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B2B-Unternehmen in den sozialen Medien – Lohnt sich der Aufwand?

Beruflich oder privat: Wer Informationen sucht, tut das zuerst online. Auch im Business-Bereich bekommt man während eines Entscheidungsprozesses online am bequemsten einen Marktüberblick. Dafür werden vor allem Suchmaschinen und Corporate Websites zu Rate gezogen, also vorwiegend klassische Kanäle und nicht unbedingt die sozialen Medien. Doch Fach-Communities, Online-Foren und berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn werden bei der Informationsbeschaffung immer interessanter.

Die Skepsis, die noch vor wenigen Jahren auf Seiten von B2B-Unternehmen gegenüber Social Media herrschte, lässt zwar langsam nach, doch noch immer sind nicht wenige Unternehmer der Meinung, dass die sozialen Medien in ihrem Marketingmix keine Rolle spielen müssen. „Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken“,  „Wir haben nicht genügend interessante Inhalte“, oder „Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website“ sind die häufigsten Einwände gegen das Einschlagen einer neuen Richtung im Marketing. Dabei ergeben sich durch die Nutzung der sozialen Medien auch für B2B-Unternehmen enorme Chancen.

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Social Media im B2B-Bereich: Was bringt das?

Werden die sozialen Medien richtig eingesetzt, können B2B-Unternehmen auf viele Arten profitieren:

  • Markenimage/Reputation:
    Aufbau und Pflege eines positiven Images, Stärkung der Reputation des Unternehmens
  • Auffindbarkeit, Lead-Generierung
    Bessere Auffindbarkeit durch besseres Suchmaschinen-Ranking → mehr Besucher auf der Firmenwebsite → Lead-Generierung
  • Kundenzufriedenheit, Kundenbindung
    Mehr zufriedene Kunden durch neue Formen des Kundenservice → engere Kundenbindung
  • Mitarbeiterrekrutierung
    Finden neuer Mitarbeiter und Fachkräfte, die in den sozialen Medien auf das Unternehmen aufmerksam wurden

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Generationen-Aspekt: Entscheider und Einkäufer mögen momentan noch vermehrt auf klassische Kanäle setzen, doch die nächste Generation rückt gerade nach. Und die ist mit der Nutzung sozialer Medien aufgewachsen und findet es selbstverständlich, Dienstleister und Zulieferer auch nach ihrem Auftreten im Social Web zu bewerten.

Social Media erfolgreich einsetzen: Das sollte man beachten

„Also gut, überzeugt. Lasst uns eine Fanpage auf Facebook anlegen und dieses Social Media machen. Kann ja nicht so schwer sein.“

Ganz so einfach ist es leider nicht, denn: Ohne Strategie kein Erfolg. Bevor man einfach loslegt und Profile in sozialen Netzwerken anlegt, ohne zu wissen, wer diese womit befüllen soll, sollte man die nötigen Voraussetzungen schaffen und einen zielführenden Maßnahmenkatalog erstellen. Erst danach folgt die Umsetzung – und diese muss konsequent sein!

Dabei sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Social-Media-Einsatz im B2B-Bereich dieselben wie im B2C:

  • Erstellung einer Bestandsanalyse
    Wer spricht wo im Netz wie über das Unternehmen und die Konkurrenten? Wo hält sich die Zielgruppe auf?
  • Bereitstellung der nötigen personellen und finanziellen Ressourcen
    Nur so kann die Veröffentlichung von qualitativ hochwertigem Content und eine kontinuierliche Kommunikation sichergestellt werden.
  • Professioneller Umgang mit (negativem) Feedback
    Gar nicht oder zu spät beantwortete Kommentare und unangemessene Reaktionen auf Kritik sorgen für keinen guten Eindruck.
  • Definition klarer Ziele
    Diese sollten zu den Unternehmenszielen passen und erreichbar sein.
  • Einbeziehung von Mitarbeitern
    Die Aufklärung über die Vorteile von Social Media schafft Akzeptanz bei skeptischen Kollegen. Eine Social Media Guideline gibt den Mitarbeitern klare Anhaltspunkte und Nutzungsvorgaben für das korrekte Verhalten im Social Web.

