Alle Beiträge von Katharina Lux

Vergleich der Websites aller Parteien im Bundestag

Der große Parteien Website Check 2021

1. Worum geht es beim Parteien Website Check?

Die Bundestagswahl 2021 steht vor der Tür. Die wichtigste Frage dabei natürlich: Wer wird Nachfolger:in von Angela Merkel? Die CDU-Politikerin ist seit 2005 Amt – damals waren Smartphones, Websites und mobiles Internet bei weitem noch nicht so verbreitet wie heute. Der Kampf um Wählerstimmen spielt sich nicht nur bei Veranstaltungen und auf Wahlplakaten ab, sondern natürlich auch im Internet. Eine aussagekräftige Website ist daher das A und O. Wir haben die Websites der Parteien im Bundestag auf Herz und Nieren geprüft und in folgenden Bereichen bewertet:

  • Navigation
  • Conversion
  • Zielgruppen
  • Design
  • Joy of Use
  • Inhalt

Bei der möglichst sachlichen Analyse ging es nicht um persönliche Präferenzen im Design, sondern darum, wie die einzelnen Bereiche für die Partei-Website und Nutzer:innen funktionieren. Jede einzelne Kategorie wurden mit Punkten von 1-10 bewertet, wobei 10 das Maximum darstellt. So konnte aus User Experience Sicht festgestellt werden, welche Webseiten besser funktionieren als andere.

Unabhängig von der UX-seitigen Prüfung der Webseiten wurden die Seiten auch auf das Thema der Bundestagswahl hin bewertet.
Kommunizieren die Parteien ihre Ziele und Vorhaben deutlich auf den Webseiten?
Werden Nutzer:innen abgeholt mit den Inhalten?
Werden wichtige Informationen verständlich und schnell vermittelt?

All diese Bereiche und Fragen flossen in die Bewertungen der einzelnen Seiten mit ein. Im folgenden fassen wir die Ergebnisse des Parteien Website Check kurz zusammen.

Sie möchten gerne den vollständigen Parteien Website Check als Download erhalten? Dann füllen Sie bitte am Seitenende das Formular aus. Anschließend schicken wir Ihnen den Parteien Website Check 2021 gerne als PDF zu.

2. Die CDU Website

2.1 Die Übersicht

Die Website der CDU
Die Website der CDU

2.2. Navigation

Das Menü ist an sich sinnvoll und kompakt gehalten, allerdings gibt es Abstriche bei der Sichtbarkeit des CDU-Wahlprogramms. Weniger nutzerfreundlich ist auch die Menüführung, da alle Unterseiten der zweiten Menübene nur zufällig erreicht werden können. Minuspunkte gibt es zudem für die Farbwahl des Menüs, da es durch den farbverlauf teilweise schlecht lesbar ist.

2.3 Conversion

Es gibt keinen Newsletter, worüber Nutzer:innen über aktuelle Themen der CDU informiert werden können. Für Anfragen gibt es ein Kontaktformular, dass aber unnötigerweise auf mehrere Schritte aufgeteilt ist und viele Daten abfragt, die in einer Standard-Kontaktanfrage unnötig sind. Das lässt die Kontaktaufnahme komplizierter erscheinen, als sie ist.
Zum Herunterladen von weiteren Informationen werden Downloads auf den Detailseiten am Ende der Seite platziert. Teilweise werden sie auch nur als unterstrichener Text im Fließtext dargestellt, was nicht wirklich zu erkennen ist.

2.4 Zielgruppen

Die Nutzerführung über die Navigation der CDU-Website ist nicht ideal, da nur die erste Menüebene abgebildet ist. Die meiste Navigation passiert über die Artikel, wobei die einzelnen Seiten besser vernetzt sein könnten. Da die klassischen CDU-Wähler tendenziell älter sind, könnte die Website mit der Menge an Inhalten und Bewegtbild eher abschrecken.

2.5 Design

Das Design wirkt modern und durch die vielen Bilder und Videos auch emotional ansprechend. Durch die vielen sich bewegende Elemente ist der erste Eindruck etwas überfordernd. Insgesamt macht das Design einen guten Eindruck, die Startseite lädt dazu ein ins Detail zu gehen. Auf den Detailseiten wird es jedoch schnell langweilig, da Nutzer:innen immer wieder auf dieselben Seiten gelenkt werden und die einzelnen Inhaltsseiten sich nur textlich unterscheiden.
Die Bildsprache der CDU-Website ist im Ganzen betrachtet einheitlich, passen zur Marke und sind im Einklang mit dem Text. Allerdings wirken die Personenportraits sehr steif und unecht.

2.6 Joy of Use

Es gibt interaktive Elemente auf der Website, wie eine Pinnwand und einige Kartenelemente. Das macht die Website spannender. Mehr erklärende Videos im Content wären gut.
Die vielen animierten Elemente machen die CDU-Website lebhafter, sind aber teilweise nicht optimal platziert, sodass sie vom Inhalt ablenken. Es gibt Hover-Effekte und Microinteractions, allerdings nicht bei allen Elementen.

2.7 Inhalt

Alle Inhalte werden schnell geladen, was eine reibungslose Nutzung gewährleistet. Auf der Startseite wird leider nur mit dem Logo wirklich klar, dass es sich um die Website der CDU handelt. Die Inhalte sind aktuell und treffen die Erwartungen an die Seite.

3. Die SPD Website

Die Website der SPD
Die Website der SPD

3.1 Die Übersicht

3.2 Navigation

Das Menü der SPD-Website ist kompakt mit wenigen Hauptmenüpunkten und bietet damit eine schnelle Übersicht. Das Programm steht als vermeintlich wichtigster Punkt an erster Stelle. Leider gibt es auch bei diesem Menü kein Flyout. Entsprechend sind detailliertere Themen über das Menü nicht zu erkennen, sondern erst über die Verteilerseiten. Nutzer:innen müssen eigenständig über die einzelnen Detailseiten zu den einzelnen Themen finden. Das Design der Navigation ist durchschnittlich. Die Navigationspunkte sind auf einer weißen Hintergrundfläche platziert, sodass die Lesbarkeit immer gewährleistet ist.

