Alle Beiträge von Sabrina Ernst

Frauen sind in einer von Männern geprägten Domäne wie der Informatiker noch immer recht selten. Sabrina Ernst bringt frischen Wind in die Manschaft von MOSAIQ MEDIA. Mit viel Ehrgeiz und Engagement hat sich die Powerfrau aus dem Frankenland in den letzten Monaten erste Sporen verdient und hat nun ihren festen Platz im Team.

TYPO3 Camp in Stuttgart

Am 20. -22.Mai war MOSAIQ MEDIA als Sponsor auf dem TYPO3 Camp in Stuttgart vertreten. Dieses Jahr fand das Camp zum ersten Mal in Stuttgart im Schloss der Universität Hohenheim statt.

Es waren knapp 200 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, darunter auch einige Core Entwickler. Hier wurden dann am Wochenende sämtliche Themen rund um die TYPO3 Plattform sowie Programmierung in den sogenannten Sessions diskutiert. Die Themen wurden am ersten Veranstaltungstag von den Teilnehmern besprochen, da es vorab kein festgelegtes Programm gibt. Die einzelnen Sessions wurden auf Video festgehalten und können unter TYPO3 Camp Stuttgart angesehen werden. Für die Abendplanung wurde ebenfalls gesorgt und man konnte sich bei Spanferkel und Cocktails kennenlernen und austauschen.

Danke an die Veranstalter und Sponsoren für ein gelungenes und informatives Wochenende. Wir werden sicherlich nächstes Jahr wieder mit dabei sein!

Einblick in HTML 5

Die Weiterentwicklung an XHTML 2 wurde eingestellt und HTML 5 soll der neue Standard für Webapplikationen und Dokumente werden. Der folgende Blogeintrag zeigt einen kurzen Einblick in die Auszeichnungssprache.

Vorgeschichte

Das Standardisierungskonsortium W3C (World Wide Web Consortium) sah ursprünglich die Zukunft nicht mehr in HTML sondern in XHTML 2 und wollte deshalb die Weiterentwicklung von HTML einstellen. Da XHTML 2 jedoch nicht mit HTML 4 und XHTML 1 abwärtskompatibel wäre, gründeten Unternehmen wie die Mozilla Fundation, Opera Software ASA und Apple Inc. im Jahre 2004 die Arbeitsgruppe WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group). Ihre Zielsetzung lag darauf HTML 5 abwärtskompatibel zu HTML zu machen und die Sprache sinnvoll zu erweitern und zu verbessern.

Im Jahr 2007 gründete das W3C ebenfalls eine HTML 5 Arbeitsgruppe und schloss sich mit der WHATWG zusammen. Im Juli 2009 wurde dann letztendlich die Weiterentwicklung von XHTML 2 endgültig eingestellt.

Neuerung in HTML 5

In HTML 5 wurde die Doctype Deklaration stark vereinfacht und unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Ebenfalls kommen einige neue Elemente zur besseren Strukturierung von Dokumenten hinzu, wie beispielsweise:

  • <header>:  Kopfbereich
  • <nav>: Hauptnavigationsblöcke
  • <section>: Bereich einer Internetseite
  • <footer>:  Fußbereich

Durch die neuen Elemente ist die Vergabe von Ids und Elementen in diesen Bereichen überflüssig und Webseiten können durch diese Strukturierung von z. B. Suchmaschinen besser gelesen werden.

Diese Elemente lassen sich wie gewohnt durch CSS formatieren. Dies funktioniert allerdings nur in den Browsern Opera, Safari und Firefox. Damit die Angaben im Internet Explorer ebenfalls richtig dargestellt werden,  müssen die neuen Elemente im Moment noch über Javascript erstellt werden.

Zur Vereinfachung beid er Umsetzung, gibt es hierfür bereits fertige Lösungen wie beispielsweise das html5shiv Script:

Eine weitere Neuerung in HTML 5 ist das sogenannte <canvas> Element. Das Element stellt eine transparente 2D-Bitmap-Zeichenfläche zur Verfügung, in der Bilder eingebunden und transformiert, Farbverläufe definiert und in der z. B. mittels Javascript gezeichnet werden kann.

Folgende zwei Quadrate wurden mittels unten stehenden Javascript in das <canvas>-Element mit der id=“zeichenflaeche“ erzeugt.

Für den Internet Explorer muss zusätzlich die Javascript Datei „excanvas.js“ (http://code.google.com/p/explorercanvas/) eingebunden werden.