B2B-Unternehmen haben eine weitere Herausforderung zu meistern, der sich B2C-Unternehmen in den meisten Fällen nicht stellen müssen:  mehrstufige und lange Entscheidungsprozesse. Während Entscheider abwägen, Informationen sammeln und sich mit verschiedenen Lieferanten auseinandersetzen, kommt es darauf an, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen am richtigen Ort zu liefern. Durch konstruktive und serviceorientierte Kommunikation in den sozialen Netzwerken schafft man außerdem eine Vertrauensbasis.

Social Media richtig nutzen: Handlungsempfehlungen

    • Bereitstellung von aktuellem und hochwertigem Content in sozialen Plattformen, Netzwerken, Foren und Diskussionsgruppen. Das informiert nicht nur die Nutzer und verbessert das Unternehmens-Image, sondern erzeugt auch Social Signals für Google und erhöht die Sichtbarkeit.
    • Um den Eindruck eines aktiven und patenten Unternehmens zu unterstreichen, sollten Inhalte kontinuierlich und regelmäßig veröffentlicht werden.
    • Komplexe, erklärungsbedürftige und wenig greifbare Produkte oder Dienstleistungen lassen sich sehr gut in anschaulichen Videos im eigenen YouTube-Kanal oder durch Success Stories im Firmenblog erklären und erlebbar machen.
  • Expertenbeiträge in bestehenden oder vom Unternehmen gegründeten XING-Gruppen oder in Themenblogs stellen die Kompetenz des Unternehmens heraus und etablieren es als Experte im jeweiligen Fachbereich.
  • Durch schnelles, freundliches und lösungsorientiertes Feedback auf Fragen oder negative Kritik in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird Kundennähe und Serviceorientierung kommuniziert.
  • Durch öffentlich einsehbare Kundenmeinungen und Bewertungen lassen sich die im B2B-Bereich oftmals rationalen Entscheidungen emotional untermauern.

Nachdem aus dem Interessent ein Kunde geworden ist, bieten sich die sozialen Medien vor allem für neue Wege des Kundenservice an und sollten genutzt werden, um auch Bestandskunden über Produktneuheiten und  aktuelle Forschungen zu informieren.

Fazit

Mit Social Media allein gewinnen auch B2B-Unternehmen keine Kunden. Wenn sie die sozialen Medien allerdings geschickt und mit einer dahinter stehenden Strategie in ihren Marketingmix einbauen und bei der Nutzung am Ball bleiben, kann Social Media eine sinnvolle und nutzenbringende Ergänzung zu den klassischen (Online-)Marketingbausteinen sein.

Doch was ist mit den anfangs erwähnten üblichen Einwänden?

„Unsere Kunden sind nicht in den sozialen Netzwerken.“ Doch, das sind sie. Sie müssen nur herausfinden, in welchen.

„Wir haben nicht genügend interessante Inhalte.“ Falsch. Gerade B2B-Unternehmen können Einkäufern die Entscheidung für ihr Unternehmen erleichtern, indem sie sie mit Produktinformationen, Success Stories, Anwendungstipps, Expertenbeiträgen usw. beeindrucken.

„Alles Wichtige steht doch schon auf unserer Website.“ Die muss sich der Interessent aber gezielt anschauen. Im Social Web erreichen sie ihn auch ohne dass er aktiv werden muss.

„Social Media primär als Chance zu begreifen, anstatt als ein loderndes, kommunikatives Risiko zu fürchten: Das ist der springende Punkt.“
(Christopher Schmidt von We Are Social im Interview mit dem Upload-Magazin)

Man muss übrigens nicht alles auf einmal machen. Wer angesichts des hohen Aufwands und der dabei entstehenden Kosten Bedenken hat, sollte erst einmal klein anfangen – am besten mit einem Kanal, der sich nach der Bestandsanalyse als am geeignetsten erwiesen hat. Auch Liebherr, Platz 1 im Social Media Report 2013, machte am Anfang kleine Schritte und baute seine Social-Media-Aktivitäten nach und nach weiter aus. Mittlerweile ist das Unternehmen das sichtbarste B2B-Unternehmen im Social Web. Im Interview mit dem UPLOAD Magazin erläutern Tobias Ilg, der zuständige Social-Media-Manager, und Christopher Schmidt von der betreuenden Agentur ihr Vorgehen.

