Alle Beiträge von Henning Schürig

Henning Schürig ist als Leiter Social Media & Online-Marketing bei uns voll in seinem Element. Seit 2005 beschäftigt er sich mit Social Media, was damals noch Web 2.0 hieß, und seit seiner ersten Website 1997 mit Suchmaschinenoptimierung. Er twittert länger als Sascha Lobo, führt mehrere Blogs und entwickelt mit diesem Hintergrundwissen Social-Media-Strategien für unsere Kunden. Außerdem koordiniert er in einem Redaktionsteam die Außenkommunikation von MOSAIQ MEDIA – zum Beispiel hier im Blog.

Google+ fängt gerade erst an – Android heißt das Zauberwort

Facebook ist uneinholbar und wird nie zu schlagenI have moved to Google plus sein – so dachten viele bis vor gut einem halben Jahr. Dann kam Google+ und zeigte zunächst mal riesiges Wachstum. Innerhalb von zwei Wochen waren es damals schon 10 Millionen Nutzer, zwei Wochen später das Doppelte und vier Monate nach dem Start – alleine im Monat Dezember – verzeichnete Googles Social Network immer noch 25 % Wachstum. Eine große Euphorie brach aus und viele aus der Webszene änderten ihr Profilbild bei Facebook in „I have moved“ – mit Google-plus-Logo in der Ecke. Manche löschten auch gleich ihren Facebook-Account.

Auf Euphorie plus folgt Ernüchterung plus

Doch genauso stark und schnell wie die Euphoriewelle kam, war dann auch die Welle der Ernüchterung. Nach Artikeln wie 10 Gründe, warum Google+ gegen Facebook gewinnt ahmte Facebook plötzlich die beliebtesten Funktionen von Google+ nach (Circles, Hangouts, Abonnieren) und es kamen recht schnell andere Artikel-Überschriften wie US-Magazin Slate erklärt Google+ für tot und Google Plus ist tot. Das Fehlen einer API wurde kritisiert, genau wie die lange Zeit nicht existenten Unternehmensprofile – die es inzwischen aber gibt.

Potential in Verknüpfung mit dem boomenden Android

Ich glaube aber nach wie vor, dass die Hochzeit bei Google+ noch kommt. Android hat den größten Marktanteil bei Smartphone-Betriebssystemen (über 50 %) und und wächst auch noch am stärksten – dem ganzen Apple-Hype zum Trotz. Und Android gehört zu Google. Wenn Google also künftig die Vernetzung mit Android sauber hinbekommt, dann wird alleine das zu einem riesigen Vorteil gegenüber Facebook werden.

Dreikampf? Google+, Facebook – und Microsofts so.cl

Bislang hat kein anderes Social Network ein eigenes Betriebssystem für Smartphones. Sollte nun also nicht Apple noch eine Kooperation mit Facebook eingehen, wird das Google+ eine Sonderstellung ermöglichen – bis dann Microsoft mit Socl (Codename: Tulalip) vielleicht in den Markt drängt. Dann werden die Karten wieder neu gemischt, denn auch Microsoft hat mit Windows Phone ein Smartphone-Betriebssystem am Start – und Microsoft wird sicher versuchen, seine Dominanz bei Betriebssystemen für PCs zum eigenen Vorteil zu nutzen. Bislang ist es bei so.cl aber noch sehr, sehr ruhig.

SEO, Google+ und Search plus Your World

Und noch etwas spricht für Google+: Die Verknüpfung mit der Suchmaschine Google. Suche ich als eingeloggter Google-User etwas bei Google, bekomme ich schon heute bei den organischen Suchergebnissen und bei den Anzeigen (Google Adwords) angezeigt, wem meiner Freunde bei Google+ das gefällt (bzw. der Seite +1 gibt).

Schon das deutete an, dass Social Media und SEO immer mehr zusammenwachsen. Als Google nun kürzlich Search plus Your World bei google.com einführte, wurde noch klarer, wohin die Reise geht. Wer Search plus Your World verwendet, sieht eine Mischung aus „objektiven“ und personalisierten Suchergebnissen. Dabei werden sogar private Daten in Google+ mit einbezogen, insofern der Suchende zu den Kreisen gehört, die das sehen dürfen. Mit einem Klick kann die normale Suche wiederherstellt werden – oder alternativ auch eine rein personalisierte Suche angezeigt werden.