Darüber hinaus soll die Einbindung von Video- und Audio-Dateien erleichtert werden. Hierfür können zukünftig die Elemente <video> und <audio> verwendet werden.

Durch controls werden die Kontrollelemente (Ladebalken, Abspielen, Stoppen etc.) angezeigt und mittels autobuffer wird das Video bereits beim Laden der Seite geladen. Innerhalb der Tags kann ein Text angegeben werden, der ausgegeben wird, wenn der Browser das Video nicht unterstützt. Im Moment interpretieren die Browser Firefox ab Version 3.5, sowie Safari und Chrome ab Version 3 dieses Element. Jedoch wurde bisher in der Spezifikation kein gemeinsames Video- und Audioformat definiert werden, welches jeder Browser unterstützt, was im Moment noch dazu führt, dass verschiedene Formatvarianten vorbereitet werden müssen.

Beim Internet Explorer sollte man ein Video, wie bisher auch mittels object-Element innerhalb des <video> Tags einbinden und über den Flashplayer abspielen.

Ausblick

Dieser Blogeintrag soll und kann nur einen kleinen Einblick in HTML 5 geben. HTML 5 wird im Moment noch weiterentwickelt und es wird noch einige Jahre brauchen, bis der Standard komplettiert und auch die Browserhersteller die Unterstützung soweit verbessert haben, dass einem flächendeckenden Einsatz nichts mehr entgegen steht.

Quellen:

Dr Web

Blogeintrag von Peter Kröner – Was geht heute schon, was geht nicht – der große Überblick

Internet magazin Ausgabe 2/10 – HTML 5

t3n Ausgabe 18 – Evolution statt Revolution

TYPO3 5.0 – Das PHOENIX-Projekt

Neben der neusten Version TYPO3 4.4 wird eine weitere Version 5 mit dem Projektnamen Phoenix entwickelt. Diese bietet neue Möglichkeiten und Technologien und wird basierend auf den Konzepten und Erfahrungen aus früheren Versionen von Grund auf neu entwickelt. Hinzu kommt neben dem neuen PHP-Framework FLOW3 auch eine komplett neue Benutzeroberfläche.
Trotz dass TYPO3 5 durch diese neuen Funktionen deutlich kompakter wird, bleibt die Flexibilität der Vergängerversionen erhalten.

Der einzige Nachteil daran: Phoenix wird weitgehend mit den bestehenden Modulen, Erweiterungen und vorherigen Versionen nicht kompatibel sein.

Quelle: Mitra.ch

Warum also TYPO3-Version 5?

  • Komplexität – Die Architekur des TYPO3-Cores hat sein Limit erreicht und benötigt viel Einarbeitungszeit
  • Datenmodell – Der derzeitige Ansatz ist nicht flexibel genug und bereitet bei direktem Datenbankzugriff Probleme (auch mit DBAL)
  • PHP5 – die neuen Möglichkeiten von PHP 5.3 erlauben eine viel saubere Architektur
  • Schnittstellen – eine neue Architektur ermöglich eine bessere Zusammenarbeit mit externen Diensten (SOAP, WebDAV, 3rd party tools)
Quelle: slidechare.net

Das neue „Backend“

Ein Backend wie bei vorherigen Versionen wird es in dem Sinne bei  Phoenix nicht mehr geben. Stattdessen befindet sich ein selbsterklärendes Panel oberhalb des Frontends. Hiermit können beispielsweise Inhaltselemente durch das Überfahren mit der Maus (wobei sich ein Popup mit einem Richtexteditor öffnet) bearbeitet werden.
Darüber hinaus können Redakteure Kommentare nach dem Bearbeiten eines Inhaltselementes hinterlegen, welche später im Panel mit dem Änderungszeitpunkt angezeigt werden.
Des Weiteren wird, um – die Benutzerfreundlichkeit und Bearbeitungsgeschwindigkeit zu verbessern – verstärkt auf AJAX gesetzt.

Quelle: sgtypo3.de

TYPO3 5.0
TYPO3 5.0

Für die unterschiedlichen Benutzergruppen soll es in der neuen Version mehrere Benutzeroberflächen geben, die auf die verschiedenen Personas zugeschnitten sind (z.B. für Redakteure, Projekt-Manager, Administratoren etc.)

Abschließend lässt sich sagen, dass man gespannt sein kann wie sich das Projekt weiterentwickelt und welche Neuerungen noch hinzu kommen werden. Aber auf jeden Fall nicht unüberlegt updaten.