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Positive Marketing-Veränderungen durch die Corona-Krise

Kein anderes Thema beherrscht das Weltgeschehen der letzten anderthalb Jahre so sehr wie Corona. Wörter wie Inzidenz, Mutationen und 3G sind längst im allgemeinen Wortschatz angekommen – ebenso wie Angst, Verunsicherung und zahlreiche Kontroversen. Doch gibt es auch positive Veränderungen durch Corona? Wir haben die Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und wollen die positiven Veränderungen im online Marketing hervorheben. 

Krise als Wachstumschance

In der Geschichte der Menschheit haben Krisen und Ungewissheit stets dazu gedient, Innovationen anzuregen und Prioritätenbetrachtung zu verändern. Wussten Sie beispielsweise, dass die Epidemie der Spanischen Grippe im Jahr 1918  die Popularität des Telefons enorm steigerte? In der Zeit des Kalten Krieges hatte die Verbreitung von Fernsehgeräten in den Haushalten einen direkten Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung des Vietnamkonflikts, der als erster Krieg im Fernsehen übertragen wurde. In jüngster Zeit sind Fragen des Klimawandels und der Gleichstellung der Geschlechter in den Vordergrund getreten, und die Menschen haben begonnen, mehr Forderungen an die Unternehmen zu stellen.

Und gerade jetzt, mit der massiven Ausbreitung des COVID-19-Virus, mussten wir neue Wege der Interaktion finden, da die soziale Distanz schnell zur Norm geworden ist. Die Unternehmen mussten von jetzt auf gleich ihre Geschäftsabläufe ändern, damit die Mitarbeiter ihre Arbeit effektiv und sicher erledigen können. Vertraute alltägliche Tätigkeiten wie Einkauf von Lebensmitteln, Restaurantbesuche, Lernen und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen haben sich erheblich verändert.

Vollständige Digitalisierung

Die Corona-Krise hat den bestehenden Trend zu digitalisierten Arbeitsprozessen stark beschleunigt. Zum Beispiel können wir jetzt bei Behörden Anträge digital ausfüllen, Beratungsgespräche bei der Bank über eine Videokonferenz durchführen und die Arbeit von zu Hause aus erledigen. Die Krise hat gezeigt, dass gemeinsame Erlebnisse und Kommunikation auch vollständig digital möglich sind.

Quelle: Statista. Corona-Krise: Monatliche Umsatzveränderung im Einzelhandel in Deutschland nach Vertriebsschienen von März 2020 bis Juli 2020 (gegenüber dem Vorjahresmonat)

Statistiken zeigen, dass während der Lockdown-Zeit im April 2020, der Umsatz des Online-Handels um sage und schreibe 84% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen ist. Dieser Trend setzte sich in den Folgemonaten fort, wenngleich in abgeschwächter Form.

Kreative und technische Vorschritte

Kreativteams auf der ganzen Welt haben in Rekordgeschwindigkeit virtuelle Lösungen entwickelt, um den Umzug ins Homeoffice zu gewährleisten und einen neuen Arbeitsalltag mit wenigen Hindernissen zu gestalten.

Durch innovative Technologien, wie Virtual Reality, Augmented Reality oder 3D ist es problemlos möglich, Schulungen, virtuelle Events oder Remote-Support zu gestalten.

Als im Jahr 2020 fast alle persönlichen Treffen abgesagt wurden, mussten neue innovative Formate her: Virtual-Reality-Veranstaltungen. Dabei bewegen sich die Teilnehmer bei den Messen, Kongressen sowie Konzerten und Ausstellungen in den virtuellen Räumen wie Avatare – und brauchen oft nicht einmal eine Virtual-Reality-Brille. Wie weit die Technik diesbezüglich ist, zeigt folgendes Video:

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Content Marketing gegen das Coronavirus

Viele Unternehmen haben den Widrigkeiten getrotzt und haben in die Stärkung ihrer Markenposition investiert. Die Umstellung auf Content-Marketing-Strategien war für kleine und große Unternehmen eine gute Entscheidung, denn: wer den Content reduziert hat (um z.B. Kosten zu sparen), wird später die Auswirkungen auf das sinkende Interesse der Zielgruppe bemerken.

Quelle: Statista. Anzahl der Visits von youtube.com von März 2019 bis Juli 2021 (in Milliarden)

Ein passendes Beispiel für die Auswirkungen auf die Content-Nachfrage zeigt die YouTube-Statistik während der Pandemiezeit. Das rapid steigende Zuschauerinteresse ist leicht zu erklären: Wenn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu Hause „eingesperrt“ sitzen, brauchen sie etwas, das sie unterhält. Viele Videoblogger und Unternehmen haben diesen Trend sofort erkannt und dementsprechend reagiert.

Wie geht es weiter?

Obwohl das Jahr 2020 uns beigebracht hat, keine Prognose für solche turbulenten Zeiten zu erstellen, werden die Trends von 2021 höchstwahrscheinlich auch an Dynamik gewinnen. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat dazu einen Bericht  über einige globale Marketingtrends veröffentlicht. Wir haben die wichtigsten Schlüsseltrends zur Gewinnung von Markentreue herausgefiltert:

