Markt vorhandenen Anbieter.

Wir haben uns mit den kostenlosen Social Media Monitoring Tools auseinandergesetzt und eine kleine Auswahl zusammengestellt, die in den nächsten Wochen vorgestellt wird. Begonnen wird mit zwei Tools zur Blogsuche – Google Blogsearch und Twingly.

Google Blogsearch

Seite: http://www.google.com/blogsearch

Funktion: Analyse von Blogs

Vorteile: Einfach und intuitive Bedienung, übersichtlich, gute Filtermöglichkeiten (nach Zeitraum, Relevanz, Datum), einfaches Nachfiltern des Suchzeitraums, gute Trefferquote, hohe Abdeckung, daher umfangreiche Ergebnisse

Update-Funktionen: E-Mail-Benachrichtigung mit Google-Alert oder Atom– oder RSS-Feed

Twingly

Seite: http://www.twingly.com/search

Funktion: Blog- und Microblogsuche

Vorteile: Einfache, intuitive Bedienung, übersichtlich, nachträgliche Filterung der Ergebnisse, Filterung nach Sprache möglich

Nachteile: Datumsfilter vom Zeitpunkt der Suche nur in Vergangenheit möglich, keine Filterung nach konkretem Zeitraum, Insights gegen Anmeldung und Bezahlung möglich

Update-Funktionen: RSS-Feed, E-Mail Alert nach Anmeldung, Widget

Abschließend sollte man wissen, dass kostenlose Tools im Gegensatz zu kostenpflichtigen Tools in Kombination eingesetzt werden sollten, um einen vorläufigen Gesamtüberblick ermitteln zu können. Langfristig sollte man jedoch über den Einsatz eines professionelles Tools nachdenken.

In unserem nächsten Teil geht es weiter mit Monitoring Tools für Facebook und Twitter.