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8 Instagram Marketing Tipps für Unternehmen

Die Zukunft steht im Zeichen von Instagram

Mit 800 Millionen monatlich aktiven Nutzern weltweit und davon 15 Millionen Nutzern allein in Deutschland – Tendenz steigend – ist über die vergangenen Jahre auf der Social Media Plattform Instagram ein konsistent starker Nutzerzuwachs zu verzeichnen. Vergleicht man dabei die Entwicklung des Kanals von 2013 bis heute, gewinnt Instagram vor allem in den letzten Jahren immer mehr an Popularität.

Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von Januar 2013 bis September 2017 (in Millionen). Quelle: statista.com, 2017.

Neben den sozialen Kanälen Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube dient Instagram dabei auch als wichtiges Instrument für Bewerber. So wird die Plattform nicht nur für die Suche nach Stellenanzeigen genutzt, sondern hilft potentiellen Bewerbern dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Im Rahmen des Employer Brandings bietet Instagram demnach die Möglichkeit sich der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Trotz der großen Beliebtheit des Kanals und des damit verbundenen Potentials der Plattform, ist jedoch bisher lediglich eine überschaubare Anzahl an Unternehmen auf Instagram aktiv. Und das, obwohl den Unternehmen analog zu Facebook auch auf Instagram spezielle Business Profile sowie Werbemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Vorteile von Instagram

Täglich werden bei Instagram über 95 Millionen Fotos und Videos hochgeladen. Die Meisten von Nutzern und Influencern, aber auch von Unternehmen. Diese Fotos und Videos bilden den Kern der Plattform und dienen gleichzeitig als Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Großes Potential von Instagram liegt demzufolge im Visual Storytelling. Neben Einblicken hinter die Kulissen des Unternehmens, können die Beiträge auch dazu genutzt werden, um das Markenimage zu formen, Produkte zu kommunizieren sowie Kampagnen zu verlängern.

Auch eignet sich Instagram dazu die Beziehung mit den Kunden zu stärken, indem sich das Unternehmen authentisch und nahe am Nutzer präsentiert.

In Abgrenzung zu anderen Social Media Plattformen wie etwa Facebook, Twitter oder Pinterest besticht Instagram vor allem dadurch, dass lediglich Bilder und keine Links geteilt werden können. Das Ergänzen von Links bei Fotos und Videos ist auf Instagram folglich, ungleich zu Pinterest, nicht möglich. Dies hat zur Folge, dass unmittelbarer Traffic über Instagram auf die eigene Website nicht realisiert werden kann. Eine Ausnahme stellen Instagram Anzeigen dar, welche mit einem Link versehen werden können und so die Möglichkeit haben, Traffic zu generieren.

Besonders gut eignet sich Instagram für die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe. So ist die Plattform vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern äußerst beliebt. Möchten Unternehmen diese Zielgruppe gezielt ansprechen, ist eine Präsenz auf Instagram künftig unausweichlich.

Werbung auf Instagram

Durch die steigende Nutzeranzahl auf Instagram bietet die Plattform auch für Unternehmen ein großes Potential Kunden zu erreichen. Besonders die zahlreichen Werbemöglichkeiten bilden dabei eine attraktive Option, das Instagram Publikum gezielt anzusprechen. Diesen Vorteil haben sich bisher bereits viele Unternehmen zu Eigen gemacht und platzieren ihre Werbebotschaften neben Facebook, YouTube oder Twitter, nun auch auf Instagram. Diese Entwicklung wird auch in der nachfolgenden Grafik deutlich. So haben sich die Umsätze von Instagram in Bezug auf mobile Werbung innerhalb von zwei Jahren mehr als vervierfacht.

Prognose der Umsätze von Instagram mit mobiler Werbung weltweit in den Jahren 2015 bis 2017 (in Milliarden US-Dollar). Quelle: statista.com, 2017.

Grundsätzlich werden auf der beliebten Foto-Sharing-App vier Haupttypen von Werbeanzeigen unterschieden. Neben Photo Ads und Video Ads lassen sich so auch Carousel Ads schalten. Primäre Zielsetzungen sind dabei neben Reichweite, Videoaufrufen und Conversions, Besucherverkehr und App-Installationen. Daneben sind Werbeanzeigen innerhalb der Instagram Stories möglich. Letztere werden dabei als gesponserter Content auf Instagram Stories platziert, wohingegen die ersten drei Ad-Typen im Feed der Nutzer gelistet werden.