  • Ziele: Organisationen, die wissen, warum und für wen sie arbeiten, haben einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern.
  • Flexibilität: Es ist Zeit, digitale Werkzeuge zu nutzen und agiles Marketing Wirklichkeit werden zu lassen.
  • Erfahrung: Marken müssen sich von der Denkweise der schnellen Markteinführung und Effizienz lösen. Es ist besser, sich auf den Aufbau menschlicher Beziehungen zu konzentrieren.
  • Vertrauen: Um in turbulenten Zeiten Vertrauen aufzubauen, müssen sich Marken mit den Werten der Menschen auseinandersetzen. Es lohnt sich auch, darauf zu achten, den Kunden Versprechungen zu machen, die eingehalten werden können. Dies erfordert eine klare und konsequente Kommunikation.
  • Engagement: Vermarkter können der Konkurrenz einen Schritt voraus sein, indem sie Strategien entwickeln, die den Käufer tief einbeziehen. So können die Verbraucher beispielsweise bei der Entwicklung neuer Produkte mitwirken, auf Konferenzen oder Foren sprechen und als Markenbotschafter auftreten.
  • Synthese: Organisationen können die Beziehungen zu den Menschen verbessern, indem sie durch branchenübergreifende Partnerschaften innovative Erfahrungen schaffen.
  • Talent: Die Marketinglandschaft verändert sich sehr schnell. Die Vermarkter müssen die Entwicklung von Talenten fördern, um mit dem Rhythmus des Wandels Schritt zu halten. Bauen Sie zum Beispiel ein internes Marketingteam auf, das schnell auf Kundenbedürfnisse reagieren kann. Bauen Sie außerdem interne Schulungsprogramme auf, um die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln, und nutzen Sie KI-Technologie um Routineaufgaben loszuwerden.

Fazit

Corona bestimmt die größte Veränderung in der Geschichte des Marketings – den digitalen Wandel. Dies gilt nicht nur für die Digitalisierung der Kanäle im Austausch mit dem Publikum, sondern auch für die internen Prozesse. Unternehmen, die Anfang 2020 noch kein digitales Angebot hatten, mussten sowohl externe als auch interne Prozesse anpassen und ihre Mitarbeiter qualifizieren.

Die Corona-Krise hat natürlich nicht alles umgewandelt, aber sie hat viele Trends beschleunigt, vor allem im Bereich Marketing. Die Verbraucher haben ihre Ansprüche und ihr Verhalten verändert. Es gilt für Unternehmen: schnell handeln und mobil sein!

Was macht eine Landingpage erfolgreich?

Erfolgreiche Landingpages sind besonders wichtig im Online-Marketing und mittlerweile fast genauso wichtig, wie eine Unternehmens-Webseite selbst. Doch was ist eigentlich eine Landingpage? Was zeichnet sie aus? Und was macht Landingpages erfolgreich? Diesen Fragen wollen wir hier nachgehen.

Was ist eine Landingpage?

Der Name verrät es eigentlich schon: eine Landingpage ist eine beliebige Webseite, auf der Nutzer:innen durch eine Aktion landen. Es gibt also eine Vorgeschichte und eine konkrete Absicht, was Nutzer:innen auf dieser Landingpage tun möchten.

Woher kommen Nutzer:innen?

Häufig kommen Nutzer:innen von externen Touchpoints auf die Landingpage. Typische Ausgangspunkte sind:

  • Google AdWords
  • Facebook Ads
  • Social Media Postings
  • Suchmaschinen
  • Gewinnspiele
  • Print-Kampagnen
  • Externe Webseiten (Blogs, Newsportale, Vergleichsportale, etc.)
  • Eigene URLs

Landingpages können auch beliebige Unterseiten von einer Webseite sein. Damit ist aber weniger die Homepage, also die Startseite der Webseite gemeint. Diese ist als Landingpage zu allgemein gehalten. Auf der Homepage werden oft viele verschiedene Zielgruppen angesprochen und viele unterschiedliche Inhalte dargestellt. Das besondere an Landingpages ist, dass häufig nur eine Zielgruppe angesprochen wird und auch nur eine bestimmte Aktion oder ein Ziel ausgeführt werden soll.

Welche Ziele können Landingpages haben?

Die Ziele können unterschiedlich sein. Es muss nicht immer gleich eine Bestellung sein. Häufige Ziele sind:

  • Whitepaper Download
  • Anmeldung zu einem Event (Webinar, Schulung etc.)
  • Newsletter Anmeldung
  • Kontaktaufnahme durch Kontaktformular
  • Telefonanrufe für Erstberatung, telefonische Bestellung etc.
  • Bestellung eines Produktes

Wichtig ist bei den Zielen darauf zu achten, an welcher Stelle der Customer Journey sich Nutzer:innen befinden. Äußerst selten wird bei einem ersten Kontakt gleich ein Produkt bestellt.  Nutzer:innen möchten sich lieber zuerst informieren und abwägen, bevor ein teures Produkt gekauft wird.

Ein typischer Anwendungsfall für eine Landingpage

Die typischen Landingpages sind Seiten, die auf eine Anzeigen-Kampagne folgen. Google hat mit seinen AdWords die Wichtigkeit von Landingpages in den Fokus gerückt. Eine typische Anwendung ist beispielsweise die folgende: Sie erstellen eine Kampagne zu einem bestimmten Keyword und verlinken diese AdWords Kampagne auf die dafür optimierte Landingpage. Das kann eine Unterseite Ihrer Unternehmens-Webseite sein. Wenn die Kampagne jedoch auf ein bestimmtes Produkt oder ein Thema aufbaut und eine besondere Zielgruppe ansprechen soll, kommen Sie mit einer Unterseite schnell an Ihre Grenzen.

Konkretes Beispiel einer Landingpage:  

Sie verkaufen Schuhe und möchten den Online-Kanal stärker ausbauen. In Ihrem Schuhladen haben Sie sich in den letzten Jahren besonders in dem Bereich Kinderschuhe als Experte positioniert.

Die Unternehmens-Webseite spricht alle Zielgruppen gleichermaßen an und soll das breite Produkt-Spektrum zeigen.

Wenn Sie nun eine Anzeigen-Kampagne zu dem Thema „Perfekt sitzende Kinder-Winterstiefel“ schalten, macht es Sinn, für die Landingpage eine eigene Bild- und Farbsprache zu entwickeln, die speziell Eltern und Kinder in der Winterzeit anspricht. Selbst die Headline-Schrift kann dabei das Thema emotional herausstellen. Das macht deutlich, dass Sie mit einer eigenständigen Landingpage viel freier in der Gestaltung sind.

