Alle Beiträge von Carolin Junger

Trends 2013 – Das bringt die Zukunft

Wir haben uns umgesehen, welche Trends sich im Online-Marketing und E-Commerce dieses Jahr durchsetzen werden. Experten des Bundesverband des Deutschen Versandhandels, von Werben und Verkaufen und ibusiness haben aufgeklärt, was auf uns zukommen wird und welche Technologien sich zukünftig durchsetzen werden. Einige dieser Prognosen für 2013 haben wir nachfolgend für euch zusammengestellt.

Mobile Revolution

Der Mobile-Hype geht rasant weiter – die Zahl an Apps und mobil-optimierter Webseiten steigt stetig an. Mobile Geräte sind jetzt schon allgegenwärtige Begleiter und sorgen für die zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Kanäle. Als Schnittstelle zwischen Online und Offline verschwimmen die Grenzen zwischen stationärem Handel, klassischem Versand und E-Commerce zunehmend.
Auch M-Commerce spielt eine immer wichtigere Rolle – eine echte Herausforderung! Die Shop-Angebote müssen mobil präsentiert und die Seiten entsprechen fortlaufend optimiert werden. Von Bedeutung wird hierbei sein, dass die Shopping-Angebote von unterwegs nutzbar sind, der Kaufprozess möglichst einfach ist, die Benutzeroberfläche attraktiv gestaltet ist und mobile Apps bereit gestellt werden. Die täglichen Bedürfnisse der Kunden müssen stets bedient werden.

Multichannel

Laut den Experten gehört die Zukunft der Multichannel-Strategie, bestehend aus stationär, online und mobil. Die Schwierigkeit: eine in sich stimmige Strategie aus allen genannten Bereichen. Die Folge davon wird sein, dass sich die Grenzen zwischen Offline- und Onlinehandel langsam auflösen.

Personalisierung durch Content-Targeting

Targeting ist bereits von der zielgruppenorientierten Einblendung von Werbung bekannt. Zukünftig wird sich Targeting auch auf die gezielte Auslieferung von Inhalten wie Videos, Meldungen etc. an einzelne Nutzer ausbreiten – daher Content-Targeting. Dabei sind beispielsweise Angebote individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer zugeschnitten. Insbesondere bei mobilen Seiten ist Content-Targeting von Bedeutung, da die Displays nur einen begrenzten Raum für Inhalte zur Verfügung stellen. Die Daten, die zur Generierung individuell zusammengestellter Inhalte benötigt werden, stammen aus Registrierungen und Abonnements. Auch hier können entsprechende Nutzerprofile aus dem Klickverhalten abgeleitet werden.
Technisch gesehen ist die Rede von Responisve Design, ein Trend der 2012 bereits auf Webseiten Einzug hielt. Das Design wird kompatibel für verschiedene Displaygrößen und nach den Interessen der Nutzer zusammengestellt.

Social TV

Second Screen heißt das Schlagwort – neben dem Fernsehgerät werden die zweiten Displays in Form von Tablets, Smartphones, Laptop und Co. auf den Sofas Einzug halten. Nutzer werden sich während einer Fernsehsendung zukünftig verstärkt dazu äußern. Was könnte hierzu besser geeignet sein, als die kleinen Geräte? Der Trend konnte bereits in der Vergangenheit auf Facebook und Twitter beobachtet werden, wo parallel zu TV-Sendungen diverse Äußerungen getätigt werden.

HTML5

HTML5 wird Einzug auf den Webseiten halten, auch wenn die Programmiersprache erst im Jahr 2014 offiziell verabschiedet wird. HTML5 ermöglicht es Musik, Videos, Animationen, Spiele etc. ohne die Verwendung von Plugins auf Webseiten einzubinden. Da HTML5 ein offener Standard ist, lassen sich Apps mit nur wenig Aufwand plattformübergreifend zuschneiden – darüber werden sich die Programmierer freuen!

Strategiewechsel Social Media

Der Social Media Hype im E-Commerce gehört der Geschichte an. Viele Unternehmen mussten ernüchternd zur Kenntnis nehmen, dass mit Social Media keine direkten oder nur schwer Umsätze generiert werden können. Der Trend geht daher in die Richtung, den Kanal für die zielgruppengenaue Kommunikation mit den Kunden zu nutzen – also für das, wofür die Kanäle auch optimal geeignet sind.

Social CRM

Social Customer Relationship Management ist immer mehr im kommen – DAS Kommunikationswerkzeug für den Kundendialog, denn ohne sozialen Kundenservice geht nichts mehr. Verbunden mit dem klassischen CRM werden beim Social CRM Daten aus sozialen Netzwerken integriert. Webseite, Social-Media-Strategie und E-Mail-Marketing werden vereint zu einer Schnittstelle zwischen internen Kundendaten und externer Kommunikation.

