Social Behaviour: wie „social“ sind Ihre Kunden?

Die letzten Tage hatten wir die ersten beiden Themenbereiche der Studie von der Agentur iAcquire und SurveyMonkey vorgestellt: Search und Mobile Behaviour. Die Studien untersuchten das Suchverhalten im Internet. Heute stellen wir noch den dritten und letzten Teil vor: Social Behaviour.

Beim Thema Social Media und der Nutzung von Social Networks wie bspw. Facebook, denken viele an das große Thema Datenschutz. Hier stellt sich die Frage:
wie sind Nutzer zum Thema Privatsphäre bei der Social Media Nutzung eingestellt?

Die Studie hat festgestellt, dass  die meisten Internetnutzer der Meinung sind, je mehr Privatsphäre, desto besser. Jedoch teilen 75% der Internetsuchenden private Informationen im Internet. Sie möchten diese Daten eben nicht mit Unternehmen teilen, nur damit diese besseres Marketing machen können.

Wird das Suchverhalten von „Likes“ und „+1“ beeinflusst? Nicht wirklich! Nur 12% werden von solchen Informationen in ihrem Verhalten beeinflusst. Es ist daher in erster Linie nicht unbedingt Erfolgs-entscheidend, ob diese Social Media Gimmicks in Kampagnen integriert sind oder nicht. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass bei der Suchmaschine Google mit ihrem Social Network Google Plus, das Suchmaschinen-Ranking beeinflusst wird. Wenn bspw. ein Suchender im Netzwerk angemeldet ist, werden ihm Suchergebnisse, die von Google Plus Freunden mit einem „+1“ gekennzeichnet wurden, bevorzugt angezeigt.

Die Studie fand auch heraus, dass 50% der Suchenden sich nicht für Bilder in den Suchergebnissen interessieren. Das Anzeigen von Authorenbildern bei Suchergebnissen ist seit dem „Author Tag“ von Google nun möglich. Gerade bei News und Blogbeiträgen sieht man das häufig, daher ist es sehr interessant zu wissen, dass die Entscheidung auf ein Ergebnis zu klicken, nicht davon abhängt, ob es ein Bild hat. Zumindest behaupten das die besagten 50%. Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass es für die Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit entscheidend ist, ob ein Bild integriert ist oder nicht. Und schließlich werden die anderen 50% sehr wohl davon beeinflusst!

Desweiteren ist interessant, dass Facebook bei der Zielgruppe unter 30 Jahre, nicht das bevorzugte Social Network ist! Wer Anfang April die Nachrichten über Facebook gelesen hat, wird sich über diese Erkenntnis nicht wundern. Das Magazin Spiegel hat bspw. berichtet, dass immer mehr junge Leute im Alter zwischen 18-34 Jahre das Netzwerk verlassen. Bei der 30+ Zielgruppe ist Twitter, LinkedIn und Pinterest sehr beliebt.

Pinterest ist auch das Netzwerk, das bei der die Nutzungsdauer am meisten zugenommen hat im Jahr 2012. Allgemein betrachtet stieg die Social Media Nutzung um 30 Milliarden Minuten (37%). Darunter Facebook mit dem geringsten Zuwachs von nur 4%. Pinterest mit 1.000% und Google Plus um 80%. Man sieht also, dass Social Media nicht nur allein Facebook nutzen bedeutet. Also für eine sinnvolle und effiziente Social Media Nutzung der Unternehmen wird eine gut durchdachte und flexible Strategie benötigt.

Was nehmen wir aus den drei Studien Search, Mobile und Social Behaviour mit?

  • Suchergebnisse werden von den meisten als solche nicht erkannt
  • Mehr als die Hälfte klicken Werbeanzeigen bei Suchmaschinen nicht an, jedoch sind sie sehr wichtig für die Awareness
  • Nutzer besuchen auch die Seite 2 bei Suchmaschinen
  • Fast zwei Drittel der mobilen Suchanfragen führen zu einer Conversion
  • Webseiten und Kampagnen sollten für alle mobilen Endgeräte optimiert werden
  • Social Media Nutzer hüten ihr Privates und behalten dies ihren Social Network Freunden vor
  • Die meisten werden von auffälligen, personalisierten Suchergebnissen in ihrem Suchverhalten beeinflusst
  • Social Media Nutzung steigt stetig an, jedoch ist Facebook nicht das Nonplus Ultra
  • Google Plus, LinkedIn und Pinterest sind immer mehr im Kommen

 

Social Behaviour noch einmal als Grafik aufbereitet:
iAcquire Search Behavior Study
iAcquire Search Behavior Study

 

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