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Onepager: Die Allzweckwaffe für erfolgreiche Kampagnen

Landen Sie beim Surfen auch immer häufiger auf Webseiten, die aus nur einer Seite bestehen und durch die Sie sich scrollend navigieren? Kein Wunder, denn die sogenannten Onepager sind zurzeit die beliebteste Art, Kampagnen, Produkte und Projekte online zu präsentieren. Und das zurecht: Die minimalistischen Webseiten bieten oft ein außergewöhnliches Nutzererlebnis, durch das die präsentierten Inhalte länger im Gedächtnis bleiben.

Was ist ein Onepager?

Onepager sind Webseiten im Single Page Design: Sie bestehen nur aus einer Seite und enthalten keine weiteren Unterseiten. Ein Onepager ist typischerweise länger als eine normale Webseite, navigiert wird durch Scrollen und über eine evtl. vorhandene Navigationsleiste. Einzelne Themenbereiche sind durch unterschiedliche grafische  Darstellungen voneinander abgegrenzt.

Wofür eignet sich ein Onepager?

Für die Darstellung einer überschaubaren Menge an Informationen zu einem klar eingegrenzten Thema.
Beliebt sind Onepager vor allem für die Präsentation von:

  • Kampagnen
  • Produkteinführungen
  • Projekten
  • Veranstaltungen
  • digitalen Visitenkarten kleinerer Firmen oder Freiberufler

Die Reduzierung auf ein Kernthema und dessen wichtigste Fakten macht Onepager zur idealen Fläche für die Online-Präsentation einzelner Kampagnen.

Onepager sind andererseits nicht geeignet für die Präsentation ganzer Unternehmensportfolios und komplexer Informationen. Corporate Websites größerer Unternehmen sollten nach wie vor als klassische Webseite mit mehreren Navigationsebenen umgesetzt werden.

Typische Elemente, die auf Onepagern zum Einsatz kommen:

Scrolling & Parallaxing

Beispiel: http://moto.oakley.com

http://moto.oakley.com

 

Flat Design

Beispiel: http://www.beoplay.com/products/beoplayh6

http://www.beoplay.com/products/beoplayh6

 

(Interaktive) Infografiken

Beispiel: www.olympicstory.com


www.olympicstory.com

 

(Interaktives) Storytelling

Beispiel: http://gla-class.mercedes-benz.com/com/de/#!/roadtrip

http://gla-class.mercedes-benz.com/com/de/#!/roadtrip

Vorteile von Onepagern

Setzt man Onepager richtig ein, bieten sie einige Vorteile gegenüber einer klassischen Webseite:

  • Konzentration auf das Wesentliche
    Der Fokus liegt klar auf dem vorgestellten Thema, wichtige Inhalte werden nicht übersehen, der User schaut sich den gesamten Inhalt an.
  • Effektive Userführung bis zur Conversion
    Ein Onepager nimmt den User an die Hand und führt ihn durch die Präsentation. Der Argumentationsaufbau entspricht einem Verkaufsgespräch.
  • Übersichtlich, einfach und intuitiv zu bedienen
    Ungestörter Lesefluss durch wenige bis keine Klicks. Der User gelangt schnell und bequem zu den gewünschten Informationen.
  • Schnellere Umsetzung als bei einer komplexen Webseite
  • Gleiches Nutzererlebnis auf allen Endgeräten (auch Mobile) durch responsive Design

Nachteile von Onepagern

Die Reduzierung auf das Wesentliche bringt naturgemäß auch einige Nachteile mit sich, die bereits bei der Konzeption berücksichtigt werden sollten (und für die es gute Lösungen gibt):

  • Gelernte Navigationsroutinen werden nicht bedient
    Trotz intuitiver Bedienung finden sich manche User auf Onepagern nicht zurecht, da die üblichen Navigationselemente fehlen.
  • Erschwerte Suchmaschinenoptimierung durch nicht vorhandene Unterseiten
    Ein Onepager kann immer nur auf ein Haupt-Keyword und dessen themenverwandte Keywords optimiert werden.
  • Hohe Ladezeiten oder ruckelndes Scrollen bei zu hoher Anzahl an Bildelementen

6 Dinge, die bei der Umsetzung eines Onepagers beachtet werden sollten

  1. Onepager für einen konkreten Zweck einsetzen
    Einzelne Kampagnen, Produkte, Events oder Projekte präsentieren.
  2. Orientierung erleichtern
    Fixierte Navigationsleisten, Scroll-Spy, Call-to-Actions und Smooth Scroll nehmen dem User die Unsicherheit.
  3. So gut wie möglich für Suchmaschinen optimieren
    Haupt-Keyword definieren und verwenden, einzelne Abschnitte über Hash-URLs erreichbar machen, HTML-Struktur optimieren.
  4. User zur Conversion führen
    Den Weg des Users durch die Seite mit einer Conversion abschließen (z.B. Kontaktformular, Download, Link zum Onlineshop, Newsletter-Anmeldung, Kontaktdaten oder Anfahrtsskizze).
  5. Durch Responsive Design für optimales Nutzererlebnis auf allen Endgeräten sorgen.
  6. Seite nicht zu lang gestalten! Niemand will 20 Minuten lang scrollen, um das Ende einer Story zu erfahren.

Beispiele für Onepager:

Für einige unserer Kunden haben wir bereits Onepager umgesetzt, zum Beispiel:

Auch unsere eigene Startseite ist im Stil eines Onepagers gestaltet: www.mosaiq.com

Wäre ein Onepager auch für Ihr Projekt das Richtige?

Wir beraten Sie gern ausführlich zu Vor- und Nachteilen und finden mit Ihnen gemeinsam die perfekte Lösung für Ihre Aufgabe!

