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Facebook erreicht Hollywood

Facebook ist das neue Google, Mark Zuckerberg der neue Bill Gates, und nun erreicht Facebook auch Hollywood.

Gerade ist der Trailer erschienen:

Im Oktober 2010 kommt der Kinofilm „The Social Network“ in die Kinos. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Witz. Echte Hollywood Größen sind dabei, wie Regisseur David Finch („Der seltsame Fall des Benjamin Button“), Produzent Kevin Spacey, Jess Eisenberg als Mark Zuckerberg und Justin Timberlake als Sean Parker (Facebook Präsident). Und ein dramatischer Untertitel

„You don’t get to 500 million friends without making a few enemies“.

Die Grundlage bildet das Buch »The Accidental Billionaires« von Ben Mezrich, in dem Mark Zuckerbergs Leben ziemlich kritisch dargestellt wird.
Man kann also gespannt sein, wie das Leben des 26 Jahre alten Jung-Unternehmers und Billionär in dem neuen Hollywood Drama dargestellt wird, nachdem das Unternehmen nun fast täglich in den Medien thematisiert und kritisiert wird.

Aber es ist schon bemerkenswert, wie rasant und revolutionär die Entwicklung von Facebook ist. Nach nur 6 Jahren (Februar 2004) nachdem die Platform entwickelt wurde, läuft der erste Kinofilm an. Einen vergleichbaren Hype weltweit hat bisher wohl noch kein Unternehmer ausgelöst.

Fragt sich jetzt wie viele Fans der Film haben wird …

Virtualität im Marketing

Das Internet ist das Sprachrohr des 20. Jahrhunderts und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es öffnet völlig neue Wege und Arten der Kommunikation. Die Reichweite, die damit erzielt werden kann, ist enorm und die Zahl der Internetnutzer steigt ständig an. Somit befinden sich immer mehr virtuelle Identitäten im Netz. Diese virtuellen Daten und Räume, wie z.B. Communities und virtuelle Welten, kann ein Unternehmen nutzen und für sein Marketing gezielt einsetzen.

Zu den virtuellen Identitäten gehören Avatare und das virtuelle Ich, wie z.B. ein Nutzerprofil. Das Internet stellt den Lebensraum für solche Identitäten dar und sie können sich im Netz auf zwei verschiedene Arten aufhalten. Eine ist das Leben in einer virtuellen Welt, wie z.B. Second Life, die zweite sind virtuelle Communities, wie bspw. facebook.de. Nun wie kann ein Unternehmen solche virtuellen Identitäten und virtuelle Räume für sich nutzen und Marketingziele damit erreichen? Ich möchte hier mal vier Ansatzpunkte anreißen, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen.

Das virtuelle Firmen-Ich: Das Unternehmen identitfiziert sich bspw. durch einen Avatar. Diese Figur wird für verschiedene Werbeformen verwendet und kann auf Werbebannern dargestellt oder in Internetseiten integriert werden. Z.B. hat die Deutsche Telekom „Robert T-Online“ verwendet. Das Unternehmen kann sich auch ein Profil im Internet erstellen. Durch ein bestimmtes, aufmerksamkeitsstarkes Synonym, wie z.B. „Mr. MOSAIQ-MEDIA“, könnte das Firmen-Ich auf beliebten Internetseiten und Communities aktiv sein, oder bei bekannten Weblogs qualifizierte Kommentare zu bestimmten Themen abgeben. Es entsteht der Kontakt zu Kunden und das Unternehmen wird über die Firmenhomepage hinaus gesichtet.

Avatar Robert T-Online

Der virtuelle Firmensitz: Der zweite Ansatz ist ein Firmensitz in einer virtuellen Welt. Dort kann es Produkte vorstellen, verkaufen und Kundengespräche führen. Ein solcher Firmensitz kann alles beinhalten, was ein realer Verkaufsraum auch zu bieten hat. Von Fachpersonal, über Werbeartikel, bis hin zu Firmenprodukten, die getestet und gekauft werden können. Es können Avatare eingeladen und neue Kontakte geknüpft werden. Selbst richtige Events können veranstaltet, oder Vorträge und Teammeetings abgehalten werden.

Die virtuelle Welt: Ein weiterer Ansatz für ein Unternehmen ist die virtuelle Welt, die vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt wird. Der Kunde meldet sich dort mit seinem Avatar an und kann andere Verbraucher treffen, sich über Produkte austauschen oder sich beraten lassen. Diese Welt ist in verschiedene Gebiete und Räume aufgeteilt. Z.B. in einen Corporate Blog Raum, in dem der Avatar Neuigkeiten lesen kann oder verschiedene Verkaufsräume, in denen der Kunde Waren angeboten bekommt.