Search plus Your World (Google) - Screenshot

Einerseits bietet Google damit neue Optionen bei der Suche, die viele Menschen sicher hilfreich finden. Und andererseits erhöht Google damit den Anreiz, sich bei Google+ anzumelden – denn ohne Account dort funktioniert Search plus Your World nicht.

Ausblick zu Google+ und Marktführerschaft Social Networks

Es bleibt definitiv spannend im Markt der Social Networks. Am Ende des Jahres 2012 dürfte Facebook allerdings von der Nutzerzahl her weiter die Nase vorn haben. 800 Millionen Nutzer sind schon eine gewaltige Marke an die die anderen erst einmal rankommen müssen. Aber Mitte oder Ende 2013 kann es schon ganz anders aussehen. Auf jeden Fall treibt der Konkurrenzdruck die Innovationen voran und das ist gut so – so ärgerlich es auch ist, dass viele von uns derzeit dreifachen Aufwand beim Posten betreiben müssen.

Bislang sind die Nutzer bei Google+ jedoch in der Tendenz eher männlich, jung und sehr technik-affin. Voraussetzung für den Erfolg von Google+ wird sein, dass es aus der Nerd-Ecke rauskommt und demographisch näher an die Durchschnittsbevölkerung heranrückt.

Google+ hat bislang 83 % inaktive User, heißt es. Das mag sein. Aber diese User sind durch die stetige Benutzung von Google als Suchmaschine quasi permanent nur einen halben Klick von Google+ entfernt. Sie brauchen nur noch mehr Gründe, um Google+ zu nutzen und die werden kommen – wenn auch überraschend langsam. In einigen Kategorien hat Google+ bereits die Nase vorn.

Ich bin sicher: Wir werden noch viel von Google+ hören und der Zenit ist noch längst nicht überschritten. Es fängt gerade erst an. Es gibt auch Zahlen dazu. Wer hält dagegen?

Ausgezeichnet: iF communication design award

Stolz lässt einen bekanntlich wachsen. Wer uns in den letzten Tagen also ein bisschen größer wahrgenommen hat als bisher, dem können wir das erklären: Wir wurden mit dem iF communication design award 2012 ausgezeichnet.

Hintergrund ist eine Kampagne, die wir anlässlich der Frauen-Fußball-WM dieses Jahr für unseren Kunden INTERSPORT in Kooperation mit adidas durchgeführt haben. Besonders stolz sind wir natürlich, dass hier alles von uns kam: Idee, Konzept, Gestaltung, technische Umsetzung und auch redaktionelle Begleitung.

iF communication design award für Facebook-App Heldenrasen

Unser Spiel in Form einer Facebook‐App zur FIFA‐Frauen‐WM™ 2011 hat die Jury offenbar auf Anhieb hinsichtlich Zielgruppenansprache, Usability, Design und Kreativität überzeugt.

Die Spielmechanik war simpel, aber originell: Auf dem Heldenrasen ist nur Platz für die besten 11 Spieler bzw. User mit den meisten Stimmen. Alle anderen müssen auf der wohl längsten Ersatzbank der Welt Platz nehmen und sich mit Klicks von Facebook‐Freunden auf den Heldenrasen zurückkämpfen.

Mehr als 1.000 User nahmen daran teil und generierten innerhalb weniger Wochen über 10.000 Stimmen. Das anvisierte Ziel, besonders Frauen anzusprechen, gelang mit einem Geschlechterverhältnis von zwei zu eins sehr eindrücklich. Unter den elf Gewinnern war bis auf einen Mann nur Frauen.

Der iF communication award ist einer der wichtigsten nationalen und internationalen Wettbewerbe und kürt seit fast 60 Jahren herausragende Designleistungen. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und möchten sowohl dem Team als auch dem Kunden Danke sagen. Denn für so einen Erfolg müssen alle mitspielen – wie im Teamsport. :-)

BarCamp Stuttgart 4: Menschen, Menschen, Menschen – oder: das Netz persönlich kennenlernen

Wer das Netz einmal persönlich kennenlernen will, der braucht nur zu einem BarCamp gehen. Das heißt nicht, dass man hier alle möglichen Vorurteile gegenüber Netzbewohnern, Computer-Freaks oder schlicht Nerds bestätigt findet – im Gegenteil.

