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AdWords-Extensions: die Google Sitelinks & Co.

In Deutschland werden pro Tag mindestens 136 Millionen Suchanfragen bei Google gestellt. Dabei klicken drei Viertel der Suchenden die Ergebnisse der organischen Suche an. 12 % der Klicks erhalten die Top-Links, die über Google AdWords geschalten und farblich hervorgehoben werden.

Diese drei Plätze sind extrem umkämpft. Hier heißt es: „Gesehen und geklickt werden“. Google AdWords erweitert sein Werbeprogramm kontinuierlich und bietet nun Extensions für die Anzeigen an. Diese „Anzeigenerweiterungen“ sind nicht jedem bekannt, da sie etwas versteckt in der Navigation vom Google-AdWords-Konto eingebunden sind.

Wenn in Ihrem AdWords-Konto die Anzeigenerweiterungen noch nicht sichtbar sind, dann wählen Sie dazu im Drop-down-Menü die weiteren Tabs aus und bestätigen dies mit „ok“. Somit bleiben die weiteren Tabs in der Navigation sichtbar. Hier werden Ihnen nun drei verschiedene Anzeigenvariationen angeboten:

  • Standorterweiterung: ist die Möglichkeit die Google-Anzeigen mit einem Google-Places-Konto zu verknüpfen, um Unternehmensstandorte mit anzeigen zu lassen.
  • Telefonerweiterung: bietet die Möglichkeit, eine Telefonnummer der Anzeige hinzuzufügen, welche von Smartphone-Nutzern geklickt werden kann, um direkt bei dem jeweiligen Unternehmen anzurufen. Diese Funktion wird Click-to-call genannt.
  • Google-Sitelinks-Erweiterung: bietet die Möglichkeit, zusätzliche Links in die Textanzeige einzubinden. Beispielsweise sieht eine solche Sitelinks-Anzeige von HAKA Kunz folgendermaßen aus:

Der Vorteil dieser Erweiterungen liegt darin, dass die Textanzeigen mehr auffallen. Vor allem bei den Google-Sitelinks ist es vorteilhaft, dass die Verlinkungen, die im Screenshot oben in blau zu sehen sind, direkt mit Bezeichnung und Ziel-URL festgelegt werden können.

Diese Einstellungen können jedoch nur für die gesamte Kampagne vorgenommen werden und gelten für jede darunterliegende Anzeigengruppe und Textanzeige. Deshalb ist es ratsam, auf eher allgemeine Kategorien zu verlinken, wie im Beispiel: Angebote oder Haushalt & Wäsche.

Testen Sie Anzeigenerweiterungen aus und drängen Sie Ihre Konkurrenz durch diese „größeren“ Textanzeigen nach unten. Denn durch diese Erweiterungen rutschen Ihre AdWords-Konkurrenten, sowie die organischen Suchergebnisse, in der Darstellung weiter nach unten.

Speedy Gonzales oder auch Google Instant

Der aktuell in Amerika verfügbare Dienst soll nächste Woche auch in Deutschland zur Verfügung stehen. Das neueste Google Wunder Google Instant soll die Suche für die Besucher beschleunigen und in Echtzeit schon beim ersten Eintippen des Buchstabens Ergebnisse liefern. Dieses Video veranschaulicht das auf eine ganz charmante Weise:

Aktuell googeln wir schon mit Google Suggets. Der große Unterschied wird dann mit Google Instant sein, dass die Ergebnisse ohne Zeitverzögerung zur Verfügung stehen werden, d.h. die Ergebnisse erscheinen schon ohne dass der Besucher die Anfrage abschickt. Wir dürfen uns also freuen!

Die Büchse der Pandora – Netzneutralität

 Die Netzneutralität ist in aller Munde. Und weil es um ein Grundprinzip des Internets geht und im Moment kontrovers diskutiert wird, wollen wir das auch hier thematisieren. Worum geht es denn überhaupt? Es geht um die Spielregeln zwischen Zugangsanbieter (also Netzbetreiber wie die Telekom oder Vodafone) und den Serviceanbietern (also z. B. Google, Facebook, aber auch sämtliche andere Anbieter von Inhalten im Internet).

Das Internet verhält sich seit jeher neutral. Daten zwischen den Serviceanbietern und den Menschen werden unabhängig davon, woher sie kommen, gleich behandelt. Egal ob ich gerade die Suchergebnisse bei Google abrufe oder die Nachrichten auf privaten Blogs lese, der Netzbetreiber macht keinen Unterschied. Die Daten werden so schnell abgerufen, wie vom Serviceanbieter zur Verfügung gestellt. Das kann von Serviceanbietern nicht beeinflusst werden.

Nun sagen die Netzbetreiber, dass sich das Internet zu schnell weiterentwickelt. Es müssen immer mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit abrufbar sein. Ich kann mich noch an Zeiten früher erinnern, als ich mich mit 2.400 Baud in Mailboxen eingewählt hatte. Das Internet in der Form gab es damals noch nicht. Das ist aber noch gar nicht so lange her und man kann eigentlich darüber lachen, wenn ich als junger Mensch von „früher“ und „damals“ rede. 2.400 Baud entsprechen ca. 5.500 Bit pro Sekunde, also 5,5 Kbit/S. Ein paar Jahre später, das Internet hat die Zeiten des Analogmodems hinter sich gelassen, waren wir schon mit 64 Kbit/S über ISDN im Internet. Mittlerweile ist DSL das Maß aller Dinge mit einem bis 16 Mbit/S. Das ist ganz ungefähr 250x so schnell.

