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Tipps für den Online Marketing Report

Warum brauche ich einen Report?

Der größte Vorteil von Online Marketing liegt in der konkreten Datenerfassung. Dadurch, dass der Bereich Online Marketing allerdings viele verschiedene Traffic Kanäle beinhaltet, kommt es zu einer sehr hohen Masse unterschiedlicher Daten. Zu den wichtigsten Traffic-Kanälen zählen unter anderem SEO, AdWords, Facebook, Content und Newsletter. Um in der Masse an Daten den perfekten Überblick zu erhalten, werden sogenannte Reports erstellt. Diese dienen darüber hinaus auch der Feststellung, ob und wie die jeweiligen Kanäle miteinander agieren, ob die Kosten-Nutzen-Relation stimmt und wie viele Konvesionen tatsächlich generiert wurden.

Zur Erstellung der Reports werden monatlich mehrere wertvolle Stunden investiert. Nicht zuletzt, weil sie die beste Grundlage für die weitere Marketing-Planung sind und als Orientierungshilfe für die Strategie dienen. Damit auch Sie künftig gelungene Reportings erstellen, haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen und Hilfestellungen zusammengefasst.

Für wen erstelle ich den Report?

Ein SEO Manager interessiert sich für andere KPI‘s im Report, als beispielsweise ein Geschäftsführer. Demnach sollte schon hier über zwei verschiedene Reportansätze nachgedacht werden. Auch das zeitliche Intervall des Reports ist bei beiden unterschiedlich. In einer Umfrage wurde herausgefunden, dass der Geschäftsführer meist nur Reportings im monatlichen Intervall erhalten möchte, wobei der Mitarbeiter im SEO tägliche Reports für seine Arbeit benötigt. Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Zahl der KPI’s pro Managementstufe und die Häufigkeit des Reports sinkt mit steigendem Verantwortungsgrad.

Für die Auswahl der richtigen KPI’s für Manager, können folgende Fragen hilfreich sein, da diese besonders häufig für die Zielgruppe relevant sind: Wie viel Geld haben wir ausgegeben? Wie viele Personen haben wir erreicht? Wie effektiv war unsere Marketingstrategie? Wie viel Gewinn haben wir bei aktuellen Ausgaben erzielt? Sind diese Fragen mit Zahlen im Report beantwortet, kann man sagen, dass ein gutes Reporting erstellt worden ist.

Wie reporte ich richtig?

Neben den vorher beschriebenen Faktoren ist ein gutes Reporting immer auch so individuell wie die Webseite selbst. Demnach ist eine Reportvorlage nicht unternehmensübergreifend anwendbar. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Auswahl der geeigneten KPI’s, wie auch deren Präsentation entscheidend für ein gutes und auch verständliches Reporting ist. So sollte ein guter Report stets selbsterklärend sein und in wenigen Minuten von der Person, für die man ihn erstellt hat, verstanden werden können. Auch macht ein Vergleich, beispielsweise zur Vorperiode oder auch zum Vorjahreszeitraum, einen Report verständlicher. So kann die Entwicklung einer Kennzahl zum Beispiel mittels einer Grafik in Kombination mit einer kurzen Interpretation auf einen Blick aufgezeigt werden.
Im Anschluss finden Sie nun wertvolle Tipps, was es bei der Erstellung eines Reports zusätzlich zu beachten gilt:

TIPP 1: REPORT NACH QUELLEN AUFTEILEN

Die KPI’s sollten nach Quellen aufgeteilt werden, sodass die verschiedenen Traffic-Kanäle wie SEO, AdWords, Social Media, Links etc. jeweils extra betrachtet werden können. Darüber hinaus ist dies auch sinnvoll für die weitere Marketing-Budgetplanung, denn so kann auf einen Blick abgeleitet werden, welcher Kanal mehr und welcher weniger Budget erhält. Dennoch sollte man darauf achten, dass der Report nicht in einer Zahlenschlacht endet. Fügen Sie stattdessen beispielsweise Drop-Down Menüs ein, in denen die verschiedenen Kanäle ausgewählt werden können, oder separieren Sie die Kanäle in verschiedene Abschnitte.

TIPP 2: AUTOMATISCHE REPORTS ERSTELLEN

In jedem Analysetool gibt es die Möglichkeit automatisierte Reports bzw. Downloads erstellen zu lassen. Diese wiederum dienen dann als Grundlage für den Datenimport in ein allgemein aufbereitetes Reporting. Großer Vorteil: Sie vermeiden Flüchtigkeitsfehler und steigern die Effizienz der Report-Erstellung. Der initiale Aufwand bleibt allerdings nicht erspart.

