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E-Mail-Marketing erfolgreich einsetzen: 9 Schritte, um die E-Mail-Öffnungsraten zu steigern

Das E-Mail-Marketing hat sich längst als Standardkanal für digitale Kundenkommunikation etabliert. Eine Studie der Deutschen Post ergab, dass in Deutschland rund 751.000 Unternehmen (95% der deutschen Top-Unternehmen) E-Mail-Marketing nutzen (Quelle: statista.com). Das bedeutet, dass immer mehr E-Mails im Postfach miteinander um die Aufmerksamkeit der Lesenden konkurrieren. Wenn Sie dabei nicht das volle Leistungspotential der Kommunikationsmöglichkeit ausschöpfen, haben Ihre E-Mails keine Chance gelesen zu werden.

Menschen schützen sich vor der Flut der täglichen E-Mails. Wenn sie sich von Ihren Inhalten nicht angesprochen fühlen, löschen sie die E-Mails sofort. Mit einer durchdachten Strategie werden Ihre Abonnenten eher dazu tendieren, die E-Mail zu öffnen und Sie bekommen die Möglichkeit Ihre Kunden langfristig zu binden. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das Newsletter-Marketing verbessern können und mehr Anmeldungen generieren.

Warum eigentlich ein Newsletter? Wirkungsvolle Vorteile des E-Mail-Marketings

Heutzutage muss man für die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden kämpfen und immer wieder nach neuen Wegen und Marketing-Strategien suchen. Social Media wird immer populärer, doch lösen sie Newsletter damit ab? Keiner kennt den genauen Algorithmus von Facebook & Co., daher werden die Posts nicht immer Ihren Abonnenten angezeigt. Anders ist das bei E-Mail-Marketing. Dieses Kommunikationsmedium bietet viele Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Allgegenwärtig
  • Zuverlässig
  • Gezielte Kundenansprache
  • Leichte Erfolgsmessung
  • Überschaubarer Aufwand
  • Automatisierungsmöglichkeit
  • Flexible Personalisierung
  • Einfache Segmentierung
  • Datenschutz
  • Kurze Reaktionszeit

Neben günstigen Kosten, überzeugen hierbei vor allem die Möglichkeiten der gezielten Kundenansprache, der Marketing-Automation und leichten Erfolgsmessung. Die schnellen Reaktionszeiten der Kontakte erlauben eine genaue Messung des Erfolges einer Kampagne und sorgen für schnelle Ergebnisse.

9 Tipps, Ihre Newsletter-Öffnungsrate zu erhöhen

Die Newsletter-Öffnungsrate ist ein wichtiger Aspekt für den Erfolg Ihrer E-Mail-Kampagne. Wenn nicht geöffnete E-Mails gleich im Papierkorb landen, können die Empfänger Ihre Inhalte nicht kennenlernen. So können Sie die Newsletter-Öffnungsrate steigern:

Tipp #1 Begrüßen Sie Ihre neuen Abonnenten

Die Begrüßungsmail von OMR.

Glückwunsch! Sie haben neue Abonnenten für Ihren Newsletter gewonnen. Diese haben sich gerade entschieden von Ihnen regelmäßig hören zu wollen. Der Moment nach der Anmeldung hat die größte Aufmerksamkeit, da die Abonnenten voll Neugierde und Erwartungen sind. Und das sollten Sie gleich erfüllen. Sobald Sie eine E-Mail nach der Double Opt-In Bestätigung bekommen, begrüßen und bedanken Sie sich für die Anmeldung.

Die Willkommens-Mails haben die höchste Öffnungsrate. Dieses Potential sollte man nutzen. Je nachdem für welches Ziel Sie sich entschieden haben, belohnen Sie Ihne neuen Abonnenten:

  • Umsatzsteigerung: Willkommensgutschein mit klarer Auflösungserklärung.
  • Kundenbindung: Themenübersicht mit zukünftigen Newsletter oder Top 5 der letzten Monate. Ihre neuen Abonnenten werden sich bestimmt über ein kleines Geschenk freuen: Probeanmeldung, Checkliste, Vorlage.
  • Datensammlung: Fragen Sie den Empfänger nach seinem Interesse. In der Zukunft wird es Ihnen helfen, die Themen besser zu segmentieren.

