Fünf spannende digitale Trends für die kreative Kommunikation

Die Kommunikationsbranche entwickelt sich mittlerweile in solch einem rasanten Tempo, dass man kaum noch hinterher kommt. Der Frage welche digitalen Trends uns in nächster Zeit erwarten, sind wir vergangene Woche beim Besuch der ADC Creative Class nachgegangen.

Art Directors Club

Die ADC Creative Class ist ein kreativer Rundumschlag mit Vorträgen zu unterschiedlichen Themen der Kommunikations-branche. Die Schwerpunkte waren Briefing, Text, Design, Dialogmarketing, Kommunikation im Raum und Digitale Medien. Abgerundet wurden die spannenden Vorträge durch kleine Praxisworkshops, in denen das Gelernte umgesetzt wurde.

Besonders interessant fanden wir das Thema digitale Trends in der kreativen Kommunikation. Hierzu möchten wir gerne ein paar Einblicke geben:

Trend 1: Social Media ist das neue Internet

Zwei Drittel der Weltbevölkerung nutzen Social Networks, Facebook hat aktuell mehr als 800 Millionen Nutzer. Social Media ist bei den Konsumenten längst angekommen – es ist nichts ungewöhnliches mehr, sondern Standard. Nur die Unternehmen tun sich teilweise noch schwer im Bereich Social Media Fuß zu fassen.

Social Media ist dialogorientiert, authentisch, demokratisch, offen und zeitnah. Vor allem aber ist Social Media Learning by doing. Es gibt kein Patentrezept, man muss mutig sein und sich auch mal trauen etwas Neues auszuprobieren.

Facebook entwickelt sich immer mehr zum Sprungbrett: Man klickt sich aus dem Newsstream heraus zu den interessanten Informationen, statt die Webseiten und Blogs ständig selbst nach neuen relevanten Inhalten zu durchsuchen.

Trend 2: Alles wird mobil – eine große Chance
für die gezielte mobile Kundenansprache

Kein anderes Medium wird so häufig und intensiv genutzt wie das Mobiltelefon. Mittlerweile besitzt jeder vierte Deutsche ein Smartphone, welches ihm unterwegs das mobile Surfen im Internet ermöglicht. Bereits heute passieren 50% aller Google Maps Anfragen auf mobilen Geräten, 20% aller Google Suchanfragen beziehen sich auf lokale Informationen – eine ideale Voraussetzung für die gezielte mobile Kundenansprache durch Location Based Services.

Location Based Services sind standortbezogene Dienste, die dem Nutzer abhängig von seiner aktuellen Position Informationen zur Verfügung stellen können. Die Ermittlung des aktuellen Standorts erfolgt dabei über die Ortung des Smartphones. Die populärsten Dienste sind foursquare, Facebook Places und Gowalla.

Besonders interessant ist diese Technologie für Unternehmen mit lokalen Geschäften. Potentielle Kunden können direkt vor der Tür mit besonderen Angeboten angesprochen und in den Laden „gelockt“ werden – zum Beispiel mit einem Gutschein oder einem Rabatt, den der Nutzer beim Einchecken erhält.

Mc Café bot seinen Kunden im vergangenen Jahr zum Beispiel einen mobilen Adventskalender, über den die Kunden beim Einchecken im Café Goodies wie Gutscheine oder Sonderangebote erhalten haben.

Trend 3: Augmented Reality – die echte und
die virtuelle Welt wachsen zusammen

Immonet Augmented Reality AppUnter Augmented Reality versteht man die computergestütze Erweiterung der Realität. Die visuelle Wahrnehmung wird durch computergenerierte Zusatzinformationen wie Bilder, Videos und Texte ergänzt, die sich wie ein virtueller Layer über die Realität legen und diese überlagern. Die echte und die virtuelle Welt sind also nicht mehr klar getrennt, sondern verschmelzen miteinander.

Augmented Reality kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Immonet bietet zum Beispiel eine App zur Wohnungssuche an. Die Nutzer können sich nach Eingabe einiger Parameter freie Wohnungen in einem festgelegten Umkreis anzeigen lassen und diese bei einem (virtuellen) Spaziergang erkunden.

Trend 4: Gamification – ein spielerischer
Ansatz zur Kundenbindung

Ein neuer großer Trend in der Werbebranche ist Gamification. Darunter versteht man die Übertragung von Computerspielmechanismen auf das Erledigen von alltäglichen Dingen. Durch Belohnungssysteme wird das Ganze zum spielerischen Wettbewerb: Um den Highscore zu knacken, müssen die Spieler möglichst viele Punkte sammeln, die sie wiederum für das Erledigen von bestimmten Aufgaben erhalten. Ziel ist es, die Kunden stärker und dauerhaft an ein Produkt oder eine Marke zu binden.

FoursquareDas bekannteste Beispiel für Gamification ist foursquare. Die Nutzer checken über ihr Smartphone virtuell an Orten ein, an denen sie sich gerade befinden – die Ortung erfolgt dabei mittels GPS. Durch das Einchecken werden besondere Sonderangebote oder Geschenke freigeschaltet. Wer am häufigsten an einem Ort eincheckt wird zum Mayor (Bürgermeister) und bekommt als Belohnung zum Beispiel einen kostenlosen Kaffee oder einen besonderen Parkplatz.

Trend 5: Near Field Communication

Eine Technologie, die bereits als Trend für 2011 gesehen wurde, dessen Einsatz momentan aber noch in den Kinderschuhen steckt, ist Near Field Communication (NFC) – eine drahtlose Übertragungstechnik für kurze Entfernungen bis zu 4 cm. So können zwei Geräte, die nah aneinander gehalten werden, Daten miteinander austauschen.

Das selbe Prinzip wird schon bei der Oyster Card in London eingesetzt: Man hält eine mit Geld aufgeladene Plastikkarte an einen Sensor, um durch die Schranken in der U-Bahn zu kommen. Ähnlich soll das alles bald auch mit dem Smartphone funktionieren. Die NFC-Technologie wird nun schon in einigen neuen Smartphones verbaut und soll in Zukunft vor allem das bargeldlose Bezahlen und die Nutzung von digitalen Eintrittskarten ermöglichen.

Google WalletGoogle will mit seinem kürzlich vorgestellten Dienst „Google Wallet“ bald sogar die ganze Geldbörse überflüssig machen – sämtliche Informationen sollen dann im Smartphone gespeichert sein.

 

 

 

2 Gedanken zu „Fünf spannende digitale Trends für die kreative Kommunikation“

  1. Vielen Dank, eine klasse Zusammenstellung! Funktioniert zwar nicht auf Basis einer NFC-Technologie, sondern einer Softwarelösung, basiert aber auf einem ähnlichen Prinzip: Die Bump-App http://bu.mp. Zwei Smartphones mit dieser App müssen nur noch aneinandergestoßen werden und die Kontaktdaten werden automatisch ausgetauscht. In Japan ist das zu einem echten Volkssport geworden und sogar in den Sprachgebrauch übergegangen („Let’s bump“, oder so ähnlich ;)

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