TIPP 3: REPORT IN EXCEL ERSTELLEN

Das beste Programm zur Darstellung eines Reportings ist und bleibt Microsoft Excel. Hier sind Datenimports ganz einfach über Pivot-Tabellen möglich und auch grafische Darstellungen der Zahlen lassen sich ganz einfach per Diagramm erstellen. Zudem können Excel Dateien von jedem geöffnet werden und es kommt hier nicht zu Übertragungsproblemen.

TIPP 4: NEGATIVE ENTWICKLUNGEN NICHT VERBERGEN

Jeder weiß, dass Entwicklungen von Zahlen nicht durchweg positiv sind, sondern diese von Monat zu Monat schwanken. Gerade deshalb sollte dies offen kommuniziert werden und transparent bleiben. Nur so können auch negative Zahlen hinterfragt und Optimierungen dadurch erarbeitet werden.

TIPP 5: FLÜCHTIGKEITSFEHLER VERMEIDEN

Ein Report wird nur dann gut, wenn er zu 100 Prozent stimmt und man die Zahlen auch ernst nehmen kann. Schleichen sich hier kleine Fehler ein, kann dies zur Folge haben, dass ganze Traffic-Kanäle schlecht oder überbewertet werden. Also lieber die Zahlen zwei Mal abgleichen. Dies gilt auch für automatisierte Reports.

TIPP 6: VERSTÄNDLICHE GRAFIKEN VERWENDEN

Wenn Sie in Ihrem Report Grafiken oder Diagramme verwenden möchten, dann sollten diese einfach gestaltet und deren Sinn auf einen Blick erkennbar sein. Denn letztendlich sollen sie das Reporting durch ihre bildliche Darstellung vereinfachen und nicht unnötig verkomplizieren.

TIPP 7: INTERPRETATIONEN DAZUSCHREIBEN

Eine kurze Interpretation der dargestellten Zahlen gehört zu einem Report dazu. So bleiben unnötige Fragen erspart und auch rote Zahlen können erläutert werden. Fragen wie, „was bedeutet diese Zahl?“ oder „ist es schlimm, wenn die Nutzerzahlen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind oder haben wir trotzdem mehr Umsatz generiert?“ sollten durch kurze aussagekräftige Sätze beantwortet werden.

Zusatz-Wissen:

Ein einzeln betrachteter KPI ist selten aussagekräftig, sondern meist nur im Zusammenhang mit anderen Zahlen interpretierbar.

KPI’s für das Reporting

Kommen wir nun zur Auswahl der richtigen KPI’s, die für das eigene Unternehmen in einem Report wichtig sind. Dies ist nicht immer ganz so einfach, wenn man bedenkt, dass auch die vorher angesprochenen Aspekte, wie Instanz oder Häufigkeit, berücksichtigt werden sollten. Darüber hinaus spielt auch der Webseitentyp eine Rolle bei der Auswahl der KPI’s. Denn wie bereits erwähnt, ist eine Report-Vorlage nicht unternehmensübergreifend anwendbar und dies bezieht sich unter anderem auch auf den Unternehmenstyp. Im geschäftlichen Umfeld leiten wir grundsätzlich vier Webseitentypen mit unterschiedlichen Zielsetzungen ab:

  1. B2C Online Shops
  2. Content-Webseiten, die als Werbeträger dienen, wie zum Beispiel Blogs
  3. B2B Webseiten
  4. Support Webseiten, die Anleitungen und Hilfestellungen zur Verfügung stellen

Natürlich gibt es auch Mischformen aus den aufgezählten Webseiten, denn oftmals ist ein Support-Bereich innerhalb einer Corporate Webseite zu finden. Hierbei sollte dann darauf geachtet werden, dass im jeweiligen Analysetool auch die Möglichkeit der separaten Auswertung möglich ist. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten KPI’s differenziert nach  Webseitentyp kurz dar:

