Was macht eine Landingpage erfolgreich?

Deshalb sollten Sie Landingpages nutzen
Strategie
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Landingpages
UX & CX
15
Jan. 2026

Erfolgreiche Landingpages sind im Online-Marketing fast so wichtig wie deine Unternehmens-Website. Sie entscheiden oft darüber, ob eine Kampagne Leads und Umsatz bringt – oder schlicht Budget verbrennt. Aber was genau ist eine Landingpage? Wofür brauchst du sie? Und welche Faktoren machen Landingpages wirklich erfolgreich? Genau darum geht es in diesem Beitrag. 

Was ist eine Landingpage?

Der Name verrät es schon: Eine Landingpage ist eine Seite, auf der Nutzende nach einer konkreten Aktion landen – zum Beispiel nach einem Klick auf eine Anzeige oder einen Newsletter-Link. Es gibt also immer eine Vorgeschichte und eine klare Absicht, was Besuchende auf dieser Seite tun sollen. 

Woher kommen Nutzende?

Typische Einstiegsquellen für Landingpages sind zum Beispiel: 

  • Google Ads und andere Suchanzeigen
  • Social Ads (z. B. auf LinkedIn oder Meta)
  • organische Suchergebnisse
  • Newsletter und Mailings
  • Social-Media-Postings
  • Gewinnspiele
  • Print-Kampagnen (QR-Code oder Kurz-URL)
  • externe Websites (Blogs, News- oder Vergleichsportale)
  • eigene Kurz-URLs aus Kampagnen 

Landingpages können auch Unterseiten deiner Website sein. Die Startseite ist dafür allerdings meist zu allgemein: Sie spricht viele Zielgruppen gleichzeitig an und bündelt sehr unterschiedliche Inhalte. 

Eine Landingpage dagegen fokussiert sich auf eine Zielgruppe und eine zentrale Aktion

Welche Ziele können Landingpages haben?

Wichtig ist, an welcher Stelle der Customer Journey sich deine Zielgruppe gerade befindet. Beim ersten Kontakt wird selten sofort ein teures Produkt oder eine komplexe Lösung bestellt. Häufig geht es zunächst darum, Vertrauen aufzubauen und Informationen bereitzustellen. 

Mögliche Ziele einer Landingpage sind zum Beispiel:

  • Download eines Whitepapers oder E-Books
  • Anmeldung zu einem Event (z. B. Webinar oder Schulung)
  • Newsletter-Anmeldung
  • Termin- oder Demo-Anfrage
  • Kontaktaufnahme über ein Formular
  • Rückruf- oder Beratungsanfrage
  • Bestellung eines Produktes oder einer Dienstleistung 

Wichtig: Eine Landingpage verfolgt immer genau eine primäre Conversion – also eine zentrale gewünschte Aktion. Alles andere muss sie unterstützen oder weglassen. 

Ein typischer Anwendungsfall für eine Landingpage

Typische Landingpages sind Seiten, die direkt auf eine Kampagne folgen. Google hat mit Google Ads die Bedeutung von Landingpages früh in den Fokus gerückt. Heute gilt das ebenso für Social- und Display-Kampagnen.

Ein klassischer Fall: Du schaltest eine Kampagne zu einem bestimmten Keyword oder Thema und verlinkst die Anzeigen nicht auf deine Startseite, sondern auf eine speziell dafür optimierte Landingpage. Das kann eine Unterseite deiner Website sein – oder eine eigenständige Kampagnenseite.

Wenn deine Kampagne jedoch ein sehr spezifisches Angebot in den Mittelpunkt stellt und eine klar abgegrenzte Zielgruppe adressiert, sind „normale“ Unterseiten oft zu breit angelegt. Dann stößt du mit allgemeinen Produkt- oder Leistungsseiten schnell an Grenzen. 

Konkretes Beispiel einer Landingpage:  

Stell dir vor, dein Unternehmen bietet Wartungs- und Retrofit-Services für Maschinen und Anlagen an. In den letzten Jahren habt ihr euch besonders im Bereich „Modernisierung von Bestandsanlagen“ positioniert.

  • Die Unternehmens-Website richtet sich an verschiedene Zielgruppen: Einkäufer:innen, Technik, Management.
  • Für eine Kampagne zum Thema „Effizientere Verpackungslinien durch Retrofit“ willst du gezielt Produktionsleitende ansprechen.
     