Die Firmen-Community: Ähnlich wie die Erschaffung eines Firmensitzes kann eine Community im Internet aufgebaut werden. Über die Firmen-Community können Mitarbeiter untereinander oder mit Kunden kommunizieren. Jeder hat ein Nutzerprofil, kann sich vernetzen und austauschen. Zusätzlich kann die Plattform für außenstehende Personen geöffnet werden. So können Konsumenten und Interessenten regelmäßig über Neuigkeiten, Produkte und Innovationen der Firma auf dem Laufenden gehalten werden.

Experten behaupten, dass wir in Zukunft nur noch als Avatar im Internet sein werden. Der Internetnutzer wird sich vollständig durch künstliche Personen identifizieren. Das Internet von morgen wird sich von einer zweidimensionalen zu einer dreidimensionalen virtuellen Welt wandeln. Im Jahr 2020 soll die reale Welt von der virtuellen nicht mehr zu unterscheiden sein. Und, haben Sie auch schon ein virtuelles Ich?

Chinesischer Internetjargon: Von Garnelen und Gemüse-Vögeln

Was die einen lieben, tun die anderen als ein Verkommen der Sprache ab – ein interessantes Sprachphänomen bleibt es aber allemal: Der Internetjargon.

Chatten über Instant Messenger und Communities muss schnell gehen. Deshalb wurden im Laufe der Zeit Abkürzungen und Smilezeichen geschaffen mit denen man in wenigen Buchstaben und Zeichen viel ausdrücken kann – eine Art Stenographie fürs Internet sozusagen. Weiterlesen

CNN + Facebook: Gemeinsames Online-Event zu Obamas Amtsantritt

Wie man sich Communities zu nutze machen kann, um Diskussionen zu entfachen und damit die Vorteile des Web 2.0 vollends ausschöpft zeigt das Beispiel von CNN. Der amerikanische Fernsehsender überträgt den offiziellen Amtsantritt Barack Obamas live im Internet. Der Clou: Durch die Teilnahme an dem Event „Obama Inauguration on CNN.com Live with Facebook“ können Facebookmitglieder Kommentare zu den Geschehnissen abgeben, die dann allen anderen Teilnehmern am Event angezeigt werden. Zudem können die Teilnehmenden sehen, welche Kommentare ihre Freunde abgegeben. Daraus soll eine heiße Diskussion entstehen – „Be part of the history“ heißt der Slogan zur Aktion.

Bereits jetzt ist das mit Fernsehspots beworbene Event ein voller Erfolg. Über eine Millionen Facebooknutzer haben sich bereits angemeldet. Meine Einschätzung: Hohes Involvement bei niedrigen Kosten – Marketing vom Allerfeinsten also.

Wert(schätzung) Ihrer Kontakte

Knapp 200.000 EUR ist mein Netzwerk wert – so zumindest steht es schwarz auf weiß auf der Xing-Aktionsseite mynetworkvalue.de, über die neue Mitglieder geworben werden sollen. Hier kann man Alter, Anzahl der Kontakte, Kontakthäufigkeit und Herkunft der eigenen Kontakte angeben und bekommt im Anschluss den Wert seines Netzwerkes -auch im Vergleich zu Gleichaltrigen und deren Netzwerke- angezeigt.

Jetzt bleiben bei mir folgende Fragen offen:

  1. Wer gibt mir das Geld (eine erste Anzahlung wäre prima!)?
  2. Ist es nicht besser seine Kontakte wert zuschätzen, als den Wert seiner Kontakte schätzen zu lassen?

Na gut – zur Ehrenrettung von Xing sei gesagt, dass auch andere Branchen Menschen in Geld messen. Versicherungen rechnen sogar pro Fuß oder Hand ab. Am Beispiel des fallenden Aktienkurses aufgrund von Gerüchten über Steve Jobbs Krankheit konnte auch der Wert eines Apple CEOs ermittelt werden. Ich persönlich -als Fan von sozialen Netzwerken- verbinde aber mit meinen Kontakten nette Personen, ein freundliches Gespräch und eine gute Zusammenarbeit, und keine Geldscheine.

Als virale Kampagne hat das Ganze gut funktioniert. In den Kommentaren von Robert Basics Blog überbieten sich die Kommentatoren mit Ihren Ergebnissen – mein Haus, mein Boot, mein Xing-Netzwerk.

Mein persönliches Fazit der Kampagne daher: Operation gelungen – Patient tot.