Google gibt Gas

Google wird sich in allen wichtigen Bereichen rasant weiterentwickeln:

  • Google+ wird stark ausgebaut
  • der AuthorRank wird an Bedeutung gewinnen und die Erkennung von schlechten Inhalten wird weiter verbessert
  • Durch Google Now entwickelt sich die Suchmaschine zur Antwortmaschine – Fragen werden beantworten, bevor die User die Frage überhaupt stellen

Simplification

Durch die Fülle an Inhalten im Web wird zukünftig den Nutzern die Auswahl an Inhalten stark erleichtert – für Zeitersparnis und Spaß im Umgang mit den Inhalten. Wichtige Bestandteile hiervon sind ein übersichtliches und ansprechendes Design, eine Nutzerführung, die selbsterklärend ist sowie intuitive Formen der Steuerung durch Sprache, Berührung und Gesten.

 

Das waren einige der prognostizierten Trends für 2013. Wir sind schon gespannt, was sich zukünftig wirklich durchsetzen wird :-)

Das Conversion Tracking Tool für Facebook ist da!

Im November 2012 angekündigt, ging vor kurzem das neue Conversion Tracking Tool (Besuchsaktionsauswertung) für Facebook-Werbeanzeigen online.

Bisher stehen für die Auswertung von Facebook-Werbeanzeigen lediglich Insights zur Verfügung, welche die Auswertung folgender Daten ermöglichen:

  • Anzahl der Klicks auf eine Werbeanzeige
  • Reichweite der Werbeanzeige/Kampagne
  • Impressionen
  • Kosten für die Werbeanzeige/Kampagne
  • CTR (Anzahl Klicks / Impressions)
  • CPC (Durchschnittliche Kosten pro Klick)
  • CPM (Durchschnittliche Kosten pro tausend Impressionen)
  • Handlungen
  • Gefällt mir Angaben, die aufgrund der Werbeanzeige ausgelöst wurden

Welche Aktionen der Nutzer jedoch nach Anklicken der Werbeanzeige durchführt, konnte bislang nicht nachvollzogen werden. Mit dem neuen Conversion Tracking Tool wird nun ermöglicht, den Nutzer beim Verlassen von Facebook über einen Tracking Code, der in der eigenen Webseite eingebaut wird, nachzuverfolgen. Hierdurch kommt unter anderem der Bestimmung des Social Media ROI wieder neue Bedeutung zu.

Und so einfach funktioniert’s:

  1. Das Conversiontracking lässt sich entweder über den Werbeanzeigenmanager oder über den Power Editor unter dem neuen Menüpunkt „Conversion Tracking“ bzw. „Besuchsaktionsauswertung“ einrichten.
  2. Es folgt die Erstellung eines sogenannten Conversion-Pixel, der in die Zielwebseite integriert wird. Hierbei werden von Facebook folgende Optionen zur Auswahl bereit gestellt, anhand derer Facebook die Besuchsaktionsereignisse im Werbeanzeigenmanager erfasst: Checkout, Registrierungen, Leads, Schlüsselseiten, Warenkorb-Seite, Sonstige.
  3. Nachdem die Erstellung des Conversion-Pixel abgeschlossen ist, wird automatisch ein Java-Script-Codeausschnitt geliefert, der zwischen und in der Webseite, auf der die Besuchsaktion ausgewertet werden soll, eingebunden werden muss.
  4. Im letzten Schritt folgt die Erstellung einer neuen Werbeanzeige. Dies erfolgt wie bisher, es steht am Ende lediglich bei den Kampagnen-Einstellungen eine zusätzliche Auswahloption “Track coversions on my website  for this ad” zur Verfügung. Diese muss entsprechend aktiviert werden.
    Zusätzlich wird die Option „CPM Bidding“ (optimierte Zielgruppenauswahl) angeboten. Hierbei wird die Werbung gezielt an die Konsumenten geliefert, die am wahrscheinlichsten mit der entsprechenden Webseite interagieren und eine Aktion ausführen werden. Facebook nutzt dazu demografische Angaben sowie vergangene Klicks und Aktionen wie z.B. Likes.
  5. Besucht eine Person über eine Facebook-Werbeanzeige nun die entsprechende Webseite, wird über den integrierten Code an Facebook gemeldet, dass das Besuchsaktionsereignis stattgefunden hat. Die Daten werden im Werbeanzeigenmanager erfasst und die Besuchsanzahl und Anzahl der erfolgreichen Conversions können hier abgerufen werden.

