Website automatisch übersetzen: So klappt’s im CMS mit DeepL

Content Management System
drupal
TYPO3
Shopware
15
Jan. 2026

Mehrsprachige Websites sind mittlerweile meistens Standard. Und das ist auch gut so, denn Märkte werden internationaler, Produktportfolios komplexer und trotzdem sollen Inhalte überall verständlich sein. Die Realität hingegen sieht etwas anders aus und Übersetzungen sind oft ein Engpass. Inhalte werden umständlich Seite für Seite aus dem CMS exportiert, in Excel-Listen bearbeitet, per E-Mail verschickt, es folgen endlose Abstimmungsschleifen mit Teams in aller Welt und irgendwann werden die Inhalte wieder eingepflegt. 

Hier kommt unsere DeepL Erweiterung ins Spiel, mit der ihr eure Website automatisch übersetzen lassen könnt, ohne diesen Medienbruch. Die Erweiterung im CMS übernimmt den größten Teil der Übersetzungsarbeit schnell und unkompliziert und ihr entscheidet, wann trotzdem ein menschlicher Review nötig ist. In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie sich eine Website automatisch und sauber im CMS anstatt über den Browser übersetzen lässt. Zudem zeigen wir, wie der Übersetzungsworkflow im CMS aussieht und in welchen Fällen eine redaktioneller Review sinnvoll ist. 
 

Browser-Übersetzung vs. echte mehrsprachige Website im CMS

Viele Nutzer:innen kennen automatische Übersetzung nur aus dem Browser etwa über Google Translate. Das ist praktisch für eine schnelle Orientierung, hat aber klare Grenzen:

  • Die Übersetzung liegt nur im Browser der einzelnen Person, nicht im CMS.
  • URLs, Navigation und Meta-Daten bleiben oft unverändert.
  • Qualität und Konsistenz der Übersetzung sind nicht steuerbar.
     

Wenn ihr eine mehrsprachige Website professionell betreiben wollt, reicht das nicht. Ziel ist eine strukturiert gepflegte, mehrsprachige Website im CMS:

  • Jede Sprache hat eigene Inhalte im System.
  • Suchmaschinen können die Sprachvarianten sauber indexieren.
  • Navigation, URLs und Meta-Daten sind pro Sprache steuerbar.
  • Ihr habt die volle Kontrolle über Terminologie und Tonalität.

Wie sieht ein Übersetzungsworkflow im CMS aus?

Ein typischer Übersetzungsworkflow im CMS mit DeepL sieht am Beispiel Drupal so aus:

Das Haus-Symbol zeigt die Sprache in der die Seite initial gepflegt wurde. Kreuz bzw. Haken zeigen an, ob die Seite in dieser Sprache bereits vorhanden ist.

  1. Inhalte in der Ausgangssprache anlegen
    Wenn die Inhalte in der Ausgangssprache noch nicht vorliegen, pflegt ihr die Seite wie gewohnt: Teaser, Überschriften, Fließtexte, Buttons, ggf. strukturierte Inhalte.
  2. Zielsprache auswählen
    Im Backend könnt ihr bequem auswählen, welche Inhalte in welche Sprache übertragen werden sollen. Ob Englisch, Französisch oder auch Chinesisch – es ist alles möglich und muss vorher nur mit definiert werden. 
     
  1. Übersetzung mit DeepL anstoßen
    Über die einfach Auswahl startet ihr die automatische Übersetzung. Das CMS-Plugin schickt die Texte an DeepL und spielt die Übersetzung wieder zurück ins System.
  2. Automatische Übernahme oder Review
    Je nach Konfiguration werden die übersetzten Inhalte automatisch übernommen und veröffentlicht, oder landen zuerst im Review-Status, damit ein:e Redakteur:in Korrekturen vornehmen kann.
  1. Veröffentlichung
    Nach einem möglichen Review wird die Seite live geschaltet, als Teil eurer mehrsprachigen Website.