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Mehr zum Thema: Kampagnen, Microsites


Bereit für das mobile Zeitalter? Der 5-Punkte-Check

Die mobile Internet Nutzung in Deutschland nimmt unaufhaltsam zu. Während in Indien die Nutzung des mobilen Internets die Nutzung via Desktop schon längst überholt hat, so sind wir in Deutschland auf dem besten Weg dahin. Zeit zum zurück lehnen gibt es also nicht, denn die Wachstumsraten der mobilen Internet Nutzung in Deutschland* lassen nur vermuten, wann wir auch hier ein ähnliches Verhältnis wie in Indien erreichen werden.

Mobile Endgeräte mit unterschiedlichen Auflösungen

Der Wachstumsmotor mobiles Internet verändert Gesellschaft und Wirtschaft in vielerlei Hinsicht.
Das Informations- und  Kommunikationsverhalten wir mobiler und somit dynamischer. Nachrichten verbreiten sich schneller und die Gesellschaft vernetzt sich digital. Treiber dieser Entwicklung, wie Medienkompetenz oder Datenschutz, gewinnen zunehmend an Bedeutung und wirken sich positiv auf die Akzeptanz des mobilen Internets in der Gesellschaft aus. Doch die Gesellschaft ist damit der Wirtschaft einige Schritte voraus. Kaum 40% der deutschen Unternehmen mit bestehender Internetpräsenz haben ihr Angebot an das mobile Zeitalter angepasst. Ein Großteil der Unternehmen hat also noch einige Hausaufgaben nachzuholen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was müssen Sie also tun, um Ihr Unternehmen, Ihre Marke auch im mobilen Umfeld adäquat zu präsentieren? Achten Sie dabei auf folgende fünf Punkte:

    1. Überprüfen Sie Ihre Webseite auf die Darstellbarkeit auf kleineren Bildschirmen wie z.B. auf einem Smartphone oder einem Tablet. Sofern Ihnen kein passendes Endgerät zur Verfügung steht, können Sie mithilfe des Tools Screenfly simulieren, wie ihr Internetauftritt auf gängigen Endgeräten abgebildet wird. Alternativ können Sie Ihr Browserfenster verkleinern, um das Verhalten Ihrer Seite zu beobachten. Verändert sich die Darstellung Ihrer Webseite nicht, sollten Sie darüber nachdenken, diese zu überarbeiten.
    2. Überprüfen sie die Ladezeit ihrer Webseite auf mobilen Endgeräten. Liefern sie ihre Inhalte – speziell Bilder – mobil optimiert aus, um Ladezeiten zu reduzieren und ein schnelles Laden der Onlinepräsenz zu gewährleisten. Die Verwendung einer Image Publishing Software bietet hier schnelle Abhilfe. Vermeiden sie des Weiteren Technologien wie Flash, welche mit einem Großteil der mobilen Endgeräte nicht kompatibel sind.
    3. Mobil ist die Verfügbarkeit von Informationen wie Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten, Adresse und Anfahrtsbeschreibung sehr wichtig. Überprüfen sie selbst, ob diese Informationen schnell und unkompliziert über ihre Webseite einsehbar sind.
    4. Dank der Touchscreen Technologie in Smartphones, Tablets und mittlerweile auch Notebooks, sollten Sie überprüfen, ob die einzelnen Elemente ihrer Internetpräsenz, speziell im Bereich der Menüführung und Verlinkung, großflächig genug gestaltet sind. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass Besucher Ihrer Webseite den gewünschten „Klick“ nur mit sehr viel Anstrengung ausführen können. In der Regel sollten funktionale Flächen eine Mindestgröße von 44 Pixel haben.
    5. Achten Sie besonders bei der Verwendung von Links in Newslettern auf die Mobilfähigkeit verlinkter Webseiten. In Deutschland lesen aktuell ca. 13% der Internetnutzer ihre E-Mails ausschließlich auf mobilen Endgeräten und 60% nutzen E-Mails sowohl auf mobilen als auch auf Desktop Endgeräten.

Die Notwendigkeit der daraus folgenden Anpassungen können Sie am besten anhand ihrer eigenen Statistiken definieren: Wie viele Besucher greifen von mobilen Endgeräten auf Ihre Seite zu? Welche Seiten werden hauptsächlich mobil aufgerufen? Wie unterscheiden sich die Ausstiegsraten von Desktop zu Mobil?

Die Antworten auf diese Fragen können von Branche zu Branche unterschiedlich ausfallen. So liegt die Zugriffsrate von mobilen Endgeräten bei einigen Unternehmen bei unter 10%, bei anderen schon weit über 20%. Sicher ist, dass sich dieser Anteil innerhalb der nächsten Jahre erhöhen wird. Lag der Anteil der mobilen Zugriffe auf Webseiten in Deutschland im März 2012 noch bei 3%, so verzeichnen wir aktuell ca. 7% (Quelle), was einer enormen Wachstumsrate entspricht. Unternehmen geraten zunehmen unter Druck, um in diesem Bereich zu investieren, denn die Konkurrenz schläft nicht.

*Jeder dritte Deutsche besitzt aktuell ein Smartphone und jeder achte ein Tablet. Im Vergleich zu 2012 sind dies Steigerungsraten von über 50 bzw. 160 Prozent. Mehr als jeder zweite Internetnutzer ist heutzutage mobil unterwegs. Die Ergebnisse der Studie „Mobile Internetnutzung: Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft“ zeigen deutlich, wo die Reise hin geht. Klassische Desktop-Computer oder Notebooks werden zunehmend durch Tablets und Smartphones ersetzt bzw. ergänzt was zu einer intensiveren Nutzung des Internets in allen Bevölkerungs- und Altersschichten führt.