Daniels R(o)ad-Trip: Im Regen stehen gelassen

Aktueller Kilometerstand: 512
Standort: Flülen / Urnersee: Mitten in der Schweiz!

Seit Tagen suchen wir die Sonne – finden sie jedoch kaum. Das Wetter ist seit Anfang der Woche gegen uns. Die Schweiz hat uns schon viele schöne Seiten gezeigt – und die anderen.

Ein kurzer Abriss:
Nach zwei Tagen Miesepeter-Wetter wollen wir vom Walensee über den Klausenpass nach Flülen, dem östlichsten Zipfel des Vierwaldstädter Sees, dem Urnersee.

Nach zwei Stunden im Sattel öffnen sich die dunklen Wolken und wir fahren erstmals im Regen weitere 1,5 Stunden bis Linthal. Fest steht: Passüberquerung erst morgen – heute Nacht erstmals nicht im Zelt.

Problem Nummer 1 in Linthal: durch den Bau eines Kraftwerks nehmen nahezu alle Betten im Ort Monteure in Beschlag. Wir sind froh, überhaupt eine Unterkunft zu finden.

Problem 2: das Postauto, das uns auf den Pass bringen soll, fährt nicht! Saisonbeginn 23.06. Dank Fehlinformationen der SBB stecken wir in einer Sackgasse, denn von hier geht es entweder nach oben oder zurück. Den Pass hoch mit dem Velo? No Way! 1300 Höhenmeter auf 24 km. Der nächste Knaller: der Bankautomat streikt. Die Stimmung erreicht ihren Tiefpunkt.

Die erste gute Nachricht: es gibt einen privaten Postautoersatz, der außerhalb der Saison fährt. Extrem teuer, aber in diesen sauren Apfel müssen wir beißen. Zweite gute Nachricht: der Automat mag andere Karten und geringere Beträge offensichtlich lieber. Wir sind wieder flüssig. Dritte gute Nachricht: die Pizza am Ende der Sackgasse schmeckt super. Also wenn ihr mal in der Gegend seid…

Wetterlage am nächsten Tag: gleich bescheiden. Von Bergpanorama keine Spur. Tiefe Wolken und Nieselregen. Grandiose Aussichten von oben sind also nicht zu erwarten. Die Fahrt nach oben ist zum Glück unterhaltsam und wir freuen uns schon auf den Weg nach unten. Die Sonne wartet dort auf uns – denken wir zumindest. Doch weit gefehlt.

Auf 1950 m: Regen, dicke Wolken und knapp über dem Gefrierpunkt. Am Morgen hatte es wohl sogar geschneit! Dick eingepackt und mit Mütze und Handschuhen geht es los. Sicht: 50 m. Mittagessen: so schlecht wie lange nicht im Restaurant unterhalb der Passhöhe. Also wenn ihr mal in der Gegend seid…

Es warten: 27 km Abfahrt. Volle Konzentration ist gefordert. Weit weit unten wird es ein wenig besser. Es ist zumindest trocken. Wahrlich ein Erlebnis die Passabfahrt – halt anders als erwartet.

Am See angekommen ist das Wetter dann ebenfalls schlecht und der Campingplatz kann außer guter Werbung nichts. Wir sind frustriert. Wir suchen Sonne und Erholung – finden jedoch keines von beidem.

Wetteraussichten: Mau
Planänderungen: Zwingend notwendig

Demnächst mehr von uns von irgendwo.

P.s.: Und ganz so negativ, wie es sich liest, ist es Gott sei Dank unterm strich nicht. Zum Abschluss also noch ein eindrucksvolles Foto vom Urnersee!

4 Gedanken zu „Daniels R(o)ad-Trip: Im Regen stehen gelassen“

  1. Eilmeldung: Sonne endlich gefunden +++ Porlezza, Lago di Lugano +++ Ein langer Ritt, aber die Stimmung ist wunderbar +++ KM-Stand: 649 +++ Gruesse von den Bergziegen +++ Wir gehen zur Feier des Tages essen

  2. Hi Daniel, Porlezza, so ein schöner Camping direkt am See! Und die Pizza gegenüber schmeckt himmlisch – Also wenn ihr grad in der Gegend seid…;-) Wünsche euch weiterhin jede Menge Sonne und viel Spaß. Grüß deine beiden Mädels.

  3. Hallo Daniel & Co., das liest sich doch schon viel besser. Offensichtlich habt Ihr uns jetzt das
    Sch…wetter geschickt. Bei uns hat es heute schon gestürmt und geschüttet, wie am letzten
    Tag. Dad and Mom wünschen Euch für Euren Endspurt gutes Wetter und weiterhin alles Gute. Grüße auch die Ladies.

  4. Hallo ihr tapferen Radler,

    wir lesen mit Staunen eure Berichte und sind voller Respekt! Heute ist der 21. Juni, wir haben bis zum 17. Juni jeden Tag in Porlezza ein Eis gegessen, unser fester Standort war Cressogno. Wie schade, dass wir euch nicht treffen durften – ein Jammer.
    Euch alles Gute und bis bald!

    Viele Grüße vor allen auch von Greta an Ella! Auf ein baldiges Wiedersehen!

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