Zudem kommt es auf einen überzeugenden Inhalt an. Es ist wichtig, dass sie sich inhaltlich auf Ihr Spitzenprodukt für diese Kampagne konzentrieren. Positionieren Sie sich als Experte und erklären, was beim Kauf von Kinder-Winterstiefeln besonders wichtig ist und was bei den meisten Kinderstiefeln für die optimale Passform fehlt. Stellen Sie die Vorteile Ihres Produktes heraus und unterstützen Sie Ihre Aussage durch vertrauensfördernde Testimonials oder Kunden-Bewertungen.

Beschränken Sie die Landingpage bewusst auf ein Produkt, damit die Nutzer:innen im Verkaufsprozess nicht abgelenkt werden von anderen Produkten. Am Ende der Landingpage steht eine Aktion im Mittelpunkt, die Nutzer:innen keineswegs übersehen können: Der Kauf dieses Winterstiefels.

Je überzeugender Ihre Argumentationskette aufgebaut ist und je ansprechender Ihr emotionales Design dargestellt ist, desto höher werden Ihre Verkaufszahlen und der Erfolg der Landingpage sein. Header und Footer können ganz individuell gestaltet sein, oftmals auch ganz reduziert mit Logo im Header und Onlinekauf Details und Kontaktinformationen im Footer.

Das zeichnet eine Landingpage aus:

  • Nutzer:innen landen durch eine konkrete Aktion auf einer Landingpage.
  • Es gibt einen externen Auslöser, eine Vorgeschichte
  • Es gibt ein konkretes Ziel, was Nutzer:innen auf der Landingpage verfolgen
  • Die Zielgruppe ist eingegrenzt und konkreter
  • Oft sind Header und manchmal auch Footer reduziert
  • Meist entfällt die Navigation, um vom Ziel nicht abzulenken

Der Weg zu einer erfolgreichen Landingpage

Da Landingpages im Online-Marketing eine große Wirkung haben, werden sie häufig als eigene Maßnahme betrachtet und erhalten ein abgewandeltes Design im Vergleich zur Unternehmens-Webseite. Durch Optimierungen im Design und im Inhalt kann der Erfolg einer Landingpage maximiert werden.

Das macht eine Landingpage erfolgreich:

  • Reduzierter Inhalt, der sich auf eine Lösung des Anliegens konzentriert
  • Bewerben von einem Produkt, einer Aktion oder einer Kontaktaufnahme
  • Keine Ablenkung durch andere Produktgruppen oder weitere Aktionen
  • Ein individuelles Design, das perfekt abgestimmt ist auf die Zielgruppe und das Thema
  • Eine eigene Bildsprache, die emotional positiv heraussticht
  • eigene Headline-Schrift, die das Thema emotional unterstreicht
  • Eine überzeugende Argumentationskette, die in aussagekräftigen Headlines schnell vermittelt wird
  • hochwertige und auffallende Microinteractions
  • Vertrauensbildende Kundenstimmen oder Bewertungen
  • Ein deutlicher Call-to-Action am Ende der Landingpage, der von Nutzer:innen mit Überzeugung geklickt wird.

Gute Beispiele für Landingpages

Jede Regel für Landingpages kann natürlich gebrochen werden. Wichtig ist allein, dass die Landingpage Nutzer:innen überzeugt.

Airbnb

Quelle: airbnb.de

Airbnb schafft es mit seiner Landingpage neuen Gastgebern die Vorteile und Freude zu zeigen, wenn sie eine Unterkunft bei Airbnb teilen. Vor allem die persönliche Nähe zu weltweiten Gastgebern wird deutlich. Dies wird besonders durch die Bildwelt und die Handschrift vermittelt. Die richtigen Fragen im interaktiven Formular zeigen auf, wie einfach der Einstieg ist. Zudem bietet die Plattform den Interessenten viel Unterstützung  an und macht damit den Einstieg so leicht wie möglich. Der Call-to-Action ist als Sticky-Button jederzeit präsent und sticht als einziger Button mit der roten Farbe heraus. Die Navigation im Header entfällt. Dafür sind in der Footer-Navigation hilfreiche weiterführende Links aufgelistet. 

Bugatti

Quelle: bugatti-smartwatches.com

Mit der Smartwatch Landingpage schafft es Bugatti Nutzer:innen in die Luxuswelt der Automarke eintauchen zu lassen. Zudem werden währenddessen alle Vorteile der Luxus-Smartwatch aufgeführt. Die Landingpage ist etwas lang. Man kennt diese Fülle an Inhalten bereits von Produktpräsentationen der Marke Apple oder Samsung. Es scheint fast je teurer das Produkt umso länger der Argumentationsaufbau, damit am Ende keine Zweifel mehr bestehen. Die Landingpage glänzt mit zahlreichen Scrolleffekten und Microinteractions, die den langen Inhalt auf interessante Weise hervorheben. Zudem spielen 3D und selbstablaufende Videos eine große Rolle. Im Footer findet man einen gigantischer Call-to-Action Button zu einem externen Shop, in dem man die Uhr kaufen kann.

Samsung

Quelle: samsung.com

Die Samsung Landingpage toppt die Länge der Webseite bei weitem. Aber auch hier gibt es einige gute Ideen. Zum einen kann die Landingpage durch eine Sticky-Anker-Navigation angesteuert werden. Pre-Order ist der präsenteste Button, der immer oben rechts platziert ist. Die gesamte Navigation der Samsung Webseite ist unter einem Hamburger Icon oben rechts versteckt und lenkt somit Nutzer:innen nicht ab.