Tipp #2 Betreffzeile richtig formulieren

Der Betreff ist das erste was die Person sieht, wenn der Newsletter im E-Mail-Postfach landet. Gut formulierte, überzeugende Betreffzeilen wecken die Neugier und steigern somit die Öffnungsrate. Doch wenn die Betreffzeile starke Gefühle auslöst und in dem Text nichts dahintersteht, können Sie im schlimmsten Fall die Glaubwürdigkeit verlieren und steigende Newsletter-Abmeldungen erzielen.

Der Newsletter-Text muss das halten, was Sie in der Überschrift versprochen wird. Geben Sie deswegen den Inhalt wahrhaft wieder. Mit Ehrlichkeit kommen Sie viel weiter als mit kurzfristigem Erfolg. Im E-Mail-Marketing erfolgreich zu sein bedeutet, langfristige Beziehungen zum Empfänger aufzubauen und auf diese Weise von hohen Öffnungsraten zu profitieren.

Tipp #3 Absender persönlich ansprechen

Studien belegen, dass die persönliche Ansprache mit dem Vornamen, die Öffnungsrate ebenso erhöhen kann (Quelle: episerver.com). Der Empfänger wird sich persönlich angesprochen fühlen.

Bestätigungs-E-Mail von OMR

Oft wird generisch angesprochen und vergessen, dass dieser psychologische Trick viel Wirkung erzielen kann. Mit persönlicher Ansprache bauen Sie eine vertraute Beziehung mit dem Empfänger auf. Von daher teilen Sie in der E-Mail persönliche Infos vom Empfänger, wie Vorname, Wohnort oder andere Merkmale, die er bei der Anmeldung mitgeteilt hat. „Hi Steffen, weißt Du schon wie Marketing dein Leben bestimmt?“ kommt besser an als „Wie Marketing unser Leben bestimmt“.

Doch Vorsicht! Eine andere Studie (Quelle: newsletter2go.de) bestätigt, dass die Wirkung andersrum sein wird, wenn Sie Ihre Rezipienten mit Nachnamen anschreiben. Solche E-Mails haben geringere Öffnungsraten.

Personalisierte Newsletter eignen sich nicht für jede Situation. Auf Personalisierung in der Betreffzeile sollten Firmen im Bereich Finanzen, Immobilien und Versicherungen verzichten.

Tipp #4 Nehmen Sie die Perspektive Ihres Empfängers war

Überlegen Sie gut, wie Ihr Angebot dem Empfänger helfen kann. Was können Sie ihm anbieten, um seine Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen. Es gibt zwei Wege, diese Herausforderungen zu meistern:

  1. Führen Sie sich das Ziel Ihres Empfängers vor Augen. Dabei können Betreffzeilen, wie „So wirst Du zum SEO-Experten“ helfen
  2. Sprechen Sie Ihre Interessenten auf eine Art und Weise an, dass sie sich in der Betreffzeile wiederfinden können oder eine starke Gruppenzugehörigkeit empfinden. Benennen Sie die Betreffzeile zum Beispiel so: „Perfekte Pizzaschneider für Profis“ oder „Die einfachsten Kochrezepte für Anfänger“

Tipp #5 Stellen Sie Fragen

Ein gutes stilistisches Mittel, um Feedback zu bekommen, ist das Stellen von offenen Fragen, wie z. B. „Wie hat Dir das Produkt gefallen?“. Oder Sie können Fragen stellen, worüber der Empfänger keine Kenntnisse verfügt, aber die Antwort gerne wissen möchte: „Was ist das Marketing-Geheimnis für Immobilienmakler?“ oder “Wie kann ich eine Business-Seite auf Instagram erstellen?“

Solche Fragen helfen ein Dialog mit Abonnenten zu führen, Neugier zu wecken und Leser in die richtige Richtung zu lenken.

Tipp #6 Nutzen Sie die Zahlen und Aufzählungen

Zahlen und Aufzählungen stellen schnelle Lösungen in Aussicht. Niemand hat viel Zeit und Lust für lange Erklärungen. Besonders kleine Zahlen (bis 10) wirken motivierend, weil der Leser das Gefühl bekommt, dass er die Lösungswege gleich überschauen kann.

Der Titel „7 Phasen zur erfolgreichen Vermarktung“ wirkt besser als „Wege zur erfolgreichen Vermarktung“.

