Alle Beiträge von Astrid Sackel

Das Einfache ist nicht immer das Beste. Aber das Beste ist immer einfach.

Design Trends 2011

Wir haben uns im Internet umgeschaut, welche neuen Designtrends sich 2011 durchsetzen. Die Artikel von Jacqueline Thomas auf Webdesign Ledger und von Brandon Jones auf Webdesign Tuts+ decken dabei viele interessante Punkte auf. Hier haben wir die wichtigsten Trends für 2011 zusammengefasst.

 

01 Design verbindet sich mit neuester Technologie

Heute erweitern technische Möglichkeiten ein gutes Design. Es geht nicht mehr darum statisch gut auszusehen, sondern auch schnell zu reagieren und dem Nutzer ein intuitives und interaktives Designerlebnis zu bieten:

Eine aussergewöhnliche Erlebnisreise
Mouseerlebnis mit Javascript

02 Der Durchbruch von HTML 5 und CSS 3

HTML 5 bietet viele beeindruckende Möglichkeiten, die zuvor nur in Flash möglich waren:

Zeicheneffekte mit HTML 5 …
… und im Vergleich mit Flash

03 Mobile Ready

Statistiken zeigen, dass schon 2011 mehr Smartphones verkauft werden sollen als PCs. Der Tablet-Markt boomt, wobei Netbooks schon wieder fast veraltet sind. Man kann also davon ausgehen, dass zunehmend Webseiten auf verschiedenen mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets betrachtet werden. D.h. auch Flashelemente sollten immer eine alternative statische Lösung bieten.

04 Flexible Auflösung

Eine optimale Auflösung gibt es in Zukunft nicht mehr. Designs müssen auf Smartphones, Tablets und Desktop-PCs funktionieren. Proportionen ändern sich und selbst eine festgelegte Scrollmarke ist unmöglich durch einfaches Drehen des Mediums.  Der Benutzer entscheidet in Zukunft selbst in welchem Format er Inhalte liest und das Design muss sich flexibel anpassen.

 

05 Touchscreen besitzt kein Mouse Over

So intuitiv und einfach: Das Touchscreen wird bald allgegenwärtig bei zahlreichen Smartphones, Tablets und nun auch bei einigen Desktop-PCs. Doch sie kennen keine Mouseover Effekte. Links müssen daher deutlich erkennbar sein und liebevolle Mouseover Effekte entfallen gänzlich.

06 Tiefenwirkung

3D Effekte erhalten Einzug in das Web, indem wir Elemente in verschiedenen Ebenen darstellen, räumliche Schatten, Überlagerungen oder kreisende Effekte, wie wir es bereits aus den Coverflows kennen. Ein einfaches und dennoch beeindruckendes Beispiel zeigt Nike:

3D Effekte bei Nike

Auch parallaxes Scrollen erzeugt die Wirkung von mehr Tiefe. Hier ein einfaches Beispiel für Parallaxes Scrollen im Hintergrund mittels CSS:

Parallaxes Scrollen mit CSS
… und ein Beispiel mit Flash

07 Großflächige Bild-Hintergründe

Nicht neu, jedoch immer wieder ein guter Eyecatcher:

Hochauflösende Hintergrundbilder als emotionaler Einstieg auf der Startseite
Flexibles Hintergrundbild mit statischem Menü

08 Hintergrund Textur

Neben großflächigen Bildern treten auch immer mehr greifbare Texturen in den Hintergrund eines Designs und verleihen diesem eine hochwertige und persönliche Note.

Dezente Hintergrundtextur
oder ausdrucksstarke Textur

09 Thumbnail Design

Google hat es eingeführt: die Thumbnail-Links. Äußerst hilfreich für externe Links:

Googles Thumbnail-Links

10 Live Feeds

Twitter und Facebook werden nun nicht mehr nur verlinkt, sondern Livefeeds werden direkt auf der Webseite eingefügt. Somit sind Informationen gesammelt auf der Webseite zu finden und die Webseite wirkt aktueller und persönlicher.

Live Feeds direkt auf der Webseite integriert

11 Individuellere & vielseitigere Domain-Endungen

Die Weave 01.2011 berichtet, dass 2011 in Deutschland neue Top Level Domains hinzukommen nach dem Muster .stadt oder .firma. Ab dem 30. Mai 2011 können diese dann bei der ICAN beantragt werden. Branchen-Domains wie .film und .hotel sind auch geplant.

12 Typographisches Design

Durch neue Technologie gibt es zunehmend die Möglichkeit verschiedene Schriften zu verwenden

Einsatz von großer Typo

13 Großflächiges Raster

Ein gut definiertes Raster ist im Design nichts Neues. Doch neuerdings sieht man auch Raster, die sich auf die komplette Breite anpassen, vollflächige Informationen einfach strukturiert:

Vollflächiges Raster

Was denkt ihr dazu?

Dies ist nur ein kleiner Ausblick in das was uns 2011 erwarten könnte.
Was denkt ihr über die neuen Trends? Gibt es Trends, die ihr schon lange nicht mehr sehen könnt, oder neue Funktionen, die ihr vermehrt im Internet sehen möchtet? Wir freuen uns auf euer Feedback.