In diesem Fall lohnt sich eine eigene Landingpage. Sie kann:

  • in Bild- und Farbsprache ganz auf die Zielgruppe eingehen (z. B. Visuals aus der Produktion statt generischer Stockfotos)
  • die zentrale Botschaft in der Headline klar machen („Wie du mit Retrofit deine Linie X % effizienter machst“)
  • sich inhaltlich komplett auf das eine Angebot konzentrieren
  • typische Fragen und Einwände der Zielgruppe aufgreifen (z. B. Stillstandzeiten, Integration in bestehende Systeme, Budget)
  • Vertrauen über Referenzen, Zitate von Kundschaft oder Kennzahlen aufbauen
     

Wichtig ist, dass du dich auf dein Spitzenangebot für diese Kampagne fokussierst. Erkläre, was eure Lösung besonders macht, welche konkreten Probleme sie löst und welchen Mehrwert sie im Alltag bringt. Unterstütze deine Argumente mit vertrauensbildenden Elementen wie Kundenstimmen, Zertifikaten oder Auszeichnungen.

Beschränke die Landingpage bewusst auf dieses Angebot, damit Nutzende im Entscheidungsprozess nicht von anderen Themen abgelenkt werden. Am Ende – und idealerweise auch zwischendurch – steht eine klar erkennbare Aktion im Mittelpunkt, etwa: „Beratung anfragen“, „Demo vereinbaren“ oder „Angebot anfordern“. 

Das zeichnet eine Landingpage aus:

Im Unterschied zu allgemeinen Inhaltsseiten hat eine Landingpage einige ganz typische Merkmale:

Konkrete aktion
1
Konkrete Aktion
Die Seite ist auf eine eindeutige Aktion ausgerichtet – z. B. Download, Anmeldung oder Anfrage.
Konkretes ziel 0
2
Konkretes Ziel
Inhalte, Aufbau und Gestaltung sind konsequent auf dieses Ziel hin optimiert.
67 Zielgruppe
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Klar definierte Zielgruppe
Die Ansprache, Argumente und Visuals richten sich an eine klar eingegrenzte Personengruppe.
17 Corporate Websites 1
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Reduzierter Header und Footer
Navigation und weitere Links sind bewusst reduziert, um Ablenkung zu vermeiden und die Nutzenden zur gewünschten Aktion zu führen.

Der Weg zu einer erfolgreichen Landingpage

Weil Landingpages im Online-Marketing eine große Hebelwirkung haben, werden sie häufig als eigene Maßnahme betrachtet – mit angepasstem Design im Vergleich zur Unternehmens-Website. Durch gezielte Optimierungen in Inhalt, Design und Technik lässt sich der Erfolg deutlich steigern. 

Das macht eine Landingpage erfolgreich:

  • Fokussierter Inhalt, der sich auf eine klare Lösung für ein konkretes Anliegen konzentriert
  • Bewerbung eines Produkts, einer Aktion oder einer Kontaktaufnahme – ohne Nebenbaustellen
  • Keine Ablenkung durch andere Produktgruppen, umfangreiche Navigation oder sekundäre Ziele
  • Individuelles Design, das zur Zielgruppe und zum Thema passt und sich vom Rest der Website abheben darf
  • Eigenständige Bildsprache, die emotional positiv wirkt und das Thema unterstützt
  • Kraftvolle Headlines, die die Argumente in wenigen Worten auf den Punkt bringen
  • Stimmige Argumentationskette, die Schritt für Schritt zur gewünschten Entscheidung führt
  • Hochwertige Microinteractions (Scroll-Effekte, Animationen, Hover-Zustände), die Inhalte unterstützen, aber nicht ablenken
  • Vertrauensbildende Elemente wie Kundenstimmen, Bewertungen, Auszeichnungen oder Logos von Referenzkunden
  • Klar sichtbarer Call-to-Action, der sich wiederholt (z. B. im ersten Sichtbereich und am Ende) und eindeutig kommuniziert, was als Nächstes passiert 


Wichtig: Eine Landingpage ist kein statisches Projekt. Mit A/B-Tests, regelmäßigen Auswertungen und Optimierungen von Texten, Visuals und Formularen kannst du die Conversion Rate kontinuierlich verbessern – oft mit relativ kleinen Anpassungen. 

Gute Beispiele für Landingpages

Die folgenden Beispiele stammen überwiegend aus dem B2C-Bereich, zeigen aber Prinzipien, die du direkt auf B2B-Landingpages übertragen kannst. 

Revolut zeigt mit der Seite „Abo vergleichen“, wie man mehrere Angebote so darstellt, dass Nutzende schnell zur passenden Option kommen – ohne sich durch Produktunterseiten zu kämpfen.

