Mit Drupal kannst du vielseitige Websites erstellen und verwalten. Modular aufgebaut und anpassungsfähig, aber mit einer schlanken Basisversion, eignet sich das Open-Source-CMS für deine kleinen Blogs ebenso wie für umfangreiche Firmen-Websites. Was die Besonderheiten und Benefits von Drupal sind? Das erfährst du hier.
Ist Drupal ein CMS?
Ja, Drupal ist ein Content-Management-System (CMS), das dir bei der Erstellung und Verwaltung deiner Website hilft. Interessanterweise startete es im Jahr 2000 ursprünglich als Social Software für ein Studentenwohnheim.
Seit der Quellcode 2001 als Open Source veröffentlicht wurde, hat sich Drupal rasant weiterentwickelt. Dank unzähliger Erweiterungen ist es heute eines der leistungsstärksten Systeme weltweit. Namhafte Institutionen wie die NASA, Tesla oder die Universitäten Harvard und Oxford setzen darauf. Seinen Wurzeln bleibt Drupal dabei treu: Bis heute unterstützt es den Social-Software-Ansatz durch aktive Communities, die den Austausch fördern und das System gemeinsam weiterentwickeln.
Was kann Drupal?
Als Drupal-Agentur möchte man sagen: alles! Denn Drupal deckt ein sehr breites Spektrum an Website-Anforderungen ab. Dabei besteht die Basisversion aus einem vergleichsweise schlanken Kern (Core), den du aber mit Ergänzungen aus fast 50.000 Modulen und Plug-Ins (für alle bisherigen Versionen) zu einer Website mit höchst individuellen Funktionen und Leistungen ausbauen kannst.
Auf diese Weise sind mit Drupal verschiedenste Anwendungen für dich realisierbar, wie Websites für Unternehmen, Organisationen und Institutionen in unterschiedlichen Größen, Blogs, Online-Magazine und -Shops, Communitys, E-Learning-Plattformen und Intranet-Applikationen. Die Formate sind dabei auch kombinierbar. Hier ist also von klein mit überschaubaren Funktionen bis sehr komplex und großen Daten- und Content-Mengen alles denkbar. Die Weiterentwicklung von Drupal wird kontinuierlich fortgesetzt – inzwischen wurde bereits die 10. Version dieses sehr wandelbaren und flexiblen Content-Management-Systems herausgegeben.
Vorteile von Drupal
Es ist tatsächlich die Vielseitigkeit, die Drupal auszeichnet. Dementsprechend breit aufgestellt ist auch die Community, und das bringt neben vielfacher funktionaler Weiterentwicklung auch Open-Source-Qualität beim Thema Sicherheit. Regelmäßige Updates sorgen hier für die Einhaltung hoher Standards – umso wichtiger ist es für dich, diese zeitnah zu installieren. Hier haben wir weitere Benefits zusammengestellt, die den Einsatz von Drupal als CMS für dich attraktiv machen.
Davon profitierst du bei Drupal:
- Lizenzfreiheit: Bei Drupal entstehen dir keine Kosten durch Lizenzverträge – für eine reibungslose Implementierung kann allerdings professionelle und damit kostenpflichtige Unterstützung erforderlich sein.
- Hohe Skalierbarkeit: Die modulare Konfiguration lässt dir enormen Spielraum bei der Erstellung individueller Websites mit verschiedensten Anwendungen zu.
- Leistungsfähigkeit: Drupal erlaubt dir Multi-Site-Management und stellt die Performance z. B. durch integrierte Caching-Mechanismen sicher.
- Flexible Rollenverwaltung: Die integrierte Zuweisungsoption von Rollen und Berechtigungen ermöglicht dir individuelles Arbeiten, beispielsweise für festgelegte Anwender:innen direkt im Frontend.
- Langfristige Lösung: Drupal passt sich an – auch bei deinen sich ändernden Anforderungen – und ist somit eine verlässliche Lösung auf lange Sicht für dich. Du möchtest z. B. dein Weblog oder deine Website um einen Online-Shop erweitern? Drupal Commerce bietet zahlreiche E-Commerce-Integrationen.
- Mehrsprachigkeit: Drupal verfügt über ein Übersetzungsmanagement und ermöglicht dir die Ausgabe der Website in verschiedenen Sprachen.
- Marketing & SEO: Integrationen diverser Marketing-Tools werden dir angeboten, darunter HubSpot, Marketo und Inxmail, aber auch Business-Plattformen wie LinkedIn. Diverse SEO-Features wie sprechende URLs, Optimierung von Meta-Tags, XML-Sitemap-Generierung, Bilder-SEO und mehr erhöhen die Auffindbarkeit deiner Seite.
Gibt es Nachteile von Drupal?
Drupals Vielseitigkeit und die große Anzahl an Modulen eröffnet dir Möglichkeiten für umfangreiche und komplexe Websites. Diese Flexibilität kann jedoch auch an der ein oder anderen Stelle zu Schwierigkeiten führen, zum Beispiel bei den folgenden Faktoren:
- Komplexität: Je anspruchsvoller der Seitenaufbau und der Einsatz verschiedener Anwendungen, desto steiler wird die Lernkurve für Mitarbeiter:innen, die die Inhalte deiner Website verwalten.
- Erhöhter Aufwand bei Updates und Upgrades: Komplexere Updates – vor allem versionsübergreifende – können zu Inkompatibilitäten mit Themes oder Plug-Ins führen und zusätzliche Entwicklungskosten für dich verursachen.
- Ressourcenanforderung: Im Vergleich benötigt Drupal mehr Ressourcen (Server, Speicher und Rechenleistung) – bei hohem Traffic auf deiner Website drohen sonst längere Ladezeiten.
- Support: Hier ist die Community gefragt – und damit sind nicht alle Anwender:innen glücklich. Wenn du bei Problemen lieber zum Telefonhörer greifst und schnelle Lösungen bevorzugst, solltest du über ein lizenziertes Modell mit den entsprechenden Leistungen nachdenken.
- Design: Drupal stellt zwar eine hohe Anzahl an Themes bereit, eine Anpassung ist jedoch eher aufwändig und kostenintensiv für dich.
Wir sehen also: Lizenzfreiheit spart zunächst Kosten. Damit aber alle Beteiligten reibungslos mit dem System arbeiten können, müssen Core, Erweiterungen und Plug-Ins sauber installiert und professionell upgedatet werden. Dies gilt besonders für Sicherheits-Updates. Sind hierfür keine Kapazitäten in deinem Unternehmen vorhanden, ist Unterstützung durch externe Entwickler notwendig. Wichtig auch: eine eingehende Schulung bei deiner Einführung von Drupal.
Passt Drupal zu deinem Website-Projekt?
Drupal ist dein CMS, wenn du flexibel bleiben und dich langfristig auf die Verfügbarkeit verschiedenster Erweiterungen für deine Website verlassen möchtest. Von der Website zum Shop, daneben noch eine Community aufbauen und eine Mitgliederverwaltung einrichten? Drupal kann das. Aber auch international und multilingual agierende Unternehmen, Behörden oder Institutionen sind mit Drupal sehr gut beraten – vor allem, wenn sie komplexe Websites mit strengen Sicherheits- und Zugänglichkeitsanforderungen benötigen. Die Integration weiterer Systeme über APIs, Module oder benutzerdefinierte Entwicklungen ist problemlos möglich.
Wie du das passende System für deine individuellen Anforderungen findest, haben wir auch detailliert in unserem Webinar „Das richtige CMS für die Website wählen“ beleuchtet. Schau doch mal rein, um tiefergehende Einblicke in die Entscheidungskriterien zu erhalten!