Sie möchten jetzt auch loslegen und ihr Unternehmen ins Social Web bringen? Wir beraten Sie gern! > Kontakt aufnehmen

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Visueller Content: Individuelles Bildmaterial für erfolgreiche Websites

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Erfolgreiche Marken arbeiten mit ansprechenden Bildwelten. Das ist längst kein Geheimnis mehr. Bilder erzeugen Emotionen, Emotionen beeinflussen (Kauf-)Entscheidungen. Wussten Sie, dass 70 bis 80 % aller Kaufentscheidungen unbewusst und emotional getroffen werden? Umso wichtiger sind professionelle und passende Bilder für Onlineshops, Corporate Websites, Social Media & Co. Vor allem in Onlineshops steigern hochwertige Bilder nachweislich die Zugriffe, die Verweildauer und letztendlich auch die Conversion Rate und den Umsatz. Der User will sehen, was er kauft, die Katze im Sack will niemand bestellen.

Dies bestätigt auch die Usability-Studie des Labors Medienforschung der Hochschule Offenburg für Burda Direct: „Eine konsistente, qualitativ hochwertige sowie realitätsgetreue Bildsprache (wird) als Ausdruck von Professionalität eines Online-Anbieters verstanden“.

Doch woher die passenden Bilder nehmen? Erste Anlaufstelle ist das eigene Fotoarchiv, doch oft sind die Bilder veraltet, nicht von ausreichender Qualität oder Auflösung und bilden nicht die 100%ig passenden Motive ab. Wer dann bei Stockfoto-Anbietern recherchiert, wird schnell vor die nächsten Probleme gestellt: Die angebotenen Bilder unterliegen teuren Lizenzen und dürfen häufig gar nicht oder erst gegen einen hohen Aufpreis  auch in den sozialen Medien wie Facebook verwendet werden. Auch hier muss man erst einmal das passgenaue Motiv finden – das dann aber immer noch nicht individuell ist und von jedermann erworben werden kann. Und schon findet man die Stockfoto-Dame, die man zur Visualisierung des eigenen Kundendienstes verwendet hat, auf der Website der Konkurrenz wieder, wo sie sich als deren zufriedene Kundin ausgibt.

Was tun? Die eigenen Ansprüche runterschrauben, in den sauren Apfel beißen und mehr oder weniger passende Stockfotos kaufen? Oder lieber gar keine Bilder verwenden als schlechte?

Weder noch. MOSAIQ hilft ab sofort dabei, hochwertiges und individuelles Bildmaterial zu erstellen. Ohne hohe Lizenzgebühren, ohne eingeschränkte Nutzungsrechte, ohne Kompromisse. Dafür mit vom Kunden ausgewählten Models, einem eigens erarbeiteten Konzept und genau den Motiven, die für den jeweiligen Einsatz der Bilder benötigt werden. Denn die besten Bilder für eine Webpräsenz sind immer die eigenen.

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Fotoshooting für individuelle Bildwelten

In Abstimmung mit unserem Kunden erstellen wir ein Bildkonzept, das optimal auf die Bedürfnisse des jeweiligen Projekts abgestimmt ist. So können wir zum Beispiel bei Relaunch-Projekten schon während der Konzeptionsphase die Motive entsprechend planen und später umsetzen – beste Voraussetzungen für eine einzigartige und aussagekräftige Bildwelt. Natürlich kümmern wir uns auch um die Planung und Durchführung des Shootings.

 

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Professionelle Produktfotos

Gerade in Onlineshops ersetzen hochwertige Produktfotos die fehlende Haptik und entscheiden über „Will ich haben“ oder „Will ich nicht haben“. Der Kunde kann das Produkt in verschiedenen Ansichten betrachten und sich ein tatsächliches „Bild“ davon machen.

 

 

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Rundum abgelichtet: 360°-Aufnahmen

Manchmal möchte der Kunde das Produkt von wirklich allen Seiten betrachten und am liebsten in die Hand nehmen. Dies wird durch 360°-Aufnahmen zumindest virtuell ermöglicht.

