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Warum wir Remote-Usability-Tests empfehlen

Trotz ihrer Wichtigkeit kommen Nutzertests gut und gerne mal zu kurz. Entweder ist kein Budget vorhanden um diese durchzuführen oder das Zeitmanagement macht Ihnen ein Strich durch die Rechnung. Hinzu kommen noch das fehlende Usability-Labor und die schwer erreichbaren Probanden. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie scheint der Gedanke an Usability-Tests nahezu unmöglich. Die Belegschaft sitzt komplett oder teilweise im Homeoffice und das Risiko wäre sowieso zu hoch, sich mit verschiedenen Probanden in einen Raum zu setzen. Gibt es dennoch eine Möglichkeit, Nutzertests aus der Ferne führen zu können? Und am besten natürlich von zuhause aus und ohne teures Equipment. Hier kommen Remote-Usability-Tests ins Spiel!

Was versteht man unter Remote-Usability-Testing?

Remote-Usability-Tests sind Testverfahren ohne Ortsgebundenheit, bei denen der Testleiter und die Testperson räumlich voneinander getrennt sind. Dabei wird zwischen zwei Hauptansätzen unterschieden: „asynchron“ und „synchron“ oder verständlicher ausgedrückt „unmoderiert“ und „moderiert“.

Asynchroner Remote-Usability-Test (aRUT)

Asynchroner Remote-Usability-Test (aRUT)

Ein asynchroner Remote-Usability-Test bezeichnet einen unmoderierten Nutzertest, bei dem der Testperson eine entsprechende Software zur Verfügung gestellt wird, mit der sie den Test eigenständig durchführt. Mausklicks und Navigationspfade werden von der Software aufgezeichnet und anschließend visuell dargestellt. Die Software gibt dem Probanden zudem die Möglichkeit Kommentare abzugeben und gestellte Fragen zu beantworten.

Während des Tests gibt es keinerlei Echtzeit-Interaktion zwischen Probanden und Testleiter. Somit können dem Nutzer auch keine Fragen zu seinem aktuellen Handeln bzw. Gedankengang gestellt werden. Gleichzeitig hat der Nutzer keine Echtzeit-Unterstützung bei Unklarheiten oder Problemen mit der Software. Was dieses Verfahren wiederum äußerst attraktiv macht, sind die flexiblen Testzeiten. Da kein Testleiter anwesend sein muss, kann der Nutzer selbst entscheiden, wann er den Test durchführt und der Testleiter hat die Möglichkeit mehrere Nutzertests zeitgleich durchzuführen.

Einsatz finden unmoderierte Usability Tests bei der Analyse von sehr spezifischen Fragestellungen. Ziel dabei ist nicht den Gesamteindruck einer Seite zu testen, sondern herauszufinden, an welchen Stellen der Nutzer sich bereits gut zurechtfindet und wo Sackgassen bzw. Absprünge entstehen. So lässt sich beispielsweise das Navigationssystem oder eine Abschlussstrecke genauer beleuchten oder verschiedene Designansätze miteinander vergleichen. Der Umfang der Tests sollte bei dieser Methode relativ klein gehalten werden und sich nur auf ein paar ausgewählte Module beziehungsweise kleine Änderungen fokussieren.

Synchroner Remote-Usability-Test (sRUT)

Synchroner Remote-Usability-Test (sRUT)

Synchrone Usability Test werden von einem Moderator/Testleiter begleitet. Diese Methodik entspricht dem klassischen Usability-Test-Verfahren im Labor, nur eben mit dem Unterschied, dass alles online durchgeführt wird.

Der Nutzertest verläuft über ein Screen-Sharing-Tool, durch das der Proband und der Testleiter miteinander in Verbindung stehen. Dies ermöglicht nicht nur die „Think Aloud Methode“, sondern gibt dem Testleiter außerdem die Möglichkeit, alle Interaktionen des Nutzers nachzuvollziehen und ihm währenddessen Fragen zu seinem Vorgehen zu stellen. Auch für den Probanden ergibt sich somit der Vorteil, dass er Unterstützung vom Moderator einholen kann. Ein weiterer Vorteil des sRUT ist die Möglichkeit, eine weitere Person des Entwicklerteams als Beobachter hinzuzuschalten. Somit muss der Moderator sich nicht parallel zur Moderation um die Notizen kümmern.

