iPhone vs. Android aus der Entwicklersicht

Schon länger wird gemunkelt, dass die nächste große Entwicklungsstufe des Social Web die Benutzer auf mobile Endgeräte führen wird. Vieles spricht dafür. Nicht nur neue Dienste, die ohne iPhone und co. undenkbar wären, wie z. B. Foursquare, das es erlaubt sich an beliebigen Orten einzuchecken und kenntlich zu machen, dass man sich an einem bestimmten Ort aufhält, auch etablierte Plattformen wie z. B. Facebook, aber auch die „guten, alten“ RSS-Feeds werden immer mehr auf Smartphones verwendet.

Nun gibt es bekanntlicherweise nicht nur ein solches Smartphone. iOS-, Android-, Windows Phone, Symbian- oder Blackberry-basierte Geräte buhlen um die Gunst der Benutzer. Im Moment sind vor allem iPhones (also iOS) und Android-basierte Smartphones gefragt. Zu den Apple-Produkten muss nicht mehr viel gesagt werden. Die Geschwindigkeit in der iPhones und iPods eine marktführende Position eingenommen haben, ist beeindruckend. Aber Geräte, die auf Googles Android basieren, haben schnell aufgeholt. Nicht nur durch das G1, das für T-Mobile entwickelt wurde, sondern vor allem die zahlreichen HTC-Geräte, kamen bei den Kunden gut an.

Aber wie sehen Entwickler die zukünftige Entwicklung von iOS- und Android-Geräten? Appcelerator hat dafür die Antwort gesucht und eine Umfrage durchgeführt. Appcelerator stellt ein Framework her, das die Entwicklung von Anwendungen für mehrere Plattformen gleichzeitig erlaubt, z. B. iPhones und Android-Geräte. Wir haben das Framework bereits für eine iPhone-App eingesetzt und damit die Entwicklungskosten spürbar senken können. Aber darum geht es ja gar nicht.

Die Umfrage zeigt, dass Entwickler im Moment, kurzfristig, iPhones als Smartphone mit der besten Perspektive und Möglichkeiten sehen. Langfristig allerdings Android/Google vorne gesehen wird. Man wird natürlich erst mit der Zeit sehen, wie die Anwender das aufnehmen. Fakt ist jedoch, dass die Plattform Android/Google seine Hausaufgaben fleißig macht und einige Vorteile gegenüber iOS-Geräten herausarbeitet. Dabei hat die Aufholjagd eigentlich gerade erst begonnen.

Insbesondere werden bei Android-Geräten die Offenheit der Plattform und die angebotenen Funktionen gelobt. Schwachpunkt ist vor allem die Hardware. Hier setzt Apple mit dem iPhone und trotz aktueller Antennenprobleme immer noch Maßstäbe. Gerade die Hardware entwickelt sich aber auch extrem schnell weiter. Retina-Displays oder iPads wären vor nicht allzulanger Zeit nicht denkbar gewesen. Sind also gute mobile Geräte für Android verfügbar, wird die Nachfrage drastisch anziehen, so vermute ich.

 Was bedeutet das nun für Unternehmen, die planen Anwendungen für mobile Endgeräte zu konzipieren und umzusetzen? Im Moment nichts. Gerade in Deutschland liegen iPhones noch weit vorne. Auf andere Plattformen kann im Moment noch verzichtet werden, wobei man das natürlich trotzdem immer im Einzelfall und abhängig von den Zielgruppen überprüfen sollte. Mit Anwendungen für iPhones erreicht man schon einen Großteil aktiver mobiler Endbenutzer. Aber: Perspektivisch müssen insbesondere Android-basierte Smartphones im Auge behalten werden. Und wie schnell sich der Markt verändert hat man eben schon bei Apple gesehen.

Ein Gedanke zu „iPhone vs. Android aus der Entwicklersicht“

  1. Sehr interessant – und ganz nebenbei auch relevant für Menschen, die noch überlegen, welches Smartphone es als Nächstes sein soll.

    Auf meinem HTC Touch Diamond läuft allerdings Windows Mobile und nicht Android. Das war da noch gar nicht offiziell im Rennen – auch da sieht man wieder, wie schnell sich die Welt der mobilen Endgeräte dreht.

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