Tipp #7 Mit zeitlich begrenzten Angeboten locken

Sommeraktion von Mister Spex

Versuchen Sie den „Fear of missing out“- Effekt. Diese uralte Regel beschreibt die Angst, ein spannendes Erlebnis zu verpassen und das Gefühl, dass die Menschen in der Umgebung ein viel besseres und erfüllteres Leben führen. Verwenden Sie deswegen Formulierungen, die dieses Gefühl vermitteln: „Nur noch bis morgen“, „Gleich anmelden“, „Verpasse deine letzte Chance nicht“.

Sobald ein Angebot als knapp war genommen wird, wird der Leser aufmerksamer. Höhere Öffnungsraten und Handlungsaufforderungen verspricht auch der Zeitdrang. Dieses Phänomen hat zuerst booking.com verwendet. Wenn man nach Hotel-Zimmern sucht, wird in der Echtzeit angezeigt, wie viele andere Interessenten momentan dieses Angebot auch anschauen.

Tipp #8 Mit dem Cliffhanger-Effekt die Leser-Erwartungen erfüllen

Der Cliffhanger-Effekt beschreibt eine Situation, in der sich eine unerfüllte Aufgabe besser gemerkt wird als eine abgeschlossene Handlung. Ein Beispiel ist die nicht abgeschlossene Handlung am Ende eines Filmes. Der Zuschauer wird damit bis zur Fortsetzung zurückgelassen. Dieser Trick lässt sich auch im E-Mail-Marketing durch unvollständige Sätze übertragen.

Den Cliffhanger können Sie z.B. so formulieren: „Du wirst nicht glauben, was dann geschah!“, „Hast Du nicht etwas vergessen?“, „Du bist auf dem richtigen Weg, wenn… “. Solche Überschriften bauen einen gewissen Erwartungsgrad auf und machen den Leser neugierig.

Tipp #9 Überzeugen Sie mit Triggerwörtern und Handlungsaufforderungen

Die Triggerwörter können Gedanken wecken und Gefühle auslösen. Damit können Sie die Aufmerksamkeit beim Leser steigern. Wichtig ist es, nur an positive Assoziationen zu appellieren: „Dein Weihnachtsgeschenk wartet auf Dich“.

Für jede Zielgruppe gibt es eigene Auslöser-Wörter.

B2B: Guide, Checkliste, Wettbewerb, Webinar, Tipps.

B2C: Geschenk, Rabatt, Gewinnspiel.

Um den Empfänger stärker zu überzeugen, verwenden Sie Handlungsaufforderungen: „Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz im Webinar“. Aus dem kurzen Teaser-Text soll sofort klar werden, um was es geht und warum es sich lohnt, die ganze E-Mail zu lesen.

Formulieren Sie den Text kurz und prägnant, damit der Leser Sie schnell versteht.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten

E-Mail-Newsletter von TK Maxx
  1. Smartphone-Nutzer vergessen.

Beim Schreiben von Betreffzeilen sollten Sie sich kurzhalten. Viele User lesen die Newsletter auf dem Handy und ab einer bestimmten Länge wird der Text abgeschnitten. Am besten orientieren Sie sich an maximal 60 Zeichen.

2. Zu viele Handlungsaufforderungen

Der Leser wird von zu vielen Buttons in der E-Mail überfordert sein: „Hier zum Blogartikel weiter klicken“, „Empfehle und weiter“, „Mache bei der Umfrage mit“.

3. Das Angebot kompliziert präsentieren, statt den Nutzen im Vordergrund zeigen.

4. Spezifische Zielgruppe ansprechen.

Betreffzeilen wie „Vertikales Marketing im Wandel: Restrukturierungsbedarf der vertikalen Marketingkonzeptionen“ besser vermeiden. Gehen Sie vom Normalverbraucher aus und formulieren Sie die Nachricht verständlich.

Und das Wichtigste: Bevor Sie Ihre Newsletter-Kampagne starten, überlegen Sie mehrmals, wer diese E-Mail bekommen soll und was Sie damit erreichen möchten. Vielleicht brauchen Sie die E-Mail mit dem neuen Angebot nicht an Personen zu verschicken, die das Produkt neulich schon gekauft haben. Wenn Sie exakt bei diesem Produkt kürzlich den Preis reduziert haben, bleibt die Person unter Umständen verärgert zurück und wechselt zum Konkurrenten.