Facebook erreicht Hollywood

Facebook ist das neue Google, Mark Zuckerberg der neue Bill Gates, und nun erreicht Facebook auch Hollywood.

Gerade ist der Trailer erschienen:

Im Oktober 2010 kommt der Kinofilm „The Social Network“ in die Kinos. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Witz. Echte Hollywood Größen sind dabei, wie Regisseur David Finch („Der seltsame Fall des Benjamin Button“), Produzent Kevin Spacey, Jess Eisenberg als Mark Zuckerberg und Justin Timberlake als Sean Parker (Facebook Präsident). Und ein dramatischer Untertitel

„You don’t get to 500 million friends without making a few enemies“.

Die Grundlage bildet das Buch »The Accidental Billionaires« von Ben Mezrich, in dem Mark Zuckerbergs Leben ziemlich kritisch dargestellt wird.
Man kann also gespannt sein, wie das Leben des 26 Jahre alten Jung-Unternehmers und Billionär in dem neuen Hollywood Drama dargestellt wird, nachdem das Unternehmen nun fast täglich in den Medien thematisiert und kritisiert wird.

Aber es ist schon bemerkenswert, wie rasant und revolutionär die Entwicklung von Facebook ist. Nach nur 6 Jahren (Februar 2004) nachdem die Platform entwickelt wurde, läuft der erste Kinofilm an. Einen vergleichbaren Hype weltweit hat bisher wohl noch kein Unternehmer ausgelöst.

Fragt sich jetzt wie viele Fans der Film haben wird …

Planemob: Witzige Werbung die begeistert

Wieder einmal ein hervorragendes Beispiel für virales Marketing:
Enorm witzig, mutig und frech und wen spricht die Billigflieger-Familie nicht an?

Germanwings hat mit dieser mutigen Kampagne viel Aufsehen erregt und auch Zuspruch gewonnen, das zeigen über 290.000 Aufrufe auf Youtube und zahlreiche Kommentare. Die Kosten für Pappschilder, Handkamera und Billig-Flugtickets liegen im untersten Low-Budget Bereich, der Effekt ist unbezahlbar, und ein erfolgreiches Kontern von Konkurrent easyjet nahezu unmöglich.

Und der Name Planemob rundet die Kampagne ab, trendy, kurz, aussagekräftig und bleibt sicher im Gedächtnis.

How to iPad

Bereits 3 Millionen verkaufte Exemplare nach nur 80 Tagen zeigen, dass das iPad mehr ist als nur ein Spielzeug. Es gilt vor allem für die Verlagswelt als revolutionär. Doch eines muss man dabei beachten, auch wenn es wirkt wie eine Kreuzung aus Touchscreen Handy und Laptop: Das iPad ist ein neues Medium und hat damit seine ganz eigenen Regeln.

Wie man mit diesen Regeln umgehen kann, zeigen zwei Adaptionen von Printzeitschriften auf das junge Medium iPad:

Die Spiegel-App für das iPad wurde stark kritisiert. So wurde von vielen bemängelt, das Print-Layout wäre vollkommen uninspiriert übernommen worden ohne auf die neuen Gegebenheiten des iPads einzugehen wobei auch viele unschöne typographische Fehler auftraten.

Das US-Magazin Wired zeigt wie es trotz noch bestehender Mängel besser geht und gilt trotz grafischer Kinderkrankheiten als wegweisend im iPad-Publishing.

Wired und Problemkind Spiegel auf dem iPad
Wired und Problemkind Spiegel auf dem iPad

So designt man auf dem iPad

Der kleine Bildschirm mit einer pixeldichten 1024×768-Auflösung bietet leider nicht viel Platz für ein ausgefallenes Seitenlayout. Daher sollte der Fokus auf Inhalt und Weißraum liegen, ohne ablenkende irreführende Verschnörkelungen. Zudem kommt der breite schwarze Rahmen des Gerätes hinzu, der jedes Design zunehmend eingrenzt und schmälert.

Nur eine Handbewegung des Benutzers entscheidet zwischen Hoch- und Querformat. Das haptische dreidimensionale Blättererlebnis gibt es nun also auch in 2D. Das bedeutet, Inhalte müssen variabel angelegt werden, hochausgeklügelte Spalten-Raster und Doppelseiten-Konstrukte aus Printzeiten gehören auf dem iPad der Vergangenheit an. Flexibilität, Reduzierung und Interaktivität sind die großen Schlagworte beim iPad-Design.

Viel mehr als wir es bereits im Internet gewöhnt sind, geht es beim iPad um Beständigkeit von Funktionselementen z.B. der Position und dem Aussehen von Navigationspunkten.

Mehrspaltiges Leseproblem auf dem iPad
Mehrspaltiges Leseproblem auf dem iPad

Von einem Spaltenlayout ist eher abzuraten. Auch im Querformat lässt sich ein einspaltiger Text mit viel Freiraum oder Bild schneller lesen als mehrspaltige Texte, die den Lesefluss irritieren – vor allem wenn in 2D geblättert wird. Und im Gegensatz zum Print hat das iPad keinerlei Seitenbeschränkung.