3.3 Conversion

Es gibt keinen richtigen SPD-Newsletter, um sich auf dem Laufenden zu halten, sondern lediglich einen Telegram-Channel sowie Social-Media-Kanäle.
Es gibt unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten und auch ein Formular. Ansprechpartner der SPD werden keine dargestellt, nur der Parteivorstand ganz allgemein. Das Kontaktformular ist durch die vielen fetten Linien etwas unübersichtlich. Die Markierungen der Felder ist sehr verwirrend, da klassischerweise die Pflichtfelder gekennzeichnet werden. Hier ist es jedoch genau andersherum und die optionalen Felder sind gekennzeichnet.

3.4 Zielgruppen

Die Nutzerführung ist mangelhaft, da sich Nutezr:innen nur anhand von Detailseiten weiterklicken können. Ein Flyout oder zumindest eine Übersicht der Detailseiten wäre sinnvoll.
Die typischen Nutzerszenarien sind abgedeckt durch das Parteiprogramm, Mitglied werden, Pressekontakt etc.
Die Zielgruppe findet sich in der Website kaum wieder. Die Gestaltung ist sehr plakativ, allerdings extrem textlastig. Das dürfte keiner Zielgruppe der SPD wirklich gut gefallen.

3.5 Design

Die SPD-Website ist sehr plakativ und an sich optisch auch ansprechend, allerdings ist das Rot zu extrem. Es gibt sehr Bilder, wovon die meisten Olaf Scholz portraitieren. Das Wahlprogramm wird immer wieder prominent hervorgehoben. Das Rot könnte kreativer eingesetzt werden, um die Masse zu vermeiden.
Der erste Eindruck der SPD-Website ist grundsätzlich nicht schlecht, aber leicht überfordernd. Es gibt extrem viele rote Flächen, sehr viele Buttons, dazwischen auch noch Bilder und Text.
Es gibt einige eigene Schwarz-Weiß-Bilder, die sich mit vielen Stockbildern durchmischen. Dadurch wirkt die Bildwelt nicht einheitlich. Zudem sind einige Texte leider viel zu lang.

3.6 Joy of Use

Es gibt einige Scroll-Interaktionen auf der Seite, was die Nutzung insgesamt spannender macht. Durch Popups werden wichtige Inhalte angeteasert, die aber nach mehrmaligem Aufrufen der Seite eher störend sind. Weitere interaktive Elemente oder Microinteractions gibt es nicht.

3.7 Inhalt

Durch das Logo in Bild- und Textform wird direkt klar, dass es um Politik geht. Ansonsten gibt es keinen allgemeinen Einstieg in die SPD, sondern direkt einen Themeneinstieg. Die Übersichtsseiten sind ausgeglichen mit Text und Bild gefüllt. Die Detailseiten jedoch sind geprägt von Textwüsten. Dabei wurden augenscheinlich Print-Dokumente 1:1 ins Web übertragen. Die Inhalte der Seite sind aktuell.

4. Die Grüne Website

Die Website der Grünen
Die Website der Grünen

4.1   Die Übersicht

4.2   Navigation

Das Menü ist reduziert auf wenige Menüpunkte. Das Programm als erster Menüpunkt ist gut platziert. Eine Art CTA stellt der Punkt „Aktiv werden“ dar, da er separiert und hervorgehoben ist. Dieser Punkt steht immer im Vordergrund und sticht durch die Farbgebung hervor.

Auf der Startseite gibt es keinen Slider, dafür ein Headerbereich mit großem Bild und CTA zu Informationen zur Bundestagswahl, sodass Nutzer:innen hier direkt zum wichtigsten Thema abgeholt werden.

4.3   Conversion

Ein direkter Link zur Newsletter-Anmeldung befindet sich klein im Footer. Auf der Startseite der Grünen-Website gibt es zwei Anmeldeformulare – eins für den Wahlkampf und eins für eine Spende. Es werden keine Vorteile für den Newsletter kommuniziert, sondern nur, dass allgemeine Updates zu erwarten sind. Entsprechend können keine individuellen Inhalte ausgespielt werden.

Das Formular ist an sich nutzerfreundlich, durch den Datenschutz-Text allerdings sehr lang. Es gibt leider kein Kontaktformular, sondern nur allgemeine Kontakte mit E-Mails-Adresse, Telefonnummer, Adresse und Fax. Alle einzeln dargestellten Personen sind mit kompletten Kontaktdaten sowie Social-Media-Verlinkungen dargestellt.

4.4   Zielgruppen

Die Nutzerführung geschieht hauptsächlich über die Detailseiten. Diese sind teilweise sehr lang, wodurch die weiterführenden Teaser sehr weit unten auf der Seite sind. Es gibt keine Ankernavigation auf der Seite, um direkt zu bestimmten Themen springen zu können. Auf den Detailseiten werden nicht immer weiterführende Teaser angeboten, sodass Nutzer:innen in Sackgassen landen.

Die tendenziell jüngere Zielgruppe der Grünen kann sich teilweise wiederfinden. Zwar sind die Themenbereiche gut dargestellt, allerdings sollten es deutlich weniger Textwüsten sein, damit die Inhalte schneller überflogen werden können (Bilder, Icons, Stichworte wären gut).

4.5   Design

Die Übersichtsseiten sind gut gestaltet, die Detailseiten optimierungsbedürftig. Das CD der Grünen wurde für die Website modern interpretiert, was insgesamt sehr stimmig wirkt. Der erste Eindruck der Seite ist insgesamt gut, nur das Grün über den Bildern wirkt nicht gesund.

Die Bildsprache ist zum Großteil einheitlich und stimmig mit einem guten Mix aus Illustrationen und Fotografien. Durch diese Mischung wirkt die Seite deutlich jünger. Die Schriftgrößen sind gut gewählt, nur einige Headlines sind zu groß.

4.6   Joy of Use

Es gibt keine interaktiven Elemente. Zumindest ein Kartenmodul zur Ansicht der lokalen Grünen-Parteigruppen wäre nett. Es sind keine Microinteractions vorhanden, aber zumindest fast immer Hovereffekte.

4.7   Inhalt

Beim ersten Blick auf die Seite ist an der Farbe zu vermuten um welche Partei es handelt. Eine richtige „Aufklärung darüber, um welches Thema, welche Partei es sich handelt, gibt es nicht.

Insgesamt gibt es inhaltlich zu viele sehr lange Texte, was sich nicht gut lesen lässt. Diese Texte sind immerhin durch Headlines und Absätze unterteilt. Es gibt einige aktuelle Inhalte wie News und Presseartikel.

