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Newsletter – Praxistipps für die mobile Optimierung

„Responsive Design“ ist für viele Unternehmen kein Fremdwort mehr und wird verstärkt für zahlreiche Websites umgesetzt. In dieser Euphorie vergessen jedoch viele, dass für die digitale Kommunikation nicht nur die Website genutzt wird, sondern auch ein weiterer wichtiger Kanal – der Newsletter.

Laut der Studie „Mobile E-Mail Marketing 2012“  nutzt bereits ein Drittel (32,3 %) aller befragten Teilnehmer ein mobiles Endgerät, um E-Mails zu lesen. Vor allem auf Geschäftsreisen oder in Besprechungen werden E-Mails regelmäßig per Smartphone abgerufen.

Trotzdem sind aktuell viele Newsletter noch nicht für mobile Endgeräte optimiert und nur über die Zoomfunktion und das Hin-und-Her-Schieben lesbar. Führen solche nicht responsiven Newsletter zu Artikeln auf einer responsiven Website, erlebt der Nutzer einen unschönen und unnötigen Medienbruch statt eines harmonischen Auftritts.

Um die Zielgruppe der mobilen Nutzer zu erreichen, kann man mit wenigen Handgriffen seinen Newsletter so anpassen, dass dieser nicht nur auf  dem PC oder Notebook, sondern auch auf einem Smartphone optimal dargestellt wird.

Höchste Zeit also, dem Thema mobile Optimierung von Newslettern mehr Beachtung zu schenken.

 

Aktuelle Nutzerzahlen für E-Mail Clients

In einer aktuellen Studie von „Email Client Market Share“ wurde das Leseverhalten von 251 Mio. geöffneten E-Mails getracked. Hier zeichnet sich der oben genannte Trend deutlich ab. Die Öffnungsraten verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen E-Mail-Clients:

E-Mails Screenshot

Quelle: http://emailclientmarketshare.com

Der Blick in die eigene Web- und Newsletteranalyse verrät schnell, wie viele Besucher über mobile Endgeräte auf die Website kommen oder den Newsletter lesen. Die Erfahrung der letzten Monate zeigt, dass dies analog zum Wachstum der Mobile Branche im Schnitt zwischen 10 und 20 % der Besucher/Abonnenten sind.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute wichtige Tipps zur Optimierung Ihres Newsletters geben.

 

Tipps für die mobile Optimierung von Newslettern

Die folgenden Tipps sind nicht nur technischer Natur. Denn neben der altbekannten 3-Sekunden-Regel beim Öffnen einer Website gibt es auch bei E-Mails diesen Moment, der über das Schicksal einer Mail entscheidet: Wird sie geöffnet oder ungelesen gelöscht?
Im Gegensatz zu Websites kann man bei Newslettern im ersten Schritt nicht durch eine grafisch ansprechende Gestaltung zum Öffnen der E-Mail motivieren. Wenige Worte müssen signalisieren, dass der Leser nach einem Klick auf die Mail interessante Inhalte und einen deutlichen  Mehrwert geboten bekommt.

 

Tipp 1 – Wichtige Türöffner optimal gestalten

Absender:
Der Absender sollte kurz, klar erkennbar und deutlich sein.
Mobile E-Mail Clients haben nur einen begrenzten Anzeigebereich und schneiden den Absender bei Überschreitung dieses Bereichs mit drei Punkten ab. Das Resultat: Der Türöffner Nummer 1 ist unvollständig, wichtige Informationen fehlen. Aus diesem Grund sollten hier die wichtigsten Informationen zum Absender an erster Stelle stehen! Der Absender selbst sollte einen gewissen Wiedererkennungseffekt und den direkten Bezug zum Unternehmen herstellen.

Betreffzeile:
Nach dem Absender ist die Betreffzeile der Türöffner Nummer 2. Auch hier sollten die wichtigsten Informationen an erster Stelle stehen, da der Anzeigebereich begrenzt ist. Achten Sie bei der Gestaltung der Betreffzeile auf eine Headline, die ein unwiderstehliches Angebot formuliert und neugierig auf mehr macht. Um sich zusätzlich von der Flut an E-Mails abzuheben, kann mit Icons gearbeitet werden – achten Sie hierbei auf Icons, die auf Smartphones sogar in Farbe dargestellt werden können.

Pre-Header:
Oft wird bei der Auflistung von E-Mails auf Smartphones eine kurze Vorschau auf den Inhalt angezeigt (meist zwei Zeilen). Der Pre-Header ist damit der 3. Türöffner, welcher dem Absender eine zusätzliche Promotionfläche zur Verfügung stellt. Der angezeigte Inhalt wird automatisch aus dem ersten Inhalt der E-Mail generiert. In den meisten Newslettern steht an erster Stelle oft ein „negativer“ Text (z. B. „Sollte der Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier…“). Dieser Text eignet sich verständlicherweise nicht als Türöffner.