Vielmehr diskutieren hier Netzmenschen sowohl über technische als BarCamp Stuttgart 4 (Logo bcs4)auch gesellschaftliche Entwicklungen, die mal mehr und mal weniger mit dem Internet zu tun haben. Und so war es dann auch bei der vierten Auflage des Stuttgarter BarCamps wieder.

Themen

Von SEO, Google AdWords und Responsive Webdesign über Bildung 2.0, SSL-Zertifikate und Tipps für bessere Präsentationen bis hin zu künstlicher Intelligenz in Computerspielen, erfolgreiches Projektmanagement und der Frage, wann der Begriff Social Media (endlich) ausgedient hat. Die Themen von denen ich gar nicht verstanden habe, worum es da geht, hab ich mal bewusst weggelassen – es ging also auch noch deutlich technischer zu. :-)

Letztlich war einfach für jeden was dabei – kein Wunder, denn jeder konnte eine Session abhalten oder einfach nur sein Thema vorschlagen und hoffen, dass jemand dann dazu etwas anbietet.

Menschen

Das Wichtigste auf einem BarCamp sind aber die Menschen. Nicht zuletzt deshalb gibt es zwischen den einzelnen Sessions auch großzügige Pausen – und eine Vorstellungsrunde mit 200 Leuten. Es geht aber weniger um sehen und gesehen werden, sondern mehr um zuhören und mitreden. Selten trifft man so viele sympathische und mit ähnlichen Interessen ausgestattete Menschen auf einem Ort.

Sponsoren

Der Ort wurde übrigens von der MFG (Innovationsagentur für IT und Medien) zur Verfügung gestellt – wie auch insgesamt die gesamte Veranstaltung über Sponsoren und (zu einem deutlich kleineren Teil) freiwillige Teilnehmerbeiträge finanziert wurde. MOSAIQ MEDIA war auch diesmal wieder als Sponsor mit dabei – bislang aber ohne dabei wieder ungeplant mit einer Person mehr ins Büro zurückzukehren. :-)

Resultate

Aber neben dem Recruiting und dem Know-how-Austausch gibt es ja noch weitere Gründe, ein BarCamp zu sponsern. Das Branding hat bei uns diesmal wunderbar funktioniert. So haben wir nicht nur seit dem Start des BarCamps 25 neue Follower bei unserem Twitter-Account gewinnen können, sondern auch einige Exemplare unseres Kundenmagazins U1 an Interessierte verteilt und zudem als Dank für das Sponsoring von einigen Teilnehmern Links in ihren Blogs erhalten. Vielen Dank dafür! Nicht zuletzt hat auch unsere kleine AdWords-Anzeige bei Google die erwünschte Wirkung erzielt.

Fazit

Alles in allem also nicht nur für die Teilnehmer ein rundum gelungenes Wochenende, sondern auch für uns als Sponsor. Vielen Dank an den Organisator Jan Theofel, die anderen Sponsoren und nicht zuletzt die vielen engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Wir freuen uns auf das nächste BarCamp und werden wohl nur schwerlich ein Jahr lang bis zum bereits angekündigten bcs5 warten können. Mal sehen, wo es uns dazwischen noch hinzieht. :-)

Einen Nachteil hat so ein BarCamp aber doch: Man bräuchte eigentlich zwei Tage, um danach alle neu gewonnenen Kontakte in den vielen Social Networks zu finden, um die ganzen Blogeinträge zum BarCamp zu lesen und sich die ganzen Fotos anzusehen. Mal ganz zu schweigen zum Anschauen der Materialien zu den einzelnen Sessions – und dem Umsetzen der neu gewonnenen Erkenntnisse.

Aber es gibt Schlimmeres. :-)

Fotos

Zum Abschluss noch ein paar Bilder – weitere auf flickr.

(Fotos: Henning Schürig, Nr. 3 und 5: Johannes Ellenberg)

Jetzt möglich: Google Analytics rechtskonform nutzen

Heute ausnahmsweise mal eine positive Meldung zum Thema Datenschutz: Google und die deutschen Datenschutzbehörden haben sich geeinigt.

