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AIKA Thementag: Vom Unterschied zwischen traditionellem Marketing und Social Media Marketing

Normaler Weise kommt ja das Beste zum Schluss. Beim AIKA-Thementag gab es gleich zu Beginn ein Highlight: Top-Speaker Sanjay Sauldie referierte über das Thema Social Media – und schaffte es dabei sogar, Einsteiger und Experten gleichermaßen für sich und das Thema zu begeistern.

Eine interessante Erkenntnis für mich war seine Erläuterung zum Unterschied zwischen traditionellem Marketing und Social Media-Marketing.

Sein Ansatz: Beim traditionellen Marketing erfolgt der Kundenkontakt durch Unterbrechung. Beim Social Media-Marketing ist der Kundenkontakt mit Erlaubnis!

Wenn man darüber nachdenkt auch völlig klar. Ein Anzeige. Ein TV-Spot. Eine Radio-Werbung: Alles mit Unterbrechung.

Eine Gruppe bei Facebook, ein Newsletter oder RSS-Feeds? Alles mit Erlaubnis! (streng genommen ist die Grenze nicht ganz so exakt, aber zur Einordnung sehr hilfreich).

Aber auch die anderen Referenten konnten mit wissenswertem und guten Vorträgen überzeugen. Dabei waren Marc Wächter zum Thema Mobile und Jan Morgenstern zu rechtlichen Rahmenbedingungen bei Social Media.

Aber am Ende blieb doch alles beim Alten: das Beste zum Schluss! Eine interessante Podiumsdiskussion mit vielen Fragen und Antworten. Von Praktikern, für Praktiker. Mit dabei: Olaf Kolbrück von HORIZONT als Moderator, Marco Fischer (Geschäftsführer Die Firma), die Referenten Jan Morgenstern und Sanjay Sauldie sowie mittendrin unser Mitarbeiter Henning Schürig.

Die übrig gebliebenen Fragen wurden dann in geselliger Runde besprochen – und begossen.

Virtualität im Marketing

Das Internet ist das Sprachrohr des 20. Jahrhunderts und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es öffnet völlig neue Wege und Arten der Kommunikation. Die Reichweite, die damit erzielt werden kann, ist enorm und die Zahl der Internetnutzer steigt ständig an. Somit befinden sich immer mehr virtuelle Identitäten im Netz. Diese virtuellen Daten und Räume, wie z.B. Communities und virtuelle Welten, kann ein Unternehmen nutzen und für sein Marketing gezielt einsetzen.

Zu den virtuellen Identitäten gehören Avatare und das virtuelle Ich, wie z.B. ein Nutzerprofil. Das Internet stellt den Lebensraum für solche Identitäten dar und sie können sich im Netz auf zwei verschiedene Arten aufhalten. Eine ist das Leben in einer virtuellen Welt, wie z.B. Second Life, die zweite sind virtuelle Communities, wie bspw. facebook.de. Nun wie kann ein Unternehmen solche virtuellen Identitäten und virtuelle Räume für sich nutzen und Marketingziele damit erreichen? Ich möchte hier mal vier Ansatzpunkte anreißen, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen.

Das virtuelle Firmen-Ich: Das Unternehmen identitfiziert sich bspw. durch einen Avatar. Diese Figur wird für verschiedene Werbeformen verwendet und kann auf Werbebannern dargestellt oder in Internetseiten integriert werden. Z.B. hat die Deutsche Telekom „Robert T-Online“ verwendet. Das Unternehmen kann sich auch ein Profil im Internet erstellen. Durch ein bestimmtes, aufmerksamkeitsstarkes Synonym, wie z.B. „Mr. MOSAIQ-MEDIA“, könnte das Firmen-Ich auf beliebten Internetseiten und Communities aktiv sein, oder bei bekannten Weblogs qualifizierte Kommentare zu bestimmten Themen abgeben. Es entsteht der Kontakt zu Kunden und das Unternehmen wird über die Firmenhomepage hinaus gesichtet.