Google Analytics und Kampagnenlinks:

Das Conversion Tracking Tool stellt eine Alternative zum Einsatz von Kampagnenlinks (Tracking-Links) auf Facebook dar, durch die der gleiche Effekt erzielt wird, wie über das Facebook Conversion Tracking Tool. Direkt im Link werden Daten hinterlegt, die es ermöglichen die Nutzeraktionen, die durch Anklicken dieses Links auf der Webseite ausgeführt werden, auf Google Analytics nachzuverfolgen.

Vorteil des Conversion Tracking Tools von Facebook ist, dass die Daten übersichtlich und gesammelt in einem Tool dargestellt werden. Weiterhin wird ein Abgleich der Daten mit Google Analytics ermöglicht und sollte daher als Ergänzung eingesetzt werden.

Ähnlich wie bei Google Analytics muss jedoch auch aus datenschutzrechtlicher Sicht beachtet werden, dass durch die Nutzung des Facebook Conversion Tracking Tools Webseiteninhalte mit Facebook geteilt werden.

 

Quellen:

 

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 4

Heute gehen wir kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools auf die Spur!
In den letzten drei Teilen unserer Blogreihe wurden bereits kostenlose Tools zur Durchsuchung bzw. Analysierung von Blogs, Twitter und Facebook sowie für mehrere Social Media Plattformen vorgestellt.

Kostenpflichtige Tools haben den Vorteil, dass diese individuell für Unternehmenszwecke konfiguriert werden können und kontinuierlich und automatisch die gewünschten Daten plattformübergreifend sammeln. In diesem Fall ist der Einsatz von nur einem Tool notwendig, dafür sind aber auch die Nutzungsgebühren in der Regel doch sehr hoch. Der Preis findet seine Rechtfertigung im sehr großen Umfang der im Tool enthaltenen Funktionen, es werden nahezu alle denkbaren Auswertungs- und Analysemöglichkeiten geboten. Die gesammelten Daten werden in sogenannten Dashboards ausgeliefert, einer übersichtlichen Darstellung der Daten in aufbereiteten Diagrammen und Statistiken.

Die Fülle an verfügbaren Tools ist enorm hoch und es kommen stetig neue Anbieter auf den Markt. Hierdurch stehen Unternehmen, die sich für den Einsatz einer kostenpflichtigen Software entscheiden, vor der Qual der Wahl. Um diese zu erleichtern, veröffentlicht Goldbach Interactive jährlich den Social Media Monitoring Tool Report. Hier werden Social Media Monitoring Tools nach verschiedenen Kategorien wie Datenabdeckung und weltweite Präsenz, Reporting, Design, Preis-Leistungsverhältnis etc.  geprüft und eingestuft. Nachfolgende Grafik zeigt die Top 18 Tools die dieses Jahr ermittelt wurden (Infografik Goldbach Interactive Social Media Monitoring Tool Report 2012).

Um den Umfang und die Möglichkeiten der Datenerhebung bei kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools aufzuzeigen, werden hier beispielhaft die angebotenen Inhalte des gridmaster Tools von ethority vorgestellt.

Das Tool enthält unter anderem folgende Funktionalitäten:

– Individuell konfigurierbare Themen-Cluster und Quellen-Sets
– Untersuchung von über 250 Mio. Social Media Quellen
– Social-Media-Kanäle in über 70 Sprachen
– Mehrsprachige Tonalitätsanalyse 
– Erstellung von Marktforschungsreports
– Automatisierte Bestimmung des ROI
Echtzeittracking
– Verfügbarkeit von über 20 Tabellen und Grafiken

Weiterhin werden vielseitige Statistiken bzw. Daten bereitgestellt:

KPI – Wo steht die Marke in Social Media
Buzz – Wie häufig sprechen User über das Unternehmen
Benchmark – Wo steht die Marke im Vergleich
Stream – Worüber wird aktuell gesprochen
Topics – Welche Themen werden am meisten diskutiert
Tagcloud – Welche Keywords verwenden die User
Tonalität – In welcher Tonaltiät sprechen die User
Sources – Wo und wie sprechen User über die Marke
Demographics – Wo wird die Zielgruppe im Web erreicht
Location – Wo entsteht Buzz zur Marke
Twitter, Facebook, Google Plus, YouTube – Wo stehen die Profile im Vergleich
Influencer – Wer sind die Meinungsführer

Schlussendlich ist es bei der Auswahl geeigneter Tools – egal ob kostenlos oder kostenpflichtig – wichtig, vorab immer festzulegen, welche konkreten Ziele mit dem Social Media Monitoring verfolgt werden sollen und welche Daten und Kennzahlen für das Unternehmen von Bedeutung sind, um in Abhängigkeit davon geeignete Tools einzusetzen. Hierdurch wird die Gefahr umgangen, durch die Unmengen an Datenerhebungsmöglichkeiten viele nicht relevante Daten zu messen, aus denen eine unüberschaubare Menge an Zahlen resultiert. Um jedoch ein ernsthaftes Monitoring zu betreiben, ist der Einsatz eines kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools kaum zu umgehen.