1. KPI’S FÜR EINEN B2C ONLINE SHOP

  • Umsatz – reine Einnahmen
  • Kosten – Ausgaben
  • CPO – Cost-per-Order – Was kostet eine durchschnittliche Bestellung?
  • Anzahl der Sitzungen
  • Conversion-Rate – Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen
  • Add-to-card Anzahl und Quote –durchschnittlich Produkte im Warenkorb?
  • Checkout Abbrüche – Wie oft und wo wurde der Checkout abgebrochen?
  • Warenkorbhöhe – Durchschnittliche Summe im Warenkorb
  • Retourenquote – Prozentualer Anteil der Retouren
  • Average Revenue per User – Durchschnittlicher Erlös durch Kunde
  • ROAS und ROI – Anteil des tatsächlich erzielten Gewinns pro Werbeausgabe

2. KPI’S FÜR CONTENT WEBSEITEN

  • Umsatz durch Werbenetzwerke (z.B. AdSense)
  • Umsatz aus Verkäufen (Abos, Merchandising)
  • Kosten – Ausgaben
  • Anzahl der Sitzungen
  • Sitzungsdauer
  • Seitenaufrufe
  • Absprungrate
  • Scrolltiefe – Dies muss als extra Trackingelemente angegeben werden
  • Conversion Rate – Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen

3. KPI’S FÜR B2B WEBSEITEN

  • Anzahl der Leads (idealerweise Anrufe, Kontaktformulare und
  • Klicks auf E-Mail-Adresse)
  • Kosten – Ausgaben
  • CPL – Cost-per-Lead pro Werbemittel
  • Anzahl der Sitzungen
  • Conversion Rate– Verhältnis der Webseitenbesucher zu Konversionen
  • Anrufe – Dies muss als extra Trackingelemente angegeben werden
  • Newsletter-Anmeldungen

4. KPI’S FÜR SUPPORT WEBSEITEN

  • Downloads
  • Kosten – Ausgaben
  • Anzahl der Sitzungen
  • Seitenaufrufe
  • Sitzungsdauer
  • Kundenfeedback (Bewertungen für Support)

Experten-Tipp:

KPI’s dienen lediglich als Anhaltspunkt für die allgemeine Analyse,
woraus dann die jeweiligen Ziele abgeleitet werden sollten.

Habe ich Details vergessen?

Natürlich können noch viel mehr KPI’s in einen Report mitaufgenommen werden, unsere Darstellung bezieht sich lediglich auf die wichtigsten Standard KPI’s. Beispielsweise das Ranking der einzelnen Keywords oder der Aufbau von einzelnen Links können für manche Verantwortliche essentielle Kennzahlen eines Reports sein. Allerdings sind diese nur bedingt für Manager oder gar die Unternehmensleitung von Bedeutung.

Sollen auch allgemein aussagekräftige Kennzahlen über beispielsweise die organische Sichtbarkeit (Wie präsent bin ich auf Google?) in den Report mitaufgenommen werden, kann ein Sichtbarkeitsindex für die Gesamtentwicklung der Domain dargestellt werden. Dieser basiert auf Tools wie SISTRIX oder Searchmetrics und sollte in einer separaten Ansicht dem Report hinzugefügt werden.

Fazit

Reportings sind eine von mehreren wichtigen monatlichen Erzeugnissen innerhalb eines Unternehmens. Zusammenfassend kann man sagen: Ein Report beinhaltet mehr, als nur die alleinige Zusammenstellung von Zahlen. So sind erste kurze Interpretationen nicht zu missachten und auch grafische Darstellungen Teil eines Reportings. Einen guten Report erkennt man also daran, dass er einfach und verständlich aufbereitet ist, den Webseitentyp und die Instanz berücksichtigt, einen Vergleichszeitraum beinhaltet und im Idealfall auch einen Zusammenhang zwischen den einzelnen KPI’s herstellt.

 

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Internationale SEO

Warum internationale SEO?

Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es grundsätzlich darum, seine Webpräsenz so aufbzubereiten und zu optimieren, dass die Webseite in den nationalen Suchmaschinen gut gefunden wird, am besten auf den Top Positionen. Doch SEO in Deutschland ist nicht gleich SEO in Spanien oder USA oder gar China. Jedes Land hat seine eigenen Gewohnheiten bezüglich Design und Userexperience einer Webseite und auch im Bezug auf die Suchbegriffe einer Suchmaschine. Was in Deutschland gut funktioniert, kann in den USA im Extremen den Umsatz minimieren und die Nutzerzahlen sinken lassen. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen zu verstehen auf was es bei internationaler Suchmaschinenoptimierung ankommt und was zu beachten ist.

Welche Suchmaschinen gibt es weltweit?