Moderierte RUT lassen detailliertere Analysen einer Website oder Software zu. Der Testleiter kann jederzeit gezielt Fragen zu Erwartungen, persönlichem Empfinden und Eindruck bestimmter Anwendungen stellen. Zudem lässt sich viel leichter beurteilen, ob es dem Nutzer gelingt, sich intuitiv auf der Seite zu bewegen und ob er Informationen schnell und einfach findet.

Vor- und Nachteile von Remote-Usability-Tests

Was sind also die Vor- und Nachteile von RUT und machen sie überhaupt Sinn?

Vor- und Nachteile von Remote-Usability-Tests

Vorteile:
– Der Nutzer ist in gewohnter Umgebung und verhält sich somit natürlicher als in einem Usability Labor
– Zeitersparnis aufgrund mehrerer Faktoren (Anfahrt entfällt, keine Anwesenheit nötig, teilweise automatisierte Auswertungen…)
– Zeitersparnis bedeutet gleichzeitig Budgetersparnis
– Wenig Aufwand, hoher Ertrag
– Keine Anschaffungskosten
– Nutzer wird vom Moderator nicht beeinflusst (aRUT)
– Einfacheres Probanden-Recruiting

Nachteile:
– Bei aRUT ist die Körpersprache nicht ersichtlich: dies erschwert beispielsweise den richtigen Zeitpunkt für Rückfragen zu ermitteln.
– Probleme mit den Remote Tools müssen rausgefiltert werden
– Möglicherweise unbrauchbare Tests bei aRUT
– Hohe Anforderung an technische Ausstattung für die Testperson (Internetqualität, Headset, Webcam,…) speziell bei sRUT.

Was benötigt man für einen RUT & wie funktioniert das?

Das Durchführen eines unmoderierten Remote-Tests ist kein Hexenwerk mehr. Es gibt diverse Dienstleister (z.B.: rapidusertests.com, userfeel.com & validately.com), die sich auf dieses Modell spezialisiert haben und teilweise schon direkt mehrere tausend Tester zu Verfügung haben. In diesem Fall müssen Sie also nichts weiter tun, als die zu testenden Szenarien vorzubereiten und im Nachgang das Ergebnis analysieren.

Ein moderierter Remote-Test wiederum stellt eine etwas höhere technische Herausforderung dar und ist zeitintensiver. Grundsätzlich lässt sich aber mit jedem Screensharing-Programm ein moderierter Usability Test umsetzen. Welches Tool am besten für den Remote-Test geeignet ist, hängt von den Anforderungen an das Tool ab. So ist es beispielsweise mit Teamviewer möglich, das System des Probanden fernzusteuern, falls dieser aktive Unterstützung benötigt, während andere Programme wie Cisco WebEx eine Aufnahmefunktion mit sich bringen. Nachteil der beiden genannten Tools ist es, dass die Rekrutierung eigenständig durchgeführt werden muss. Wem das zu viel Zeit kostet, ist bei Validately.com an der richtigen Adresse: hier hat man die Möglichkeit eine eigene Rekrutierung vorzunehmen oder sie dem Dienstleister zu überlassen. Ein weiterer Aspekt bei der Suche nach dem richtigen Tool sind mobile Remote-Tests. Auch hierfür bieten mittlerweile die meisten Dienstleister eine Lösung an und manche haben sich sogar darauf spezialisiert.

Alternative Usability-Tests – Vollautomatisierte Behavior-Analytics-Tools

Wer den organisatorischen Aufwand für Remote-Usability-Tests und die Suche nach Probanden nach wie vor scheut und so schnell wie möglich quantitative Ergebnisse erzielen möchte, kann von Behavior-Analytics-Tools Gebrauch machen.