 

 

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Showreels & Erklärvideos

Manche Produkte und Dienstleistungen lassen sich am schnellsten und verständlichsten in einem Video erklären. Der richtige Einsatz von Bild und Ton reichert die vermittelten Inhalte emotional an und sorgt neben der Information des Betrachters auch für dessen Unterhaltung.
Während Showreels eher Projekte präsentieren und dabei auf Emotionen setzen und mit visuellen Effekten arbeiten, veranschaulichen Erklärvideos Funktionalitäten auf eher sachliche Art und Weise.

Vorteile:

  • Weniger Arbeit für unsere Kunden. Wir kümmern uns um Planung, Konzeption, Umsetzung des Shootings, Postproduktion und Finishing der Bilder.
  • Einzigartige Bilder, auf die Bedürfnisse des Kunden und die Gegebenheiten des Einsatzortes abgestimmt.
  • Überall einsetzbare Bilder. Die Bilder werden von uns für die verschiedenen Online-Kanäle aufbereitet.
  • Keine hohen Lizenzgebühren.

Interesse an einem Beispiel? Für unseren Kunden DEHOGA Baden-Württemberg führten wir im Zuge des Website-Relaunchs ein Shooting durch und produzierten Bildmaterial für den gesamten Online-Auftritt. Das Ergebnis lässt sich auf www.dehogabw.de begutachten.

Möchten Sie oder Ihr Produkt von uns abgelichtet werden?

Wir helfen Ihnen gern dabei, den visuellen Auftritt Ihrer Marke zu optimieren.

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Für einen schnellen und kompakten Überblick über unsere Leistungen haben wir außerdem eine Präsentation erstellt, die wir hier kostenlos zum Download anbieten.

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Advent, Advent … Adventskalender von MOSAIQ

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne Adventskalender? Das haben sich auch unsere Kunden gedacht, für die wir dieses Jahr drei ganz unterschiedliche Adventskalender umsetzen durften:

INTERSPORT-Adventskalender

Der INTERSPORT-Adventskalender geht dieses Jahr bereits in die zweite Runde. Die Facebook-App bietet den Fans der Marke exklusive Vorteile auf Facebook. Denn während Nicht-Fans jeden Tag auf www.intersport.de vorbeischauen müssen, um den Tagespreis zu sehen, können die Facebook-User in der App von Anfang an hinter jedes Türchen schauen und sich per E-Mail an die Verlosung ihres Traumpreises erinnern lassen. Es soll sich schließlich lohnen, Facebook-Fan von INTERSPORT zu sein.

Hier geht’s zum INTERSPORT-Adventskalender auf Facebook.

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Fürstenberg-Adventskalender

Für Fürstenberg haben wir ebenfalls eine Adventskalender-App auf Facebook umgesetzt. Auch hier haben die Fans die Möglichkeit, sich täglich per E-Mail an die Teilnahme erinnern zu lassen, um keinen Preis zu verpassen.  Der Adventskalender weckt den Spieltrieb der Fürstenberg-Fans: Um in den Lostopf zu gelangen, müssen die Teilenehmer kleine Rätsel und Spiele rund um Fürstenberg lösen.

Und so sieht der Fürstenberg-Adventskalender auf Facebook aus.

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HAKA-Adventskalender

Auch unser langjähriger Kunde HAKA Kunz lässt es sich nicht nehmen, die Adventszeit seiner Kunden mit einem Adventskalender zu versüßen. Der HAKA-Kalender bietet jeden Tag weihnachtliche Tipps & Tricks oder spezielle Angebote rund um die HAKA-Produkte.

Neugierig? Hier geht’s zum HAKA-Adventskalender.

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Buyer Personas – Wie die Zielgruppe ein Gesicht bekommt

Zielgruppen sind super! Wer seine Zielgruppe kennt, kann seine Botschaften auf die Bedürfnisse (potenzieller) Kunden ausrichten und hat mehr Erfolg im Marketing. So weit, so gut. Doch so hilfreich Zielgruppen auch sind, genau kennen wir ihre Bedürfnisse, Probleme und ihr Kaufverhalten nicht. Und gerade diese Informationen sind wichtig, um vor allem im Inbound Marketing Erfolg zu haben und die richtigen Personen anzusprechen.

