8 Instagram Marketing Tipps für Unternehmen

So holst du mehr aus deinem Firmen-Account heraus
Online Marketing
Social Media
10
Dez. 2025

Instagram gehört für viele Menschen längst zum Alltag – besonders für die 18- bis 34-Jährigen. Genau in dieser Zielgruppe ist die Plattform am stärksten vertreten. Verschiedene Auswertungen zeigen, dass rund zwei Drittel der Instagram-Community weltweit jünger als 35 Jahre sind. Logisch also, dass auch Unternehmen Instagram als festen Bestandteil im Marketing-Mix nutzen: für Aufmerksamkeit in der Zielgruppe, für Employer Branding, für Produktkommunikation und zunehmend auch für Leads und direkte Anfragen. 

Wenn ihr mit eurem Firmen-Instagram-Account starten oder euren bestehenden Auftritt schärfen wollt, stellt sich schnell die Frage: Lohnt sich der Aufwand – und was posten wir dort eigentlich? Genau dabei helfen dir die folgenden Instagram-für-Unternehmen-Tipps.

Instagram ist und bleibt beliebt

Instagram ist weiterhin eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen weltweit. Meta hat im Herbst 2025 verkündet, dass Instagram auf rund 3 Milliarden monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer angewachsen ist.

Auch in Deutschland ist Instagram fest etabliert: Werbedaten von Meta zeigen, dass Anfang 2024 über 30 Millionen Menschen in Deutschland über Instagram erreichbar waren – das entspricht gut einem Drittel der Bevölkerung. 

Für Unternehmen bedeutet das:

  • Du erreichst deine Zielgruppen dort, wo sie ohnehin unterwegs sind.
  • Du kannst Bild- und Video-Content nutzen, um komplexe Themen deutlich greifbarer zu machen.
  • Du profitierst von Formaten mit hoher Reichweite wie Reels und Stories, die Instagram selbst stark pusht.
Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von Januar 2013 bis September 2017 (in Millionen). Quelle: demandstage, 20124
Die Grafik zeigt die Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von 2014 bis 2024 (in Millionen). Quelle: demandstage, 2024.

 

Neben den sozialen Kanälen Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube dient Instagram dabei auch als wichtiges Instrument für Bewerber. So wird die Plattform nicht nur für die Suche nach Stellenanzeigen genutzt, sondern hilft potentiellen Bewerbern dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Im Rahmen des Employer Brandings bietet Instagram demnach die Möglichkeit sich der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Die steigende Beliebtheit des Kanals und das damit verbundenen Potential der Plattform haben auch viele Unternehmen mittlerweile erkannt und sind mittlerweile auf Instagram aktiv. Instagram fördert das unter anderem durch spezielle Business Profile sowie immer neue Werbemöglichkeiten, die den Unternehmen zur Verfügung stehen.

Die Vorteile von Instagram für Unternehmen

Sichtbarkeit, Storytelling & Employer Branding

Instagram ist eine visuelle Plattform. Fotos, Videos, Karussells, Reels und Stories bilden den Kern und genau das macht die App für Unternehmen attraktiv:

  • Visuelles Storytelling: Du kannst Produkte, Projekte und Services in Anwendung zeigen, statt nur darüber zu schreiben.
  • Blick hinter die Kulissen: Einblicke in Fertigung, Projektteams, Events oder das Büro machen dein Unternehmen nahbar.
  • Employer Branding: Gerade für Bewerberinnen und Bewerber ist Instagram ein wichtiger Kanal, um ein Gefühl für Kultur und Arbeitsalltag zu bekommen

Mehr als nur Branding: Leads und Traffic

Instagram war lange ein eher „indirekter“ Kanal, weil Links nur eingeschränkt möglich waren. Das hat sich verändert:

  • Über Link-Sticker in Stories kannst du heute für jeden Business- oder Creator-Account externe Seiten verlinken und das unabhängig von der Followerzahl.
  • Im Profil lassen sich inzwischen mehrere Links in der Bio hinterlegen wie etwa Website, Karriereseite, Kampagnen-Landingpage.
  • Über Shops und Produkt-Tags können Unternehmen Produkte direkt mit ihren Detailseiten verknüpfen. 
     