5. Die FDP Website

Die Website der FDP
Die Website der FDP

5.1   Die Übersicht

5.2   Navigation

Das Menü hat im Vergleich mehr Hauptmenüpunkte, ist aber trotzdem sehr übersichtlich. Die Hauptmenüpunkte lassen sich nicht klicken, nur die im Flyout stehenden Unterseiten. Das Flyout funktioniert gut und auch die Anzahl der Unterseiten ist weder zu viel noch zu wenig.

Die Menüleiste der FDP-Website ist an bekannter Stelle oben platziert, ebenfalls sticky und hat einen weißen Hintergrund, sodass die Lesbarkeit immer gegeben ist. Es gibt auf den Detailseiten keine Breadcrumb zur Orientierung.  

5.3   Conversion

Die Newsletter-Anmeldung ist per Link im Footer platziert. Zusätzlich dazu gibt es ein großzügig platziertes Formular auf einiges Seiten. Das Formular ist reduziert mit nur einer Pflichtangabe, der E-Mail-Adresse. Wozu die Handynummer abgefragt wird, ist fraglich. Der Datenschutz ist hier nicht anzuhaken, sondern wird automatisch vorausgesetzt.

Es gibt kein Kontaktformular, nur allgemeine Kontaktinformationen mit E-Mails-Adresse und Postanschrift, sowie den einzelnen Anschriften der Landesverbände. Beim Pressekontakt sind einige FDP-Ansprechpartner dargestellt mit allen nötigen Kontaktinformationen.

5.4   Zielgruppen

Nutzer:innen werden unabhängig von der Navigation über Teaser auf den Detailseiten weitergeleitet. Die Auswahl dabei ist manchmal zu groß, manchmal gibt es aber auch gar keine Weiterleitung und damit eine Sackgasse. Die typischen Nutzerszenarien sind abgedeckt, wobei kein Austausch oder Interaktion mit Nutzer:innen stattfindet.

5.5   Design

Die FDP-Seite ist insgesamt optisch ansprechend, wobei die Detailseiten sehr textlastig sind. Das CD wurden für die Website berücksichtigt und modern interpretiert. Die Elemente wirken insgesamt stimmig und der erste Eindruck lädt zum Weiterklicken ein.

Die Bildsprache ist nicht einheitlich. Es gibt Schwarz-Weiß-Bilder, die sehr dramatisch wirken und dazu farbige eher harmonisch wirkende Bilder. Das wirkt insgesamt eher weniger passend.

Die Schriftgrößen sind gut gewählt, teilweise gibt es aber zu viel Text und an anderen Stellen gibt es zu wenig Inhalte, bzw. die Inhalte werden in Akkordeons versteckt.

5.6   Joy of Use

Es gibt keine interaktiven Elemente, außer Tabs und Akkordeon. Microinteraktions sind nicht vorhanden und auch Hovereffekte gibt es nicht überall. Dadurch sind klickbare Elemente nicht unbedingt zu erkennen.

5.7   Inhalt

Das Logo ist auf der FDP-Startseite in der Navigationsleiste präsent. Sonst gibt es keine Hinweise auf die Partei, das Thema oder die Schwerpunkte. Die Texte sind insgesamt zu lang. Die Kernthemen werden optisch hervorgehoben, konkurrieren optisch aber mit den allgemeinen Themen, sodass Nutzer:innen vielleicht nicht direkt auf die Forderungen/Kernthemen kommen.

Es gibt aktuelle Inhalte wie News der FDP, die aber eher versteckt sind, da sie nicht über das Menü aufzufinden sind.

6. Die Linke Website

Die Website der Linke
Die Website der Linke

6.1   Die Übersicht

6.2   Navigation

Das Menü ist an sich sinnvoll und kompakt gehalten. Der Menüpunkt Wahlen steht an erster Stelle und enthält als Unterpunkt das Wahlprogramm, was in diesem Wahljahr sehr sinnvoll ist. Das Flyout ist versteckt hinter einem Hamburger-Menü, dass sich oben rechts einblendet beim Runterscrollen. Im Footer findet man zudem eine Sitemap, die einen guten Gesamtüberblick über die Webseite liefert. Die Hierarchie der Seiten könnte hier jedoch besser visualisiert werden. Durch die gleiche Schriftgröße ist die Linke-Website nicht scannbar.   

6.3   Conversion

Es gibt einen Newsletter, über den sich die Nutzer:innen über aktuelle Themen und die Linke allgemein informieren können. Auf der Startseite und den Folgeseiten wird der Newsletter mit verschiedenen Teasern beworben, dabei werden die Vorteile kommuniziert. Die Anmeldung ist sehr einfach und reduziert. Leider ist der Newsletter nicht auf die Interessen der Nutzer:innen individuell anpassbar.

Für Anfragen gibt es ein Kontaktformular, sowie den Kontakt zur allgemeinen Pressestelle der Linken. Zudem gibt es im Footer einige Telelfon-Hotlines wie Bürgerdialog oder Mitgliedsfragen. Das Kontaktformular ist übersichtlich, könnte noch weiter reduziert werden. Leider gibt es nahezu keine Mitarbeiterbilder, was mehr Vertrauen und Nähe schaffen könnte.

6.4   Zielgruppen

Die Nutzerführung über die Navigation und das Hamburger Flyout ist gut. Eine weitere Nutzerführung findet über die Artikel statt, wobei die einzelnen Seiten besser vernetzt sein könnten. Durch auffällige Teaser wie „die Linke fordert“ werden die Forderungen der Partei deutlich auf zahlreichen Seiten kommuniziert. Das grenzt die Linke klar von ihren Wettbewerbern ab und hilft den Nutzer:innen sich zu entscheiden. Somit schafft es die Linke besonders gut auf die typischen Bedürfnisse der Wähler:innen einzugehen.

Die Bildsprache zeigt zahlreiche Bilder von aktiven Mitgliedern. Dies entspricht der Zielgruppe der Partei und vermittelt ein authentisches Bild und Vertrauen. Die Webseite ist in einem schlichten, modernen und zeitlosen Stil dargestellt, das sowohl ältere als auch jüngere Zielgruppen gleichermaßen anspricht.