Für Behavior-Analytics-Tools müssen keine Probanden gesucht werden, denn die Usability-Tests werden mit realen Website-Besuchern in Echtzeit durchgeführt – der schnelle Weg, um Ihre Nutzer und Ihre Zielgruppe zu verstehen. Finden Sie mit wenig organisatorischem Aufwand heraus, warum Besucher nicht zu Kunden konvertieren und worin die möglichen Schwachstellen Ihres Internetauftritts liegen.
Ähnlich wie beim aRUT werden Klick-, Maus- und Scrollbewegungen, sowie Interaktionen registriert und beispielsweise in Form von Heatmaps visualisiert. Das macht es einfach, die Aktivität der realen Nutzer nachzuvollziehen und das Nutzerverhalten zu analysieren. Außerdem bieten einige Tools die Möglichkeit, aktiv Feedback der Website-Besucher einzufordern.

Zu den bekanntesten Behavior-Analytics-Tools gehören Hotjar und Mouseflow. Behavior-Analytics-Tool setzen es voraus ihre „Pixel“ auf der Website zu implementieren, damit die Daten aufgezeichnet werden können.

Fazit

Remote Usability Tests sind ohne Frage eine preiswerte und zeitsparende Alternative zu klassischen, zumeist unterbewerteten Nutzertests. Selbst wenn die Einschränkungen der Corona-Krise der Vergangenheit angehören, spricht nichts dagegen diese Methode als effiziente und effektive Lösung in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Denn am Ende des Tages ist es egal, ob Sie einen klassischen Usability Test, einen moderierten oder unmoderierten Remote-Usability-Test durchführen oder ein Behavior-Analytics-Tool integrieren. Sie werden dabei immer wertvolle Erkenntnisse gewinnen!

Fit mit MOSAIQ – Unsere Top 5 Übungen fürs Homeoffice

In den Mitarbeitern von MOSAIQ stecken viele Talente. Unser Kollege Julian Haspel zum Beispiel ist Experte für Web-Analytics und überprüft damit bei unseren Kunden die Fitness der Online-Maßnahmen. Freiberuflich ist er zudem noch ausgebildeter Fitnesstrainer und macht seine Klienten auch körperlich fit. Viele die derzeit im Homeoffice arbeiten, suchen nach einem Weg, auch in den eigenen vier Wänden fit zu bleiben. Julian gibt daher hilfreiche Fitness-Übungen fürs Homeoffice.

Ein wichtiger Tipp vorab: Strukturiere deinen Tag und baue dir Routinen in deinen Homeoffice-Alltag ein! Die folgenden Übungen kannst du zum Beispiel jeden zweiten Tag absolvieren oder auch mal zwischendurch, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und mit einem klaren Kopf wieder an die Arbeit gehen zu können.

1. Entlaste deinen Nacken!

Mit dieser einfachen Übung sorgst du für mehr Flexibilität im Hals-Nacken Bereich und beugst Verspannungen vor.

Und so geht’s:

Lege deine rechte Hand in den linke Seite deines unteren Rücken und neige dann den Kopf auf die linke Schulter. Mit der linken Hand kannst du nun den Druck ein wenig verstärken, indem du den Kopf sanft ein wenig nach unten drückst. Halte die Position für circa 10 Sekunden und wechsel dann die Seite.

2. Der Rücken-Strecker!

Diese Übung hilft dir nicht nur deinen Rücken zu strecken und so einem Rundrücken vorzubeugen, sondern verbessert gleichzeitig auch die Flexibilität deiner Sprunggelenke und die des unteren Rückens. Eine tolle Kombinations-Übung also! 

Und so geht’s:

Je nachdem wie beweglich du bist, kannst du hier zwischen zwei Varianten wählen. Bei Variante 1 gehst du in die Kniebeuge, bis deine Oberschenkel ungefähr parallel zum Boden sind. Bei Variante 2 gehst du komplett in die Hocke, so tief du kannst. Bei beiden Varianten sollte die Ferse immer fest auf dem Boden sein und die Fingerspitzen aktiv nach oben ziehen. Diese Position hältst du für circa 15-20 Sekunden.

3. Reverse-Butterfly

Der Reverse-Butterfly hilft dir die Muskulatur in der hinteren Schulterkette aufzubauen und ist eine effektive Übung, um nach vorne fallende Schultern und einem Rundrücken vorzubeugen.