Avatar Robert T-Online

Der virtuelle Firmensitz: Der zweite Ansatz ist ein Firmensitz in einer virtuellen Welt. Dort kann es Produkte vorstellen, verkaufen und Kundengespräche führen. Ein solcher Firmensitz kann alles beinhalten, was ein realer Verkaufsraum auch zu bieten hat. Von Fachpersonal, über Werbeartikel, bis hin zu Firmenprodukten, die getestet und gekauft werden können. Es können Avatare eingeladen und neue Kontakte geknüpft werden. Selbst richtige Events können veranstaltet, oder Vorträge und Teammeetings abgehalten werden.

Die virtuelle Welt: Ein weiterer Ansatz für ein Unternehmen ist die virtuelle Welt, die vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt wird. Der Kunde meldet sich dort mit seinem Avatar an und kann andere Verbraucher treffen, sich über Produkte austauschen oder sich beraten lassen. Diese Welt ist in verschiedene Gebiete und Räume aufgeteilt. Z.B. in einen Corporate Blog Raum, in dem der Avatar Neuigkeiten lesen kann oder verschiedene Verkaufsräume, in denen der Kunde Waren angeboten bekommt.

Die Firmen-Community: Ähnlich wie die Erschaffung eines Firmensitzes kann eine Community im Internet aufgebaut werden. Über die Firmen-Community können Mitarbeiter untereinander oder mit Kunden kommunizieren. Jeder hat ein Nutzerprofil, kann sich vernetzen und austauschen. Zusätzlich kann die Plattform für außenstehende Personen geöffnet werden. So können Konsumenten und Interessenten regelmäßig über Neuigkeiten, Produkte und Innovationen der Firma auf dem Laufenden gehalten werden.

Experten behaupten, dass wir in Zukunft nur noch als Avatar im Internet sein werden. Der Internetnutzer wird sich vollständig durch künstliche Personen identifizieren. Das Internet von morgen wird sich von einer zweidimensionalen zu einer dreidimensionalen virtuellen Welt wandeln. Im Jahr 2020 soll die reale Welt von der virtuellen nicht mehr zu unterscheiden sein. Und, haben Sie auch schon ein virtuelles Ich?

Antizyklische Werbung – Jetzt erst recht!

Wenn der Sturm kommt, bauen die einen Mauer und die anderen Windmühlen oder Wer nicht wirbt der stirbt.

Marketing business sales

Die Reaktion auf die Finanzkrise sieht bei Unternehmen sehr unterschiedlich aus – während die einen Marketingbudgets kürzen, investieren die anderen in Werbeaktionen und Neueinstellungen. Aktuelle Beispiele: Vodafone hat im Januar und Februar nur noch ein Drittel des Vorjahreswerbebudgets ausgegeben – während Saturn 19 Millionen Euro mehr investiert hat (Quelle: Christoph Berdi). Wer am längeren Hebel sitzt – dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Vorteile, gerade jetzt verstärkt zu werben gibt es alle mal:

Wer antizyklisches Marketing betreibt kann mit geringerem Wettbewerb und damit mehr Aufmerksamkeit und geringeren Werbepreisen rechnen. „Wer sich während einer Konjunkturflaute im Markenaufbau befindet, sollte mit Werbung ihre Position am Markt stärken, Marktführer gerade jetzt ihren Vorsprung ausbauen“ heißt das Fazit der Studie „Gegen den Strom“ von BCG, die Rückschlüsse aus der Krise von 2001 zieht.

Als Gewinner sind damals die herausgegangen, die antizyklisch in Werbung investiert haben. Die Schattenseite dabei: Das gilt wohl für den Markenaufbau – in Zeiten von Stellenabbau und finanzieller Unsicherheit nur bedingt für die Absatzsteigerung. Man kann diese Form der Werbung deshalb als Investition in die Zukunft sehen.

Wer also an der Strassenecke Marketing und Strategie steht sollte jetzt die richtige Entscheidung für die Zukunft des Unternehmens treffen. Meine Empfehlung: Investieren und damit Windmühlen bauen – jetzt erst recht!