Lufthansa 

Quelle: miles-and-more-kreditkarte.com

Die Landingpage der Lufthansa für die Miles and More Kreditkarten stellt gleich zwei Produkte gleichzeitig vor. Durch den Vergleich der Gold Credit Card mit der Blue Credit Card werden die Vorteile des teuren Produktes deutlich. Zudem kann die Zielgruppe immer noch das Einstiegsprodukt wählen, falls sie noch nicht ganz überzeugt ist. Das schöne an der Landingpage sind die zwei Sticky-Warenkorb-Buttons in der Mitte der Seite. Somit bleibt der Call-to-Action präsent im Fokus.

Fazit

Zusammenfassend gibt es vier Faktoren die für die Erstellung einer guten Landingpage wichtig sind:

  • Reduzierung auf eine Aktion und eine konkrete Zielgruppe
  • Überzeugender Inhalt als Argumentationskette aufgebaut
  • Ein emotionales Design das sich von den Wettbewerbern abhebt
  • Eine klare Nutzerführung mit einem Call-to-Action am Ende

Wenn Sie selbst eine Landingpage erstellen wollen, überlegen Sie sich, welche Unterseiten Ihrer Unternehmensseite besonders häufig besucht werden. Unabhängig von der Webseite sollten Sie zudem ermitteln, welche Produkte und Themen besonders nützlich für Interessenten sind, in denen Sie Nutzer:innen eine Lösung bieten können.

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsetzung einer Landingpage? Ob für Inhalt, Konzept, Design oder technische Umsetzung – wir unterstützen Sie gerne! 

8 Instagram Marketing Tipps für Unternehmen

Die Zukunft steht im Zeichen von Instagram

Mit über eine Milliarde monatlichen Nutzern weltweit und davon mehr als 20 Millionen Nutzern allein in Deutschland – Tendenz steigend – ist über die vergangenen Jahre auf der Social Media Plattform Instagram ein konsistent starker Nutzerzuwachs zu verzeichnen. Vergleicht man dabei die Entwicklung des Kanals von 2013 bis heute, gewinnt Instagram vor allem in den letzten Jahren immer mehr an Popularität.

Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von Januar 2013 bis September 2017 (in Millionen). Quelle: statista.com, 2017.

Neben den sozialen Kanälen Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube dient Instagram dabei auch als wichtiges Instrument für Bewerber. So wird die Plattform nicht nur für die Suche nach Stellenanzeigen genutzt, sondern hilft potentiellen Bewerbern dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Im Rahmen des Employer Brandings bietet Instagram demnach die Möglichkeit sich der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Die steigende Beliebtheit des Kanals und das damit verbundenen Potential der Plattform haben auch viele Unternehmen mittlerweile erkannt und sind mittlerweile auf Instagram aktiv. Instagram fördert das unter anderem durch spezielle Business Profile sowie immer neue Werbemöglichkeiten, die den Unternehmen zur Verfügung stehen.

Die Vorteile von Instagram

Täglich werden bei Instagram über 95 Millionen Fotos und Videos hochgeladen. Die Meisten von Nutzern und Influencern, aber auch von Unternehmen. Diese Fotos und Videos bilden den Kern der Plattform und dienen gleichzeitig als Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Großes Potential von Instagram liegt demzufolge im Visual Storytelling. Neben Einblicken hinter die Kulissen des Unternehmens, können die Beiträge auch dazu genutzt werden, um das Markenimage zu formen, Produkte zu kommunizieren sowie Kampagnen zu verlängern.

Auch eignet sich Instagram dazu die Beziehung mit den Kunden zu stärken, indem sich das Unternehmen authentisch und nahe am Nutzer präsentiert.

In Abgrenzung zu anderen Social Media Plattformen wie etwa Facebook, Twitter oder Pinterest besticht Instagram vor allem dadurch, dass lediglich Bilder und keine Links geteilt werden können. Das Ergänzen von Links bei Fotos und Videos ist auf Instagram folglich, ungleich zu Pinterest, nicht möglich. Dies hat zur Folge, dass unmittelbarer Traffic über Instagram auf die eigene Website nicht realisiert werden kann. Eine Ausnahme stellen Instagram Anzeigen dar, welche mit einem Link versehen werden können und so die Möglichkeit haben, Traffic zu generieren.

Besonders gut eignet sich Instagram für die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe. So ist die Plattform vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern äußerst beliebt. Möchten Unternehmen diese Zielgruppe gezielt ansprechen, ist eine Präsenz auf Instagram unausweichlich.

Werbung auf Instagram

Durch die steigende Nutzeranzahl auf Instagram bietet die Plattform auch für Unternehmen ein großes Potential Kunden zu erreichen. Besonders die zahlreichen Werbemöglichkeiten bilden dabei eine attraktive Option, das Instagram Publikum gezielt anzusprechen. Diesen Vorteil haben sich bisher bereits viele Unternehmen zu Eigen gemacht und platzieren ihre Werbebotschaften neben Facebook, YouTube oder Twitter, auch auf Instagram. Diese Entwicklung wird auch in der nachfolgenden Grafik deutlich. So haben sich die Umsätze von Instagram in Bezug auf mobile Werbung innerhalb von zwei Jahren mehr als vervierfacht.

Prognose der Umsätze von Instagram mit mobiler Werbung weltweit in den Jahren 2015 bis 2017 (in Milliarden US-Dollar). Quelle: statista.com, 2017.

Grundsätzlich werden auf der beliebten Foto-Sharing-App vier Haupttypen von Werbeanzeigen unterschieden. Neben Photo Ads und Video Ads lassen sich so auch Carousel Ads schalten. Primäre Zielsetzungen sind dabei neben Reichweite, Videoaufrufen und Conversions, Besucherverkehr und App-Installationen. Daneben sind Werbeanzeigen innerhalb der Instagram Stories möglich. Letztere werden dabei als gesponserter Content auf Instagram Stories platziert, wohingegen die ersten drei Ad-Typen im Feed der Nutzer gelistet werden.