Der Zielgruppe ein Gesicht geben – mit Buyer Personas

Diese Informationen liefern Buyer Personas, also fiktive Käufer eines bestimmten Produkts, die die typischen Verhaltensweisen und soziodemografischen Merkmale echter Kunden in sich vereinen.

Eine Persona gibt Antworten auf Fragen wie „Welche Vorteile erhofft  der Kunde sich vom Kauf des Produkts?“, „Welche Probleme versucht er gerade zu lösen?“, „Welchen Informationsquellen vertraut er während des Entscheidungsprozesses?“ usw. Alles Fragen, auf die eine normale Zielgruppe aufgrund ihrer relativen Inhomogenität keine klaren Antworten geben kann. Wer stattdessen mit Personas arbeitet, richtet seinen gesamten Marketingmix auf die erarbeiteten fiktiven Kunden aus – spricht also gezielt typische Kunden an statt mit dem Gießkannenprinzip die gesamte Zielgruppe zu adressieren.

Personas erstellen = den Kunden zuhören

Um realistische Personas zu erstellen, muss man Zeit investieren. Was man auf keinen Fall tun sollte: Sich nur auf das eigene Bauchgefühl verlassen und von sich auszugehen, denn das führt zu unrealistischen Personas. Was man auf jeden Fall tun sollte: Genau hinhören, wenn der Kunde spricht, denn tatsächliche Kundenerfahrungen sind die Basis jeder guten Persona.

Hierfür gibt es drei Möglichkeiten:

  • Ansprechpartner im Unternehmen befragen
    Kundendienstmitarbeiter, Marketingkollegen, Verkaufsteam und Produktmanager liefern wichtige Erkenntnisse aus dem Kontakt mit Kunden. Diese Methode ist zeit- und kostensparend und liefert erste Ansätze, aber noch lange nicht alle nötigen Erkenntnisse.
  • Das Internet durchforsten
    In Zeiten des Web 2.0 findet man online unzählige Kundenstimmen: Produktbewertungen, Foren, soziale Medien, Blogs usw. enthalten nützliche und kostenlose Informationen über die Denkweise der Kunden.
  • Interviews führen
    Wer echte Einblicke in das Innenleben seiner Kunden gewinnen möchte, befragt sie persönlich. Das ist zwar aufwendig, aber für realistische Personas entscheidend.

Die gesammelten Antworten werden auf Gemeinsamkeiten überprüft und gruppiert. Aus den Gruppierungen ergeben sich verschiedene Buyer Personas, die nur noch mit einem Namen, Geschlecht, Alter und Foto versehen werden sollten, um möglichst echt zu erscheinen.

Die richtigen Fragen stellen

Um gute Personas zu erhalten, müssen die Interwies richtig angegangen werden. Das fängt bei der Auswahl der Interviewpartner an. Kunden, die das Produkt schon gekauft haben und evtl. wieder kaufen würden, gehören ebenso dazu wie potenzielle Kunden, die noch über einen Kauf nachdenken sowie Kunden der Konkurrenz, die aus bestimmten Gründen das Konkurrenzprodukt vorziehen.

Ebenso wichtig ist die Auswahl der Fragen. Hier muss vor allem zwischen B2B und B2C unterschieden werden. Während im B2C-Bereich die Fragen hauptsächlich auf das Privatleben und die persönlichen Bedürfnisse abzielen, konzentriert man sich im B2B-Bereich in erster Linie auf das Berufsleben der befragten Personen.

Typische Fragen zur Erstellung von B2B-Personas:

  • Branche & Größe des Unternehmens/der Abteilung und die Position des Kunden? Welchen Vorgesetzten arbeitet er zu?
  • Woran wird sein Erfolg gemessen? Welche Kenntnisse/Tools werden für die Tätigkeit benötigt?
  • Welches Problem will der Befragte mit dem Kauf des Produkts lösen? Welche unternehmerischen/persönlichen Vorteile erhofft er sich vom Kauf des Produkts?
  • Welche Herausforderungen stellen sich dem Kunden im Berufsalltag?
  • Wer ist noch an der Kaufentscheidung beteiligt? Wo und wie informiert sich der Kunde über potenzielle Käufe? Welchen Quellen vertraut er?
  • Was hält ihn bisher vom Kauf des Produkts ab?