Die Lösung:  Den Inhalt des Newsletters so umgestalten, dass der gewünschte Text für den Pre-Header am Anfang steht. Optimal ist es jedoch, wenn sich der Pre-Header redaktionell beeinflussen lässt, ohne dass die Inhalte des Newsletters selbst verändert werden müssen. So kann gezielt eine knackige, kurz Aussage für den Pre-Header formuliert werden.

 

newsletter-tueroeffner

Tipp 2 – Gestaltung: Vorgehen wie bei Responsive Design

Bei der Gestaltung und Umsetzung eines Newsletter-Templates gelten dieselben Regeln wie beim Entwurf einer responsive Website. Die Templates sollten sich flexibel an den Viewport des Endgerätes anpassen können. Eine Herausforderung sind spezielle Formatierungen, wie z. B. die Mehrspaltigkeit in einem Newsletter. Hier muss explizit definiert werden, welche Inhalte sich dynamisch wohin verschieben lassen und wie sich dabei die Darstellung verändert (z. B. Skalierung von Bildern, etc.).

Ein weiterer wichtiger Tipp für die Gestaltung: Achten Sie beim Design auf die Touch-Fähigkeit der Call-To-Actions. Der Newsletter sollte auf dem Smartphone nicht nur gut aussehen, sondern auch gut zu bedienen sein.

Die technische Umsetzung eines Newsletters unterscheidet sich gravierend von der HTML-Umsetzung einer Website. Um viele E-Mail Clients gleichzeitig bedienen zu können, muss man sich hier am kleinsten gemeinsamen Nenner orientieren. Zudem wird der ausgelieferte HTML-Code von vielen E-Mail-Clients (u. a. Microsoft Outlook und verschiedene Web-Mail-Dienste) unterschiedlich interpretiert und dargestellt.  Dies bringt bei der bestehenden Vielfalt an E-Mail Clients (Microsoft Outlook, Lotus Notes, iPhone & Co.) einen entsprechenden Testaufwand mit  sich, um die optimale Darstellung sicherzustellen.

 

Neue Effizienz im E-Mail-Marketing

Die meisten denken beim E-Mail-Marketing immer an den klassischen Newsletter, den sich Webseitenbesucher abonnieren können und in regelmäßigen, zeitlichen Abständen erhalten. Doch die ganzen Tipps und Tricks, die es für einen normalen Newsletter gibt, sind Standards. Sozusagen – fast schon ein alter Hut.

Die erste Mail bekommt die meiste Aufmerksamkeit

Was heißt nun effizientes E-Mail-Marketing? Fängt das schon bei der 1. Mail an?

Ja – bereits die Willkommens-E-Mail soll geschickt genutzt werden! Schon hier beginnt die Kommunikation mit dem Kunden und somit sollte diese nicht nur mit dem automatisierten Standardtext „Herzlich Willkommen und Danke“ und im schlimmsten Fall nur in schwarz-weiß und unemotional versendet werden.

e-mail-marketingIn Deutschland ist es gesetztlich vorgeschrieben, Newsletter-Anmeldungen per Double-OptIn-Verfahren anzubieten. Das heißt, der Interessent meldet sich mit seinen Daten an. Dann erhält er eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den er anklicken muss, um die Anmeldung zu bestätigen. Somit hat er zweimal dem Ganzen zugesagt, deshalb „Double“.
Für die Fachleute bedeutet das nun, dass bereits diese Anmelde-Bestätigungsmail, die der Kunde erhält, schon die erste E-Mail ist. Nun darf eine solche E-Mail nicht mit unnötig viel Werbung etc. vollgestopft werden. Doch das bedeutet nicht, dass sie nur aus einem „Bitte bestätigen Sie den Link“ bestehen soll.

Gleich am Anfang: Lust auf mehr machen

Eine solche Bestätigungsmail wird vom Interessent erwartet. Entweder er kennt das Verfahren bereits, da er sich schon des Öfteren bei Newslettern angemeldet hat, oder er hat bei der Registierung einen entsprechenden Hinweis gelesen, dass er eine solche Mail erhält und was er damit tun soll.
Diese Erwartung führt dazu, dass eine solche Mail in der Regel von den meisten Interessenten geöffnet wird. Die Öffnungsrate liegt im Allgemeinen bei solchen E-Mails am höchsten. Zudem ist hier die Aufmerksamkeit extrem hoch, da auf diese Mail gewartet wird, um das Anmeldeverfahren abzuschließen.

Nun rattert es vielleicht schon in den ein oder anderen Köpfen! Solche E-Mails sollten nicht nur einfach bunt-hübsch aufbereitet, sondern mit wichtigen Mehrwertinformationen für den Kunden gefüllt werden. Dem Interessent sollte hier noch einmal kommuniziert werden, was für Informationen in Zukunft erwarten und die Neugierde und Vorfreude auf die folgenden Newsletter wecken. Im E-Commerce-Bereich können besondere Angebote bereits vorgestellt oder ihn auf die Top-Seller-Produkte aufmerksam gemacht werden.

