Visual Trends

Authentische Bilder von echten Menschen

Der allgemeine Trend in der Bildsprache ist es, das natürliche, echte und interessante Leben zu zeigen. Dabei liegt der Fokus auf dem Motto „Real People doing real things showing real emotions“ (Jacqueline Bourke). Es geht also nicht um perfekt gestylte, makellose Models, sondern um echte Menschen mit Ecken und Kanten – Piercings und Tattoos sowie die ethnische Herkunft sind völlig egal. Auch das Alter und die Konfektionsgröße spielen keine Rolle mehr. Besonders das Bild der Frau verändert sich zunehmend in Richtung „echter“ Frau mit Stil und Selbstbewusstsein.

Auch die Bildwelt des Business-Bereichs wird deutlich entspannter. Niemand möchte mehr steife Anzugträger in perfekt aufgeräumten Büros sehen. Im Trend sind auch hier echte, natürliche Menschen in einem normalen, lockeren Umfeld. Nicht perfekt drapiert nebeneinander sitzend, sondern einfach so, wie es im echten Leben auch sein könnte.

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Neben den Menschen an sich stehen auch die Momente im Vordergrund. Emotionsgeladen sollen sie sein – besondere Momente, die uns fesseln stehen im Fokus. Diese Emotionalität kann zum Beispiel durch Lichteffekte, stimmungsvolle Farben und eine sorgfältige Auswahl des Bildmotivs erreicht werden.

Die Sinne sollen so vielfältig wie möglich angesprochen werden. Dazu müssen Bilder funktionieren – nicht nur auf dem großen Screen am Computer oder Laptop, sondern auch auf kleineren Devices wie Tablets und Smartphones.  Auch hier müssen die Bilder ihre Wirkung entfalten können.

Interessante Blickwinkel

Außerdem wird den Bildern ein neuer Blickwinkel gegeben. Die normalsten Situationen sehen plötzlich hochinteressant aus, weil die Kamera einfach mal gedreht wurde. ActionCams, die auf dem Kopf eines Menschen oder Tieres befestigt werden, geben völlig neue Eindrücke aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Die kreative Sichtweise ist ein wichtiges Element der Bilder von morgen. In diesem Zuge ist auch die Makrofotografie im Trend, durch sie werden interessante Details erst sichtbar gemacht.

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Mobile

Jeder hat es, jeder nutzt es: Das Smartphone. Dadurch gewinnt die Fotografie einen ganz neuen Stellenwert. Durch die Möglichkeit ständig alles fotografieren und teilen zu können, gibt es in sozialen Netzwerken immer mehr Bilder aus alltäglichen Situationen. Der Trend sein Leben mit allen teilen zu wollen, wird immer stärker – jeder möchte gesehen werden. In besonderen Momenten schießt man einfach ein Selfie und lädt es bei Facebook oder Twitter hoch.

Ein schönes Beispiel ist das Oskar-Selfie, welches von Ellen DeGeneres gemacht wurde. Zu sehen sind unter anderem Brad Pitt, Jennifer Lawrence, Angelina Jolie, Meryl Streep und Julia Roberts. Dieses Bild wurde innerhalb von nur einer Stunde 1,4 Millionen mal bei Twitter geteilt. Ein absoluter Rekord (https://twitter.com/theellenshow/status/440322224407314432).

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„Wonderlust“

Die große weite Welt zu entdecken und zu bereisen. Wer möchte das nicht? Genau das spiegelt sich momentan auch in der Bildsprache für den Bereich Natur wieder. „Do more, see more, feel more“ (Jacqueline Bourke) ist hier der Leitsatz. Fotos von verschiedensten Landschaften, epische Himmelsbilder mit tiefem Horizont und Luftaufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven sind hier im Trend.

Auch in sozialen Netzwerken sieht man mittlerweile haufenweise wunderschöne Strände oder atemberaubende Impressionen aus den Bergen. Davon wird auch die Reiseplanung zunehmend beeinflusst – Inspiration für das nächste Reiseziel holt man sich nicht mehr im Reisebüro, sondern bei Pinterest.

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