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Fünf interessante Trends für 2011

Trends 20112010 war ganz klar dominiert von Facebook. Aber auch Social Media als Kommunikationskanal für Unternehmen und Geolocation-Dienste nahmen immer mehr zu. Diese Themen sind nun unsere ständigen Begleiter und diese Trends aus dem vergangenen Jahr werden uns auch weiter begleiten.

Doch was bringt uns das Jahr 2011 Neues?

Die internationale Werbeagentur J. Walter Thompson JWT stellt jährlich 100 Trends für das kommende Jahr vor.
Wir haben daraus ein paar, die wir besonders interessant finden, herausgepickt und möchten diese hier kurz vorstellen.

Digital Downtime

Stunden ohne Handy, PC und Laptop? Unvorstellbar? Man sollte mal darüber nachdenken, denn Studien belegen den Mehrwert, den eine solche Auszeit bietet. Sie sorgt für Stressabbau und unterstützt die Kreativität. Der eine oder andere kennt es noch aus Kinderzeiten – das Fernseh-Verbot. Vielleicht kommt bald das selbst verordnete Handy- oder Internetverbot? Wir finden dieses These sehr interessant und können uns gut vorstellen, dass diese „Online-Überflutung“ noch ein diskussionsreiches Thema sein wird. Vielleicht geben wir uns selbst bald einen handy-freien Tag?!

Near Field Communication (NFC)

Und genau um den kleinen, intelligenten Begleiter geht es jetzt auch – das Smartphone. Es wird in Zukunft nicht nur zum Telefonapparat oder zur Digitalkamera, sondern es wird in einigen Fällen sogar die Geldbörse ersetzen können. Durch NFC-Chips wird uns ermöglicht, Fotos direkt an den Drucker zu senden, zu bezahlen, als Eintrittskarte zu verwenden oder wir bekommen Werbeanzeigen für Geschäfte aufs Handy geschickt, die sich direkt in unserem Umfeld befinden. Sehr praktisch für Schnäppchenjäger…

Scanning Everything

Auch bei dieser These kommt unser „Smarty“ wieder zum Einsatz. Vielleicht haben einige unserer Leser schon die sogenannten QR-Codes verwendet oder gesehen? QR bedeutet Quick Response. Sie begegnen uns hier in Stuttgart im Moment sehr oft an U-Bahn-Haltestellen, wo man sich weitere Informationen wie U-Bahn-Pläne zuschicken lassen kann. Den QR-Code fotografiert man einfach ab und man bekommt die gewünschten Informationen.

P2P-Car-Sharing

Und wenn es keine U-Bahn gibt? Leihen Sie sich doch einfach mal ein Auto von einem Fremden. Undenkbar? In den USA zum Beispiel nicht. Hier wird durch das Peer-to-Peer-Car-Sharing das Ver- und Ausleihen von Autos zwischen Privatpersonen bereits ermöglicht. Neue Versicherungsarten und installierte Geräte zur Diebstahlsicherung schützen die jeweiligen Personen. Diese Art der gemeinschatflichen Nutzung finden wir eine tolle Idee, um die Umwelt zu schützen.

Virtual Mirrors

„Spieglein, Spieglein an der Wand“ ist von gestern! Sag mir Spieglein, wie würde mir eine Kurzhaarfrisur stehen? Diese Frage wird in Zukunft durch virtuelle Spiegel beantwortet. Eine Kamera filmt die Person und projeziert bspw. die Frisur auf den Kopf. So können Frisuren und Make-Ups getestet, oder Kleidungsstücke anprobiert werden. Das entstandene Bild kann dann auch per E-Mail an Freunde versendet oder auf Facebook gepostet werden. Dann muss nur noch „Gefällt mir“ geklickt werden, oder eben nicht.

Was kommt 2011 wirklich?

Was letzten Endes das Jahr 2011 tatsächlich Spannendes für uns bereit hält bleibt abzuwarten. Jedoch steht jetzt bereits schon fest, dass das Smartphone einen wichtigen Platz einnehmen wird.

Was sind wohl die interessantesten Themen für das kommende Jahr? Würden Sie ein paar Tage auf Ihr Handy verzichten, oder Fremden das Auto leihen?