Fazit:

Trotz der herausragenden Position von Sozialen Medien im Kundenkommunikationsbereich, bleibt das E-Mail-Marketing eine hilfreiche Option, um Kunden zu binden und Produkte zu vermarkten. Neben passenden und relevanten Inhalten sind die richtige Betreffzeile der Absender und Versandzeit entscheidend für den Erfolg der Newsletter-Kampagne.

Überlassen Sie nichts dem Zufall. Analysieren Sie ständig die letzten Öffnungsraten und betreiben Sie aktiv die Fehlerkorrektur. So bieten Sie Ihren Kunden das bestmögliche Newsletter-Erlebnis.

Dos und Don’ts im E-Mail-Marketing

Zahlreiche berufliche und private Mails fluten täglich unsere Postfächer. Und mittendrin: Newsletter! Ob Abonnenten einen Newsletter öffnen oder ihn ungelesen löschen, hängt von vielen Faktoren ab. Wir liefern Ihnen Tipps, was einen guten Newsletter ausmacht und welche Stolperfallen beim E-Mail-Marketing lauern!

Darauf sollten Sie achten:

Unbedingt Mehrwert bieten

Spam-Mails sind out, Mails die einen konkreten Mehrwert bieten sind gefragt! Und User die sich für einen Newsletter angemeldet haben, zeigen Interesse an der Firma oder einem Produkt. Dieses Vertrauen sollte nicht für 0815-Newsletter missbraucht werden. Überlegen Sie also ganz genau, welchen Mehrwert Sie dem Abonnenten mit einem Newsletter bieten können.

Ohne Wenn und Aber: responsive

Die meisten Menschen lesen ihre Mails über das Smartphone. Allgemein nutzen schon 74% der Deutschen das Internet auch mobil. (Quelle: statista.com). Folglich sollte klar sein, dass auch ein Newsletter in der mobilen Ansicht funktionieren MUSS! Die meisten Newsletter-Anbieter bieten mittlerweile responsive Templates an.

Mit den Abonnenten feiern

Geburtstag, Weihnachten, Ostern – das Jahr bietet zahlreiche Anlässe zum Feiern. Und auch die Newsletter-Abonnenten sollten an bestimmten Tagen beschenkt werden. Rabattcodes oder kleine Geschenke verstärken die Kundenbindung und regen zum Kaufen an. Diese Codes können per Newsletter automatisch verschickt werden. Bei der Anmeldung müssen nur Daten wie Geburtstag o.ä. abgefragt werden.

Auch Payback setzt auf persönliche Aktionen zum Geburtstag:

Lieber nicht!

Zu lange/langweilige Betreffzeile

Bei der Flut an E-Mails die jeden Tag unsere Postfächer füllen, stechen nur die mit ansprechender Betreffzeile hervor. Machen Sie dem Abonnenten klar, warum er gerade Ihren Newsletter öffnen soll. Zu lang sollte die Betreffzeile auch nicht sein, denn nach einer gewissen Zeichenanzahl wird einfach abgeschnitten. Allgemein gilt für die Betreffzeile: neugierig machen und locken aber keine Versprechen machen, die Sie nicht halten können!

Abgemeldete User nicht löschen

Das ist ein absolutes No-Go! Nicht erst seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 müssen Marketer die Daten von Usern mit äußerster Vorsicht behandeln. Gehen Sie daher vor dem Verschicken eines Newsletters auf Nummer sicher, dass alle abgemeldeten User auch wirklich aus den Verteilerlisten entfernt wurden.

Drahtseilakt mit Coregs

Wenn Sie Ihren E-Mail-Verteiler schnell vergrößern wollen, können Sie sogenannte Coregs nutzen. Über Gewinnspiele im Netz werden die E-Mail-Adressen von Teilnehmern gespeichert. Die User erklären sich bereit, bei Teilnahme am Gewinnspiele Werbeemails der Sponsoren zu erhalten. Meistens entsprechen die Teilnehmer der Gewinnspiele aber kaum der definierten Zielgruppe eines Unternehmens. Die Folge: zahlreiche uninteressierte Abonnenten tummeln sich im Newsletter-Verteiler. Wir raten daher lieber zu mehr Ausdauer. Bauen Sie sich über eine Zeitlang lieber einen qualitativ hochwertigen E-Mail-Verteiler auf. Denn diese Abonnenten haben Ihrem Unternehmen ein wirkliches Interesse!