Und so geht’s:

Beuge dich mit geradem Rücken (wenn du dir unsicher bist ob der Rücken gerade ist, kannst du ein wenig ins Hohlkreuz gehen) nach vorne. Die Kopf-Stellung ist in Verlängerung der Wirbelsäule. Führe nun die Arme gestreckt nach hinten und ziehe aktiv deine Schulterblätter zusammen. Beende die Wiederholung indem du die Arme wieder vor dem Körper zusammenführst.
Davon machst du 12-15 Wiederholungen in 3-4 Sätzen, je nach Fitnesslevel.

4. Verspannungen in der Schulter lösen

Um den Schultergürtel zu stabilisieren und Verspannungen im Schulterbereich vorzubeugen, ist diese Übung ideal für dich.

Und so geht’s:

Stelle dich aufrecht hin und nehme einen schulterbreiten Stand ein. Führe nun die Arme vor dem Körper zusammen und drehe dabei deine Schultern so ein, dass beide Hand-Außenseiten zueinander zeigen. Um die Übung abzuschließen drehst du die Hände wieder auf und führst die Arme nach hinten. Ziehe dabei die Schultern wieder nach hinten und bringe deine Schulterblätter so weit du kannst zusammen.
Wiederhole diese Übung jeweils 12-15 mal in 3-4 Sätzen, je nach Fitnesslevel.

5. Ab in die Natur

Für den letzten Tipp benötigt es gar kein Video – nehme dir aktive Pause-Zeiten von deinem Homeoffice Alltag, mach deine Lieblingsplaylist an und ab vor die Türe, an die frische Luft. Das reduziert nicht nur Stress und sorgt für bessere Laune, sondern stärkt auch das Herz-Kreislaufsystem und verbrennt mehr Kalorien als du vielleicht denkst. Die Intensität bestimmst du selbst. Wer nicht gerne joggt oder Fahrrad fährt, geht eben eine Runde um den Block spazieren – natürlich immer auf den Mindestabstand achtend.

Wir hoffen unsere Tipps & Übungen helfen dir, deinen Homeoffice Alltag ein wenig abwechslungsreicher und aktiver zu gestalten. Du hast noch Fragen? Lass uns gerne einen Kommentar da und wir antworten dir so bald wie möglich.

Wer Lust auf noch mehr Fitness-Tipps oder ein persönliches Coaching hat hat, wird hier fündig.

Werbung während der Corona Krise: Es gibt Gewinner und Verlierer

An der Corona Krise kommt derzeit keiner vorbei – auch die Werbung nicht. Wir zeigen besonders gelungene Beispiele, wie Firmen Werbung während der Corona Krise schalten. Anhand des Beispiels eines Bäckermeisters machen wir aber auch deutlich, welche Gratwanderung die Unternehmen dabei meistern müssen.

1. Im eigenen Zuhause bleiben: Schwäbisch Hall

Erst im Februar startete die Bausparkasse eine neue Jahreskampagne, die aufgrund der aktuellen Ereignisse sofort gestoppt wurde. Dass Menschen sich ihre eigenen vier Wände kaufen können, ist seit Jahrzehnten das Business von Schwäbisch Hall. Der neue Spot ruft die Menschen dazu auf, dass sie jetzt genau in diesen vier Wänden bleiben sollen.

2. Danke an die „Alltagshelden“: Aldi und Edeka

Die großen „Gewinner“ der Krise sind ganz klar die Supermärkte. Die Umsätze schießen in die Höhe und Verkäufer und Verkäuferinnen werden als Helden gefeiert. Logisch, dass die Supermarktketten ihre „Alltagshelden“ in TV-Spots feiern. Das Aldi-Video ist insofern besonders, dass es nicht aus Hochglanzbildern besteht, sondern aus zusammengeschnittenen Handy-Videos der Aldi-Mitarbeiter und Kunden. Das sorgt für Authentizität und Emotionalität.
Für das Danke-Video von Edeka wurden alte Spots und Stockmaterial verwendet. Eine neue Art von Werbevideos in Corona Zeiten? Schließlich arbeiten viele Agentur-Mitarbeiter derzeit auch von zuhause aus und können somit kein neues Material drehen.
Beide Lebensmittelhändler verzichten in ihren Spots auf Aussagen zur Lebensmittelversorgung der Bevölkerung. Im Mittelpunkt steht der Zusammenhalt der Bevölkerung in dieser schwierigen Zeit.