Foursquare, Gowalla, Brightkite, Facebook Places – Die Basics

 Mobile Anwendungen halten Einzug in den Marketingmix. Egal ob es sich dabei um ortsbezogene Marketingkampagnen oder anderen Aktionen in sozialen Netzwerken handelt. So haben wir auch unsere Einweihungsfeier genutzt, um unseren Gästen die Möglichkeit zum Check-In zu bieten. Bei einem Check-In geht es darum, dass ein Anwender sich in einem Portal, wie z. B. Foursquare oder Facebook Places, anmeldet und seine Anwesenheit an einem bestimmten Ort veröffentlicht. Normalerweise verwendet er dazu sein Smartphone, z. B. das iPhone, das automatisch seine geographische Position bestimmt und das Portal passende Orte in der Nähe zur Auswahl anbietet. Nach dem Check-In wird dann im Profil der Aufenthaltsort angezeigt, der je nach Datenschutzeinstellungen auch von Freunden oder anderen Nutzern eingesehen werden kann. Dieser Vorgang bildet die Grundlage für alle Anwendungen die ortsbezogene Informationen anzeigen oder nutzen.

Das alleine ist noch nicht besonders spannend. Im Gegenteil, viele Nutzer, gerade in Deutschland, stehen einer solchen Funktion sehr skeptisch gegenüber. Gerade weil der Aufenthaltsort nicht preisgegeben werden soll und ein natürliches Misstrauen besteht, dass diese Information missbraucht werden könnte. Das ist soweit auch berechtigt. Allerdings kann man mittlerweile recht gut einstellen, wer diese Information überhaupt sehen kann oder ob man die Ortsangaben gegenüber anderen ganz verstecken möchte. Und es lohnt sich die neuen Funktionen zu nutzen. Denn auf der anderen Seite ergeben sich durch ortsbezogene Dienste ganz neue Möglichkeiten und Chancen. Für Unternehmen, für Kunden und für die Beziehung zwischen den Beiden. Nicht umsonst wird Foursquare als das „next big thing“ im Internet bezeichnet.

Dabei stehen wir bei der Entwicklung der neuen Möglichkeiten noch ganz am Anfang. Wie kreativ ortsbezogene Marketingkampagnen aussehen können, kann man in den USA schon sehr gut beobachten. Starbucks spielt dabei eine Vorreiterrolle. Leute die sich mehrmals in einem Starbucks „einchecken“ können von verschiedenen Rabattaktionen profitieren. Besonders häufige Starbucks Gäste können erweiterte Gutscheinaktionen in Anspruch nehmen. Das sind Aktionen zur Kundenbindung, wie sie besser nicht sein könnten. Planet Hollywood in Las Vegas hatte eine andere Idee um Besucher in ihr Geschäft zu locken. Eine große Leuchtreklame ermöglichte es den „eingecheckten“ Benutzern ihren Namen an eben dieser Reklame anzeigen zu lassen. Und wer wollte nicht schon mal seinen Namen in Las Vegas auf einer Werbetafel angezeigt haben :-).

Insofern sehe ich für ortsbezogene Dienste und Marketingkampagnen eine große Zukunft, die spätestens dann an Bedeutung gewinnt, sobald in Deutschland die „kritische Masse“ über die Möglichkeit verfügt solche Dienste zu nutzen (die Verbreitung und Nutzung von Smartphones und mobilem Internet wird dabei eine große Rolle spielen) und die Menschen diesen neuen Möglichkeiten nicht mehr ganz so skeptisch gegenüber stehen.

Besuchen Sie uns doch bei nächster Gelegenheit mal und machen auch Sie den Check-In unter MOSAIQ MEDIA auf Facebook Places oder MOSAIQ MEDIA auf Foursquare.

iPhone vs. Android aus der Entwicklersicht

Schon länger wird gemunkelt, dass die nächste große Entwicklungsstufe des Social Web die Benutzer auf mobile Endgeräte führen wird. Vieles spricht dafür. Nicht nur neue Dienste, die ohne iPhone und co. undenkbar wären, wie z. B. Foursquare, das es erlaubt sich an beliebigen Orten einzuchecken und kenntlich zu machen, dass man sich an einem bestimmten Ort aufhält, auch etablierte Plattformen wie z. B. Facebook, aber auch die „guten, alten“ RSS-Feeds werden immer mehr auf Smartphones verwendet.

Nun gibt es bekanntlicherweise nicht nur ein solches Smartphone. iOS-, Android-, Windows Phone, Symbian- oder Blackberry-basierte Geräte buhlen um die Gunst der Benutzer. Im Moment sind vor allem iPhones (also iOS) und Android-basierte Smartphones gefragt. Zu den Apple-Produkten muss nicht mehr viel gesagt werden. Die Geschwindigkeit in der iPhones und iPods eine marktführende Position eingenommen haben, ist beeindruckend. Aber Geräte, die auf Googles Android basieren, haben schnell aufgeholt. Nicht nur durch das G1, das für T-Mobile entwickelt wurde, sondern vor allem die zahlreichen HTC-Geräte, kamen bei den Kunden gut an.