Tipps für Ihr Business-Profil auf Instagram

Instagram zählt heutzutage zu einem der effektivsten Markenbildungsinstrumente im Social Web. Um die Zielgruppe plattformgerecht anzusprechen, bedarf es einer klaren und strukturierten Vorgehensweise. Für Ihren professionellen Markenauftritt auf der Plattform haben wir daher acht Tipps für Sie zusammengefasst:

  1. Definieren Sie eine Instagram-Strategie
    Vor der Aufsetzung des Kanals ist es empfehlenswert strategische Überlegungen durchzuführen. Zunächst sollten Sie dabei Ihre Ziele für Instagram festlegen. Diese sollten sich an Ihren Unternehmenszielen orientieren und SMART sein. Eine beispielhafte Zielsetzung wäre demnach die Steigerung der Markenbekanntheit. Auch das Festlegen der Postingfrequenz, der Veröffentlichungszeiten sowie der Content-Themen und Hashtags gehören in die Instagram-Strategie. Wichtig ist in diesem Schritt auch die Entwicklung von speziellen Instagram-Guidelines, in denen beispielshalber die Verantwortlichkeiten oder der Umgang mit kritischen Fan-Kommentaren festgehalten sind.
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  3. Setzen Sie auf visuellen Content
    Durch den starken Fokus auf visuellen Content innerhalb der Plattform, können Sie Instagram besonders gut dafür nutzen, um Ihr Unternehmen oder Ihre Marke auch visuell in Szene zu setzen. Jeglicher Content sollte dabei selbsterklärend und ohne Text verständlich sein. Zudem sollten Sie grundsätzlich festlegen, auf welche Inhalte sich Ihre Fotos und Videos konzentrieren. Dies kann von der reinen Produktdarstellung bis hin zur Präsentation der eigenen Firmenkultur und des eigenen Firmencharakters reichen. Oftmals hilft hier auch ein Blick in die Profile der Zielgruppe bzw. der Follower, um Trendthemen und beliebte Darstellungsformen zu identifizieren. Insights hieraus können dann auf die eigenen Inhalte übertragen werden. Die Gestaltung Ihres Instagram-Profils und des darauf gespielten Contents sollten sich stets an den Prinzipien Ihrer festgelegten Strategie orientieren. Zudem sollte ihr Content auch ohne Text leicht verständlich sein, da letzterer auf der Plattform lediglich eine untergeordnete Rolle spielt.
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  5. Posten Sie regelmäßig
    Wie bei allen sozialen Kanälen, gilt auch bei Instagram: Posten Sie regelmäßig, überfluten Sie den Newsfeed Ihrer Follower jedoch nicht mit Ihrem Content. So sollten Sie pro Woche im Schnitt 2-3 Posts spielen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung hängt dabei vor allem von Ihrer Zielgruppe ab. Studien belegen hier, dass Postings, die unter der Woche ausgespielt werden, mehr Interaktionen aufweisen. Ein individueller Test der Postingfrequenz und des Veröffentlichungszeitpunktes ist allerdings unerlässlich. Um einen guten Überblick über die Postings zu erhalten, ist es zudem sinnvoll einen Redaktionsplan aufzusetzen.
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  7. Denken Sie quadratisch und Mobile First
    Herzstück der Instagram Plattform stellen die geposteten Bilder und Videos dar. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, gilt in der Bilderstellung für Instagram: Denken Sie quadratisch. Für Bilder mit einer bestmöglichen Auflösung ist daher eine Bildgröße von 1080px x 1080px empfehlenswert. Zudem sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Bilder im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Instagram um eine Mobile First Plattform handelt. Das ausgewählte Bildmaterial sollte folglich auch auf einem kleinen Bildschirm gut zur Geltung kommen. Bilder und Videos müssen aus diesem Grund stets qualitativ hochwertig und hochauflösend sein.
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  9. Nutzen Sie Hashtags
    Hashtags sind bei Instagram Pflicht. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass Instagram-Nutzer Inhalte oftmals über die Suchfunktion mittels Hashtags suchen. Nutzen Sie daher bei jedem Beitrag passende Hashtags, die für Ihr Unternehmen und das gespielte Thema relevant sind. Darüber hinaus sollte auch immer darauf geachtet werden, dass die Hashtags in der jeweiligen Landessprache der Nutzer bzw. in der für die Kommunikation definierten Sprache gewählt werden. Auch ist es ratsam Hashtags mit hoher Beliebtheit zu verwenden, da diese von Nutzern vermehrt gesucht werden. Hashtags mit einer (noch) geringen Beliebtheit sollten ebenfalls verwendet werden, da diese für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten und es hier zudem leichter ist die eigenen Beiträge prominent zu platzieren.
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  11. Seien Sie stringent
    Egal, ob in Bezug auf Bilder oder Text – auch bei Instagram spielt Stringenz eine wichtige Rolle. Ziel dabei ist es einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, sodass die Nutzer Beiträge direkt mit Ihnen als Absender assoziieren. Bezüglich der Bilder kann diese Wiedererkennung beispielshalber durch ein einheitliches Farbschema oder durch die Art und Weise der Produkt-Platzierung auf den Bildern selbst realisiert werden. Neben den Bildern sollte jedoch auch die Tonalität der Texte über alle Beiträge hinweg einheitlich sein. Stringenz gilt zudem auch beim Profilbild. Ein konsistentes Bild über alle Social Media Kanäle hinweg ist Pflicht, sodass Nutzer das Unternehmen auch auf unterschiedlichen Plattformen stets sofort wiedererkennen.
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  13. Bauen Sie Abonnenten auf
    Speziell zu Beginn ist die Kommunikation des Accounts auf ausgewählten Kanälen, wie etwa der eigenen Website oder anderen sozialen Netzwerken, entscheidend, um ein gewisses Grundrauschen zu etablieren und erste Interaktionen mit veröffentlichten Beiträgen zu erzielen. Besonders großes Potential stellt dabei die Verlängerung des Instagram Accounts über Facebook dar. Hier ist eine große Überschneidung von Instagram- und Facebook-Nutzern zu identifizieren, sodass erste Instagram-Follower schnell aufgebaut werden können. Wichtig ist dabei selbstverständlich, dass sich die Nutzer von den Inhalten auf Instagram angesprochen fühlen und, dass der Kanal auf individuellen Content setzt, der auf die Anforderungen von Instagram zugeschnitten ist.
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  15. Analysieren Sie
    Um Rückschlüsse aus bereits veröffentlichten Beiträgen ziehen zu können und die Entwicklung des Instagram Profils im Auge zu behalten, sollten Sie die Leistungen Ihrer Beiträge & Co. kontinuierlich analysieren und Optimierungsansätze ableiten. Hierfür steht Ihnen im Business Profil der Reites „Statistik“ zur Verfügung. Wichtige Kennzahlen, wie beispielshalber Reichweite und Anzahl der Abonnenten sind hier aufgeführt.