So übersetzt ihr bestehende Inhalte effizient, ohne sie aus dem CMS herauszuziehen. Statt Copy & Paste arbeiten Redaktion und System Hand in Hand.

Beispielhafte Übersetzung

Mehrsprachige Website erstellen mit DeepL: zwei Workflows

Wenn ihr eine mehrsprachige Website erstellt oder ausbaut, solltet ihr vorher definieren, wann bzw. ob ihr überhaupt eingreifen wollt im Lauf der Übersetzung.

Option 1: Website-Inhalte automatisch übersetzen und sofort live stellen

Wenn es wenig kritische Inhalte auf der Website gibt und auch Fachbegriffe nur wenig auftauchen, könnt ihr die einzelnen Seiten automatisch übersetzen und direkt veröffentlichen. Das betrifft etwa: 

  • Standard-Landingpages
  • einfache Produktübersichten
  • News mit kurzer Lebensdauer
  • FAQ- oder Hilfeseiten ohne komplexe Fachbegriffe
     

Vorteil:
Ihr könnt schnell neue Sprachen hinzufügen und viele Seiten in kurzer Zeit lokalisieren ohne manuelle Schleifen.
 

Option 2: Automatische Übersetzung mit redaktioneller Review

Bei komplexen Inhalten reicht reine Automatik meist nicht ganz aus. Dazu gehören:

  • Fachartikel, Whitepaper, Anwendungsberichte
  • Produkt- und Servicetexte mit vielen technischen Details
  • Seiten, auf denen Markennamen und spezifische Terminologie dominieren
     

Hier empfiehlt sich ein Workflow:

  1. Seite mit DeepL automatisch übersetzen lassen
  2. Übersetzte Version wird als Entwurf angelegt.
  3. Redaktion prüft die Texte: Terminologie, Markennamen, Tonalität.
  4. Erst nach Freigabe geht die Seite live.


So kombiniert ihr die Geschwindigkeit von DeepL mit der fachlichen Qualität eures Teams.
 

So sieht das in der Praxis aus

Beide Sprachen werden nebeneinander angezeigt und Redakteure können die übersetzte Sprache (rechts) beliebig anpassen.

Wo automatische Übersetzung an Grenzen kommt

DeepL ist stark, aber natürlich keineswegs unfehlbar. Gerade im B2B-Umfeld solltet ihr einige typische Stolperfallen kennen.

Markennamen und Produktnamen

Markennamen und Produktlinien können von DeepL fälschlicherweise übersetzt werden. Hier kann man aber auch technisch nachhelfen und bestimmte Namen definieren, die von der Übersetzung ausgeschlossen sind. 

Fachbegriffe und Übersetzungsvarianten

Gerade technische Begriffe haben oft mehrere mögliche Übersetzungen. Der Kontext entscheidet:

Beispiel:
Aus „Feeding Systems“ wird „Fütterungssysteme“.
Vielleicht beschreibt ihr diesen Bereich intern aber als „Zuführtechnik“ oder nutzt „Feeding Systems“ bewusst als Produktmarke.

Solche Fälle sind im Maschinen- und Anlagenbau keine Ausnahme. Hier ist ein menschlicher Blick absolut sinnvoll.

Tonalität, Stil und Gendern

DeepL liefert gut lesbare Texte. Trotzdem passen sie nicht automatisch zu eurem Tone of Voice oder beachten automatisch Redewendungen und Ausdrucksweisen in den einzelnen Sprachen. Das trifft beispielsweise in folgenden Fällen zu: 

  • Ihr wollt bestimmte Begriffe vermeiden oder bevorzugen.
  • Ihr schreibt konsequent gendergerecht.
  • Ihr habt definierte Formulierungen für zentrale Botschaften.


Diese Feinheiten kommen erst im Review-Schritt durch eure Redaktion ins Spiel.

DeepL API in ein CMS einbinden

Damit ihr eure Website so im CMS automatisch übersetzen könnt, braucht ihr eine technische Anbindung an DeepL.