6.5   Design

Das Design wirkt modern, ansprechend und einfach. Das Rot als Akzentfarbe überwiegt, wird jedoch gut kombiniert mit anderen Farbtönen aus dem Corporate Design. Dadurch wirkt das Design sehr abwechslungsreich. Die Linke-Seite spricht mit ihren abwechslungsreichen Modulen und nutzerorientierten Content-Aufbereitung eine breite Zielgruppe von jung bis alt an. Die ansprechende Darstellung schafft es die Lesezeit auf den Detailseiten zu erhöhen.

Die Bildsprache zeigt viele aktive Mitglieder. Die Bilder sind harmonisch, vielfältig und authentisch. Der Nutzer erhält einen positiven Eindruck von den Mitgliedern. Die Headlines und Texte sind alle gut lesbar. Die Detailseiten werden gut unterteilt mit Unterüberschriften und hilfreichen Teaser-Elementen.

6.6   Joy of Use

Die Joy of Use reduziert sich bei der Webseite auf das Design, die Teaser und die Bilder. Interaktive Elemente, Animationen oder Scroll-Effekte gibt es nicht. Davon könnte es mehr geben. Interaktive Karten wären hilfreich für die Darstellung der Wahltour oder des Bundesausschusses. Hier wurden stattdessen einfache Akkordeons oder Filter verwendet.

6.7   Inhalt

Alle Inhalte werden schnell geladen, was eine reibungslose Nutzung gewährleistet. Auf der Startseite wird durch das Logo, die Spitzenkandidaten und zahlreiche Kampagnen-Teaser deutlich, um welche Partei es sich handelt.

Die Detailseiten sind sehr nutzerorientiert aufbereitet. Die Forderungen der Linken werden bei jedem Thema deutlich herausgestellt. Die Texte scheinen speziell für das Medium Web aufbereitet worden zu sein. Dieses verlängert die Lesezeit der Nutzer:innen vornehmlich. Die Inhalte sind aktuell und treffen die Erwartungen an die Seite.

7. Die AfD Website

Die Website der AfD
Die Website der AfD

7.1   Die Übersicht

7.2   Navigation

Das Menü ist übersichtlich mit sechs Hauptmenüpunkten. Durch das einfache Flyout erhalten die Nutzer:innen einen guten Überblick über die Unterseiten der zweiten Ebene. Weitere Unterseiten sind durch die Übersichtsseiten und Teaser erreichbar. Einige Begriffe in der Navigation ähneln sich sehr, teilweise gibt es Doppelungen, die vermieden werden könnten.

Die Hauptnavigation ist sticky auf blauem Hintergrund. Die Lesbarkeit und Schriftgröße ist gut gewählt. Die Hover-Effekte animieren zum Klicken. Das AfD-Logo ist sehr prominent oben links platziert. Der Headerslider bietet zwar einen ersten Einblick in die Fokusthemen, wirkt aber unübersichtlich und überladen. Die viele Bewegung durch den Zoom-Effekt und der Wechsel der Slides bringen Unruhe in die Seite.

7.3   Conversion

Der AfD-Newsletter wird nicht prominent im Footer oder in den Teasern beworben. Man findet ihn leider erst über die Suche. Der Mehrwert für die Anmeldung wird nicht kommuniziert. Das Anmeldeformular ist sehr kompakt gehalten mit den nötigsten Formularfeldern. Es gibt keine Kennzeichnung von Pflichtfeldern. Dies wird leider erst bei der Fehlereingabe deutlich. 

Es gibt unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten, wie ein kompaktes Kontaktformular, eine Deutschlandkarte mit direktem Link zu den AfD-Landesverbänden-Webseiten, Telefonnummern mit Sprechzeiten und allgemeine Kontaktdaten. Ansprechpartner werden keine dargestellt, nur der Parteivorstand ganz allgemein.

7.4   Zielgruppen

Die Nutzerführung ist teilweise mangelhaft, da sich viele Unterseiten doppeln oder thematisch ähneln. Hier könnten Inhalte besser zusammengefasst werden, und der Fokus auf eine klare eindeutige Nutzerführung gelegt werden.

Der gesamte Content der Webseite hat einen klaren Fokus auf Parteiziele und bedient die nutzerorientierten Szenarien oftmals nur mit der Verlinkung PDFs, teilweise auch gar nicht.  Die Zielgruppe findet sich in der Webseite nur bedingt wieder. Zwar entsprechen die Bildwelten häufig den Parteiplakaten und vermitteln ein einheitliches Bild, es könnten jedoch mehr Bilder von AfD-Mitgliedern dargestellt werden. Somit bleibt der Eindruck zwar professionell, jedoch etwas unnahbar und inszeniert.

7.5   Design

Die AfD-Website ist sehr plakativ und an sich optisch ansprechend. Der Inhalt wirkt manchmal schnell überfordernd durch die zahlreichen Headlines und Texte auf den Bildern. Die Bilder, vor allem die Plakatmotive sind hochwertig und wecken Emotionen. Die Bildauswahl ist harmonisch, wirkt durch die ähnliche Darstellung von Einzelpersonen auf Dauer aber langweilig und inszeniert. Hier wäre mehr Authentizität sinnvoll.

Die Textlängen sind häufig eher kurzgehalten. Es könnte an einigen Stellen mehr erklärenden Text zu den Downloads geben, um nicht nur Print-Content abzubilden. Unter Programm gibt es häufig lange Absätze und Textwüsten, da der Print-Content unverändert als Text abgebildet ist. 

7.6   Joy of Use

Es gibt einige wenige Scroll-Animationen auf der Startseite, was jedoch nicht besonders auffällt. Auf der Startseite gibt es einen Wahl-Countdown, der automatisch runterzählt.  Die Animation im Header-Teaser, sowie der Wechsel der einzelnen Slides ist eher überfordernd und hektisch. Zoom-Hovereffekte auf einzelnen Teasern sind ansprechend jedoch nicht einheitlich gehalten.

7.7 Inhalt

Durch das Logo in Bild- und Textform wird direkt klar, um welche Partei es sich handelt. Der Einstieg auf der Webseite läuft ansonsten über die Themen und das AfD-Wahlprogramm.