Tipps für Ihr Business-Profil auf Instagram

Instagram zählt heutzutage zu einem der effektivsten Markenbildungsinstrumente im Social Web. Um die Zielgruppe plattformgerecht anzusprechen, bedarf es einer klaren und strukturierten Vorgehensweise. Für Ihren professionellen Markenauftritt auf der Plattform haben wir daher acht Tipps für Sie zusammengefasst:

  1. Definieren Sie eine Instagram-Strategie
    Vor der Aufsetzung des Kanals ist es empfehlenswert strategische Überlegungen durchzuführen. Zunächst sollten Sie dabei Ihre Ziele für Instagram festlegen. Diese sollten sich an Ihren Unternehmenszielen orientieren und SMART sein. Eine beispielhafte Zielsetzung wäre demnach die Steigerung der Markenbekanntheit. Auch das Festlegen der Postingfrequenz, der Veröffentlichungszeiten sowie der Content-Themen und Hashtags gehören in die Instagram-Strategie. Wichtig ist in diesem Schritt auch die Entwicklung von speziellen Instagram-Guidelines, in denen beispielshalber die Verantwortlichkeiten oder der Umgang mit kritischen Fan-Kommentaren festgehalten sind.
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  3. Setzen Sie auf visuellen Content
    Durch den starken Fokus auf visuellen Content innerhalb der Plattform, können Sie Instagram besonders gut dafür nutzen, um Ihr Unternehmen oder Ihre Marke auch visuell in Szene zu setzen. Jeglicher Content sollte dabei selbsterklärend und ohne Text verständlich sein. Zudem sollten Sie grundsätzlich festlegen, auf welche Inhalte sich Ihre Fotos und Videos konzentrieren. Dies kann von der reinen Produktdarstellung bis hin zur Präsentation der eigenen Firmenkultur und des eigenen Firmencharakters reichen. Oftmals hilft hier auch ein Blick in die Profile der Zielgruppe bzw. der Follower, um Trendthemen und beliebte Darstellungsformen zu identifizieren. Insights hieraus können dann auf die eigenen Inhalte übertragen werden. Die Gestaltung Ihres Instagram-Profils und des darauf gespielten Contents sollten sich stets an den Prinzipien Ihrer festgelegten Strategie orientieren. Zudem sollte ihr Content auch ohne Text leicht verständlich sein, da letzterer auf der Plattform lediglich eine untergeordnete Rolle spielt.
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  5. Posten Sie regelmäßig
    Wie bei allen sozialen Kanälen, gilt auch bei Instagram: Posten Sie regelmäßig, überfluten Sie den Newsfeed Ihrer Follower jedoch nicht mit Ihrem Content. So sollten Sie pro Woche im Schnitt 2-3 Posts spielen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung hängt dabei vor allem von Ihrer Zielgruppe ab. Studien belegen hier, dass Postings, die unter der Woche ausgespielt werden, mehr Interaktionen aufweisen. Ein individueller Test der Postingfrequenz und des Veröffentlichungszeitpunktes ist allerdings unerlässlich. Um einen guten Überblick über die Postings zu erhalten, ist es zudem sinnvoll einen Redaktionsplan aufzusetzen.
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  7. Denken Sie quadratisch und Mobile First
    Herzstück der Instagram Plattform stellen die geposteten Bilder und Videos dar. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, gilt in der Bilderstellung für Instagram: Denken Sie quadratisch. Für Bilder mit einer bestmöglichen Auflösung ist daher eine Bildgröße von 1080px x 1080px empfehlenswert. Zudem sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Bilder im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Instagram um eine Mobile First Plattform handelt. Das ausgewählte Bildmaterial sollte folglich auch auf einem kleinen Bildschirm gut zur Geltung kommen. Bilder und Videos müssen aus diesem Grund stets qualitativ hochwertig und hochauflösend sein.
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  9. Nutzen Sie Hashtags
    Hashtags sind bei Instagram Pflicht. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass Instagram-Nutzer Inhalte oftmals über die Suchfunktion mittels Hashtags suchen. Nutzen Sie daher bei jedem Beitrag passende Hashtags, die für Ihr Unternehmen und das gespielte Thema relevant sind. Darüber hinaus sollte auch immer darauf geachtet werden, dass die Hashtags in der jeweiligen Landessprache der Nutzer bzw. in der für die Kommunikation definierten Sprache gewählt werden. Auch ist es ratsam Hashtags mit hoher Beliebtheit zu verwenden, da diese von Nutzern vermehrt gesucht werden. Hashtags mit einer (noch) geringen Beliebtheit sollten ebenfalls verwendet werden, da diese für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten und es hier zudem leichter ist die eigenen Beiträge prominent zu platzieren.
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  11. Seien Sie stringent
    Egal, ob in Bezug auf Bilder oder Text – auch bei Instagram spielt Stringenz eine wichtige Rolle. Ziel dabei ist es einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, sodass die Nutzer Beiträge direkt mit Ihnen als Absender assoziieren. Bezüglich der Bilder kann diese Wiedererkennung beispielshalber durch ein einheitliches Farbschema oder durch die Art und Weise der Produkt-Platzierung auf den Bildern selbst realisiert werden. Neben den Bildern sollte jedoch auch die Tonalität der Texte über alle Beiträge hinweg einheitlich sein. Stringenz gilt zudem auch beim Profilbild. Ein konsistentes Bild über alle Social Media Kanäle hinweg ist Pflicht, sodass Nutzer das Unternehmen auch auf unterschiedlichen Plattformen stets sofort wiedererkennen.
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  13. Bauen Sie Abonnenten auf
    Speziell zu Beginn ist die Kommunikation des Accounts auf ausgewählten Kanälen, wie etwa der eigenen Website oder anderen sozialen Netzwerken, entscheidend, um ein gewisses Grundrauschen zu etablieren und erste Interaktionen mit veröffentlichten Beiträgen zu erzielen. Besonders großes Potential stellt dabei die Verlängerung des Instagram Accounts über Facebook dar. Hier ist eine große Überschneidung von Instagram- und Facebook-Nutzern zu identifizieren, sodass erste Instagram-Follower schnell aufgebaut werden können. Wichtig ist dabei selbstverständlich, dass sich die Nutzer von den Inhalten auf Instagram angesprochen fühlen und, dass der Kanal auf individuellen Content setzt, der auf die Anforderungen von Instagram zugeschnitten ist.
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  15. Analysieren Sie
    Um Rückschlüsse aus bereits veröffentlichten Beiträgen ziehen zu können und die Entwicklung des Instagram Profils im Auge zu behalten, sollten Sie die Leistungen Ihrer Beiträge & Co. kontinuierlich analysieren und Optimierungsansätze ableiten. Hierfür steht Ihnen im Business Profil der Reites „Statistik“ zur Verfügung. Wichtige Kennzahlen, wie beispielshalber Reichweite und Anzahl der Abonnenten sind hier aufgeführt.