Obwohl Google weltweit einen Marktanteil von 87% besitzt und damit in fast allen Ländern auch eine marktführende Stellung hat, ist sie nicht die einzige Suchmaschine, die weltweit vorhanden ist. Neben Google gibt es in Deutschland beispielsweise die Suchmaschine Bing, die hierzulande einen Marktanteil von ca. 5% ausmacht. Auch in China (Baidu), Russland (Yandex) und Tschechien (Seznam) werden überwiegend andere Suchmaschinen als Google genutzt. In der Mobilen Suche kommt Google allerdings auf einen Marktanteil von knapp 97%.

Marktanteile der Suchmaschinen weltweit nach mobiler und stationärer Nutzung im September 2017. Quelle: statista.com

Die 7 wichtigsten Punkte für internationale SEO

1. Domainstrategie

Das richtige Domainkonzept ist die Basis für ein erfolgreiches internationales SEO. Suchergebnisse werden bei Google auf Landesbasis generiert und sind damit nicht allein auf die Sprache basiert. Deshalb ist es wichtig schon die ersten Signale per Domain an Google zu senden. Hierzu können Sie sich gerne im Detail in unserem Blogbeitrag zur Domainstrategie informieren.

2. Das hreflang-Tag

Damit Suchmaschinen jede einzelne Seite einem Land und einer Sprache zuordnen können, bedarf es unter anderem der Integration des hreflang Tags auf der Domain. Die Kategorisierung der Webseite in ein Land und eine Sprache ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche SEO. Dazu gibt es zwei wichtige Formate: Für den „language code“ ist es das ISO 639-1 Format und für den „country code“ das ISO 3166-1 Alpha 2 Format.

3. Möglichst viele externe Links aus dem Zielland

Auf das Linknetzwerk kommt es an! Es ist ja schon bekannt, dass zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung auf Google auch eine gute interne und externe Linkstruktur gehört, diese macht in dem Fall bis zu 50% aus. Anders ist allerdings, dass bei internationalen Seiten die Herkunft der externen Links eine zusätzlich wesentliche Rolle spielt. So ist es also wichtig ein vertrauenswürdiges und themenbezogenes Linknetzwerk im Herkunftsland aufzubauen, denn zu viele ausländische Links auf eine Domain weisen auf ein anderes Land hin.
Ausnahme: Für die Suchmaschine Baidu spielt das Linknetzwerk allerdings keine Rolle.

Experten-Tipp:

Eine Backlinkanalyse pro Land ist sinnvoll, um Ihr Linknetzwerk zu erkennen und systematisch erweitern zu können

4. UX Design pro land erstellen

Ein und dasselbe Design für mehrere Länder mit unterschiedlichen Domains oder URLs, das ist die Normalität der meisten internationalen Webseiten. Doch nur weil ein Design beispielsweise in Deutschland funktioniert, heißt das nicht gleich auch Erfolg in den USA oder gar im asiatischen Markt. Andere Länder, andere Sitten – dies bezieht sich auch auf Webseiten und deren Design und Usability. Gehen Sie deshalb bei der Entwicklung des Webseiten-Designs auch auf Besonder- und Gewohnheiten des jeweiligen Ziellandes ein.

5. Unterschiedliche Suchbegriffe

Nach dem separaten Design und der Domainstrategie sollten auch die Suchbegriffe pro Land angepasst werden, denn diese können sich anhand von kultureller Unterschiede und Wichtigkeiten stark schwanken. Selbst in Ländern, in denen vermeintlich dieselbe Sprache gesprochen wird, ist die Relevanz der einzelnen Keywords oft anders. Deshalb sollten in der Keyword Planung begriffliche Unterschiede berücksichtigt werden. Allgemein gilt:

  • Individuelle und separate Keyword-Analysen für jeden Land
  • Andere Länder, anderes Suchverhalten – keine wörtlichen Übersetzungen verwenden

Experten-Tipp:

Untersuchen Sie Keywords auch auf Ihre Wahrscheinlichkeit auf gute Positionen. Diese ergibt sich aus der Konkurrenz um ein Keyword im Verhältnis zum Suchvolumen. 