 

Beispiele für erfolgreiche Instagram Kanäle

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2C-Bereich:

Beispiel 1: dm-drogerie markt

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1,2 Millionen Abonnenten und 1.035 Beiträge – der Instagram Account von dm garantiert durch die große Anhängerschaft eine besonders hohe Reichweite. Der Drogeriemarkt postet im Schnitt jeden zweiten Tag. Fokus in den Beiträgen liegt dabei vor allem auf der Darstellung der eigenen Produkte. Großer Pluspunkt der Seite ist der hohe visuelle Standard der Bilder sowie die Interaktion des Unternehmens mit den Nutzern.

Beispiele für erfolgreiche Instagram Business Accounts im B2B-Bereich:

Beispiel 1: Mailchimp

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Auch der knallbunte Instagram-Kanal von Mailchimp mit 64.000 Abonnenten macht einfach nur Spaß. Die Marke schafft es dabei dieses positive Gefühl letztendlich auch auf das Produkt selbst zu übertragen. Dass, der Content auch bei den Followern gut ankommt, macht sich in den zahlreichen Interaktionen pro Post bemerkbar. Stringenz im Kanal und einen hohen Wiedererkennungswert schafft das Maskottchen der Marke, das in jeglicher Form und Farbe im Bild- und Videocontent abgebildet wird. Durch die Verwendung von beliebten Hashtags, wie etwa #tbt, kann die Marke zudem ihre Reichweite erhöhen und neue Follower gewinnen.