Ich schweife ab. Was ich sagen möchte ist, dass die Technik sich rasant entwickelt hat. Netzbetreiber müssen mit jeder Innovation besser werden, gleichzeitig befinden sie sich in einem sehr hart umkämpften Wettbewerb und müssen sich auch preislich immer weiter unterbieten. Die Zeiten in denen minutenweise die Internetnutzung abgerechnet wurde liegen schon lange hinter uns. So kommt es, dass Netzbetreiber sich Gedanken machen müssen, wie sie neue Einnahmenquellen schaffen können. Denn die Verbraucher sind wohl nicht bereit mehr Geld für den Internetzugang auszugeben.

Die Netzbetreiber sind dabei die Büchse der Pandora zu öffnen und den Verbrauchern das Schlechte zuzumuten in ihrer eigenen Hoffnung wieder mehr Gewinn machen zu können. Die Netzneutralität ist ernsthaft in Gefahr. Die Serviceanbieter verdienen nämlich durchaus sehr viel Geld im Internet. Manchmal mehr und manchmal weniger. Die Netzbetreiber wollen von diesem Kuchen etwas ab haben. Also wollen sie große Serviceanbieter zur Kasse bitten. Die Spielregel: „Du gibst mir Geld und ich sorge dafür, dass deine Daten schneller beim Konsumenten sind“. Das hätte Folgen. Die Großen könnten Netzbetreiber finanzieren, kleinere Serviceanbieter blieben auf der Strecke. Der natürliche Wettbewerb wäre aufgehoben. Das Grundprinzip des Internets, dass alle Inhalte grundsätzlich gleichberechtigt sind, wäre überholt. Die bisherigen Möglichkeiten, auch für kleine Serviceanbieter, ohne technische Hindernisse alle Internetbesucher gleichermaßen erreichen zu können, würden eingeschränkt werden.

Wer mehr bezahlt, könnte sich einen signifikanten Vorteil gegenüber Konkurrenten verschaffen. Überspitzt könnte Google einfach mehr zahlen als Microsoft und dafür sorgen, dass Google-Suchergebnisse favorisiert über die Datenleitung geschickt werden, als die gleichen Ergebnisse von Bing.

Und das hätte Folgen. Die bisherige Innovationsgeschwindigkeit des Internets, durch die technische Einfachheit und der Freiheit der Inhalte, wäre in Gefahr und würde verlangsamt werden. Es wäre eine Markteinstiegsbarriere für neue Serviceanbieter. Deswegen darf die Netzneutralität nicht gefährdet werden.

AdWords: Fremde Markennamen nun erlaubt

Darf man fremde Markennamen bei der Schaltung von Anzeigen bei Google AdWords als Keywords nehmen? Lange Zeit wurde diese Frage in Europa mit Nein beantwortet. Google hat bis zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) dagegen gekämpft – und nun schließlich Recht bekommen.

Daher gibt es nun ab 14. September eine neue Google-Markenrichtlinie für AdWords. Fremde Markennamen können nun also als Keywords für die Anzeigenschaltung verwendet werden.

Das bedeutet letztlich zweierlei:

  • Sie können künftig die Markennamen von Konkurrenten oder Partnern, Zulieferern etc. für Ihre Anzeigenschaltung verwenden.
  • Sie müssen damit rechnen, dass andere auf Ihren Markennamen Anzeigen schalten.

Der Nutzen von Ersterem dürfte klar sein: Sie können sowohl die Menschen, die nach der Konkurrenz suchen, auf sich aufmerksam machen als auch die Menschen, die nach beispielsweise nach Produkten suchen, die Sie bei sich führen.

Letzteres bedeutet, dass Sie aber auch mehr bedenken müssen, um Ihre Marke zu schützen. Zum Beispiel können Sie verhindern, dass Konkurrenten bei der Suche nach Ihrem Markennamen über Ihnen stehen, wenn Sie selbst bei Ihrem Keyword mitbieten. Sie müssen dabei nicht einmal unbedingt mehr bieten als der Konkurrent, denn beim Qualitätsfaktor sollten Sie alle anderen bei Ihrem eigenen Namen gut schlagen können.

Sollte jemand bei der Nutzung Ihres Markennamens aber übers Ziel hinausschießen, können Sie auch bei Google eine Beschwerde einreichen – zum Beispiel, wenn die Seite des Konkurrenten den Eindruck erweckt, er sei der Markeninhaber.

Google AdWords nun mit Markennamen

Insgesamt kommt so auf jeden Fall mehr Bewegung in den AdWords-Markt und das Ignorieren dieser reichweitenstarken Online-Marketing-Maßnahme wird immer schwieriger.

Den Google PageRank anzeigen lassen

Oft gefragt – und deshalb an dieser Stelle noch einmal ausführlich beschrieben: Wie kann man sich den Google PageRank einer Webseite anzeigen lassen?

Nichts leichter als das:

  1. Google Toolbar herunterladen: http://toolbar.google.de und installieren.
  2. Browser neustarten und in der Konfiguration „PageRank aktivieren“ wählen
  3. Fertigstellen und los geht es. In der Menüleiste unterhalb des Adressfeldes des Browsers können Sie den PageRank der aktuell geöffneten Seite abrufen (MouseOver) Weiterlesen