Werbung auf Instagram

Mit Werbung hat Instagram 2023 einen prognostizierten Umsatz von etwa 40 Milliarden Dollar gemacht und liegt damit deutlich vor Facebook.  

Mit einem Firmen-Instagram-Account kannst du also nicht nur organisch posten, sondern auch werben:

  • Klassische Feed-Ads (Foto, Video, Karussell)
  • Story-Ads mit Link-Sticker
  • Reels-Ads im Vollbild-Format
  • Zielsetzungen von Reichweite über Videoaufrufe bis hin zu Conversions und App-Installationen 
     

Besonders Reels und Stories sorgen aktuell für hohe Reichweiten. Entsprechend häufig empfiehlt Meta diese Formate für Kampagnen.

Tipps für dein Business-Profil auf Instagram

Instagram zählt heute zu den zentralen Kanälen für Markenaufbau im Social Web. Damit dein Firmen-Instagram-Account mehr ist als eine lose Sammlung von Bildern, braucht es eine klare Strategie und einen realistischen Blick auf eure Ressourcen.

Die folgenden acht Instagram-für-Unternehmen-Tipps helfen dir beim Einstieg und bei der Optimierung.

Schritt 1

Definiere Ziele, die Rolle von Instagram und deine Ressourcen

Folgende Fragen müsst ihr euch stellen? Was soll Instagram für euer Unternehmen leisten? Welche Rolle spielt Instagram im Kanal-Mix? Wie viele Ressourcen habt ihr wirklich? Und wie oft könnt ihr realistisch posten ohne, dass andere Aufgaben leiden? Gerade im Mittelstand sind Social-Media-Teams oft klein. Deshalb lohnt sich ein Minimum-Szenario, das ihr dauerhaft durchhaltet, eher als ein über ambitionierter Plan, der nach drei Monaten ins Stocken gerät.

Ein einfacher Ansatz:

  • 1 gutes Karussell oder Reel pro Woche
  • 2–3 kurze Stories (z. B. Einblicke, Ankündigungen, Behind the Scenes)
  • Community-Management an festen Zeitfenstern (z. B. täglich 15 Minuten)

Schritt 2
Richte dein Business-Profil professionell ein

Wenn du einen Firmen-Instagram-Account betreibst, sollte das Profil Vertrauen schaffen und auf den ersten Blick klar machen, wofür ihr steht. Nur mit einen Business- oder Creator-Account stehen dir Funktionen wie Insights, Kontaktbuttons, Kategorien, Werbeanzeigen und Shopping-Funktionen zur Verfügung. Zudem kannst du die Möglichkeit nutzen, mehrere Links im Profil zu hinterlegen wie etwa Website, Karriereseite, oder eine aktuelle Kampagne. Kontaktinfos sollten in der Bio auch nicht fehlen, ebenso wie die Story-Highlights. 

Schritt 3
Was sollen wir eigentlich posten?

Die Frage „Was posten wir auf Instagram?“ ist wahrscheinlich eine der häufigsten in Marketingteams. Typische Themen für Unternehmens-Accounts sind, Produkte & Services, Menschen & Team, Einblicke & Prozesse, Wissen & Tipps, Employer Branding. Hilfreich ist es auch, Rubriken zu definieren, die regelmäßig wiederkehren, z. B. Montags: „Frage aus dem Alltag beantworten“, Mittwochs: „Kurzer Blick hinter die Kulissen“ oder Freitags: „Projekt- oder Kundenstory“. So entsteht ein klarer Rahmen, der die Themenfindung deutlich einfacher macht. 