Zu beachten ist jedoch grundsätzlich, dass Instagram als reiner Branding Kanal gesehen werden muss, der lediglich indirekt die gesetzten Vertriebsziele unterstützt. Dadurch, dass, abgesehen von Instagram Werbeanzeigen, keine Möglichkeit gegeben ist die Beiträge um Links zu ergänzen, führen Postings folglich selten zu einer unmittelbaren Aktion bzw. zu einem Kauf.

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
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Interaktive Online Magazine

Das sind Online Magazine

Online Magazine sollen Inhalte spannend und unterhaltsam vermitteln. Bei den Inhalten muss es sich aber nicht unmittelbar um Produkt-Content handeln, im Gegenteil. Online Magazine sind für Unternehmen gerade dann interessant, wenn man ergänzende Themen oder bestimmte Schwerpunkt-Themen vermitteln möchte, die über die normale „Alltags-Kommunikation“ hinausgehen. Wichtig ist, die Inhalte spannend und interaktiv aufzubereiten, denn der Unterhaltungsfaktor ist gerade bei Magazinen mit entscheidend.

Gut gemachte Online Magazine sind Türöffner, um sich besser bei Bestandskunden zu positionieren, ebenso aber auch, um neue Kontakt zu gewinnen. Sie fördern durch den Content die Auffindbarkeit bei Google und sorgen damit für mehr Wahrnehmung und Sichtbarkeit im Netz.

Tipp für den Website-Relaunch:

Magazin-Inhalte sind Gold wert für den Google-Algorithmus, und steigern damit Ihre Sichtbarkeit bei Google & Co. – Vorausgesetzt, das Magazin ist SEO-optimiert.

Worin unterscheiden sich Magazine und Blogs?

Blogs sind eine fortlaufende Lektüre, die regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt wird. Daher auch die oft verwendete Bezeichnung  von einem „Tagebuch“. Ein Blog ist zudem eher schlicht vom Aufbau, jeder Beitrag ähnelt sich auf gewisse Weise in der Struktur. Ein Online Magazin ist hingegen ein gesondertes Format, das sich einmal oder periodisch einem oder mehreren Themen widmet. 

 

7 Praxis-Tipps für erfolgreiche Online Magazine

    1. Relevanter Content
      Wie bei einem Magazin am Kiosk hängt der Erfolg eines Online Magazins daran, wie attraktiv die Inhalte sind. Versetzen Sie sich bewusst in die Rolle Ihrer Kunden und fragen Sie sich, welche Themen Sie interessieren würden. Geben Sie sich Mühe, die Inhalte verständlich zu vermitteln!
    2. Spass-Faktor
      Das Lesen soll dem Leser Freude machen, ihn unterhalten. Achten Sie darauf, dass die Gestaltung großzügig ist, nutzen Sie Info-Grafiken für die Vermittlung von Zahlen, plakative Bilder und Videos werten das Magazin zusätzlich auf. Aufwendig, aber eine besondere Usability ermöglichen interaktive Elemente, bei denen der User etwas steuern oder erleben kann.
    3. Filtermöglichkeit & logische Gliederung der Themen
      Filtermöglichkeiten sowie eine logische und überdachte Gliederung der Themen erhöhen die Nutzerfreundlichkeit und sorgen dafür, dass die gesuchten Informationen für den Nutzer schnell auffindbar sind.
    4. Vernetzung relevanter Inhalte
      Durch das Vernetzen weiterer relevanter Artikel wird das Interesse des Besuchers geweckt. Zudem kann so die Besuchsdauer gesteigert werden.
    5. Suchmaschinenoptimierung
      Content sollte suchmaschinenoptimiert werden, sodass interessante Artikel auch leicht über Suchmaschinen wie Google & Co. gefunden werden können.
    6. Integration von Sharing Möglichkeiten
      Durch die Integration von Sharing Möglichkeiten, wie beispielshalber Social Sharing Buttons, können Leser informativen Content direkt mit Freunden oder Bekannten teilen oder sich den Link zum Artikel auch kurzerhand selber zusenden.
    7. Kommentarfunktion
      Durch das Zulassen von Nutzerkommentaren, können Sie Ihrem Online Magazin Authentizität und Glaubwürdigkeit verleihen und direkt mit Kunden und Partnern in Dialog treten.