Die Startseite wird schnell geladen. Bei den Unterseiten sind die Ladezeiten vor allem durch die häufigen Download-Teaser zu lang und sollten optimiert werden. Die inhaltliche Darstellung auf den Unterseiten ist optimierungsbedürftig. Häufig wird der Inhalt als PDF oder Download dargestellt. Eine inhaltliche Zusammenfassung würde den Nutzer:innen helfen. Die Inhalte der AfD-Seite sind aktuell.

8. Zusammenfassung

Übersicht aller Parteien Websites. Grafik: MOSAIQ GmbH
Fakt ist: Keine der Seiten sticht positiv heraus, da alle Seiten positive und negative Aspekte haben. Betrachtet man aber nur das Design, so ist die Seite der SPD am unattraktivsten, da das Rot zu dominant eingesetzt wird. Gefolgt von dem Design der AfD, dass durch ähnliche Elemente überladen wirkt und auf den Unterseiten eher langweilig ist.

Die Seiten der FDP und Grüne sind im Design etwas reduzierter, dadurch angenehm schlicht, ohne dabei langweilig zu wirken. Auf der CDU-Seite bewegt sich viel, was vom eigentlichen Inhalt eher ablenkt. Aus Nutzer:innensicht gibt es keine Seite, die schlecht zu benutzen war. Was aufgefallen ist: Die Kanzlerkandidat:innen werden bei allen Seiten sehr in den Vordergrund gerückt. Das Programm zur Wahl ist bei einigen Seiten aber leider eher weniger im Fokus. Die Linke stellt auf den Unterseiten die Forderungen und Lösungen zum Wahlprogramm am besten dar.

Hier zeigt sich auch, dass eine spezielle Aufbereitung des Inhalts für Online-Medien einen klaren Vorteil für die Verweildauer bietet.

 

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Onepager: Die Allzweckwaffe für erfolgreiche Kampagnen

Landen Sie beim Surfen auch immer häufiger auf Webseiten, die aus nur einer Seite bestehen und durch die Sie sich scrollend navigieren? Kein Wunder, denn die sogenannten Onepager sind zurzeit die beliebteste Art, Kampagnen, Produkte und Projekte online zu präsentieren. Und das zurecht: Die minimalistischen Webseiten bieten oft ein außergewöhnliches Nutzererlebnis, durch das die präsentierten Inhalte länger im Gedächtnis bleiben.

Was ist ein Onepager?

Onepager sind Webseiten im Single Page Design: Sie bestehen nur aus einer Seite und enthalten keine weiteren Unterseiten. Ein Onepager ist typischerweise länger als eine normale Webseite, navigiert wird durch Scrollen und über eine evtl. vorhandene Navigationsleiste. Einzelne Themenbereiche sind durch unterschiedliche grafische Darstellungen voneinander abgegrenzt.

Wofür eignet sich ein Onepager?

Für die Darstellung einer überschaubaren Menge an Informationen zu einem klar eingegrenzten Thema.
Beliebt sind Onepager vor allem für die Präsentation von:

  • Kampagnen
  • Produkteinführungen
  • Projekten
  • Veranstaltungen
  • digitalen Visitenkarten kleinerer Firmen oder Freiberufler

Die Reduzierung auf ein Kernthema und dessen wichtigste Fakten macht Onepager zur idealen Fläche für die Online-Präsentation einzelner Kampagnen.

Onepager sind andererseits nicht geeignet für die Präsentation ganzer Unternehmensportfolios und komplexer Informationen. Corporate Websites größerer Unternehmen sollten nach wie vor als klassische Webseite mit mehreren Navigationsebenen umgesetzt werden.

Beispiele für Onepager:

Klassischer Onepager

Beispiel: https://weniger-dreh-mehr-drehmoment.de/

  • viel Videos und wenig Text
  • Kampagne mit Testimonial
  • klar erkennbare Conversion
  •  

    Scrollingeffekt

    Beispiel: http://yourpower.panda.org/

  • Aufklärungskampagne des WWF
  • Interaktion, Storytelling, Animation, Emotionalisierung, Nutzerführung
  • Conversion erst am Ende
  • http://yourpower.panda.org/

     

    Klare Strukturen

    Beispiel: https://www.miele.de/c/quality-ahead-of-its-time-2051.htm

  • Markenkampagne gegen Wegwerfmentalität
  • keine klare Conversion erkennbar, im Mittelpunkt steht die Marke allgemein
  • Produktverlinkungen

  • https://www.miele.de/c/quality-ahead-of-its-time-2051.htm

     

    Interaktivität

    Beispiel: https://dieechtewahrheit.de//#!/roadtrip

  • Filtermöglichkeiten, Animationen
  • reine Informationsseite, daher keine Conversions vorhanden
  • aussagekräftigen Überschriften

  • https://dieechtewahrheit.de/

    Vorteile von Onepagern

    Setzt man Onepager richtig ein, bieten sie einige Vorteile gegenüber einer klassischen Webseite:

    • Konzentration auf das Wesentliche
      Der Fokus liegt klar auf dem vorgestellten Thema, wichtige Inhalte werden nicht übersehen, der User schaut sich den gesamten Inhalt an.
    • Effektive Userführung bis zur Conversion
      Ein Onepager nimmt den User an die Hand und führt ihn durch die Präsentation. Der Argumentationsaufbau entspricht einem Verkaufsgespräch.
    • Übersichtlich, einfach und intuitiv zu bedienen
      Ungestörter Lesefluss durch wenige bis keine Klicks. Der User gelangt schnell und bequem zu den gewünschten Informationen.
    • Schnellere Umsetzung als bei einer komplexen Webseite
    • Gleiches Nutzererlebnis auf allen Endgeräten (auch Mobile) durch responsive Design

    Nachteile von Onepagern

    Die Reduzierung auf das Wesentliche bringt naturgemäß auch einige Nachteile mit sich, die bereits bei der Konzeption berücksichtigt werden sollten (und für die es gute Lösungen gibt):

    • Gelernte Navigationsroutinen werden nicht bedient
      Trotz intuitiver Bedienung finden sich manche User auf Onepagern nicht zurecht, da die üblichen Navigationselemente fehlen.
    • Erschwerte Suchmaschinenoptimierung durch nicht vorhandene Unterseiten
      Ein Onepager kann immer nur auf ein Haupt-Keyword und dessen themenverwandte Keywords optimiert werden.
    • Hohe Ladezeiten oder ruckelndes Scrollen bei zu hoher Anzahl an Bildelementen