6. Onpage Signale pro Land einhalten

Senden Sie die richtigen Ländersignale an die Suchmaschine. Seit einigen Jahren sind die sogenannten Länderindikatoren Teil des Algorithmus von Google. Dabei wird die nationale Ausrichtung einer Webseite geprüft und damit das Zielland bestimmt. So werden beispielsweise für einen deutschen Nutzer hauptsächlich Webseiten angezeigt, die über lokale Inhalte verfügen und somit von Google dem deutschen Markt zugeordnet wurden, sprich eine höhere Relevanz für den Nutzer im Zielland haben könnten.
Ein sehr wichtiger Aspekt für die richtigen Onpage Signale ist somit die Verwendung der Muttersprache des jeweiligen Landes. Hierbei sollte neben dem Einsatz der passenden Keywords auch auf länderspezifische Eigenheiten, Sprachstile, Maßeinheiten, Währungen und vor allem auch auf die richtigen Kontaktadressen geachtet werden, denn Webseiten mit inländischen Kontaktadressen werden bevorzugt angezeigt.

7. Duplicate Content vermeiden

Neben den Onpage Signalen sollte auch der Content für unterschiedliche Länder angepasst werden. Identische Texte in zwei unterschiedlichen Ländern verursachen bei Google den sogenannten Duplicate Content. Das Problem dabei ist: Google bewertet doppelte Inhalte in vielen Fällen negativ oder kann die Versionen nicht korrekt zuordnen, so wird immer nur eine Webseite angezeigt. Demnach ist entscheidend, auch bei gleichbleibender Sprache von Länderversionen, unterschiedlichen Content bereitzustellen. Im besten Fall erstellen Sie für jede Länderversion eigene Texte, die von Muttersprachlern verfasst werden. Folgende Punkte sind dabei stets zu beachten:

  • URLs
  • Metadaten, wie „Title“ und „Description“
  • Wording der Navigation
  • Überschriften und Body Content

Checkliste für internationale SEO

  • Überprüfen Sie, ob und wie viel organischer und gesamter Traffic aus anderen Ländern stammt bzw. in einer Fremdsprache abläuft, um die richtigen Domains definieren zu können.
  • Übersetzen Sie Suchbegriffe nicht, überprüfen Sie stattdessen die organische Sichtbarkeit für relevante Länder bzw. Sprachen und finden Sie heraus, welche Keyword-Anfragen in welchen Ländern bzw. für welche Sprachen relevant sind.
  • Auf Basis dessen führen Sie eine Keyword-Recherche für die relevanten Ländern bzw. Sprachen durch, aus denen ausreichend Traffic kommt, um ein geeignetes Keyword-Set identifizieren zu können.
  • Verwenden Sie keine Länderflaggen als Icons für Spracheinstellungen. Wegen Sprach-Land-Verwechslungen ist es besser den Namen der Sprache in seiner Originalsprache zu verwenden, bspw. sollte anstatt „spanisch“ dann „español“ stehen.
  • Schaffen Sie Mehrwert-Inhalte für das jeweilige Land und aktivieren Sie Kooperationen, um Links aus dem Land zu gewinnen.
  • Integrieren Sie Standortinformationen auslesbar, sprich als offener Text auf Ihrer Seite.
  • Übermitteln Sie Standort und Sprache über die Google Search Console bzw. ehemals Webmaster Tools (Menüpunkt: Internationale Ausrichtung), sodass Google ihre Webseite besser zuordnen kann. Dies empfiehlt sich zusätzlich zur Integration des hreflang-Tags.
  • Schreiben Sie, wenn möglich, individuelle Texte pro Land, um Duplicate Content zu vermeiden.
  • Messen Sie Ihre Erfolge, indem Sie einzelne Datenansichten in Ihrem Tracking Tool pro Land bzw. Sprache anlegen.
  • Überarbeiten Sie auf Basis der Analysen Ihrer Daten Ihren Content auf den jeweiligen Landesseiten. Benutzen Sie hierfür auch die Auswertung der Keywords aus Ihrer internen Seitensuche.

Die 5 häufigsten Fehler

Fehler 1: Falsche Domainstrategie

Bei internationales Webseiten heißt es grundsätzlich: Die Domain steht und fällt mit dem Konzept. Eine unpassende Domainstrategie kann zu Rankingverlusten oder zu Impressionen im falschen Zielmarkt führen.
Die passende Domainstruktur ergibt sich unter anderem aus Ihren Ländermärkten. In welchen Ländern verkaufen Sie am meisten? Wohin exportieren Sie Ihre meiste Ware? Aus welchen Ländern kommt der Traffic hauptsächlich auf Ihre Webseite? Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag zur passenden Domainstruktur.