 

Beispiele für interaktive Online Magazine

Zahlreiche Unternehmen verfügen über eigene Online Magazine. Doch viele dieser versorgen den Nutzer lediglich starr mit Inhalten, ohne ihn interaktiv einzubinden und ohne ihm folglich jeglichen „Joy of Use“ zu bieten. Allerdings tragen bereits kleinste interaktive Elemente, wie etwa Micro Interactions oder Videos, dazu bei, die Beiträge in den Magazinen lebendiger und ansprechender zu gestalten. Folgende Beispiele zeigen ausgewählte Beispiele in Bezug auf Online Magazine, die durch integrierte interaktive Elemente positiv aus der Reihe fallen und die Interaktion der Nutzer mit ihren Beiträgen so fördern:

 

Beispiel 1: Coca Cola

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Coca Cola stellt in seinem Online Magazin „Journey“ nicht das Produkt in den Mittelpunkt, sondern jegliche Geschichten, die sich rund um das Produkt erzählen lassen. Die Grenzen zwischen Produkt und Lifestyle verschwimmen dabei fast vollständig, sodass das Produkt in alle Facetten des täglichen Lebens eintaucht und so den Nerv der Zielgruppe trifft. Die gespielten Themen müssen daher nicht direkt immer mit Coca Cola verknüpft sein. Interaktive Elemente auf der Website bilden zum Beispiel die Rubrik „Frage des Monats“, bei der jeden Monat eine eingesendete Nutzerfrage beantwortet wird, und die integrierten Sharing Möglichkeiten. Daneben sind auch die Kommentarfunktion und Lese-Empfehlungen auf der Website verankert. Zum Magazin: www.coca-cola-deutschland.de.

 

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Internationalisierung: Organisations-Strukturen für internationales Marketing (Teil 1 von 3)

Exportnation Deutschland

Deutschland gehört seit Jahrzehnten zu den stärksten Exportnationen – getragen von vielen tausend erfolgreichen Unternehmen, die oft in ihrem Segment auch zu den Besten weltweit gehören. Oft findet Wachstum auch primär im Ausland statt, was die Wichtigkeit einer internationalen Präsenz noch einmal verstärkt.

Steigt seit Jahren an: Das jährliche Export-Volumen der deutschen Wirtschaft

Doch mit der Internationalisierung kommen die Fragezeichen: Welche Länder sind relevant? Landessprache oder Englisch? Alles übersetzen oder nur einen Teil? Soll die Betreuung der Märkte zentral oder dezentral erfolgen? Welche Domains werden benötigt und was müssen wir beachten, wenn wir unseren Onlineauftritt internationalisieren? Wie können wir am effizientesten übersetzen? Wer soll übersetzen? Die Aufzählung ließe sich lange fortführen.

In dieser Artikelserie widmen wir uns daher den folgenden Kernthemen, die in der Praxis besonders relevant sind: Wie erfolgt die Betreuung (zentrale vs. dezentrale Organisationsstruktur – Teil 1), welche Domains werden kommuniziert (Vor- und Nachteile unterschiedlicher Domainstrategien – Teil 2)  und was muss bei einer Internationalisierung der Website beachten werden (Checkliste mit wichtigen ToDo´s – Teil 3)?

Anforderung an den globalen Webauftritt

Mit der globalen Ausrichtung wächst die Relevanz zielgruppen-gerichteter Websites, wo in der Vergangenheit maximal eine „Web-Visitenkarte“ zu finden war. Heute hat eine internationale Webseite eine ganz andere Funktion: Sie soll im jeweiligen Markt Menschen ansprechen und überzeugen, soll Nähe und Verständnis vermitteln, über Produkte und deren Nutzen informieren und mit Leads und neuen Kundenbeziehungen das Wachstum fördern.