    6 Dinge, die bei der Umsetzung eines Onepagers beachtet werden sollten

    1. Onepager für einen konkreten Zweck einsetzen
      Einzelne Kampagnen, Produkte, Events oder Projekte präsentieren.
    2. Orientierung erleichtern
      Fixierte Navigationsleisten, Scroll-Spy, Call-to-Actions und Smooth Scroll nehmen dem User die Unsicherheit.
    3. So gut wie möglich für Suchmaschinen optimieren
      Haupt-Keyword definieren und verwenden, einzelne Abschnitte über Hash-URLs erreichbar machen, HTML-Struktur optimieren.
    4. User zur Conversion führen
      Den Weg des Users durch die Seite mit einer Conversion abschließen (z.B. Kontaktformular, Download, Link zum Onlineshop, Newsletter-Anmeldung, Kontaktdaten oder Anfahrtsskizze).
    5. Durch Responsive Design für optimales Nutzererlebnis auf allen Endgeräten sorgen.
    6. Seite nicht zu lang gestalten! Niemand will 20 Minuten lang scrollen, um das Ende einer Story zu erfahren.

    Beispiele für Onepager:

    Für einige unserer Kunden haben wir bereits Onepager umgesetzt, zum Beispiel:

    Auch unsere eigene Startseite ist im Stil eines Onepagers gestaltet: www.mosaiq.com

    Wäre ein Onepager auch für Ihr Projekt das Richtige?

    Wir beraten Sie gern ausführlich zu Vor- und Nachteilen und finden mit Ihnen gemeinsam die perfekte Lösung für Ihre Aufgabe!

    > Kontakt aufnehmen

    Mehr zum Thema: Kampagnen, Microsites


    Influencer Marketing – Segen oder Fluch?

    Gemessen an Traditionsberufen wie Lehrer/in oder Polizist/in gibt es Influencer noch nicht wirklich lang – dennoch sind sie mittlerweile in aller Munde und sorgen für große Aufmerksamkeit. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Ein gesundes Mittelmaß scheint es nicht zu geben. Oder?

    Was steckt hinter dem Beruf?

    Gerade auf Instagram tummeln sich immer mehr Influencer, die Zahl nimmt immer weiter zu. Eine Ausbildung braucht man für den Beruf nicht und es gibt auch keine fest vorgegebene Followeranzahl die man erreichen muss, um sich selbst Influencer nennen zu können. Fakt ist jedoch auch, dass der Markt eine gewisse Sättigung spürt. Die Nischen werden immer kleiner und heute ist es bei weitem nicht mehr so einfach wie noch vor ein paar Jahren, mit seinen Inhalten ein großes und vor allem kaufstarkes Publikum zu erreichen. Durch die zahlreichen Reality-TV-Formate werden jedes Jahr zahlreiche neue Influencer bekannt, die mal mehr und mal weniger erfolgreich sind.

    Gehören mit zu den erfolgreichsten deutschen Influencern: Die Stuttgarter Zwillinge Lisa und Lena.
    Gehören mit zu den erfolgreichsten deutschen Influencern: Die Stuttgarter Zwillinge Lisa und Lena.

    Für was können Influencer werben?

    Kurz gesagt: für alles! Bei der Auswahl des richtigen Influencers für die eigene Marke sollten allerdings zwei wesentliche Fragen berücksichtigt werden.

    Gehören die Follower des Influencers zur Marken-Zielgruppe?
    Und ist es authentisch, wenn der Follower für mein Produkt wirbt?

    Eine 20-jährige Influencerin, die auf ihrem Kanal hauptsächlich über Mode und Beauty berichtet, wäre als Werbegesicht einer Versicherung beispielsweise eher ungeeignet. Ein Reiseblogger, der gerne viel in der Natur unterwegs ist, wäre hingegen ein gutes Werbegesicht für eine Marke, die Zelte oder anderen Campingbedarf verkauft.

    Braucht man das jetzt oder nicht?

    Social Media bestimmt unseren Alltag immer mehr und gerade die jüngeren Generationen können sich ein Leben ohne Instagram & Co. gar nicht mehr vorstellen. Nach einer Auswertung des statistischen Bundesamtes nutzten im vergangenen Jahr 89% der 16-24-Jährigen soziale Netzwerke zur privaten Kommunikation. (Quelle: destatis)

    Ende 2020 hat Instagram Zahlen zur weltweiten Nutzung mitgeteilt:

  • Mehr als eine Milliarde aktive Konten weltweit
  • Über 500 Millionen nutzen Instagram Stories täglich
  • Mehr als 90% der Nutzer folgen einem Unternehmen auf Instagram
  • 180 Millionen aktive Unternehmensaccounts gibt es auf Instagram

    Betrachtet man die Zahlen, ist es nur logisch, dass Instagram mittlerweile auch als Werbeplattform fungiert. Influencer sind ein Teil dieser Strategie geworden und helfen dabei, Inhalte und Produkte bekannt zu machen.

    Influencer als Vorbilder?

    Viele folgen zahlreichen Influencern und sehen in ihnen auch durchaus Vorbilder. Und hier liegt auch ein ernstzunehmendes Problem, da sich manche Influencer dieser Vorbildfunktion nicht wirklich bewusst sind – ob wissentlich oder unwissentlich. Eine der ersten und nach wie vor erfolgreichsten Influencern ist Bianca Claßen, besser bekannt als Bibi. Auf Instagram folgen der jungen Frau knapp 8 Millionen Menschen und auch auf YouTube ist ihr Kanal sehr beliebt. Da ihre Follower größtenteils minderjährig sind, musste sie schon oft Kritik einstecken, da die beworbenen Produkte auf ihrem Kanal das Budget ihrer Zielgruppe bei weitem sprengen. (Quelle: praxistipps.focus.de)

    Umfragen im Netz zeichnen eine Gratwanderung beim Influencer Marketing nach. So geben vor allem die jungen Zielgruppen an, in den letzte 12 Monaten ein Produkt gekauft zu haben, dass ihnen von Influencern präsentiert wurde. Gleichzeitig haben Influencer im Allgemeinen keinen guten Ruf und viele User sind der Meinung, dass die Influencer den Nutzen der Produkte die sie bewerben, nicht hinterfragen und zu viel Werbung machen. (Quelle: horizont.net)

    Sinnfluencer – die Lösung?