Eine Gewinnspielseite die die E-Mails der Teilnehmer für Werbezwecke speichert, ist beispielsweise folgende Website:

Quelle: https://gewinnspiel.iwin.de/iPhone-XS-Gewinnspiel-541?subid=A3-72-18436-10&fp=mpbfWmo-BYXB

Mehr Informationen zu den genannten Tipps und Fehlern sowie weitere Do’s und Don’ts im E-Mail-Marketing können Sie in unserem Whitepaper nachlesen.

Newsletter – Praxistipps für die mobile Optimierung

„Responsive Design“ ist für viele Unternehmen kein Fremdwort mehr und wird verstärkt für zahlreiche Websites umgesetzt. In dieser Euphorie vergessen jedoch viele, dass für die digitale Kommunikation nicht nur die Website genutzt wird, sondern auch ein weiterer wichtiger Kanal – der Newsletter.

Laut der Studie „Mobile E-Mail Marketing 2012“  nutzt bereits ein Drittel (32,3 %) aller befragten Teilnehmer ein mobiles Endgerät, um E-Mails zu lesen. Vor allem auf Geschäftsreisen oder in Besprechungen werden E-Mails regelmäßig per Smartphone abgerufen.

Trotzdem sind aktuell viele Newsletter noch nicht für mobile Endgeräte optimiert und nur über die Zoomfunktion und das Hin-und-Her-Schieben lesbar. Führen solche nicht responsiven Newsletter zu Artikeln auf einer responsiven Website, erlebt der Nutzer einen unschönen und unnötigen Medienbruch statt eines harmonischen Auftritts.

Um die Zielgruppe der mobilen Nutzer zu erreichen, kann man mit wenigen Handgriffen seinen Newsletter so anpassen, dass dieser nicht nur auf  dem PC oder Notebook, sondern auch auf einem Smartphone optimal dargestellt wird.

Höchste Zeit also, dem Thema mobile Optimierung von Newslettern mehr Beachtung zu schenken.

 

Aktuelle Nutzerzahlen für E-Mail Clients

In einer aktuellen Studie von „Email Client Market Share“ wurde das Leseverhalten von 251 Mio. geöffneten E-Mails getracked. Hier zeichnet sich der oben genannte Trend deutlich ab. Die Öffnungsraten verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen E-Mail-Clients:

E-Mails Screenshot

Quelle: http://emailclientmarketshare.com

Der Blick in die eigene Web- und Newsletteranalyse verrät schnell, wie viele Besucher über mobile Endgeräte auf die Website kommen oder den Newsletter lesen. Die Erfahrung der letzten Monate zeigt, dass dies analog zum Wachstum der Mobile Branche im Schnitt zwischen 10 und 20 % der Besucher/Abonnenten sind.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute wichtige Tipps zur Optimierung Ihres Newsletters geben.

 

Tipps für die mobile Optimierung von Newslettern

Die folgenden Tipps sind nicht nur technischer Natur. Denn neben der altbekannten 3-Sekunden-Regel beim Öffnen einer Website gibt es auch bei E-Mails diesen Moment, der über das Schicksal einer Mail entscheidet: Wird sie geöffnet oder ungelesen gelöscht?
Im Gegensatz zu Websites kann man bei Newslettern im ersten Schritt nicht durch eine grafisch ansprechende Gestaltung zum Öffnen der E-Mail motivieren. Wenige Worte müssen signalisieren, dass der Leser nach einem Klick auf die Mail interessante Inhalte und einen deutlichen  Mehrwert geboten bekommt.

 

Tipp 1 – Wichtige Türöffner optimal gestalten

Absender:
Der Absender sollte kurz, klar erkennbar und deutlich sein.
Mobile E-Mail Clients haben nur einen begrenzten Anzeigebereich und schneiden den Absender bei Überschreitung dieses Bereichs mit drei Punkten ab. Das Resultat: Der Türöffner Nummer 1 ist unvollständig, wichtige Informationen fehlen. Aus diesem Grund sollten hier die wichtigsten Informationen zum Absender an erster Stelle stehen! Der Absender selbst sollte einen gewissen Wiedererkennungseffekt und den direkten Bezug zum Unternehmen herstellen.