 

Beispiele für erfolgreiche Instagram Kanäle

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2C-Bereich:

Beispiel 1: dm-drogerie markt

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1,2 Millionen Abonnenten und 1.035 Beiträge – der Instagram Account von dm garantiert durch die große Anhängerschaft eine besonders hohe Reichweite. Der Drogeriemarkt postet im Schnitt jeden zweiten Tag. Fokus in den Beiträgen liegt dabei vor allem auf der Darstellung der eigenen Produkte. Großer Pluspunkt der Seite ist der hohe visuelle Standard der Bilder sowie die Interaktion des Unternehmens mit den Nutzern.

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2B-Bereich:

Beispiel 1: Mailchimp

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Auch der knallbunte Instagram-Kanal von Mailchimp mit 64.000 Abonnenten macht einfach nur Spaß. Die Marke schafft es dabei dieses positive Gefühl letztendlich auch auf das Produkt selbst zu übertragen. Dass, der Content auch bei den Followern gut ankommt, macht sich in den zahlreichen Interaktionen pro Post bemerkbar. Stringenz im Kanal und einen hohen Wiedererkennungswert schafft das Maskottchen der Marke, das in jeglicher Form und Farbe im Bild- und Videocontent abgebildet wird. Durch die Verwendung von beliebten Hashtags, wie etwa #tbt, kann die Marke zudem ihre Reichweite erhöhen und neue Follower gewinnen.

Zu beachten ist jedoch grundsätzlich, dass Instagram als reiner Branding Kanal gesehen werden muss, der lediglich indirekt die gesetzten Vertriebsziele unterstützt. Dadurch, dass, abgesehen von Instagram Werbeanzeigen, keine Möglichkeit gegeben ist die Beiträge um Links zu ergänzen, führen Postings folglich selten zu einer unmittelbaren Aktion bzw. zu einem Kauf.

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

Kreative 404-Seiten

„404 Error – Page not Found“

oder „Fehler 404 – Seite nicht gefunden“ – diese Hinweise sind den meisten Internetnutzern vermutlich kein Fremdwort. Denn wer im Netz surft, kommt in der Regel nicht an den lästigen Fehlerseiten vorbei. Im Detail bedeutet der Code, dass die angefragte Seite nicht existiert und daher auch nicht ausgegeben werden kann. Grund hierfür sind zum einen falsch eingegebene URLs, aber zum anderen auch veraltete Links auf Seiten, die nicht mehr funktionieren.

Das Auftauchen derartiger 404-Seiten ist dabei häufig an Frust seitens des Nutzers gekoppelt, da der Fehler die Hoffnung auf eine gesuchte Information zunichtemacht. So klicken Nutzer oftmals lieber auf „Zurück“ und stellen eine erneute Suchanfrage. Schlechte oder gar fehlende 404-Seiten wirken sich zudem negativ auf die Suchmaschinenoptimierung einer jeden Domain aus. Auch beeinträchtigen sie den Trust seitens Google zur Domain, was wiederum in einer verminderten Sichtbarkeit in den Google-Ergebnissen resultiert.

Was sind gute 404-Seiten?

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollten Fehlerseiten daher so aufgebaut sein, dass sie trotz der Fehlermeldung ein gutes Nutzererlebnis garantieren und dem Nutzer Hilfestellung für die weitere Suche bieten. Zudem ist es wichtig, dass die Fehlerseite nicht den Fehler repräsentiert, sondern auf die positiven Aspekte der Website hinweist und dem Nutzer dadurch ein positives Gefühl vermittelt. Als Faustregel gilt hier: Jedes negative Gefühl benötigt vier positive Gefühle, um wieder vergessen zu werden.