Aldi:

Edeka:

3. Sicherheit geht vor: Mercedes

Wenn alle zuhause bleiben sollen, wird auch das Auto nicht bewegt. Schwierige Zeiten für Autobauer, die derzeit hauptsächlich mit der Schließung ihrer Werke Aufmerksamkeit erregen. Doch Mercedes hat eine Möglichkeit gefunden, auch in diesen Zeiten einen Spot zu schalten. Denn das Thema Sicherheit ist gerade für jeden relevant. Der Spot ist leise und unaufgeregt und verbindet Werbung für den schwäbischen Autobauer mit einer Dankesbotschaft an alle, die gerade die Gesellschaft am Laufen halten.

4. Gemütlich eingerichtet: IKEA

Da die Möbelhäuser in fast ganz Europa für mehrere Wochen geschlossen sind, muss auch das schwedische Unternehmen in diesen Zeiten erfinderisch werden. Warum also nicht das eigene Zuhause genießen, das mit IKEA-Produkten zur Wohlfühloase geworden ist. Der Clip zeigt die unendlichen Momente, die wir mit unserem Zuhause verbinden können.

5. Auseinandergerückt: McDonalds Brasilien

Der Fast-Food-Riese geht bei der Werbung während der Corona Krise sogar noch weiter und ändert in dem südamerikanischen Land temporär sein Logo. Die beiden Bögen des goldgelben „M“ wurden getrennt um deutlich klar zu machen, auf was es zurzeit ankommt: Abstand halten.

6. So lieber nicht: Bäckerei Bosselmann

Der Weg vom Sympathieträger zum Shitstorm-Empfänger ist in der Werbung während der Corona Krise nicht weit. Das musste auch Gerhard Bosselmann, Inhaber der Bäckereikette Bosselmann, hautnah miterleben. In den sozialen Netzwerken ging sein Video viral, indem er unter Tränen erzählte, dass seine Filialen rund um Hannover möglicherweise bald nicht mehr die laufenden Kosten decken könnten. Sein Appell daher: Die Leute sollen nicht nur die großen Supermärkte leer kaufen, sondern auch an die kleineren Läden denken, denen die schwindende Kundschaft deutlich mehr zusetzen würde. Das Video wurde vielfach geklickt, geteilt, geliked und Bosselmann wurde zum Sprecher der kleinen Unternehmen, die unter der Corona Krise besonders leiden und um ihre Existenz bangen.

Kurz darauf tauchte im Internet allerdings ein Brief auf, den Gerhard Bosselmann an seine Mitarbeiter verschickte. Der Inhalt: Mitarbeiter die sich nicht gut genug gegen eine Corona-Ansteckung schützen und sich dann krankschreiben lassen, drohe die fristlose Kündigung. Wer sich nur wegen einer Erkältung krankschreiben lasse und keinen Corona-Test vorlege, erhalte keine Lohnfortzahlung.
Mittlerweile hat sich Gerhard Bosselmann in Interviews erklärt, sein Verhalten gerechtfertigt und sich für seinen rauen Ton in dem Brief entschuldigt. Ein paar Mitarbeiter würden die strengen Quarantäneregeln in der Freizeit nicht befolgen, eine Ansteckung riskieren und somit wissentlich den reibungslosen Geschäftsablauf in den Filialen gefährden. Als Geschäftsführer steht Bosselmann momentan unter immensem Druck – nicht verwunderlich, wenn nicht alles glatt läuft. Der folgende Shitstorm hat ihn sicherlich auch getroffen und einige Sympathiepunkte gekostet.

Fazit: Auch während der Corona Krise müssen Unternehmen in der Werbung auf Authentizität achten, jetzt wahrscheinlich noch mehr als sonst. Die Menschen sind verunsichert, viele bangen um ihre Existenz. Spots, die die Solidarität untereinander zeigen und fördern, sind kleine Momente des Wohlfühlens in dieser komischen, ungewissen Zeit.