Betreffzeile:
Nach dem Absender ist die Betreffzeile der Türöffner Nummer 2. Auch hier sollten die wichtigsten Informationen an erster Stelle stehen, da der Anzeigebereich begrenzt ist. Achten Sie bei der Gestaltung der Betreffzeile auf eine Headline, die ein unwiderstehliches Angebot formuliert und neugierig auf mehr macht. Um sich zusätzlich von der Flut an E-Mails abzuheben, kann mit Icons gearbeitet werden – achten Sie hierbei auf Icons, die auf Smartphones sogar in Farbe dargestellt werden können.

Pre-Header:
Oft wird bei der Auflistung von E-Mails auf Smartphones eine kurze Vorschau auf den Inhalt angezeigt (meist zwei Zeilen). Der Pre-Header ist damit der 3. Türöffner, welcher dem Absender eine zusätzliche Promotionfläche zur Verfügung stellt. Der angezeigte Inhalt wird automatisch aus dem ersten Inhalt der E-Mail generiert. In den meisten Newslettern steht an erster Stelle oft ein „negativer“ Text (z. B. „Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier…“). Dieser Text eignet sich verständlicherweise nicht als Türöffner.

Die Lösung:  Den Inhalt des Newsletters so umgestalten, dass der gewünschte Text für den Pre-Header am Anfang steht. Optimal ist es jedoch, wenn sich der Pre-Header redaktionell beeinflussen lässt, ohne dass die Inhalte des Newsletters selbst verändert werden müssen. So kann gezielt eine knackige, kurz Aussage für den Pre-Header formuliert werden.

 

newsletter-tueroeffner

Tipp 2 – Gestaltung: Vorgehen wie bei Responsive Design

Bei der Gestaltung und Umsetzung eines Newsletter-Templates gelten dieselben Regeln wie beim Entwurf einer responsive Website. Die Templates sollten sich flexibel an den Viewport des Endgerätes anpassen können. Eine Herausforderung sind spezielle Formatierungen, wie z. B. die Mehrspaltigkeit in einem Newsletter. Hier muss explizit definiert werden, welche Inhalte sich dynamisch wohin verschieben lassen und wie sich dabei die Darstellung verändert (z. B. Skalierung von Bildern, etc.).

Ein weiterer wichtiger Tipp für die Gestaltung: Achten Sie beim Design auf die Touch-Fähigkeit der Call-To-Actions. Der Newsletter sollte auf dem Smartphone nicht nur gut aussehen, sondern auch gut zu bedienen sein.

Die technische Umsetzung eines Newsletters unterscheidet sich gravierend von der HTML-Umsetzung einer Website. Um viele E-Mail Clients gleichzeitig bedienen zu können, muss man sich hier am kleinsten gemeinsamen Nenner orientieren. Zudem wird der ausgelieferte HTML-Code von vielen E-Mail-Clients (u. a. Microsoft Outlook und verschiedene Web-Mail-Dienste) unterschiedlich interpretiert und dargestellt.  Dies bringt bei der bestehenden Vielfalt an E-Mail Clients (Microsoft Outlook, Lotus Notes, iPhone & Co.) einen entsprechenden Testaufwand mit  sich, um die optimale Darstellung sicherzustellen.

 

Neue Effizienz im E-Mail-Marketing

Die meisten denken beim E-Mail-Marketing immer an den klassischen Newsletter, den sich Webseitenbesucher abonnieren können und in regelmäßigen, zeitlichen Abständen erhalten. Doch die ganzen Tipps und Tricks, die es für einen normalen Newsletter gibt, sind Standards. Sozusagen – fast schon ein alter Hut.

Die erste Mail bekommt die meiste Aufmerksamkeit

Was heißt nun effizientes E-Mail-Marketing? Fängt das schon bei der 1. Mail an?