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 3

Für Ordnung im Chaos der Gespräche im Social Web sorgt Social Media Monitoring. Für den Anfang und zur Verschaffung eines Überblicks können zunächst einmal kostenlose Tools hilfreich sein. In Teil 1 und Teil 2 unserer Blogreihe wurden bereits einige Tools zur Durchsuchung von BlogsTwitter und Facebook näher betrachtet. Heute wollen wir uns kostenlosen Tool widmen, die auf mehrere Plattformen angewendet werden können:

Social Mention

Seite: www.socialmention.com

Funktion: Durchsuchung mehrerer Bereiche bzw. Plattformen im Netz

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, Ergebnisse können als CSV– oder Excel-Datei exportiert werden, schnelle Ergebnisdarstellung und Berechnung, grafische Darstellung von Sentiment, Top-Keywords, Top-User, Top-Hashtag, umfangreiche Filtermöglichkeiten nach Quellen (Blogs, Microblogs, Bookmarks, Comments, Images, Videos, Networks etc.), Worten und Wortgruppen, Zeitraum und Sprache, Ausschließung von Usern und Worten möglich

Nachteile: Sprachfilterung funktioniert nur bedingt, Tool noch unausgereift für deutschen Markt

Update-Funktionen: RSS-Feed, E-Mail Alert

Addict-o-matic

Seite: www.addictomatic.com

Funktion: Kombinierte Ansicht der Suchergebnisse aus unterschiedlichen Quellen, über eine Gesamtansicht gelangt man direkt zu den einzelnen Diensten

Vorteile: Übersichtlich, einfache und intuitive Bedienung, verschafft einen Gesamtüberblick über die Gespräche im Netz,  Filterung nach Quellen möglich (YouTube, Google Blogsearch, Flickr, Twitter Search etc.)

Nachteile: Keine Update-Funktion, keine zeitliche Filtermöglichkeiten

Im nächsten Teil geht es weiter mit kostenpflichtigen Social Media Monitoring Tools. Bis dahin viel Spaß beim Testen der genannten Tools :-)

Social Media Monitoring – Tools auf dem Prüfstand, Teil 2

Die Anzahl an Social Media Monitoring Tools die auf dem Markt sind, scheint unendlich zu sein. Um einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir daher eine kleine Auswahl zusammengestellt. In Teil 1 unserer Blog-Serie wurden bereits kostenlose Tools zur Blogsuche vorgestellt. Wie angekündigt geht es heute weiter mit dem kostenlosen Monitoring auf Twitter und Facebook.

Twitter Search

Seite: www.search.twitter.com

Funktion: Schneller Überblick über getwitterte Inhalte geben

Vorteile: Einfache und intuitive Bedienung, übersichtlich, sehr umfassende Filtermöglichkeiten nach Suchbegriffen, Personen, Orten bis hin zur Einbeziehung von Sentiment, Fragen und Reetweets, gute Echtzeitsuche möglich

Nachteile: Unberechenbar, oft lückenhaft, nur bis zu 7 Tage zurück, es werden max. 1500 Tweets erfasst

Update-Funktionen: RSS-Feed

Twitter Crawl

Seite: www.twittercrawl.de

Funktion: Tweets deutscher Twitter-Nutzer der letzten 30 Tage durchsuchen

Vorteile: Minimalistische Oberfläche, Ergänzung der Ergebnisse durch eine Grafik, die den Zeitverlauf der Tweets anzeigt, einer Begriffswolke und einer räumlichen Verteilung der Tweets, die Suchergebnisse können als CSV-Datei heruntergeladen werden, schnelle Ergebnisdarstellung

Nachteile: Keine Filtermöglichkeiten vorhanden, nur Daten von deutschen Nutzern die Ortsangaben eingetragen haben sind verfügbar, keine Update-Funktion

Facebook Search

Seite: https://www.facebook.com/srch.php

Funktion: Durchsuchung von Facebook

Vorteile: Einfache und intuitive Bedienung, relativ gute Filtermöglichkeiten nach Beitragsart, Personen, Ort, Seiten und Internet-Ergebnissen

Nachteile: nur öffentliche Statusmeldungen werden durchsucht, keine zeitliche Filterung möglich, keine Update-Funktion

Im nächsten Teil gibt es mehr Infos zu kostenlosen Social Media Monitoring Tools, die auf mehrere Plattformen angewendet werden können.