Es war einmal ein Patent und der Streit um Web-to-Print…

Es war einmal ein Patent das vom US-Unternehmen VistaPrint beim europäischen Patentamt eingereicht und auch bewilligt wurde. Das Patent beschreibt die Herstellung druckfertiger Daten mittels einer Client-/Servertechnologie. Dabei werden auf dem Client nur niedrigauflösende Grobdaten verarbeitet, Parameter an den Server geschickt und serverseitig zu hochauflösenden Druckdaten aufbereitet. In die Schlagzeilen geriet VistaPrint und das Patent dadurch, dass das Unternehmen Mitbewerber aufforderte das im Patent beschriebene Verfahren nicht mehr zu nutzen.

Wie der Fachdienst beyond print und Heise berichteten, prüft das europäische Patentamt nun den Widerruf des Patents. Drei Unternehmen reichten Widerspruch ein, das Schutzrecht soll nun im April in einem Anhörungsverfahren geprüft werden.

Damit verbunden könnten auch vergleichbare Patente widerrufen werden. VistaPrint hält noch ein weiteres Patent das ein Verfahren beschreibt das unter anderem bei Web-to-Print genutzt wird.

Ein Gedanke zu „Es war einmal ein Patent und der Streit um Web-to-Print…“

  1. Das ist zwar alles schon ein wenig her…aber da ich gerade im Zuge meines Studiums die ganze Materie nochinemal uafwärmen musste, fühle ich mich genötigt, hier doch nochmal was zu posten. Wirft man einen Blick auf die Unternehemenslandschaft (Ich habe hier einen der führenden Software Entwickler beyond Web2Print als meine Seite als Beispiel gepostet), war schon zur Zeiten der Patentanmeldung der Begriff Web-toPrint oder Wev2Print mehr oder weniger ein Allgemeingut wie das Wort „Taschentuch“ oder „Computer“ – es ist schon etwas Skurill, dass diese Patentanmeldung zunächst durchgewunken wurde – da sist als wolle ich mir das Wort Rechtsanwalt patentieren lassen. Das Verfahren, servergestützt Druckaufgaben zu realisieren war auch nicht wirklich ein neues Konzept, der Begriff „web to print“ hinter diesem Verfahren chon recht geläufig – auch in Europa. Über manche Dinge kann man sich nur wundern und daraus schließen, dass viele Entscheidungsträger in Behörden mit dem web 2.0 Zeitalter schlichtweg überfordert sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.