Ja – bereits die Willkommens-E-Mail soll geschickt genutzt werden! Schon hier beginnt die Kommunikation mit dem Kunden und somit sollte diese nicht nur mit dem automatisierten Standardtext „Herzlich Willkommen und Danke“ und im schlimmsten Fall nur in schwarz-weiß und unemotional versendet werden.

e-mail-marketingIn Deutschland ist es gesetztlich vorgeschrieben, Newsletter-Anmeldungen per Double-OptIn-Verfahren anzubieten. Das heißt, der Interessent meldet sich mit seinen Daten an. Dann erhält er eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den er anklicken muss, um die Anmeldung zu bestätigen. Somit hat er zweimal dem Ganzen zugesagt, deshalb „Double“.
Für die Fachleute bedeutet das nun, dass bereits diese Anmelde-Bestätigungsmail, die der Kunde erhält, schon die erste E-Mail ist. Nun darf eine solche E-Mail nicht mit unnötig viel Werbung etc. vollgestopft werden. Doch das bedeutet nicht, dass sie nur aus einem „Bitte bestätigen Sie den Link“ bestehen soll.

Gleich am Anfang: Lust auf mehr machen

Eine solche Bestätigungsmail wird vom Interessent erwartet. Entweder er kennt das Verfahren bereits, da er sich schon des Öfteren bei Newslettern angemeldet hat, oder er hat bei der Registierung einen entsprechenden Hinweis gelesen, dass er eine solche Mail erhält und was er damit tun soll.
Diese Erwartung führt dazu, dass eine solche Mail in der Regel von den meisten Interessenten geöffnet wird. Die Öffnungsrate liegt im Allgemeinen bei solchen E-Mails am höchsten. Zudem ist hier die Aufmerksamkeit extrem hoch, da auf diese Mail gewartet wird, um das Anmeldeverfahren abzuschließen.

Nun rattert es vielleicht schon in den ein oder anderen Köpfen! Solche E-Mails sollten nicht nur einfach bunt-hübsch aufbereitet, sondern mit wichtigen Mehrwertinformationen für den Kunden gefüllt werden. Dem Interessent sollte hier noch einmal kommuniziert werden, was für Informationen in Zukunft erwarten und die Neugierde und Vorfreude auf die folgenden Newsletter wecken. Im E-Commerce-Bereich können besondere Angebote bereits vorgestellt oder ihn auf die Top-Seller-Produkte aufmerksam gemacht werden.

Hier sind letztlich den Ideen keine Grenzen gesetzt und macht durch kontinuierliche Optimierungen letztlich die E-Marketing-Kampagnen effizienter und die Kunden zufriedener!

 

 

Ahoi, Grüss Gott, Tach und Servus – Anreden im Newsletter

Guten Tag, liebe Frau Sabine Dr. rer. biol. hum. von und zu Eberingen! Dass eine persönliche Anrede sich in höheren Öffnungs- und Nutzungsraten widerspiegeln hat sich schon herumgesprochen. Jetzt muss nur noch die Frage geklärt werden: Wie weit sollte man das Ganze treiben? Und welche Alternativen gibt es, wenn kein Details zum Namen vorhanden sind? Hier ein paar Tipps:

  1. Dr. med. dent. et scient. med.
    Doktor- und Professorentitel sollten nicht fehlen. Daher sollte ein entsprechendes Abfragefeld bei der Registrierung vorhanden sein.
  2. Dipl.-Kfm. – der Umgang mit Berufsbezeichnungen
    Berufsbezeichnungen oder akademische Abschlüsse sind in Newslettern fehl am Platz. In Österreich ist die Namensnennung im Titel allerdings immer noch gebräuchlich. Dort heißt es dann gerne noch „Herr Professor“ oder „Frau Magistra“
  3. Kein Name vorhanden – was nun?
    Wenn Sie über keinen Namen der Newsletterempfänger verfügen, unterstreiche Sie doch die Zugehörigkeit einer Gruppe, z.B. „Liebe Gartenfreunde“
  4. „Sehr geehrter Herr Meier“ oder „Ahoi Olaf“?
    Die Tonalität der Anrede steht im direkten Zusammenhang mit der angesprochenen Zielgruppe uns sollte wohl überlegt sein. Werden unterschiedliche Zielgruppen mit dem gleichen Newsletter angesprochen lohnt sich die Unterscheidung, z.B. anhand der Altersangabe.

Wenn Ihnen einmal alle Ideen ausgehen sollten, schauen Sie doch mal in der Marketing Börse vorbei, dort gibt es eine Auswahl von 236 Anreden, von denen Sie sich inspirieren lassen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten E-Mail-Kampagne.