Aber wie sehen Entwickler die zukünftige Entwicklung von iOS- und Android-Geräten? Appcelerator hat dafür die Antwort gesucht und eine Umfrage durchgeführt. Appcelerator stellt ein Framework her, das die Entwicklung von Anwendungen für mehrere Plattformen gleichzeitig erlaubt, z. B. iPhones und Android-Geräte. Wir haben das Framework bereits für eine iPhone-App eingesetzt und damit die Entwicklungskosten spürbar senken können. Aber darum geht es ja gar nicht.

Die Umfrage zeigt, dass Entwickler im Moment, kurzfristig, iPhones als Smartphone mit der besten Perspektive und Möglichkeiten sehen. Langfristig allerdings Android/Google vorne gesehen wird. Man wird natürlich erst mit der Zeit sehen, wie die Anwender das aufnehmen. Fakt ist jedoch, dass die Plattform Android/Google seine Hausaufgaben fleißig macht und einige Vorteile gegenüber iOS-Geräten herausarbeitet. Dabei hat die Aufholjagd eigentlich gerade erst begonnen.

Insbesondere werden bei Android-Geräten die Offenheit der Plattform und die angebotenen Funktionen gelobt. Schwachpunkt ist vor allem die Hardware. Hier setzt Apple mit dem iPhone und trotz aktueller Antennenprobleme immer noch Maßstäbe. Gerade die Hardware entwickelt sich aber auch extrem schnell weiter. Retina-Displays oder iPads wären vor nicht allzulanger Zeit nicht denkbar gewesen. Sind also gute mobile Geräte für Android verfügbar, wird die Nachfrage drastisch anziehen, so vermute ich.

 Was bedeutet das nun für Unternehmen, die planen Anwendungen für mobile Endgeräte zu konzipieren und umzusetzen? Im Moment nichts. Gerade in Deutschland liegen iPhones noch weit vorne. Auf andere Plattformen kann im Moment noch verzichtet werden, wobei man das natürlich trotzdem immer im Einzelfall und abhängig von den Zielgruppen überprüfen sollte. Mit Anwendungen für iPhones erreicht man schon einen Großteil aktiver mobiler Endbenutzer. Aber: Perspektivisch müssen insbesondere Android-basierte Smartphones im Auge behalten werden. Und wie schnell sich der Markt verändert hat man eben schon bei Apple gesehen.

dmexco – „Klassentreffen der digitalen Wirtschaft“

Letzte Woche war MOSAIQ MEDIA mit dabei, als die dmexco zum ersten Mal ihre Türen in Köln öffnete. Die Messe dmexco-digital marketing exposition & conference, die vom 23.-24. September 2009 stattgefunden hat, startete für uns mit Sonnenschein und einem Fussmarsch von 20 min vom Bahnhof bis Messeeingang Nord.

Alle Branchengrößen waren vertreten

Zwei Tage verfolgten wir voller Spannung die interessanten Vorträge, Seminare und Debatten. Jede Menge Aussteller lockten mit Themen wie Web Analytics, Social Media und jede Menge Informationen über Online Advertising. Um die Messebesucher bei Laune zu halten, gab es bspw. bei G&J einen leckeren Eisstand, bei YOC Popcorn und hier und da Obst und kleine Give-aways. Als „Klassentreffen der digitalen Wirtschaft“ bezeichnete die WuV die Messe – und tatsächlich nutzten auch wir sie um mit Vermarktern ins Gespräch zu kommen und zum adhoc-Brainstorming für kommende Projekte auszuholen.

Die Debattier Halle der dmexco

Themenschwerpunkte der Messe

Nach dem nun ein paar Tage seit der Messe verstrichen sind, kann man folgende Themenschwerpunkte zusammenfassen, die die Werbebranche derzeit beschäftigt:

  • Die Zukunft von Video Advertising
  • Wie sieht die Agenturlandschaft in 10 Jahren aus? Wer übernimmt den Lead?
  • Social Media Marketing – Kennzahlen und Möglichkeiten
  • Innovative Werbeformen im Mobile Marketing
  • Performance vs. Branding = Effizienz vs. Kreativität?

Alles in allem zwei sehr interessante Tage, die sich wirklich gelohnt haben. Im nächsten Jahr wird die Messe wieder stattfinden vom 15.-16. September 2010. Informationen dazu finden Sie unter dmexco.

Debattiert wurde über Themen wie: „Digital takes the lead – Efficiency and Performance“, „Zukunft des E-Mail Marketings“, „Digitale Markenführung“ oder auch „Online Werbung auf dem Prüfstand  – Neue Erkenntnisse“.  Dazu jedoch an anderer Stelle mehr.