MOSAIQ erweitert Portfolio im Bereich Digital Analytics

Seit Januar 2020 haben wir mit Julian Haspel einen Experten für Tracking, Digital Analytics und Reporting im Team. Mit seiner Expertise können wir unsere Kunden noch besser beraten, wie sie User gezielter ansprechen und ihren Online-Auftritt optimieren.

Tracking

Im Bereich Tracking werden Trackingkonzepte erstellt, welche anschließend mit dem Google Tag Manager umgesetzt werden. Damit lassen sich unter anderem Userinteraktionen (z.B. die Verwendung bestimmter Module, die Scrollweite, Buttonclicks, Kontaktanfragen usw.) messen, um zu verstehen, wie sich verschiedene Besucherströme auf Websiten verhalten, welche Ziele sie erreichen und wo im Zielfunnel die Besucher abspringen. Für Online-Shops wird hier z.B. auch ein erweitertes E-Commerce Tracking verbaut mit dem sich beispielsweise messen lässt wie Produkte performen, welcher Kanal für den meisten Umsatz sorgt, oder wie viele User ein Produkt in den Warenkorb legen, aber nicht kaufen.

Digital Analytics

Bei Digital Analytics ist Julian auf Google Analytics spezialisiert. Damit lassen sich geräteübergreifend Besucherverhalten und Besucherströme auf Websites messen und analysieren. Diese Analyse-Daten können dann als Grundlage für weitere Online Marketing Maßnahmen oder für Content- oder Moduländerungen genutzt werden, um besser die Website-Ziele des Kunden zu erreichen und das Besucherverhalten zu verstehen. Damit lassen sich viele typische Fragestellungen beantworten:
• Wie verhalten sich die Nutzer auf meiner Seite?
• Für welchen Content interessieren sich die Nutzer und wo verlassen sie die Seite?
• Wie navigieren die Nutzer über die Seite? Lassen sich Klickmuster erkennen?
• Welche Buttons werden auf welchen Seiten geklickt bzw. welche Formulare werden ausgefüllt?
• Wie verhalten sich die User im Zielfunnel bzw. im Checkout Funnel eines Online Shops?
• Welcher Kanal generiert Traffic, welcher Umsatz oder Leads?
• Welches Alter und Interessen haben die Nutzer?
• Gibt es geografische Schwerpunkte?

Reporting

Im Bereich Reporting ist Julian auf Google Datastudio spezialisiert. Damit können interaktive Dashboards erstellt werden, mit denen Daten aus verschiedensten Quellen visualisiert und aufbereitet werden. Der große Vorteil liegt hier sicher darin, dass Entscheidungsträger auf Kundenseite die Daten nicht in verschiedenen Tools zusammenfiltern müssen, sondern die wichtigsten KPIs für das Unternehmen in einem Report gesammelt vorliegen. Datenquellen können Google Analytics, Google Ads, Facebook, Instagram, mySQL Datenbanken usw. sein. Jeder Report lässt sich außerdem vollständig an die eigene CI des Unternehmens anpassen, gestalterisch sind hier keine Grenzen gesetzt! Unter anderem lässt sich die Effizienz der verschiedenen Marketingkanäle abbilden. Hier bekommt der Kunde auf einen Blick aufgezeigt welche Ziele auf seiner Website erfüllt werden und welche nicht.

Ein konkretes Beispiel, in dem alle drei Säulen ineinander greifen und Data-Driven Marketing zum Einsatz kommt, zeigt sich an folgendem Beispiel:
In einem Online Shop werden über den Google Tag Manager Warenkorb-Interaktionen getracked. Mit Google Analytics können dann Nutzer-Segmente definiert werden (wie etwa alle User die ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben, aber dann die Seite verlassen haben ohne zu kaufen). Diese Nutzer-Segmente können anschließend von Google Ads als Zielgruppen importiert werden um die spezielle Nutzergruppe in einer Remarketing Kampagne anzusprechen. Google Datastudio visualisiert dann die Performance dieser speziellen Remarketing Kampagne .

Zu Allen drei Punkten gibt Julian auch Workshops und Seminare für Einsteiger und Fortgeschrittene.