Fehler 2: Falsch integriertes hreflang-Tag

Die einfachste Möglichkeit nichts falsch zu machen, ist das hreflang Tag für jede einzelne Domain oder Verzeichnis, die von ihnen verwaltet wird, zu integrieren. Schreiben Sie dafür zuerst den ISO-Code der Sprache und danach den ISO-Code des Landes getrennt durch ein Minus in den Tag (ISO Codes siehe oben). Somit sieht das hreflang Tag für bspw. die USA wie folgt aus:
<link rel=“alternate“ hreflang=“en-US“ href=“https://www.domain.com/en-us/“>

Fehler 3: Vermeidung von Duplicate Content mittels Canonicals

Bei vielen internationalen Webseiten ist es fast nicht zu vermeiden Duplicate Content zu produzieren. Was sich in der Theorie sehr einfach anhört, ist in der Praxis meist nicht zu vermeiden. Gerade bei englischsprachigen Webseiten ist der Duplicate Content an der Tagesordnung. Unternehmen versuchen deshalb oftmals durch Canonicals, die Konkurrenz unter den Seiten zu vermeiden.

Aber Achtung: Google indexiert nur die Canonical-Seite. Wenn also eine Schweizer Seite mit einem Canonical auf die deutsche Seite versehen wird, kann die Schweizer Seite in den Google Ergebnissen gar nie aufgefunden werden auch wenn das hreflang-Tag verwendet wird.

Fehler 4: Auswahl der falschen Keywords

Alle technischen Einstellungen nützen allerdings nichts ohne den richtigen Content für das Zielland und den Zielmarkt. Und das wichtigste dabei ist die Verwendung der korrekten Keywords. Im besten Fall übernimmt deshalb die Keyword-Recherche ein Muttersprachler mit SEO Kenntnissen.

Fehler 5: Wahllose Verlinkungen

Hierbei geht es vor allem um die externen Verlinkungen, welche so viel relevanter als interne Verlinkungen sind – gerade bei internationalen Webseiten. Der wohl häufigste Fehler hierbei ist die Verlinkung auf die Hauptdomain ohne Berücksichtigung der Länderseite. So sollte ein Link einer spanischen URL auch auf die spanische Länderseite verweisen. Es empfiehlt sich hierfür eine Übersicht zu erstellen, welche regelmäßig auf die relevante Zielseite hin kontrolliert wird.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine internationale Webseite hinsichtlich SEO sehr viel Arbeit und Aufmerksamkeit bedarf. Sofern die wesentlichen Punkte berücksichtigt werden, kann eine gute internationale SEO nach und nach gewissenhaft umgesetzt werden und somit international in den Suchmaschinen aufgefunden werden. Die erste Grundbasis schafft hierbei die richtige Auswahl der Suchbegriffe, welche auf Ihre länderspezifische Domainstrategie angepasst sind. Vermeiden Sie die oben aufgeführten Fehler und senden Sie die richtigen Signale in Bezug auf Sprache und Land. Denken Sie, sofern möglich, schon in der Konzeptionsphase daran, die möglichen technischen und inhaltlichen Fehlerquellen zu umgehen.
Im Hinterkopf sollten Sie jedoch stets behalten: Es geht um den menschlichen Webseitennutzer und dass dieser die passenden Informationen auf Ihrer Seite finden kann!

 

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SEO-Checkliste zum Relaunch

Warum gehört SEO zum Relaunch dazu?

Über 90% der Internetnutzer suchen über eine Suchmaschine. In Deutschland wird zu 95% mit der Suchmaschine Google gesucht. Das hat zur Folge, dass von Ihren gesamten Website-Besuchern durchschnittlich 50-70 % (!) über Google auf Ihre Website kommen. Es ist damit klar, dass die gute Positionierung bei Google elementar für das Online Marketing ist.

Was viele Unternehmen dabei nicht auf dem Plan haben: ein Website-Relaunch ist eine tiefgreifende Veänderung für Google, u.a. weil sich Inhalte und Strukturen ändern. Werden bspw. Seitennamen umbenannt oder gelöscht (und werden keine speziellen Weiterleitungen eingerichtet), kann diese Google nicht mehr finden – was in der Folge zu einer Löschung bei Google führt. Daher ist ein Website- Relaunch immer auch eine Gefahr für das Suchmaschinen-Ranking! Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, Ihren Relaunch auch aus SEO-Sicht erfolgreich zu meistern!

Wenn es um das Thema Suchmaschinenoptimierung geht, ist es also wichtig einige Schritte durchzuführen, ansonsten kann die Sichtbarkeit Ihrer Webseite in den Google Suchergebnissen in den Keller gehen. Und ist man erst einmal im Keller angelangt, dauert es oft Jahre, um wieder an die alte Sichtbarkeit anknüpfen zu können.