Je mehr Fragen gestellt werden, desto deutlicher wird das Bild vom typischen Kunden und desto ausdifferenzierter sind die fertigen Personas. Ein sehr ausführliches Beispiel für eine Persona liefert das Buyer Personas Institute:

Beispiel für Buyer Persona

Die Personas im Blick haben

Was macht man mit den fertigen Personas?
Ganz allgemein: Ausdrucken, an die Wand hängen und immer vor Augen haben, wenn Content erstellt wird. Sich fragen: Interessiert meine Persona dieser Content? Wo muss ich den Content platzieren, damit die Persona ihn auch sieht? Ist der Content so aufbereitet, dass die Persona ihn versteht und bereit ist, ihn zu konsumieren?

Konkret: Mit den einzelnen gewonnenen Erkenntnissen muss gearbeitet werden:

  • Wenn klar ist, wer Kaufentscheidungen trifft und von wem er sich beraten lässt, können diese Personen gezielt angesprochen werden.
  • Wer weiß, warum eine Kaufabsicht ausgelöst wird (Änderungen im Geschäftsprozess, Expansion, Budgetänderungen), kann leichter definieren, wann man die potenziellen Kunden kontaktieren muss.
  • Wer weiß, wo potenzielle Kunden nach Lösungen suchen (Fachmagazine, Foren, Blogs, …), kann genau da seine Botschaften platzieren.
  • Wenn bekannt ist, was Kunden suchen, also welche Informationen gewünscht sind, können diese ohne Umschweife kommuniziert werden.
  • Auch hilfreich: Wer aus den Interviews weiß, wie seine Kunden sprechen, kann auf Augenhöhe mit ihnen kommunizieren und ihre Sprache verwenden.

(In Anlehnung an „The Buyer Persona Manifesto“ des Buyer Persona Institute)

Einen ersten, groben Eindruck von der Arbeit mit Personas vermittelt unsere Download-Vorlage „Typische Situationen“. In eine Art Stundenplan wird der typische Tag einer Persona eingetragen, um so die perfekten Zeitpunkte und Kanäle zur Adressierung der Persona zu definieren. Die Vorlage ist vor allem für B2C, aber auch teilweise für B2B geeignet und beliebig erweiterbar.

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Möchten Sie Ihre Kunden gezielter ansprechen?

Wir helfen Ihnen gern, ihrer Zielgruppe ein Gesicht zu geben und mithilfe von Personas mehr Kunden zu gewinnen.

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Mehr zum Thema: B2B-Marketing, Content Marketing, Online Marketing

Onepager: Die Allzweckwaffe für erfolgreiche Kampagnen

Landen Sie beim Surfen auch immer häufiger auf Webseiten, die aus nur einer Seite bestehen und durch die Sie sich scrollend navigieren? Kein Wunder, denn die sogenannten Onepager sind zurzeit die beliebteste Art, Kampagnen, Produkte und Projekte online zu präsentieren. Und das zurecht: Die minimalistischen Webseiten bieten oft ein außergewöhnliches Nutzererlebnis, durch das die präsentierten Inhalte länger im Gedächtnis bleiben.

Was ist ein Onepager?

Onepager sind Webseiten im Single Page Design: Sie bestehen nur aus einer Seite und enthalten keine weiteren Unterseiten. Ein Onepager ist typischerweise länger als eine normale Webseite, navigiert wird durch Scrollen und über eine evtl. vorhandene Navigationsleiste. Einzelne Themenbereiche sind durch unterschiedliche grafische  Darstellungen voneinander abgegrenzt.

Wofür eignet sich ein Onepager?

Für die Darstellung einer überschaubaren Menge an Informationen zu einem klar eingegrenzten Thema.
Beliebt sind Onepager vor allem für die Präsentation von:

  • Kampagnen
  • Produkteinführungen
  • Projekten
  • Veranstaltungen
  • digitalen Visitenkarten kleinerer Firmen oder Freiberufler

Die Reduzierung auf ein Kernthema und dessen wichtigste Fakten macht Onepager zur idealen Fläche für die Online-Präsentation einzelner Kampagnen.

