Corporate Blogs – ein Für und Wider

To blog or not to blog – das ist die Frage die sich viele Unternehmen stellen. Auf der einen Seite stehen ganz dominant die Gefahren und Probleme vor Augen: Was, wenn ein Mitarbeiter Interna veröffentlicht oder sich in eine Diskussion verstrickt die persönlich wird? Was, wenn Einträge mit negativen Kommentaren versehen werden und ein unglücklich formulierter Satz in der Blogosphäre zerrissen wird?

Und nun setzen Sie sich die rosa (Blog-)Brille auf: Was, wenn Sie die Möglichkeit bekommen mit Kunden und Interessenten in einen Dialog zu treten und mit ihm gemeinsam  neue Produkte zu kreieren? Wenn Ihr Unternehmen und seine Mitarbeiter als authentisch und ansprechbar wahrgenommen werden? Und was, wenn nicht nur Google Ihre Inhalte mit einer Platzierung für eine ganze Bandbreite an Keywords belohnt?

Der Daimler-Blog macht vor wie es gehen kann: Beiträge aus allen Unternehmensbereichen vom Praktikant bis zum Abteilungsleiter mit 40.000 Besuchern im Monat und durchschnittlich 9 Kommentare pro Beitrag. Eine Präsentation von Uwe Knaus, dem Manager des Daimler Blogs, gibt Einblicke in die Überlegungen die vor der Entscheidung für einen Blog standen.

Es stimmt: Es gibt ein Für und Wider, steinige Wege aber auch große Chancen. Authentizität und Vertrauen sind zwei Werte, die wenige Unternehmen nach außen kommunizieren – und gerade in Krisenzeiten so wichtig sind (vgl. den Blogeintrag Kommunikation nach 2008). Mit einem Blog können Sie das!

Der Planung eines Unternehmensblogs muss allerdings große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zum Beispiel sollte es einen Blog-Policy geben, die bloggenden Mitarbeitern anzeigt welche Themen im Fokus stehen und was gebloggt werden darf. Was einen Unternehmensblog besonders glaubwürdig macht hat eine Studie der LM Universität München zusammengefasst. Die 12 Tipps die daraus resultieren möchten wir Ihnen nicht vorenthalten (eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier):

12 Tipps für einen glaubwürdigen Corporate Blog

  1. Aktualisieren Sie den Blog regelmäßig.
  2. Gehen Sie auf aktuelle Themen Ihrer Branche ein.
  3. Schaffen Sie Quellentransparenz. Geben sie Informationsquellen an und verweisen Sie ggf. auf externe Quellen.
  4. Geben Sie die Namen der Blog-Autoren an.
  5. Schaffen Sie unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten für die Blog-Nutzer.
  6. Geben Sie Feedback auf Kommentare und gehen Sie besonders auf kritische Kommentare ein.
  7. Nehmen Sie im Blog Stellung zu Kritik in anderen Medien.
  8. Achten Sie auf eine einfache und nachvollziehbare Menüstruktur.
  9. Personalisieren Sie die Blogbeiträge.
  10. Lassen Sie überwiegend Mitarbeiter niedrigerer Hierarchiestufen schreiben.
  11. Lassen Sie anerkannte Experten schreiben, eventuell auch als Gast-Autor.
  12. Politische Themen und Beiträge über die Geschäftstätigkeit sollten vermieden werden.

Wie Sie sehen gibt es viele Vorteile einen Unternehmensblog zu beitreiben – zusätzlich auch viele Maßnahmen mit der Gefahren entgegengewirkt werden können. Bleiben tun sie trotzdem. Und was passiert wenn Sie sich gegen einen Unternehmensblog entscheiden? Keine Angst, dann passiert nichts!

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