Oberstes Gebot beim iPad-Publishing: digitaler Text soll schnell und bestmöglich lesbar sein. Daher sollten an die Bildschirmdarstellung optimierte Screen-Fonts verwendet werden, um dem Effekt des sogenannten Schrift-Renderns, der den Text unscharf macht, auf dem iPad entgegenzuwirken. Schriftgröße, Zeilenabstand und Spaltenabstand müssen großzügiger gewählt werden je kleiner der Bildschirm ist.

Werbung sollte eher vollflächig eingebunden werden. So hat sie genug Platz, wird dennoch als weniger störend empfunden und eventuell sogar als kleine Atempause zwischen all den ganzen anderen Inhalten angesehen.

Vor allem muss die iPad-App interaktiv sein. Die Kosten-Nutzen Relation muss überzeugen. Denn während zu Anfang noch der Hype wirkt, als erste App zu erscheinen, so zeigt der Spiegel, daß dieser Glanz schnell verzogen ist, wenn die App nicht hält, was die Papierausgabe verspricht. Sicher ist: digitale Inhalte müssen Mehrwert bieten gegenüber ihrer Ausgabe auf dem Papier.

Die Argumente, jederzeit mobil und abrufbar zu sein, überzeugen längst nicht jeden Nutzer, eine digitale Zeitschriftenausgabe zu kaufen. Denn der Preis stellt auch oft noch eine Schwelle dar: dank Apples Anteil an dem Kaufpreis kann der Preis für die App sogar über dem Preis der Printausgabe liegen (Spiegel-Printausgabe für 3,85 EUR,  Spiegel-iPad-App 3,99 EUR).

Fazit

Eine iPad-App muss den hohen Ansprüchen digitaler Leser gerecht werden, um die User zufrieden zu stellen. Es müssen Funktionen vorhanden sein wie z.B. eine ausgefeilte Volltextsuche, Zoom- und Kopierfunktion, weiterführende Links, Videos, Audio-Files, die Möglichkeit in alle Richtungen zu Blättern, mit Querverweisen zu navigieren usw.

Die Möglichkeiten des iPads müssen sich wohl noch erst entwickeln, aber es zeigt sich schon jetzt, „iPad is not iPaper“ (Erik Spiekermann). Eine Zeitschrift auf dem iPad will mehr sein als ein digitaler Export seiner Print-Ausgabe, um diesem neuen Medium gerecht zu werden.

Ich bin gespannt auf die Entwicklung und hoffe, dass in Zukunft mehr glänzende iPad-Magazine wie das Wired aus dem Boden sprießen, vor allem auch im deutschsprachigen Raum.

Unsere neue Kaffeemaschine – aus der Sicht einer Designerin

Design, Usability und Genuss-Experte WMF 1000

Das MOSAIQ MEDIA Team hat ein neues wichtiges Mitglied aufgenommen: Unsere neue Kaffeemaschine, die WMF 1000. Ein Glanzstück in unserer Küche, einfach zu bedienen und der steigende Kaffeekonsum bestätigt ihren Ruf als professionellen Kaffeespezialitäten Vollautomat. Bereits 30 Minuten nachdem das Paket geliefert wurde, war die Maschine einsatzbereit und der erste Kaffee wurde verkostet, Latte Macchiato, wenn schon, denn schon, mit cremigem Milchschaum und Schichten. An den Einstellungen musste noch etwas gefeilt werden, aber nachdem Mahlgrad und Kaffeemehlmenge – „entscheidend für die Ausbildung von Körper oder Fülle des Kaffees“ optimiert wurden, und einige Kaffees durchliefen, bildeten sich auch mehr und mehr die Latte Macchiato Schichten heraus.

Ein wahres Usability-Vorzeige-Exemplar ist die Machine auch. Auf einfachste und schon fast geniale Weise werden die vier Hauptkaffee-Spezialitäten in einem Kreis angeordnet: Espresso, Café Crème, Cappuccino und Latte Macchiato. Prägnante und intuitive Icons verdeutlichen die Kaffeeauswahl. Statusmeldungen und Anweisungen für den Benutzer („Auslauf nach unten in Getränkeposition“) werden auf dem Display oberhalb angezeigt. Die Maschine kommuniziert quasi mit dem Benutzer. Somit wird das nervige Lesen der Bedienungsanleitung am Anfang fast überflüssig.

Und die Maschinen kann noch mehr: Cappucino, Cafe Latte, Espresso, Cafe Creme – unser neues Herzstück kann alles! Selbst Kakao-Genießer und Tee-Trinker kommen hier zu ihrem Genuss und das tägliche „Kaffeepause?!“ entwickelt sich zu einem Erlebnis ganz besonderer Art.

Kurzum mich hat das Team-Mitglied überzeugt und ich heiße es herzlichst willkommen bei MOSAIQ.
Selbst wenn der Vollprofi etwas mehr Pflege und Zuneigung verlangt wie unser vorheriger Kandidat (Reinigungstablette rein und los gehts), so investieren wir diese Zeit doch gerne für einen bessere Kaffeegenuß.

Kritiker sind gerne eingeladen zum Selbsttesten.