Onepager sind andererseits nicht geeignet für die Präsentation ganzer Unternehmensportfolios und komplexer Informationen. Corporate Websites größerer Unternehmen sollten nach wie vor als klassische Webseite mit mehreren Navigationsebenen umgesetzt werden.

Typische Elemente, die auf Onepagern zum Einsatz kommen:

Scrolling & Parallaxing

Beispiel: http://moto.oakley.com

http://moto.oakley.com

 

Flat Design

Beispiel: http://www.beoplay.com/products/beoplayh6

http://www.beoplay.com/products/beoplayh6

 

(Interaktive) Infografiken

Beispiel: www.olympicstory.com


www.olympicstory.com

 

(Interaktives) Storytelling

Beispiel: http://gla-class.mercedes-benz.com/com/de/#!/roadtrip

http://gla-class.mercedes-benz.com/com/de/#!/roadtrip

Vorteile von Onepagern

Setzt man Onepager richtig ein, bieten sie einige Vorteile gegenüber einer klassischen Webseite:

  • Konzentration auf das Wesentliche
    Der Fokus liegt klar auf dem vorgestellten Thema, wichtige Inhalte werden nicht übersehen, der User schaut sich den gesamten Inhalt an.
  • Effektive Userführung bis zur Conversion
    Ein Onepager nimmt den User an die Hand und führt ihn durch die Präsentation. Der Argumentationsaufbau entspricht einem Verkaufsgespräch.
  • Übersichtlich, einfach und intuitiv zu bedienen
    Ungestörter Lesefluss durch wenige bis keine Klicks. Der User gelangt schnell und bequem zu den gewünschten Informationen.
  • Schnellere Umsetzung als bei einer komplexen Webseite
  • Gleiches Nutzererlebnis auf allen Endgeräten (auch Mobile) durch responsive Design

Nachteile von Onepagern

Die Reduzierung auf das Wesentliche bringt naturgemäß auch einige Nachteile mit sich, die bereits bei der Konzeption berücksichtigt werden sollten (und für die es gute Lösungen gibt):

  • Gelernte Navigationsroutinen werden nicht bedient
    Trotz intuitiver Bedienung finden sich manche User auf Onepagern nicht zurecht, da die üblichen Navigationselemente fehlen.
  • Erschwerte Suchmaschinenoptimierung durch nicht vorhandene Unterseiten
    Ein Onepager kann immer nur auf ein Haupt-Keyword und dessen themenverwandte Keywords optimiert werden.
  • Hohe Ladezeiten oder ruckelndes Scrollen bei zu hoher Anzahl an Bildelementen

6 Dinge, die bei der Umsetzung eines Onepagers beachtet werden sollten

  1. Onepager für einen konkreten Zweck einsetzen
    Einzelne Kampagnen, Produkte, Events oder Projekte präsentieren.
  2. Orientierung erleichtern
    Fixierte Navigationsleisten, Scroll-Spy, Call-to-Actions und Smooth Scroll nehmen dem User die Unsicherheit.
  3. So gut wie möglich für Suchmaschinen optimieren
    Haupt-Keyword definieren und verwenden, einzelne Abschnitte über Hash-URLs erreichbar machen, HTML-Struktur optimieren.
  4. User zur Conversion führen
    Den Weg des Users durch die Seite mit einer Conversion abschließen (z.B. Kontaktformular, Download, Link zum Onlineshop, Newsletter-Anmeldung, Kontaktdaten oder Anfahrtsskizze).
  5. Durch Responsive Design für optimales Nutzererlebnis auf allen Endgeräten sorgen.
  6. Seite nicht zu lang gestalten! Niemand will 20 Minuten lang scrollen, um das Ende einer Story zu erfahren.

Beispiele für Onepager:

Für einige unserer Kunden haben wir bereits Onepager umgesetzt, zum Beispiel:

Auch unsere eigene Startseite ist im Stil eines Onepagers gestaltet: www.mosaiq.com

Wäre ein Onepager auch für Ihr Projekt das Richtige?

Wir beraten Sie gern ausführlich zu Vor- und Nachteilen und finden mit Ihnen gemeinsam die perfekte Lösung für Ihre Aufgabe!

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