Daher gibt es nun die Möglichkeit, Google Analytics rechtskonform auch nach deutschen Datenschutzgesetzen einzusetzen. Allerdings muss man hierzu aktiv werden, das passiert nicht automatisch.

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden:

  • Erwähnen Sie in Ihrer Datenschutzerklärung, dass Google Analytics auf Ihrer Website eingesetzt wird.
  • Veranlassen Sie Google, die IP-Adresse nicht vollständig zu speichern, sondern das letzte Oktett zu kürzen. Dazu ist eine kleinere Anpassung des Google-Analytics-Codes nötig.
  • Weisen Sie Ihre Besucher in Ihren Datenschutzbestimmungen auf die Möglichkeit hin, Google Analytics durch ein entsprechendes Browser-Plugin zu deaktivieren (inzwischen verfügbar für Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari und Opera). Dann werden keie Analyse-Informationen an Google gesendet.
  • Außerdem gibt es neue Nutzungsbedingungen von Google, die mit den Datenschutzbehörden abgestimmte Regelungen zur Auftragsdatenverarbeitung beinhalten. Dies war eine Auflage der Behörden.

Damit gibt es nun erstmals die Möglichkeit, Google Analytics den deutschen Datenschutzbestimmungen entsprechend rechtskonform zu nutzen.

„Macht ein Webseitenbetreiber von diesen Möglichkeiten Gebrauch, wird dadurch ein beanstandungsfreier Betrieb von Google Analytics gewährleistet“, schreibt dazu die Hamburger Datenschutzbehörde in einer Pressemitteilung.

Weitere Informationen gibt es beim Hamburger Datenschutzbeauftragten und bei Google. Sollten Sie noch Fragen haben, stellen Sie sie einfach hier im Blog oder rufen Sie Ihren Account-Manager an.

Arbeitgeber sein in Zeiten von Social Media – oder: MOSAIQ MEDIA ist TOP Company

Arbeitgeber sein ist auch nicht mehr das, was es mal war – und das ist gut so. Warum? Naja, im Social Web unterhalten die Menschen sich nicht nur darüber, wie zufrieden sie mit einem Produkt waren, wo es das billiger gibt oder dass der Sommer dieses Jahr doch sehr bescheiden ausfällt. Nein, sie unterhalten sich auch über ihre Arbeitgeber.

Verständlicherweise möchte dabei nicht jeder Arbeitnehmer mit Namen auftreten, sondern lieber anonym seine Meinung kundtun. Genau dafür gibt es inzwischen Arbeitgeberbewertungsportale wie kununu, wo Mitarbeiter kostenlos und anonym ihren Arbeitgeber bewerten können.

Bewerber können dann anhand dieser Arbeitgeberbewertungen entscheiden, ob sie in dieses Unternehmen passen. Wie viele Sternchen bekommt das Vorgesetztenverhalten? Wie zufrieden sind die Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und was für Kommentare gibt es zum Thema Work-Life-Balance?

Arbeitgeber, die sich aktiv einbringen und bspw. ihre Mitarbeiter zu Bewertungen auffordern oder Bewertungen kommentieren bekommen von kununu als Belohnung das „OPEN Company“-Siegel. Wir haben uns gestern über dieses Siegel freuen dürfen.

MOSAIQ MEDIA ist "TOP Company" bei kununuAber heute freuen wir uns, dass wir inzwischen sogar „TOP Company“ sind. Das heißt: Mindestens sechs Mitarbeiter haben uns bewertet und ingesamt kommen wir dabei auf einen Schnitt von mindestens 3 von 5 Punkten (wir haben sogar 4,4).

Unsere Chefs können also sehr zufrieden sein. Gleichzeitig können sie aber auch ablesen, wo die Mitarbeiter eventuell weniger zufrieden sind und wo mehr. Das kann sehr dabei helfen, eine andere Perspektive einzunehmen, was ja für Chefs nicht immer einfach ist.

Gibt es allerdings viele negative Bewertungen und Kommentare, kann das zum Problem für einen Arbeitgeber werden. Mitarbeiterzufriedenheit wird also in Zeiten von Social Media immer wichtiger. Arbeitgeber sein ist eben nicht mehr das, was es mal war – und das ist auch gut so. :-)