Hier sind letztlich den Ideen keine Grenzen gesetzt und macht durch kontinuierliche Optimierungen letztlich die E-Marketing-Kampagnen effizienter und die Kunden zufriedener!

 

 

Ahoi, Grüss Gott, Tach und Servus – Anreden im Newsletter

Guten Tag, liebe Frau Sabine Dr. rer. biol. hum. von und zu Eberingen! Dass eine persönliche Anrede sich in höheren Öffnungs- und Nutzungsraten widerspiegeln hat sich schon herumgesprochen. Jetzt muss nur noch die Frage geklärt werden: Wie weit sollte man das Ganze treiben? Und welche Alternativen gibt es, wenn kein Details zum Namen vorhanden sind? Hier ein paar Tipps:

  1. Dr. med. dent. et scient. med.
    Doktor- und Professorentitel sollten nicht fehlen. Daher sollte ein entsprechendes Abfragefeld bei der Registrierung vorhanden sein.
  2. Dipl.-Kfm. – der Umgang mit Berufsbezeichnungen
    Berufsbezeichnungen oder akademische Abschlüsse sind in Newslettern fehl am Platz. In Österreich ist die Namensnennung im Titel allerdings immer noch gebräuchlich. Dort heißt es dann gerne noch „Herr Professor“ oder „Frau Magistra“
  3. Kein Name vorhanden – was nun?
    Wenn Sie über keinen Namen der Newsletterempfänger verfügen, unterstreiche Sie doch die Zugehörigkeit einer Gruppe, z.B. „Liebe Gartenfreunde“
  4. „Sehr geehrter Herr Meier“ oder „Ahoi Olaf“?
    Die Tonalität der Anrede steht im direkten Zusammenhang mit der angesprochenen Zielgruppe uns sollte wohl überlegt sein. Werden unterschiedliche Zielgruppen mit dem gleichen Newsletter angesprochen lohnt sich die Unterscheidung, z.B. anhand der Altersangabe.

Wenn Ihnen einmal alle Ideen ausgehen sollten, schauen Sie doch mal in der Marketing Börse vorbei, dort gibt es eine Auswahl von 236 Anreden, von denen Sie sich inspirieren lassen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten E-Mail-Kampagne.

Newsletterversand – der richtige Zeitpunkt

Klick – und schon sind die Newsletter versandt, so einfach geht das. Voller Elan stürzt man sich am Montagmorgen in die Arbeit und beginnt mit dem Wichtigsten: den Kunden mit neuen Informationen zu versorgen. Wenn dann, trotz interessanter und gut recherchierter Inhalte, persönlicher Ansprache und guter Gestaltung der Besucheransturm ausbleibt hat das gute Gründe.

Im Postfach der Empfänger nämlich befinden sich gerade zu diesem Zeitpunkt die gesamten SPAM-Mails des Wochenendes – und auch Ihr Newsletter wird im Kampf gegen den Berg an unnützen Informationen rücksichtslos vernichtet. Vielleicht kennen Sie dieses Verhalten auch von sich selbst? Das gleiche Löschverhalten zeichnet sich übrigens im Kleinen jeden Morgen erneut ab – an einen Versand über Nacht ist also auch nicht zu denken.

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, welcher Tag für den Versand eines Newsletters am sinnvollsten ist. Das hängt ganz davon ab, welche Zielgruppe sie erreichen möchten.

Für Newsletter an Privatkunden hat sich der Sonntagmittag als besonders effizient bewährt. Hierbei kann sogar der Blick auf den Wetterbericht nützlich sein – verregnete Sonntage erhöhen Öffnungs- und Klickraten und lassen dadurch das Herz jedes Versenders höher schlagen.

Besteht Ihre Lesergruppe vorwiegend aus Geschäftskunden, sollte kein Versand der Newsletter zwischen Freitag und Montag Nachmittag erfolgen. Samstags ist generell der inaktivste Tag, das gilt für Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen.

Für alle anderen Tage gilt: Der optimale Zeitpunkt ist der spätere Vormittag. Anhaltspunkt für den Tag der Aussendung geben Ihnen die Besucherzahlen. Je höher diese sind, desto besser der Zeitpunkt für den Versand Ihres neuen Newsletters.

Spielregeln für den Newsletterversand: Der richtige Zeitpunkt

  • Kein Versand am Freitagnachmittag und Montagmorgen
  • Kein Versand am Samstag
  • Kein Versand über Nacht oder vor 9.30 Uhr morgens
  • Ermittlung des idealen Versandtages auf Basis der Besucherstatistiken
  • Privatkunden-Newsletter: Versand am Sonntag, Orientierung an Wettervorhersagen
  • Business-Newsletter: Versand zwischen Montag und Donnerstag, jeweils am späten Vormittag

Wünschen Sie weitere Informationen?
Dann wenden Sie sich gerne direkt an mich unter schweinsberg@mosaiq-media.de