Der Chart zeigt, wie sichtbar die Hotelportale hrs.de und booking.com bei Google sind. Das Beispiel ist zwar aus 2014, aber bis heute einer der bekanntesten Fälle für fehlerhaftes SEO-Management bei einem Relaunch – mit fatalen Folgen durch den dramatischen Abfall der Sichtbarkeit für die gesamte Sichtbarkeit bei Google! Daher wichtig: Unbedingt 301-Weiterleitungen einrichten! Mehr dazu in diesem Leitfaden.

Vor dem Relaunch

STEP 1: SEO STATUS QUO ANALYSE

Vor einem Relaunch sollte zunächst eine SEO Status Quo Analyse gemacht werden. In dieser geht es darum festzustellen wie der aktuelle Stand in der Suchmaschinenoptimierung der Domain ist.

Woher kommt aktuell der organische Traffic?
Prüfen Sie woher der organische Traffic auf Ihre Domain kommt und welche aktuellen Inhalte gute und vielversprechende Rankings in den Suchergebnissen haben, sprich welches die stärksten URLs in der organischen Suche sind.

Welche Einstiegsseiten tragen zum Erfolg meiner Website bei?
Dabei finden Sie dann auch heraus, welche URLs als Einstiegsseite über Suchmaschinen maßgeblich zum Traffic auf Ihrer Webseite beitragen.

Wie können wir die wichtigen Inhalte in die neue Website integrieren?
Entscheiden Sie dann, wie diese wichtigen Inhalte in das neue Website-integriert werden sollten, sodass diese für Nutzer und auch Suchmaschinen gut auffindbar sind.

Wie können veraltete Inhalte verbessert werden, um daraus noch mehr Traffic zu generieren?
Nicht jeder Inhalt liefert sehr guten Traffic, daher sollten veraltete Inhalte verbessert werden, um den Traffic, den sie aktuell generieren, noch besser nutzen zu können. Bei Inhalten, die auf keinen Fall auf der neuen Website erscheinen sollen, die aber dennoch wertvollen Traffic generieren, sollte überdacht werden, inwieweit diese auszugrenzen oder auch weiterzuleiten sind.

ERGEBNIS:
Eine fundierte Informationsarchitektur für die neue Webseite.

STEP 2: KEYWORDS DEFINIEREN

Im nächsten Schritt werden dann die Keywords für die jeweiligen URLs gesucht, definiert und in die Hauptnavigation integriert. So entwickelt sich die URL Struktur, die für Suchmaschinen und Nutzer ausschließlich sprechende URLs enthalten sollte. Hierzu zählen auch Zielseiten über interne oder Filter-Suchen miteingeschlossen werden, die oftmals parametergestützt sind.

Experten-Tipp:

Ein Relaunch mit geänderter URL-Struktur führt immer zu Traffic Verlusten. Dies kann nie komplett verhindert werden. Darum sollte vor allem bedacht werden, dass es stets besser für Suchmaschinen ist, wenn die Domain beibehalten wird ansonsten beginnt das Ranking von ganz vorn.

STEP 3: META DATEN UND TEXTE

Neben der Hauptnavigation sollten auch die Meta-Daten und natürlich Ihre Texte auf die Keywords optimiert werden. Die Meta-Daten sind der erste Berührungspunkt mit Ihrer Webseite für Nutzer die über eine Suchmaschine kommen. Beim Texten sollten Sie darauf achten, dass jede Seite eine H1 Überschrift enthält, die das Hauptkeyword der Seite beinhaltet. Zudem sollte der Text auch auf das Hauptkeyword optimiert, sprich das Thema ausreichend erläutert werden.

Experten-Tipp:

Denken Sie auch an daran interne Verlinkung in die Texte einzuarbeiten, um den Nutzer auf weitere Inhalte aufmerksam zu machen.

 

Während dem Relaunch

Während dem Relaunch kommt es, dann wenn alle vorherigen Steps ausgeführt sind, hauptsächlich auf die korrekte und vollständige Pflege in das Webseitensystem an.   

Meta-Daten einpflegen und Abstürze der Rankings vorbeugen
Die erstellten Meta Daten sollten unbedingt vor einer Liveschaltung der Webseite komplett in das neue System eingepflegt sein. So können Sie Abstürze der Rankings vorbeugen.