 

Zentral vs. Dezentral

Bei zahlreichen namhaften Marken haben sich mittlerweile drei unterschiedliche Ansätze bewährt, an denen die eigene Internationalisierungsstrategie ausgerichtet werden kann:

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung

Marken mit zentraler bzw. lokaler Kampagnenentwicklung
Quelle: Brand Planning | Andreas Baetzgen (Hrsg.)

 

1. Supporter

Das Headquarter fungiert hier lediglich als beratende Instanz. Die detaillierte Ausgestaltung und Auswahl von Kommunikationsmitteln und Touchpoints wird den Ländern überlassen. Als Grundlage der Entscheidung zur Umsetzung von Maßnahmen sollten sich die Märkte an die allgemeinen Corporate Identity Guidelines und Social Media Guidelines des Unternehmens halten.

PRO CONTRA
  • Geringe Aufwände im Headquarter
  • Länderspezifische Eigenschaften der jeweiligen Märkte werden voll berücksichtigt
  • Sehr individuelle Kundenansprache
  • Geringe Kontroll- und Steuerungsmöglich-keiten im Headquarter
  • Keine einheitliche, länderübergreifende Markenkommunikation
  • Meist höhere Kosten durch Fragmentierung

Beispiel Volkswagen

Volkswagen geht sehr stark auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte ein, wie das Beispiel aus China eindrucksvoll zeigt. In der Kommunikation, teilweise sogar aber auch mit länderspezifischen Modellen.

 

2. Motivator & Berater

Das Headquarter baut das digitale Wissen auf und gibt dieses in kompakter Form an die Märkte weiter. Alle Kommunikationsmittel (Website, Landing Pages, Microsites, etc.) werden zentral erstellt und können in Vorlagenform den Märkten zur Verfügung gestellt werden. Das Headquarter berät Ansprechpartner im jeweiligen Markt und stellt zudem Guidelines und die technische Grundlage zur Verfügung. Der Ansprechpartner übernimmt die Maßnahmen und Vorlagen und ist anschließend für die Content-Erstellung und Content-Betreuung auf der Website verantwortlich.

PRO CONTRA
  • Planbare Aufwände im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Ausreichende Kontrollmöglichkeiten
  • Zielgruppen-Know-How der Märkte
  • Höherer initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahme
  • Höherer Aufwand für Abstimmung & Kommunikation

Beispiel Mercedes-Benz

Die Marke Mercedes-Benz bleibt reduziert. Das Fahrzeug steht im Vordergrund. Erst auf den unteren Ebenen wird marktspezifisch individualisiert. Menschen, Umgebung und Kennzeichen variieren.

 

3. Zentrale Vorgabe

Szenario drei sieht die komplette zentralisierte Erstellung aller Kommunikationsmittel und Durchführung aller Kommunikationsmaßnahmen vor. Es gibt entsprechende Guidelines für die Märkte, an die sie sich strikt halten müssen. Das erfordert viel Manpower im Headquarter, führt aber zu maximaler Kontrolle. Vor allem für Marken, die hohen Wert darauf legen, überall auf dem Globus das gleiche Markenversprechen zu spielen, oft auch um die Herkunft zu unterstreichen.

PRO CONTRA
  • Höchste Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten im Headquarter
  • Einheitliche Markenkommunikation
  • Hoher initialer Aufwand für Aufbau der Basismaßnahmen
  • Kein Zielgruppen-Know-How der Märkte

Beispiel Porsche

Um die scharf positionierte Marke global identisch erlebbar zu machen, bevorzugt Porsche eine zentrale Organisationsform. Aufbau, Bildwelt, Menschen: Die Auftritte aus Deutschland und China sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

 

Empfehlung:

Eine klare Empfehlung können wir hier natürlich nicht geben, denn jedes Unternehmen hat seine Strukturen und Organisationsformen. Aus unserer Erfahrung heraus können wir berichten, dass es eine Mischform von Variante 2 und 3 ist. Also viel Vorgaben, meist eine zentrale Steuerung, allerdings mit einer gewissen Individualisierung in der Ansprache, bei Kampagnen oder wichtigen nationalen Nachrichten.

