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Einblick in HTML 5

Die Weiterentwicklung an XHTML 2 wurde eingestellt und HTML 5 soll der neue Standard für Webapplikationen und Dokumente werden. Der folgende Blogeintrag zeigt einen kurzen Einblick in die Auszeichnungssprache.

Vorgeschichte

Das Standardisierungskonsortium W3C (World Wide Web Consortium) sah ursprünglich die Zukunft nicht mehr in HTML sondern in XHTML 2 und wollte deshalb die Weiterentwicklung von HTML einstellen. Da XHTML 2 jedoch nicht mit HTML 4 und XHTML 1 abwärtskompatibel wäre, gründeten Unternehmen wie die Mozilla Fundation, Opera Software ASA und Apple Inc. im Jahre 2004 die Arbeitsgruppe WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group). Ihre Zielsetzung lag darauf HTML 5 abwärtskompatibel zu HTML zu machen und die Sprache sinnvoll zu erweitern und zu verbessern.

Im Jahr 2007 gründete das W3C ebenfalls eine HTML 5 Arbeitsgruppe und schloss sich mit der WHATWG zusammen. Im Juli 2009 wurde dann letztendlich die Weiterentwicklung von XHTML 2 endgültig eingestellt.

Neuerung in HTML 5

In HTML 5 wurde die Doctype Deklaration stark vereinfacht und unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Ebenfalls kommen einige neue Elemente zur besseren Strukturierung von Dokumenten hinzu, wie beispielsweise:

  • <header>:  Kopfbereich
  • <nav>: Hauptnavigationsblöcke
  • <section>: Bereich einer Internetseite
  • <footer>:  Fußbereich

Durch die neuen Elemente ist die Vergabe von Ids und Elementen in diesen Bereichen überflüssig und Webseiten können durch diese Strukturierung von z. B. Suchmaschinen besser gelesen werden.

Diese Elemente lassen sich wie gewohnt durch CSS formatieren. Dies funktioniert allerdings nur in den Browsern Opera, Safari und Firefox. Damit die Angaben im Internet Explorer ebenfalls richtig dargestellt werden,  müssen die neuen Elemente im Moment noch über Javascript erstellt werden.

Zur Vereinfachung beid er Umsetzung, gibt es hierfür bereits fertige Lösungen wie beispielsweise das html5shiv Script:

Eine weitere Neuerung in HTML 5 ist das sogenannte <canvas> Element. Das Element stellt eine transparente 2D-Bitmap-Zeichenfläche zur Verfügung, in der Bilder eingebunden und transformiert, Farbverläufe definiert und in der z. B. mittels Javascript gezeichnet werden kann.

Folgende zwei Quadrate wurden mittels unten stehenden Javascript in das <canvas>-Element mit der id=“zeichenflaeche“ erzeugt.

Für den Internet Explorer muss zusätzlich die Javascript Datei „excanvas.js“ (http://code.google.com/p/explorercanvas/) eingebunden werden.

Darüber hinaus soll die Einbindung von Video- und Audio-Dateien erleichtert werden. Hierfür können zukünftig die Elemente <video> und <audio> verwendet werden.

Durch controls werden die Kontrollelemente (Ladebalken, Abspielen, Stoppen etc.) angezeigt und mittels autobuffer wird das Video bereits beim Laden der Seite geladen. Innerhalb der Tags kann ein Text angegeben werden, der ausgegeben wird, wenn der Browser das Video nicht unterstützt. Im Moment interpretieren die Browser Firefox ab Version 3.5, sowie Safari und Chrome ab Version 3 dieses Element. Jedoch wurde bisher in der Spezifikation kein gemeinsames Video- und Audioformat definiert werden, welches jeder Browser unterstützt, was im Moment noch dazu führt, dass verschiedene Formatvarianten vorbereitet werden müssen.

Beim Internet Explorer sollte man ein Video, wie bisher auch mittels object-Element innerhalb des <video> Tags einbinden und über den Flashplayer abspielen.

Ausblick

Dieser Blogeintrag soll und kann nur einen kleinen Einblick in HTML 5 geben. HTML 5 wird im Moment noch weiterentwickelt und es wird noch einige Jahre brauchen, bis der Standard komplettiert und auch die Browserhersteller die Unterstützung soweit verbessert haben, dass einem flächendeckenden Einsatz nichts mehr entgegen steht.

Quellen:

Dr Web

Blogeintrag von Peter Kröner – Was geht heute schon, was geht nicht – der große Überblick

Internet magazin Ausgabe 2/10 – HTML 5

t3n Ausgabe 18 – Evolution statt Revolution