Schritt 4
Plane eine realistische Posting-Frequenz

Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion. Viele Studien empfehlen 2–3 Feed-Posts pro Woche. Das ist ein guter Richtwert, aber kein Muss. Was wichtiger ist, sind ein klarer Mindeststandard, wie 1–2 Feed-Posts pro Woche, die Planung im Redaktionskalender, sowie ausreichend Puffer einplanen. Tools zum Planen und Vorplanen von Posts sind inzwischen Standard; ihr könnt entweder direkt über Meta Business Suite oder über spezialisierte Social-Media-Tools arbeiten. 

Schritt 5
Setze auf starke, mobile-optimierte Visuals und Reels

Instagram ist weiterhin eine Mobile-First-Plattform. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer konsumieren Inhalte im Hochformat auf dem Smartphone. Entsprechend wichtig ist die Optimierung deiner Visuals: Feed-Inhalte sollten im 4:5 Format erstellt werden, Inhalte für Reels und Stories im 9:16 Format. Wichtig ist zudem eine gute Bildqualität!

Schritt 6
Nutze Hashtags, Keywords und Captions bewusst

Hashtags bleiben ein wichtiger, aber nicht der einzige Hebel, um gefunden zu werden. Mittlerweile berücksichtigt Instagram auch Suchbegriffe im Text. Formuliere die Captions daher so, dass klar wird, worum es geht.

Schritt 7
Baue eine Community auf, nicht nur Follower

Ein Firmen-Instagram-Account ist nur dann wirklich wertvoll, wenn Interaktionen stattfinden. Das sind Kommentare, DMs, Reaktionen auf Stories. Nutze dafür beispielsweise den Story-Sticker für Fragen oder ein Quiz, beantworte aktiv Kommentare (auch gerne mit Rückfragen) und nimm Direktnachrichten ernst. 

Schritt 8
Analysiere deine Ergebnisse und optimiere

Wie schon erwähnt, stehen dir mit einem Business- oder Creator-Account Instagram Insights zur Verfügung. Relevante Kennzahlen wie Reichweite & Impressionen, Interaktionen, Profilaktivitäten und Link-Klicks sollten laufend ausgewertet werden. So siehst du schnell was funktioniert und was weniger gut ankommt. 

Beispiele für erfolgreiche Instagram Kanäle

Business Accounts im B2C-Bereich:

Beispiel 1: dm-drogerie markt

2 Millionen Abonnenten und über 3.200 Beiträge (Stand Dezember 2025) – der Instagram Account von dm garantiert durch die große Anhängerschaft eine besonders hohe Reichweite. Der Drogeriemarkt postet im Schnitt jeden zweiten Tag. Fokus in den Beiträgen liegt dabei vor allem auf der Darstellung der eigenen Produkte. Großer Pluspunkt der Seite ist der hohe visuelle Standard der Bilder sowie die Interaktion des Unternehmens mit den Nutzern.

Beispiel 2: Mailchimp

Auch der knallbunte Instagram-Kanal von Mailchimp mit 285.000 Abonnenten macht einfach nur Spaß. Die Marke schafft es dabei dieses positive Gefühl letztendlich auch auf das Produkt selbst zu übertragen. Dass, der Content auch bei den Followern gut ankommt, macht sich in den zahlreichen Interaktionen pro Post bemerkbar. Stringenz im Kanal und einen hohen Wiedererkennungswert schafft das Maskottchen der Marke, das in jeglicher Form und Farbe im Bild- und Videocontent abgebildet wird. Durch die Verwendung von beliebten Hashtags, wie etwa #tbt, kann die Marke zudem ihre Reichweite erhöhen und neue Follower gewinnen.

Zu beachten ist jedoch grundsätzlich, dass Instagram als reiner Branding Kanal gesehen werden muss, der lediglich indirekt die gesetzten Vertriebsziele unterstützt. Dadurch, dass, abgesehen von Instagram Werbeanzeigen, keine Möglichkeit gegeben ist die Beiträge um Links zu ergänzen, führen Postings folglich selten zu einer unmittelbaren Aktion bzw. zu einem Kauf.