Selten passt ein Satz so gut zu einem Nachmittag: „Showroom glänzt – Maschinenraum läuft. Dazwischen: das Brand-to-Business Gap.“ Genau dieses Spannungsfeld war beim ersten Marketing Leaders Club in Frankfurt überall spürbar – in den Gesprächen, in den Sessions, im Austausch unter 15 CMOs. Nach der Premiere in Stuttgart 2025 war Frankfurt nun der nächste Schritt. Und er hat gezeigt: Das Format trifft einen Nerv.
Ehrlicher Austausch auf Augenhöhe
Was den Nachmittag getragen hat, war weniger Agenda als Atmosphäre: offen, vertrauensvoll, ohne Selbstdarstellung. Die Teilnehmenden haben Marketing-Themen diskutiert, die gerade überall parallel laufen: Wachstum und Kostendruck, KI und Weiterbildung, Fortschritt und Organisationsentwicklung – alles gleichzeitig.
Keynote: Warum B2B-Marketing mehr Marke braucht
Ein Highlight war der Impuls von Prof. Dr. Andreas Baetzgen („Ein Blick aus dem Maschinenraum: Warum B2B Marketing mehr Marke braucht“).
Ein Punkt war unbequem – und gerade deshalb stark:
B2B-Markenführung ist oft mehr damit beschäftigt, die eigene Organisation von der Relevanz einer Marke zu überzeugen, als die Kunden.
Die Quintessenz: Marke ist kein Kommunikationsaufsatz. Marke ist ein Führungsinstrument – wenn sie nicht nur definiert, sondern umgesetzt wird.
Die zentralen Botschaften des Nachmittags:
1. Marketing darf (muss!) wieder mehr führen!
Viele Marketingorganisationen sind stark in der Umsetzung, aber schwach im Mandat. Wachstum gelingt nur, wenn Marketing strategisch mitgestaltet – nicht nur operativ ausführt.
2. Marke ist mehr als Kommunikation!
Sie ist Orientierung, Sinn und Entscheidungshilfe – für Kunden und Kundinnen, Mitarbeitende und Management.
3. Das Brand-to-Business-Gap schließen!
Zwischen Markenstrategie und täglichem Doing geht Energie verloren. Effizienz entsteht – aber zu wenig Wirkung. Marken entfalten Kraft, wenn Strategie und Umsetzung verbunden sind.
4. Emotionen zählen auch im B2B!
"Wir sprechen im B2B zu sehr den Kopf und zu wenig das Herz an"
5. Vom Warum zum Was!
Purpose allein reicht nicht. Marken müssen zeigen, was sie konkret leisten, welchen Wert sie schaffen und wo sie Kund:innen wirklich helfen.
6. Verbindung statt Silos.
Wirkung entsteht, wenn Marke, Sales, Produkt und Technologie zusammenarbeiten – auf Basis gemeinsamer Ziele und echter Customer Insights (auch wenn wir wissen, wie groß das Silo-Denken noch ist).
Unser Fazit aus Frankfurt
Der Marketing Leaders Club macht deutlich: Wenn Marketing führt, entsteht Wachstum – für Marken, Menschen und Unternehmen.
Wie es weitergeht
Im Februar findet die nächste Ausgabe in Stuttgart statt. Später im Jahr steht dann auch wieder ein Treffen in Frankfurt an. Geplant ist der MLC an beiden Standorten 2-3 mal pro Jahr.
Unser Partner
Der bvik ist Partner des Marketing Leaders Club! Mit über 3.000 Marketing-Profis aus B2B-Unternehmen und Kreativbranche ist der bvik Deutschlands führender Verband für professionelle B2B-Marketing-Kommunikation. Gemeinsam fördern wir den offenen Erfahrungsaustausch und stärken die strategische Relevanz des B2B-Marketings.