    Dass man als Influencer auch mit wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit oder Politik viele Menschen erreichen kann, beweisen die sogenannten Sinnfluencer. Auf ihren Kanälen gibt es keine Werbung für Make-up-Produkte oder Sportbekleidung, sondern es geht um Themen wie die Klimakrise, Rassismus oder Gleichberechtigung. Beispiel Louisa Dallert: Der Sinnfluencerin folgen mittlerweile über 450.000 Menschen auf Instagram. Sie engagiert sich gesellschaftlich und wenn es Werbung auf ihrem Kanal gibt, dann für ein Fairphone, das dank austauschbarer Module länger hält.

    Dem Instagram Account von Luisa Dallert folgen über 460.000 User.
    Dem Instagram Account von Luisa Dallert folgen über 460.000 User.

    Fazit

    Man kann zusammenfassend sagen, dass es durchaus Menschen gibt, die mit Influencer Marketing abgeholt und zum Produktkauf angeregt werden. Dreh- und Angelpunkt ist die geschickte Platzierung, denn allzu offensive und plumpe Werbung schreckt eher ab. Da es im Netzt zahlreiche Seiten gibt, die extrem schlechte Influencer Werbung publik machen, wollen wir ein positives Beispiel hervorheben.

    Zum Weltfrauentag 2018 kreierte die Parfümeriekette Douglas gemeinsam mit drei bekannten Beauty-Influencerinnen eine „Kiss-Kollektion“. Fast 50% der Bestellungen im Online-Shop kamen über einen Link der Influencerinnen und sogar die Filialbesuche stiegen in der Kooperationszeit um 10 % an. Ein voller Erfolg für Douglas aber natürlich auch, weil die Auswahl der passenden Influencer gut durchdacht war.

  • Battle of the tools – XD vs. Figma

    Seit der Veröffentlichung von Adobe XD und Figma im Jahr 2016, wurde es für den modernen UX-Designer nicht leichter, sich für das beste Design-Tool zu entscheiden. Mittlerweile gibt es mit Figma, Adobe XD, InVision und Sketch vier große Player im Prototyping- und Design-Tool Wettbewerb. Bei diesem kurzen Vergleich beschränken wir uns auf Figma und XD.

    Vorstellung der Design Softwares

    Figma


    Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool, das komplett über den Browser läuft. Es bietet Lösungen für UI & UX Design, Prototyping, Grafik Design und Wireframing. Zusätzlich gibt es noch diverse Offline-Features für Windows, macOS und Mobile Endgeräte. Das Preismodell erstreckt sich über 3 unterschiedliche Pakete: Starter (kostenlos), Professional (12 $ /Monat) und Organization (45 $ /Monat). Je nach Paket stehen dem Nutzer oder der Organisation mehr Funktionen zur Verfügung.

    Die Kernfunktionen

    Zu den Kernfunktionen von Figma zählen Browser und Desktop Support, Cloud-basiertes Arbeiten, Multi-Plugin Support, sowie Figma Mirror – eine App, die eine Vorschau der Designs auf dem Smartphone ermöglicht. Das Hauptmerk legt Figma jedoch auf das kollaborative Arbeiten in Echtzeit. Dies wird durch folgende Funktionen ermöglicht:

  • Kommentieren: Kommentare können an der betroffenen Stelle hinterlassen und Personen getaggt und informiert werden.
  • Multi-People Editing: Mehrere Nutzer können gleichzeitig in derselben Datei arbeiten.
  • Copywriting: Externe Copywriter oder Content Creator können in Echtzeit Inhalte erstellen.
  • Plattform Unabhängigkeit: durch browserbasiertes Arbeiten, spielt das Betriebssystem kein Rolle.
  • Vor- und Nachteile von Figma

    Vorteile:

  • Figma bietet ausgereiftes kollaboratives Arbeiten in Echtzeit. Kein anderes Designtool kann hier wirklich mithalten.
  • Dateien können einfach und schnell geteilt werden, ohne, dass diese überhaupt exportiert und importiert werden müssen.
  • Das cloud-basierte Arbeiten verschafft eine Unabhängigkeit von Betriebssystemen und ermöglicht so den Zugriff für jedermann.
  • Dem Nutzer steht eine riesige Bibliothek von Erweiterungen zur Verfügung.
  • Alles in einem Tool. Mit Figma sind keine weiteren Design-Tools nötig, da es für alles eine Lösung anbietet.
  • Nachteile:

  • Eine Internetverbindung ist unabdingbar. Nutzer müssen also immer „online“ sein um mit Figma zu arbeiten.
  • Es werden mindestens 4 GB RAM und eine Grafik-Karte mit der Kapazität von Intel HD 3000 oder mehr benötigt.
  • Durch lokale Caches, kann es dazu kommen, dass der Nutzer nicht den aktuellen Stand sieht.
  • Dem Nutzer ist es nicht möglich globale Farben festzulegen, wodurch Konsistenz im Design verloren gehen kann.
  • Adobe XD


    XD ist ein vektorbasiertes Design-Tool vom Unternehmen Adobe Inc., welches Adobe Photoshop als Programm zum Entwurf von grafischen Oberflächen ablöst. Auch XD bietet für die ganze Design-, Konzept- und Prototyping- Palette Lösungen an. Erhältlich ist das Design-Tool für Windows und macOS und bietet ähnlich zu Figma eine Mobile-App für die Vorschau von mobilen Designs. Nutzer müssen sich zwischen drei Abo-Varianten entscheiden um XD zu verwenden: Starter-Abo, für den privaten Gebrauch (kostenlos); Einzelprodukt-Abo, für Einzelanwender und kleine Teams (11,89 € /Monat) oder die ganze Creative Cloud, mit allen Programmen von Adobe (59,49 € /Monat).

    Kernfunktionen

    Zu Adobe XD’s Kernfunktionen gehören Web, Desktop und Mobile Support, Offline Co-Editing, Drag and Drop Artboard Guides und Multi-App Integration. Den Fokus legt XD auf global verwendbare Komponenten und das Prototyping. Das Besondere am Prototyping mit XD sind Features wie Stimmen- und Sprach- Interaktionen sowie „Auto Animation“.