 

Was auf einer 404-Seite nicht fehlen darf

    1. Hinweis auf eine 404-Fehler
      Helfen Sie dem Nutzer bei der ersten Orientierung und machen Sie ihm deutlich, dass es sich bei der angezeigten Seite um eine Fehlerseite handelt. Auf die Wörter „404“ oder auch „Fehler“ sollte dabei verzichtet werden.
    2. Verlinktes Logo
      Das Einbinden und die Verlinkung des Logos auf die Startseite gehören bei Webseiten zum aktuellen Status quo und sollten daher auch nicht auf der Fehlerseite fehlen. Binden Sie folglich ihr Logo auf der Fehlerseite ein und verlinken sie dieses auf die Startseite. So hat der Nutzer die Möglichkeit den „Reset-Knopf“ zu drücken.
    3. Suchfunktion
      Um eine hohe Benutzerfreundlichkeit der Fehlerseite zu gewährleisten ist es zudem essentiell ein Suchfeld direkt auf der 404-Seite einzubinden. Der Nutzer hat so die Möglichkeit die Seite intern gezielt nach der gesuchten Information zu durchsuchen, ohne auf externe Suchmaschinen zurückgreifen zu müssen.
    4. Hauptnavigation
      Um dem Nutzer zudem auch auf der 404-Seite einen guten Überblick zu verschaffen, ist es sinnvoll, die Hauptnavigation dort zu integrieren. Optional kann auch ein Link zum Inhaltsverzeichnis bzw. zur Hauptnavigation gesetzt werden.
    5. Weiterführende Links
      404-Seiten sollten darüber hinaus weiterführende Links aufweisen, die den Nutzer auf wichtige Contentseiten der eigenen Website führen. So können Links auf interessante Blogbeiträge, Events oder den Newsbereich prominent auf der 404-Seite platziert werden. Die Fehlerseite rückt dabei in den Hintergrund und wird so nicht negativ wahrgenommen.
    6. Vorschläge
      Neben der Abbildung eines Suchfeldes sowie weiterführenden Links, ist es besonders nutzerfreundlich, wenn auf der 404-Seite auch Vorschläge für verwandte Themen platziert werden, sodass der Nutzer unter diesen eventuell auch bereits den gesuchten Begriff findet.
    7. Kontakt
      Um dem Nutzer auch auf einer 404-Seite das Gefühl von Service zu geben, ist es darüber hinaus ratsam auf die Kontaktseite zu verlinken oder beispielshalber ein eingebautes Kontaktformular zu hinterlegen, sodass der Nutzer direkt mit dem Unternehmen in Kontakt treten kann.

 

Beispiele für kreative 404-Seiten

Nutzerfreundliche 404-Seiten müssen jedoch nicht langweilig, trist oder wenig unterhaltsam daherkommen. So sind auch kreative, witzige und verspielte Lösungen denkbar. Diese laden zum Verbleib auf der Website ein und sorgen zudem dafür, dass die gesuchte Information letztendlich doch gefunden wird und die Nutzeranfrage zufriedenstellend beantwortet werden kann. Ob Start-up oder bekannte Marke – wir haben die sechs schönsten und außergewöhnlichsten Beispiele für Fehlerseiten im Folgenden zusammengefasst:

 

Beispiel 1: Airbnb

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Ein schönes Beispiel für die kreative Umsetzung einer 404-Seite zeigt airbnb. Durch die Animation wird die eigentliche Fehlerseite aufgelockert. Zudem helfen die auf der linken Seite aufgeführten Links dem Nutzer sich zurechtzufinden. Zu beachten ist hier jedoch, dass die Links noch etwas prominenter auf der Seite positioniert werden sollten.

Tipp für den Website-Relaunch:

Achten Sie unbedingt darauf, dass nach dem Relaunch 301-Weiterleitungen für die  jeweiligen URLs eingerichtet werden, die nicht mehr existieren oder umbenannt wurden.

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Möchten Sie mehr davon? Gerne beraten wir Sie individuell!

B2B-Unternehmen in den sozialen Medien – Lohnt sich der Aufwand?

Beruflich oder privat: Wer Informationen sucht, tut das zuerst online. Auch im Business-Bereich bekommt man während eines Entscheidungsprozesses online am bequemsten einen Marktüberblick. Dafür werden vor allem Suchmaschinen und Corporate Websites zu Rate gezogen, also vorwiegend klassische Kanäle und nicht unbedingt die sozialen Medien. Doch Fach-Communities, Online-Foren und berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn werden bei der Informationsbeschaffung immer interessanter.

Die Skepsis, die noch vor wenigen Jahren auf Seiten von B2B-Unternehmen gegenüber Social Media herrschte, lässt zwar langsam nach, doch noch immer sind nicht wenige Unternehmer der Meinung, dass die sozialen Medien in ihrem Marketingmix keine Rolle spielen müssen. „Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken“,  „Wir haben nicht genügend interessante Inhalte“, oder „Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website“ sind die häufigsten Einwände gegen das Einschlagen einer neuen Richtung im Marketing. Dabei ergeben sich durch die Nutzung der sozialen Medien auch für B2B-Unternehmen enorme Chancen.

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Social Media im B2B-Bereich: Was bringt das?

Werden die sozialen Medien richtig eingesetzt, können B2B-Unternehmen auf viele Arten profitieren:

  • Markenimage/Reputation:
    Aufbau und Pflege eines positiven Images, Stärkung der Reputation des Unternehmens
  • Auffindbarkeit, Lead-Generierung
    Bessere Auffindbarkeit durch besseres Suchmaschinen-Ranking → mehr Besucher auf der Firmenwebsite → Lead-Generierung
  • Kundenzufriedenheit, Kundenbindung
    Mehr zufriedene Kunden durch neue Formen des Kundenservice → engere Kundenbindung
  • Mitarbeiterrekrutierung
    Finden neuer Mitarbeiter und Fachkräfte, die in den sozialen Medien auf das Unternehmen aufmerksam wurden

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Generationen-Aspekt: Entscheider und Einkäufer mögen momentan noch vermehrt auf klassische Kanäle setzen, doch die nächste Generation rückt gerade nach. Und die ist mit der Nutzung sozialer Medien aufgewachsen und findet es selbstverständlich, Dienstleister und Zulieferer auch nach ihrem Auftreten im Social Web zu bewerten.