301-Weiterleitung  anlegen
Vergessene 301 Weiterleitungen sind die häufigste Ursache für abstürzende Rankings in den Suchergebnissen. Entwickeln Sie dafür eine Weiterleitungsstrategie über alle URLs, die auf der neuen Webseite nicht mehr existieren sollen, das hilft Ihnen den Überblick zu behalten. In besonderen Fällen können auch PDF Dateien zu einer Weiterleitungsstrategie zählen. Dabei werden trafficbasierte PDF Dateien identifiziert und auf neue PDF Dateien weitergeleitet. Sofern PDF Dateien existieren, die sehr hohen Traffic produzieren, sollte darüber nachgedacht werden, den Inhalt auf einer neuen Seite innerhalb der Informationsarchitektur zu platzieren.

Anzahl der internen Verlinkungen beibehalten
Verlinkungen sollten während eines Relaunches nicht vergessen werden, da sie maßgeblich zum Ranking der URLs in den Suchmaschinen beitragen. Dabei ist es wichtig die Anzahl der internen und externen Verlinkungen beizubehalten. Bei den internen Verlinkungen muss hier, wie oben schon erwähnt, während der Texterstellung darauf geachtet werden, dass diese integriert werden. Bei den externen Links gestaltet sich dies etwas schwieriger, da zunächst identifiziert werden muss, woher die Links kommen. Danach müssen die Webseitenbetreiber gezielt angeschrieben werden. Eine Information über den bevorstehenden Relaunch und den Hinweis den Links dann durch den neuen zu ersetzen sollte hierbei genügen.

Testen vor Live Schaltung
Ein weiterer wichtiger Punkt vor dem Live Gang der Webseite ist das Testing der neuen Webseite. Folgende Punkte sollten dabei fundiert geprüft werden:

  • Funktionieren alle Weiterleitungen?
  • Läuft die Webseite in allen gängigen Browser und Endgeräten (Responsive)?
  • Funktionieren alle Formulare?
  • Und falls es Bestellmöglichkeiten gibt: Läuft der Bestellprozess noch immer reibungslos?

Experten-Tipp:

Erstellen Sie sich eine Liste über alle Endgeräte und schreiben Sie Fehler pro URL und Browser auf. So kann der zuständige Entwickler, die Fehler anhand einer Übersicht schneller beheben und erledigen.

 

Nach dem Relaunch

Nach dem Relaunch geht es darum zu prüfen, ob die vorher durchgeführten Maßnahmen erfolgreich waren. Demnach sollte ein bis zwei Wochen nach der Liveschaltung der Webseite ein Monitoring mittels des Tracking-Tools (bsp. Google Analytics) durchgeführt werden. Hierbei sollten folgende Fragen beantwortet werden:

Wie ist die Ladegeschwindigkeit der Webseite?
Die Ladegeschwindigkeit kann sich nach einem Relaunch verlangsamen, wenn z.B. zu große Bilddateien auf der Seite existieren oder der Server nicht einwandfrei läuft. Checken Sie hierfür die Ladezeit pro URL.

Wie sind die Rankings?
Wie schon erwähnt, werden die Rankings etwas abstürzen, sollten diese allerdings ganz aus den Suchergebnissen fallen, sollten Sie dies schnellstmöglich beheben. Checken Sie hierzu die Positionen der wichtigstens URLs und den Sichtbarkeitsindex mittels Tools.

Kommt nach wie vor dieselbe Anzahl an Leads rein?
Die Besucheranzahl und auch die Käufe sollten trotz eines Relaunches auf keinen Fall sinken. Eher das Gegenteil: Denn durch einen Relaunch erhoffen sich Webseitenbetreiber oftmals bessere Kaufabschlüsse oder mehr Leads zu generieren. Checken Sie Ihre Zahlen.

Gibt es technische Fehler?
Auch eventuelle Fehler, wie beispielsweise die bekannten 404 Fehler oder Fehler seitens des Servers sollten beim Monitoring analysiert und danach von einem Entwickler behoben werden.

 

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass für eine gute Suchmaschinenoptimierung der neuen Webseite alle Punkte gewissenhaft erarbeitet werden sollten. Die SEO Status Analyse im Step 1 vor dem Relaunch ist dabei der essenziellste Schritt, denn darauf baut dann nach einem erfolgreichen Relauch auch ein Vorher-Nachher-Vergleich auf. Bei diesem Vergleich kann dann geprüft werden, wie gut die durchgeführten Punkte zum neuen Ranking-Status der Webseite beitragen.  

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
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