    Vor- und Nachteile von XD

    Vorteile:

  • XD besticht mit Zuverlässigkeit und einer ausgeklügelten Infrastruktur.
  • Bearbeiten von wiederverwendbaren Elementen und das responsive Skalieren von Gruppen und Objekten vereinfachen die Arbeit.
  • Interaktive Prototypen machen Produkte schon in der Designphase erlebbar und eignen sich für fortgeschrittene Usability Tests.
  • Nutzer die mit Adobe Programmen vertraut sind, haben es einfach sich in XD einzuarbeiten
  • Cloud-Speicher Funktion und cloud-basierte Echtzeit Kollaboration.
  • Einfaches exportieren von Designs und von Assets
  • Nachteile:

  • Nutzer sind teilweise eingeschränkt beim Erstellen und Bearbeiten von Formen
  • Keine Bildbearbeitungs-Funktionen, sodass diese extern bearbeitet werden müssen
  • Ständige Updates und Upgrades beeinflussen die User Experience zum Teil negativ.
  • Die freie Variante von XD bietet nur eine sehr limitierte Funktionalität des Features kollaboratives Arbeiten.
  • Fazit

    Ein klares Ergebnis, welches Tool am besten ist, lässt sich nicht so einfach bestimmen. Letzten Endes kommt es auf die persönlichen Präferenzen an: Legt man eine höhere Gewichtung auf plattformunabhängiges & kollaboratives Arbeiten, so empfiehlt sich eher Figma als das designierte Programm zu wählen. Als Abonnent der Adobe Creative Cloud ist XD ein sehr gutes ergänzendes Tool in Zusammenhang mit beispielsweise Photoshop und Illustrator. Damit bietet sich eine solide Gesamtlösung für alle Anwendungsfälle. Figma ist das ausgereiftere Tool mit wenigen Vorteilen gegenüber XD, wobei diese Vorteile keine Auswirkungen auf das Endprodukt haben. Als Abonnent der Creative Cloud, die XD bereits beinhaltet, sind die Vorteile von Figma nicht weitreichend genug, um einen Wechsel anzustreben.

    Dos und Don’ts im E-Mail-Marketing

    Zahlreiche berufliche und private Mails fluten täglich unsere Postfächer. Und mittendrin: Newsletter! Ob Abonnenten einen Newsletter öffnen oder ihn ungelesen löschen, hängt von vielen Faktoren ab. Wir liefern Ihnen Tipps, was einen guten Newsletter ausmacht und welche Stolperfallen beim E-Mail-Marketing lauern!

    Darauf sollten Sie achten:

    Unbedingt Mehrwert bieten

    Spam-Mails sind out, Mails die einen konkreten Mehrwert bieten sind gefragt! Und User die sich für einen Newsletter angemeldet haben, zeigen Interesse an der Firma oder einem Produkt. Dieses Vertrauen sollte nicht für 0815-Newsletter missbraucht werden. Überlegen Sie also ganz genau, welchen Mehrwert Sie dem Abonnenten mit einem Newsletter bieten können.

    Ohne Wenn und Aber: responsive

    Die meisten Menschen lesen ihre Mails über das Smartphone. Allgemein nutzen schon 74% der Deutschen das Internet auch mobil. (Quelle: statista.com). Folglich sollte klar sein, dass auch ein Newsletter in der mobilen Ansicht funktionieren MUSS! Die meisten Newsletter-Anbieter bieten mittlerweile responsive Templates an.

    Mit den Abonnenten feiern

    Geburtstag, Weihnachten, Ostern – das Jahr bietet zahlreiche Anlässe zum Feiern. Und auch die Newsletter-Abonnenten sollten an bestimmten Tagen beschenkt werden. Rabattcodes oder kleine Geschenke verstärken die Kundenbindung und regen zum Kaufen an. Diese Codes können per Newsletter automatisch verschickt werden. Bei der Anmeldung müssen nur Daten wie Geburtstag o.ä. abgefragt werden.

    Auch Payback setzt auf persönliche Aktionen zum Geburtstag:

    Lieber nicht!

    Zu lange/langweilige Betreffzeile

    Bei der Flut an E-Mails die jeden Tag unsere Postfächer füllen, stechen nur die mit ansprechender Betreffzeile hervor. Machen Sie dem Abonnenten klar, warum er gerade Ihren Newsletter öffnen soll. Zu lang sollte die Betreffzeile auch nicht sein, denn nach einer gewissen Zeichenanzahl wird einfach abgeschnitten. Allgemein gilt für die Betreffzeile: neugierig machen und locken aber keine Versprechen machen, die Sie nicht halten können!

    Abgemeldete User nicht löschen

    Das ist ein absolutes No-Go! Nicht erst seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 müssen Marketer die Daten von Usern mit äußerster Vorsicht behandeln. Gehen Sie daher vor dem Verschicken eines Newsletters auf Nummer sicher, dass alle abgemeldeten User auch wirklich aus den Verteilerlisten entfernt wurden.

    Drahtseilakt mit Coregs

    Wenn Sie Ihren E-Mail-Verteiler schnell vergrößern wollen, können Sie sogenannte Coregs nutzen. Über Gewinnspiele im Netz werden die E-Mail-Adressen von Teilnehmern gespeichert. Die User erklären sich bereit, bei Teilnahme am Gewinnspiele Werbeemails der Sponsoren zu erhalten. Meistens entsprechen die Teilnehmer der Gewinnspiele aber kaum der definierten Zielgruppe eines Unternehmens. Die Folge: zahlreiche uninteressierte Abonnenten tummeln sich im Newsletter-Verteiler. Wir raten daher lieber zu mehr Ausdauer. Bauen Sie sich über eine Zeitlang lieber einen qualitativ hochwertigen E-Mail-Verteiler auf. Denn diese Abonnenten haben Ihrem Unternehmen ein wirkliches Interesse!

    Eine Gewinnspielseite die die E-Mails der Teilnehmer für Werbezwecke speichert, ist beispielsweise folgende Website:

    Quelle: https://gewinnspiel.iwin.de/iPhone-XS-Gewinnspiel-541?subid=A3-72-18436-10&fp=mpbfWmo-BYXB

    Mehr Informationen zu den genannten Tipps und Fehlern sowie weitere Do’s und Don’ts im E-Mail-Marketing können Sie in unserem Whitepaper nachlesen.