Social Media erfolgreich einsetzen: Das sollte man beachten

„Also gut, überzeugt. Lasst uns eine Fanpage auf Facebook anlegen und dieses Social Media machen. Kann ja nicht so schwer sein.“

Ganz so einfach ist es leider nicht, denn: Ohne Strategie kein Erfolg. Bevor man einfach loslegt und Profile in sozialen Netzwerken anlegt, ohne zu wissen, wer diese womit befüllen soll, sollte man die nötigen Voraussetzungen schaffen und einen zielführenden Maßnahmenkatalog erstellen. Erst danach folgt die Umsetzung – und diese muss konsequent sein!

Dabei sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Social-Media-Einsatz im B2B-Bereich dieselben wie im B2C:

  • Erstellung einer Bestandsanalyse
    Wer spricht wo im Netz wie über das Unternehmen und die Konkurrenten? Wo hält sich die Zielgruppe auf?
  • Bereitstellung der nötigen personellen und finanziellen Ressourcen
    Nur so kann die Veröffentlichung von qualitativ hochwertigem Content und eine kontinuierliche Kommunikation sichergestellt werden.
  • Professioneller Umgang mit (negativem) Feedback
    Gar nicht oder zu spät beantwortete Kommentare und unangemessene Reaktionen auf Kritik sorgen für keinen guten Eindruck.
  • Definition klarer Ziele
    Diese sollten zu den Unternehmenszielen passen und erreichbar sein.
  • Einbeziehung von Mitarbeitern
    Die Aufklärung über die Vorteile von Social Media schafft Akzeptanz bei skeptischen Kollegen. Eine Social Media Guideline gibt den Mitarbeitern klare Anhaltspunkte und Nutzungsvorgaben für das korrekte Verhalten im Social Web.

B2B-Unternehmen haben eine weitere Herausforderung zu meistern, der sich B2C-Unternehmen in den meisten Fällen nicht stellen müssen:  mehrstufige und lange Entscheidungsprozesse. Während Entscheider abwägen, Informationen sammeln und sich mit verschiedenen Lieferanten auseinandersetzen, kommt es darauf an, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen am richtigen Ort zu liefern. Durch konstruktive und serviceorientierte Kommunikation in den sozialen Netzwerken schafft man außerdem eine Vertrauensbasis.

Social Media richtig nutzen: Handlungsempfehlungen

    • Bereitstellung von aktuellem und hochwertigem Content in sozialen Plattformen, Netzwerken, Foren und Diskussionsgruppen. Das informiert nicht nur die Nutzer und verbessert das Unternehmens-Image, sondern erzeugt auch Social Signals für Google und erhöht die Sichtbarkeit.
    • Um den Eindruck eines aktiven und patenten Unternehmens zu unterstreichen, sollten Inhalte kontinuierlich und regelmäßig veröffentlicht werden.
    • Komplexe, erklärungsbedürftige und wenig greifbare Produkte oder Dienstleistungen lassen sich sehr gut in anschaulichen Videos im eigenen YouTube-Kanal oder durch Success Stories im Firmenblog erklären und erlebbar machen.
  • Expertenbeiträge in bestehenden oder vom Unternehmen gegründeten XING-Gruppen oder in Themenblogs stellen die Kompetenz des Unternehmens heraus und etablieren es als Experte im jeweiligen Fachbereich.
  • Durch schnelles, freundliches und lösungsorientiertes Feedback auf Fragen oder negative Kritik in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird Kundennähe und Serviceorientierung kommuniziert.
  • Durch öffentlich einsehbare Kundenmeinungen und Bewertungen lassen sich die im B2B-Bereich oftmals rationalen Entscheidungen emotional untermauern.

Nachdem aus dem Interessent ein Kunde geworden ist, bieten sich die sozialen Medien vor allem für neue Wege des Kundenservice an und sollten genutzt werden, um auch Bestandskunden über Produktneuheiten und  aktuelle Forschungen zu informieren.

Fazit

Mit Social Media allein gewinnen auch B2B-Unternehmen keine Kunden. Wenn sie die sozialen Medien allerdings geschickt und mit einer dahinter stehenden Strategie in ihren Marketingmix einbauen und bei der Nutzung am Ball bleiben, kann Social Media eine sinnvolle und nutzenbringende Ergänzung zu den klassischen (Online-)Marketingbausteinen sein.

Doch was ist mit den anfangs erwähnten üblichen Einwänden?

„Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken.“ Doch, das sind sie. Sie müssen nur herausfinden, in welchen.

„Wir haben nicht genügend interessante Inhalte.“ Falsch. Gerade B2B-Unternehmen können Einkäufern die Entscheidung für ihr Unternehmen erleichtern, indem sie sie mit Produktinformationen, Success Stories, Anwendungstipps, Expertenbeiträgen usw. beeindrucken.

„Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website.“ Die muss sich der Interessent aber gezielt anschauen. Im Social Web erreichen sie ihn auch ohne dass er aktiv werden muss.

„Social Media primär als Chance zu begreifen, anstatt als ein loderndes, kommunikatives Risiko zu fürchten: Das ist der springende Punkt.“
(Christopher Schmidt von We Are Social im Interview mit dem Upload-Magazin)

Man muss übrigens nicht alles auf einmal machen. Wer angesichts des hohen Aufwands und der dabei entstehenden Kosten Bedenken hat, sollte erst einmal klein anfangen – am besten mit einem Kanal, der sich nach der Bestandsanalyse als am geeignetsten erwiesen hat. Auch Liebherr, Platz 1 im Social Media Report 2013, machte am Anfang kleine Schritte und baute seine Social-Media-Aktivitäten nach und nach weiter aus. Mittlerweile ist das Unternehmen das sichtbarste B2B-Unternehmen im Social Web. Im Interview mit dem UPLOAD Magazin erläutern Tobias Ilg, der zuständige Social-Media-Manager, und Christopher Schmidt von der betreuenden Agentur ihr Vorgehen.

Sie möchten jetzt auch loslegen und ihr Unternehmen ins Social Web bringen? Wir beraten Sie gern! > Kontakt aufnehmen

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