  • Die Pläne (Standard bis Ultra) sind klar nebeneinander aufgebaut und enthalten Preisanker sowie direkte CTAs pro Variante („Plus sichern“, „Ultra sichern“ etc.).  
  • Ein großer „Abos auf einen Blick“-Bereich reduziert Entscheidungsaufwand, weil Unterschiede strukturiert sichtbar werden.  
  • Die Seite spricht unterschiedliche Zielgruppen („clevere Ausgeber*innen“, „globale Reisende“, „das Beste von Revolut“) direkt an und hilft so bei der Selbstzuordnung.
     

Der Haupt-CTA („Jetzt loslegen“/„Dein Abo wählen“) ist prominent platziert und führt konsequent in den Conversion-Flow – passend zu einer Landingpage, die auf Entscheidung + Start ausgerichtet ist.   

Babbel for Business

Babbel for Business nutzt die Webinar-Landingpage, um ein sehr konkretes Thema („digital learning in the workplace“) zielgruppengenau zu platzieren – und führt dann direkt in den Lead-Flow.  

  • Der Inhalt ist konsequent aus Stakeholder-Sicht formuliert: HR-Team, Mitarbeitende und Unternehmen werden explizit angesprochen.  
  • Eine klare Nutzenliste („Our webinar will help you …“) macht sofort verständlich, was man nach dem Webinar besser kann – statt nur Features aufzuzählen.  
  • Der Zugriff ist an ein Formular gekoppelt („To access the webinar please fill out the form“) – die Seite ist also bewusst als Lead-Magnet gebaut.
     

Der Call-to-Action ist nicht als „Kaufen“, sondern als „Formular ausfüllen → Zugriff“ gedacht. Dadurch bleibt die Seite extrem fokussiert: ein Ziel, ein Flow, wenig Ablenkung.   

Apple Vision Pro

Apple zeigt mit der Vision-Pro-Seite, wie Premium-Produkte über Storytelling, Visuals und klare Handlungsoptionen verkauft werden – ohne dass es wie ein klassischer Shop wirkt.  

  • Eine lokale Navigation („Überblick“, „Technische Daten“, „visionOS“) strukturiert die Tiefe der Inhalte, ohne die Seite zu überladen.  
  • „Demo buchen“ und „Kaufen“ sind als zentrale Aktionen direkt verfügbar – passend für ein erklärungsbedürftiges High-End-Produkt.  
  • Der Argumentationsaufbau wirkt wie eine geführte Produktpräsentation: erst das große Versprechen, dann schrittweise Begründung über Inhalte und Sektionen.
     

So bleibt die Seite trotz Umfang konsequent auf Conversion ausgerichtet: ausprobieren (Demo) oder direkt kaufen – beide Wege sind klar und jederzeit auffindbar.   

Personio

Personio macht auf der HR-Software-Landingpage sehr deutlich, dass B2B-Entscheidungen nicht nur über Features laufen, sondern über Sicherheit, Vertrauen und eine klare „passt das zu uns?“-Argumentation.  

  • Der CTA „Demo buchen“ taucht wiederholt an entscheidenden Stellen auf – der nächste Schritt ist damit jederzeit klar.  
  • Pakete/Module (z. B. „Core“, „Core Pro“) sind als verständliche Produktlogik aufgebaut – hilfreich für Teams, die erst mal Orientierung brauchen.  
  • Trust-Signale sind sehr konkret: ISO 27001, DSGVO-Konformität und Datenhaltung in Frankfurt nehmen typische HR/IT-Bedenken direkt raus.
     

Damit adressiert die Landingpage nicht nur „Was kann das Tool?“, sondern auch „Ist das sicher, compliant und realistisch implementierbar?“ – genau das, was im HR-Kontext häufig die Conversion bremst.   

Fazit

Zusammengefasst gibt es vier zentrale Faktoren, die für eine gute Landingpage entscheidend sind:

  • Fokussierung auf eine Aktion und eine konkrete Zielgruppe
  • Überzeugender Inhalt, der als Argumentationskette aufgebaut ist
  • Emotional und zugleich klar gestaltetes Design, das sich vom Wettbewerb abhebt
  • Klar geführte User Journey mit nachvollziehbarem Aufbau und sichtbarem Call-to-Action
     

Wenn du selbst eine Landingpage erstellen willst, lohnt sich zunächst ein Blick auf deine bestehenden Inhalte: 

Welche Unterseiten deiner Website werden besonders häufig besucht? Wo entstehen heute schon viele Anfragen? Und zu welchen Produkten oder Themen kannst du Interessierten einen besonderen Mehrwert bieten?

Genau daraus lassen sich Landingpages ableiten, die nicht nur gut aussehen, sondern messbar wirken.