Grundlage ist ein DeepL-API-Schlüssel, der im DeepL-Account erzeugt wird. Zur Auswahl stehen:

  • DeepL API Free – mit monatlichem Zeichenlimit, ideal für Tests oder kleinere Umfänge
  • DeepL API Pro – mit nutzungsbasierter Abrechnung und deutlich mehr Spielraum, sinnvoll für produktive mehrsprachige Websites

Wichtig: Für reibungslose Übersetzungen ohne Limit in der Praxis braucht ihr meist DeepL API Pro (ab ca. 5 €/Monat Grundgebühr, plus Zeichenkosten).

Glossare & Regeln:

DeepL auf eure Terminologie einstellen

Um DeepL näher an eure gewünschte Sprache zu bringen, lohnt sich ein Terminologie-Management:

  • Zentrale Fachbegriffe festlegen
  • Produktnamen und Markennamen definieren (übersetzen oder übernehmen?)
  • Unternehmensspezifische Begriffe klar beschreiben


Viele Integrationen unterstützen DeepL-Glossare oder ähnliche Funktionen. 

Fazit: Mehrsprachige Website ohne Übersetzungsfrust

Eine mehrsprachige Website zu erstellen, muss nicht bedeuten, dass ihr Übersetzungs-Excel-Dateien jongliert, E-Mails hin- und herschickt und Texte mehrfach anfassen müsst. Mit einer DeepL-Anbindung im CMS wird Übersetzung zu einem schlanken Schritt im bestehenden Web-Workflow:

  • Inhalte werden in Sekunden in andere Sprachen übertragen – statt in Stunden oder Tagen.
  • Manuelles Copy & Paste entfällt, ebenso viele Abstimmungsschleifen.
  • Redakteur:innen können sich auf Review und Qualität konzentrieren, statt auf Routinetätigkeiten.


So könnt ihr eure Website automatisch übersetzen, kritische Inhalte gezielt im Review-Prozess halten und eure Terminologie trotzdem im Griff behalten. Übersetzung wird damit deutlich schneller, weniger aufwendig und gleichzeitig besser steuerbar.
 

Du interessierst dich für die DeepL-Erweiterung für euer CMS?

Melde dich gerne unverbindlich bei uns und wir schauen, wie wir euch unterstützen können.

Dein direkter Kontakt zu MOSAIQ

Andy – Team Lead DEV

Würdest Du MOSAIQ gerne online kontaktieren?
Dann verwende unser Kontaktformular!

Häufige Fragen zur automatischen Website-Übersetzung mit DeepL

Am saubersten, indem ihr euer CMS mit DeepL verbindet. Dann werden Inhalte direkt aus dem System heraus übersetzt statt über Browser-Plugins. Das reduziert manuellen Aufwand und sorgt dafür, dass die übersetzten Inhalte wirklich im CMS landen.


Typisch ist: Inhalt anlegen (wenn noch nicht vorhanden) - Zielsprache wählen - DeepL-Übersetzung anstoßen - optionaler Review - Veröffentlichung. Die reine Übersetzung dauert so weniger als 5 Minuten. Zudem könnt ihr festlegen, ob die Seite automatisch live geht oder im Entwurf bleibt, bis jemand sie geprüft hat.


Bestehende Seiten lassen sich am besten je Sprache duplizieren, dann kommt ihr nicht durcheinander: Dafür nutzt ihr die Ausgangssprache als Basis, löst im Backend die DeepL-Übersetzung aus und erhaltet so eine fertige Zielversion, die ihr nur noch prüfen und freigeben müsst.


In der Regel über eine Erweiterung, die die DeepL API anspricht. Ihr hinterlegt dort euren API-Key, definiert Sprachen und legt fest, welche Inhalte übersetzt werden können. Viele gängige CMS (z. B. Drupal, WordPress, TYPO3) bringen dafür fertige Erweiterungen mit.


Autor:in

Katharina

Online Marketing | Funntastic