AdWords: Fremde Markennamen nun erlaubt

Darf man fremde Markennamen bei der Schaltung von Anzeigen bei Google AdWords als Keywords nehmen? Lange Zeit wurde diese Frage in Europa mit Nein beantwortet. Google hat bis zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) dagegen gekämpft – und nun schließlich Recht bekommen.

Daher gibt es nun ab 14. September eine neue Google-Markenrichtlinie für AdWords. Fremde Markennamen können nun also als Keywords für die Anzeigenschaltung verwendet werden.

Das bedeutet letztlich zweierlei:

  • Sie können künftig die Markennamen von Konkurrenten oder Partnern, Zulieferern etc. für Ihre Anzeigenschaltung verwenden.
  • Sie müssen damit rechnen, dass andere auf Ihren Markennamen Anzeigen schalten.

Der Nutzen von Ersterem dürfte klar sein: Sie können sowohl die Menschen, die nach der Konkurrenz suchen, auf sich aufmerksam machen als auch die Menschen, die nach beispielsweise nach Produkten suchen, die Sie bei sich führen.

Letzteres bedeutet, dass Sie aber auch mehr bedenken müssen, um Ihre Marke zu schützen. Zum Beispiel können Sie verhindern, dass Konkurrenten bei der Suche nach Ihrem Markennamen über Ihnen stehen, wenn Sie selbst bei Ihrem Keyword mitbieten. Sie müssen dabei nicht einmal unbedingt mehr bieten als der Konkurrent, denn beim Qualitätsfaktor sollten Sie alle anderen bei Ihrem eigenen Namen gut schlagen können.

Sollte jemand bei der Nutzung Ihres Markennamens aber übers Ziel hinausschießen, können Sie auch bei Google eine Beschwerde einreichen – zum Beispiel, wenn die Seite des Konkurrenten den Eindruck erweckt, er sei der Markeninhaber.

Google AdWords nun mit Markennamen

Insgesamt kommt so auf jeden Fall mehr Bewegung in den AdWords-Markt und das Ignorieren dieser reichweitenstarken Online-Marketing-Maßnahme wird immer schwieriger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.