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DigitalHeroes

Die Gefahren von Social Media

Social Media ist allgegenwärtig. So allgegenwärtig, dass sich schon längst Gegenbewegungen gebildet haben, die die Tragweite der „Kommunikationsrevolution“ runterspielen wollen. Aber das ist ein anderes Thema, nur so viel dazu: Wir werden schon bald nicht mehr über Social Media reden (müssen). Es wird alltäglich sein und ein natürlicher Bestandteil des Unternehmens, der Unternehmenskommunikation und unseres Privatlebens sein. Man kann darüber streiten wann es soweit sein wird, ob bereits in der jetzigen Generation oder der nächsten.

So oder so. Social Media birgt auch Gefahren. Wenn die Unternehmenskommunikation nicht mehr nur von der PR-/Marketing- und Vertriebsabteilungen gelenkt und gesteuert wird, sondern mehr und mehr in den Zielgruppen selbst stattfindet, dann setzt man sich dem Risiko aus, dass Aussagen und Meinungen mutwillig negativ beeinflusst werden. Das kann verschiedene Ursprünge haben: Wettbewerber, die ihre Produkte besser positionieren wollen, ehemalige Mitarbeiter, die enttäuscht reagieren, Marktteilnehmer die sich einen Spaß erlauben.

 Unwahrscheinlich sagen die Optimisten. Reales Bedrohungsszenario sagen andere. Vor ein paar Tagen erst, wurde eine solche Manipulation auf der Plattform Digg.com publik. Digg ist eine sehr populäre Social Web-Plattform, die es erlaubt Nachrichten, Seiten oder allgemein Inhalte entweder zu wählen oder abzuwählen. Das soll dazu führen, dass die Webseitenbesucher für eine Priorisierung im Nachrichten- und Artikeldschungel sorgen. Wichtige und gute Inhalte können so ausgezeichnet werden. Digg sorgt dann für eine Reihenfolge mit guten und eher schlechten Nachrichten. Soweit zum Grundprinzip.

In diesem Fall hat eine große Gruppierung politisch Konservativer systematisch für Themen gestimmt die in ihre politischen Vorstellungen passen und Themen abgewählt die mit ihrem Weltbild nicht vereinbar sind. Obama-kritische Artikel waren also gut, wissenschaftliche Artikel schlecht, Demokratie-kritisches gut, Umweltschutz schlecht, usw. Und das mit Erfolg. Was also in diesem politischen Kontext funktioniert kann im Unternehmensumfeld natürlich genauso passieren. Der Wettbewerber, der sowieso immer die besseren Produkte haben soll, beauftragt Mitarbeiter oder externe Menschen damit, für ihre Produkte abzustimmen und Nachrichten über Produkte der Konkurrenz abzuwählen.

Es ist sicherlich ein Beispiel, dass noch sehr speziell ist. Aber, solche oder ähnliche Risiken bergen soziale Webwerkzeuge. Facebook und Twitter haben mit ihren „Like“/“Gefällt mir“-Buttons ja ganz ähnliche Funktionalitäten. Und auch auf anderen Plattformen ist es sicherlich nicht unmöglich entsprechende Manipulationen durchzuführen.

Ein Patentrezept dagegen, gibt es nicht. Zu aller erst ist es wichtig, ein gutes Social Media Monitoring zu haben um solche Entwicklungen überhaupt zu entdecken. Voraussetzung hierfür ist aber die Überwachung nicht nur auf das eigene Unternehmen und eigene Produkte oder Dienstleistungen einzurichten, sondern regelmäßig auch den Blick auf die Konkurrenz zu werfen.

Planemob: Witzige Werbung die begeistert

Wieder einmal ein hervorragendes Beispiel für virales Marketing:
Enorm witzig, mutig und frech und wen spricht die Billigflieger-Familie nicht an?

Germanwings hat mit dieser mutigen Kampagne viel Aufsehen erregt und auch Zuspruch gewonnen, das zeigen über 290.000 Aufrufe auf Youtube und zahlreiche Kommentare. Die Kosten für Pappschilder, Handkamera und Billig-Flugtickets liegen im untersten Low-Budget Bereich, der Effekt ist unbezahlbar, und ein erfolgreiches Kontern von Konkurrent easyjet nahezu unmöglich.

Und der Name Planemob rundet die Kampagne ab, trendy, kurz, aussagekräftig und bleibt sicher im Gedächtnis.